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Die neue Welt · 1937-02-05 · Heft 629 (5.2.1937) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 629 (5.2.1937)
Date
1937-02-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 629 vom 5. Februar 1Ö37 GRABSTEINE FRIEDLÄNDER & DEUTSCH Wien, 1. Bex., SeifcnsteUertgasse 2, Iii Samstag XL, Zenitalfriedhof, neb, d. 1, 7or. |j| geschlossen HIIIIIIIIIIIIIIIIIII^ Zchnjahrfefcr des Berit Trumpeldor Oestetteidis Im Großen Musikvereinssaal in Wien fand die Zehnjahrfeier des österreichischen Berit Trumpeldor (Betar) statt. 700 Betarim hatten im Saal Aufstellung genommen, während hunderte Gäste die Estraden und Galerien füllten. Zur Feier waren u. a. erschienen: in Vertretung des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg der Personaladjutant Oberstleutnant Bartl, der dem Berit Trumpeldor die Grüße und Glückwünsche des Bundeskanzlers Uberbrachte. Weiters Vertreter des Unterrichtsministeriums und des Stadtschulrates, das Präsidium der Kultusgemeinde (die Vizepräsidenten Rat der Stadt Wien Dr. J. Ehrlich und Oberbaurat Robert Stricker), eine Delegation des Bundes Jüdischer Frontsoldaten unter Führung des Bundesführers Edlen v. Friedmann, Generalmajor Sommer für die jüdischen Legitimisten, Professor Dr. Kaminka für die Alliance l3raelite, die Leitung der N. Z. O. und Vertreter aller zionistischen Organisationen. Nach dem religiösen Festakt wurden. Begrüßungsschreiben des Bürgermeisters Schmitz, des erkrankten Kultuspräsidenten Dr. Friedmann, des Landesverteidigungsministcriums u. a. verlesen, dann das Begrüßungsschreiben dea Rosch Betar Jabotinsky zur Verlesung gebracht. Die Festansprache hielt Dr. Goldstein-Moll. Er appellierte an die jüdische Gesellschaft, sie möge, es nicht zulassen, daß man der Jugend, die bereit 'sei,, ihr Leben auf' dem Altar' des Vaterlandes zu opfern, die Tore Palästinas versperre' dadurch, daß man ihi* Zertifikate verweigert. Es sprach dann der Bundesführer des Berit Trumpeldor Oesterreichs, lag. Otto Seidmann. Mit dem Absingen der Betar-Hymne schloß die Feier. Die 4 Fragen! 1. Warum soll man zu Pessach nur „Schmidl-Mazzoth" essen???? Weil „Schmidl-Mazzoth aus nur wirklich allerfeinsten, sorgfältig ausgesuchten, besonderen Weizen- ' mehlsorten,'in modernsten, peinlich' sauberen Fabriksräumen erzeugt werden und einen köstlichen Wohlgeschmack besitzen. 2. Warum nur „Schmidl-Mazzöth-Grieß" und Farvel??? Weil sie die Vorzüge — wie ad 1. — haben und nach einem besonderen, in mehr als 40jähriger Erfahrung erprobten, Verfahren erzeugt werden, wobei auf leichte Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit geachtet wird. 3. War am soll mäh „Schmidl-Mazzoth" allen anderen vorziehen???? Weil sie das „Beste vom Besten" sind, im Wofcl- geschmack, an Sauberkeit und Kaschruth unübertroffen und mit keiner anderen Marke zu vergleichen. 4. Warum soll man bei Mazzoth-Elnkauf auf die Marke „Schmidt" ächten???? Weil es möglich ist, daß man Ihnen irgendwo andere, weniger gute, weniger verläßliche, Mazzoth an Stelle der seit mehr als 40 Jahren bei zehntausenden mit Recht so beliebten „Schmidl-Mazzoth" gibt. Jüdische Erneuerungsbewegung. Eine Gruppe jüdischer Kaufleute und Angehöriger freier Berufe hat sich zu einem Gründungskomitee behufs Schaffung einer „Jüdischen Erneuerungsbewegung" zusammengeschlossen. Es handelt sich um die Gründung einer Dachorganisation, der nicht nur Einzelpersonen, sondern möglichst viele Organisationen der verschiedensten Richtungen beitreten und dadurch dazu beitragen sollen, eine einheitliche Abwehrfront gegen den Judenhaß herzustellen. Die „Jüdische Erneuerungsbewegung" soll nebst der Förderung derzionistischenBestrebungen auch darauf bedacht sein, eine Berufsumschichtung der Juden innerhalb der Länder und durch Aus Wanderungsaktionen zu beschleunigen. Adresse: Rechtsanwalt Dr. Robert Strauß, Wien, I., Wollzeik 23. Aufruf des Weltverbandes der Freilandligen (I. T. O.). Der Weltverband der jüdischen territorialistischen Organisationen versendet aus Paris einen Aufruf, in dem es u. a. heißt: „Im schwierigsten Moment unserer Geschichte, da das verfolgte Judentum nirgends einen Zufluchtsort finden kann, schlägt der französische Kolonialminister eine Möglichkeit vor, ein Territorium in seinem ausgedehnten Kolonialimperium zu wählen, das für jüdische Kolonisation geeignet wäre. Wir richten unseren Ruf an das ganze jüdische Volk, mit Dankbarkeit und Aktivität das großmütige und edle Anerbieten der französischen Republik zu beantworten." — Die österreichische Freilandliga, IX., Porzellangasse 22 s (A-16-5-91), ersucht um Mitteilung, daß sie Interessenten bereitwilligst Auskünfte erteilt und auf Wunsch kostenlos Druckmaterial zur Verfügung stellt. IsraeHfitedie Kulfiisgememde Wien KonkursaUmschreibung. Im Spital der israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, gelangt an der urologischen Abteilung eine Assistentenstelle zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: Die österreichische Bundesbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde im österreichischen Bundesstaate, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primarärzte des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 35 Jahren; Mit . den Personaldokumenten (Geburtsschein, Heimatschein, Doktordiplom, Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind beim Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien, L, Seitenstetteng. 4; III. Stock (Amtsdirektion), bis längstens 15. Fe b r u a v 19 o 7, 12 Ulumittags, zu überreichen. Kundmachung betreffend den Ankauf von Mazzoth. Das Rabbinat der isr. Kultusgemeinde macht darauf aufmerksam, daß die Bereitung von einwandfreien koscheren Mazzoth und Mazzothprodukten, angefangen von der Beschaffung dos Mehle» bis zur Fertigstellung große und schwierige rituelle Anforderungen stellt, die clno besonders, strenge Aufsicht erforderlich macht. Daher kann das Rabbinat fllr Mazzotherzeugnisse. welche vom A u s 1 a n d e eingeführt werden, keine Vcrantw o r t u n g dafür übernehmen, daß dieselben tatsächlich den rituellen Anforderungen entsprechen. Ueberdles wird darauf verwiesen, daß vom Erlös eines jeden Kilogramm inländischer Mazzoth, das verkauft wird, ein gewisser, Prozentsatz unseren armen notleidenden Glaubensgenossen zugute kommt. Das Rabbinat fühlt sich daher veranlaßt, dem auf koschere Mazzoth und Mazzothprodukte reflektierenden Publikum zu empfehlen, seinen Mazzothbedarf bei den unter Aufsicht des Rabblnats stehenden Mazzothfabriken, und zwar: Nathan Brodetz ky, IL. Leopoldsgasse 43, Hermann Strum, IL, Rotcnsterngasse 11. Moritz Vortrefflich, IL, .Obere Augartenstraße 52, zu decken. Es wird gleichzeitig darauf hingewiesen, daß von den Mazzoth der obigen Finnen bereits Challah genommen isti Kundmachung Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hat seine Ehrwürdon Herrn Rabbiner Dr. Kersch Jakob Zlmmels irn Sinne des § 33, Abs. 1, des Statuts der Israelitischen Kultusgemeinde Wien zum G.emelnderabbiner mit dem Amtssitze im Gemeindebethause, Wien, XV., Turnergasse 22, provisorisch bestellt. Nachdem gegen diese Bestellung zufolge Bescheides de3 Wiener Magistrats vom 20. Janner 1937, M.-Abt. 2/53/37, eine Einwendung ' nicht erhoben wurde, erfolgt hiemit gemäß § 36 des Statuts der Israelitischen Kultusgemeinde Wien die Verlautbarung. Diese provisorische Bestellung erfolgt mit Wirksamkeit vom 1. Februar 1937. Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und, Mittelschüler und -schulerinnen. Samstag, den 6. d., 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Bezirka-Synagogen. — 2. Besondere Jugendgottesd 1 o n s t e für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im IL, IX. und XX. Bezirk. Samstag, den 6. d., viertel 5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Tempel, IL, Tempelgasse ß, und in den Bezirkssynagogen, IX., Müllnergasso 21, und XX., Klucky-?;asse 11. — 3. Gottesdienst für die reifere Mittelschulugend. Freitag, den 5. d., halb 7 Uhr abends, im Stadttempel, I.» Seltenstettengasse 4. Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogcn. Freitag, den ß. d., werden bei den um 4 Uhr 50 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: V., Slebenbrunnengasse la, Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; VI., Schmalzhofgasse 3, Rabbiner Dr. J. Drobinsky: VIII., Neudeggergasse 12, Rabbiner Dr. M. Bauer: X., Humboldtgasse 27. Rabbiner Dr. A. Weiner; XIII., Eitelbergergasse 22, Rabbiner Dr. M. Lewin; XV., Turnergasse 22, Rabbiner Dr. H. J. Zimmels; XVI., Hubergasse 8, Rah« blner Dr. J. M. Bach; XVIIL, Schopenhauerstraße 39, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; XIX., Dollinergasse 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein. — Samstag, den 6. d., beim Vormittagsgottesdienst: IL, Pazmanltengasse 6. Rabbiner Dr. M. Landau; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXL, Holzmeistergasse 32, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Im Tempel der Jsrael. Kultusgemeinde, Wien, XV., Turnergasse 22, findet am Freitag, den 5. d., anläßlich des um 4.50 Uhr beginnenden Abendgottesdienstes die Installierung dea neubestellten Rabbiners, Sr. Ehrw. Herrn. Dr. II. J. Zlmmel s, und die Einführung des neubestellten Ersten Kantors, Herrn David Fischer, statt. Austritte am dtena Judentum > Bartal Bela Adalbert, Elektrotechnikergehilfe, geb* 4. II. 1910 Szenicz, ledig, I., Köllnerhofgasse 2. — Bartal Renee, Schneidergehilfin, 6. IV. 1912 Szenicz, ledig, I., Köllnerhofgasse 2. — Willheim, Ing. Fritz, Landwirt, geb. 28. VIII.. 1887 Ossowa, ' verh., I„ Herrengasse 6-8. — Schimmerling; geb. Wessely Dr. Else, Private, geb. 6. XII. 1907 Auspitz, gesch., IV., Schelleingasse 10. — Bohensby Edith, Friseurlehrling, geb. 16. XI. 1919 Wien, ledig, V., Kriehubergasse 27. — JclUnek Gustav, Graphiker, geb. 23. IV. 1913 Wien, ledig, VIII., Laudongasse 54. — Wallisch Grete, Kontoristin, geb. 27. VI. 1914 Wien, ledig, IX. , Schulz-Straßnitzky-Gasse 5. — Matzal geb. Abusch Dorothea, geb. 26. VIII. 1879 Biala, verw., LX., Sechsschimmelgasse 3. — Matzal Elisabeth, Schneiderin, geb. 26. I. 1918 Wien, ledig, IX., Sechsschimmelgasse 3. — Honig geb. Hoffmann Valerie, geb. 15. III. 1885 Lundenbui-g. verw., IX., Porzcllangasse 41. — Genee, geb. Spunner Rosa, Haushalt, geb. 20. IX. 1892 Wien, verh., X. , Quellenstraße 159.' — Tischler Hansi, Private, geb. 7. IX. 1914 Wien, ledig, XVIH., Neustift am Walde Nr. 42. — MUlhofer geb. König Amalie Marianno Dorothea, Private, geb. 14. I. 1885 Berlin, verw., XIX., Pfarrwiesengasse 13. — Millhofer Vera, Lehrmädchen, geb. 20. IV.. 1921 Wien, ledig, XLX., Pfarrwiesengasse 13. — Ncustadrl Gustav, geb. 10. X. 1883 Pest, XX., Denisgasse 40. — Lutzliy geb. Steiner Martha, Haushalt, geb. 8. IV. 1915 Wien, verh.. XX., Engerthstraße 118. — Reämzmt BMei Bestrenomm ler ie Küche -yy^ REICHHALTIGE MEMttSäS 11.90 UNO 2.60 : C II W iL L Ii a 1 t W B R A b 8l,Har>)wer»Purgs2ail-Gcgsse 3 (rädisi SattorbruAe)» Tbl Ji-41-f-:f WOCEENsKALENDER FÜR DAS JAHR 5697 Februar i'jnn Schebafh Freitag 5 24 Sabbateiiigang 5.10 Samstag S 25 : Sabbatausgang 4.50 Sonntag 7 26 Montag 8 27 Dienstag 9 28 Mittwoch 10 29. Donnerstag 11 30 •n« wirr c«n •« WMmmoamnzsMmism Restaurants, Cafes etc. Cafe Abbazla, IL, Ausstellungsstraße 1, Tel. R-44-5-58. Warme und kalte Küche. Bier vom Faß. Klubzimmer. Samstag u. Sonntag Konzert Musikschutz frei. A, Barschak, U.. Große tjchir/gssae ö ritreng "<ct vorzügliche Küche. Billige Preise. 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Telephon A -20-2-78. zu richten Eigentümer, Verleger, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur; Oberbaurat Robert Stricker. ........... , QC.. UnlveraUätflsMe 6^] Druck: Druckerei* und .Verlag8.A,.G, Igaaa Steinmann, beide .Wien,

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