Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1858
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 42)
- Language
- German
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40 Geometrie: Einleitung. Von den Linien und Winkeln. — Arithmetik: Von den absoluten Zahlen. — Rechnen: Regel de Tri, Brüche und Deciinalbrüche. — Anfangsgründe der Physik: Dr. Zuckermann. Den Gesarigunterricht leitet Cantor Deutsch. Das Lehrerseminar zählt acht Hörer: sechs Preussen, einen Oesterreicher, einen Oldenburger. Den Lehmann'sehen Preis für die über ein vom Director gegebenes wissenschaftliches Thema nach dem Ausspruche des Lehrercollegiums gelieferte beste Arbeit errangen die Herren stud. philos. H. Seligsohn aus Wollstein und J. Traub aus Mannheim. Herr Traub verlas am Tage der Gedächtnissfeier seine Preisschrift. Dieses Jahr wurde als Preisaufgabe gestellt: Ueber den Geist des Commentars des R. Moses ben Nachman zum Pentateuch und über sein Verhältniss zum Pentateuch-Commentar Raschi's. Sieben Hörer haben umfangreichere Arbeiten eingeliefert. Der Name Desjenigen, der den Preis errungen, wird im Berichte des künftigen Jahres mitgetheilt werden. Das Seminar beging am 27. Januar die statutenmässige Gedächtnissfeier des Stifters der Anstalt, des Königl. Commerzienrathes Jonas Fränckel. Am 15. October wurde die Geburtsfeier Sr. Majestät des Königs im Beisein des Curatoriums, des Lehrercollegiums und der Seminaristen begangen. Die eingegangene erschütternde Nachricht über den Gesundheitszustand des Königs hatte die Gemüther zur tiefsten Wehnrath gestimmt. Nach einem Recitativ (Ps. 41) suchte der Unterzeichnete dem allgemein gefühlten Schmerz einen entsprechenden Ausdruck zu geben und schloss mit einem Gebete an den Weltenlenker für die baldige Genesung des Königs, der seinem Volke wiedergegeben werden möge. — Der Gebethymnus für das Wohl des Königs beendete die Feier. Mit Freuden spricht die Anstalt ihren Dank für manche ihr gewordene Beweise des Wohlwollens und der ehrenden Theilnahme aus. Mit besonderer Anerkennung gedenkt sie des Herrn Bernhard Poppelauer von hier, der die Zinsen von tausend Thalern zu einem Stipendium für einen fleissigen mittellosen Seminaristen bestimmte; Ferner des Herrn leiser Jaffe aus Posen, der dem Seminar aus dem Nachlasse seines Sohnes, Herrn Herrmann Jaffe, ein Legat von tausend Thalern überwies, dessen Zinsen als Stipendium einem fleissigen mittellosen Seminaristen mit der daran geknüpften Bedingung ertheilt werden sollen, dass er am Sterbetage des verstorbenen Herrn Herrmann Jaffe (6. Adar) die üblichen Trauergebete verrichte. Andere Beweise des schätzbaren Wohlwollens legten an den Tag: Herr S. Zuckermann ton hier, welcher die Bibliothek der Anstalt mit dem Werke Asifat Sekenim zu Baba Mezia bereicherte, — Herr Dr. Kämpf in Prag übergab der Bibliothek einige Exemplare der von ihm edirten und mit einer