Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 589 (28.8.1936)
- Date
- 1936-08-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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tefee » DIE NEUE WlfilT Nr. 589 vom 28* August 1936 Jüdische Kunststeüe. Die Mitglieder erhalten erfiaäßigte Karten für samtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Anmeldungen werden ganztägigentgegengekommen. Jüdische Volkshochschule, I., Kai 3, R-28-2-36. Neuerscheinungen und Judaica gegen geringe Leihgebühren (auch, für Mitglieder der Kunatstelle) in der Bücherei der Jüdischen Volkshochschule entlehnbar. * Die Jüdische Kulturstelle (Wien) veröffentlicht soeben einen Bericht über ihr abgelaufenes Arbeitsjahr. Bekanntlich hat dieses Institut — neben der Versorgung seiner Mitglieder mit billigen Theaterkarten <— ein umfangreiches Programm aufgestellt, das die wichtigsten Disziplinen des Kulturlebens enthält. Die .Kunstführungen, technischen Führungen, Photoausstellungen, Autorenabende, das Kulturtheater, die Pflege der Musik und des Schrifttums haben zahlreiche Wiener jüdische Menschen (Kulturschaffende wie Kulturbeflissene) herangezogen, so daß auch für das kommende Arbeitsjahr 1936/37 mit einem sichtbaren Erfolg gerechnet werden'kann. Schiffsverkehr nach Palästina. Wie uns die P a 1 e s t i n e Shipping Company Ltd., Haifa, Eigentümerin des bekannten jüdischen Schiffes „Tel-Avlv" mitteilt, wird das Gerücht verbreitet, daß die genannte Linie mit der italienischen Schiffahrtsgesellschaft Lloyd Trlestino in Verhandlungen zwecks Uebernahme des jüdischen Schiffahrtsunternehmens auf dieser Linie steht. Die Palestine Shipping Co. Ltd., Haifa, legt Wert darauf, festzustellen, daß an diesem Gerücht nichts Wahres ist. Die Palestine Shipping Company Ltd., Haifa, denkt gar nicht daran, den Gedanken nationaler jüdischer Schifffahrt aufzugeben. Sie hat seinerzeit bei dem Lloyd Triestino lediglich angeregt, eine Vereinbarung hinsichtlich einer einheitlichen Passagier- und Frachtenratenpolitik zu .treffen. Diese Anregung ist von dem Lloyd Triestino zurückgewiesen worden. Darüber hinaus haben irgend weiche Verhandlungen mit dem Lloyd Triestino niemals stattgefunden. Neu rsnpwlert! Restaurant „Zum Braten" II, Negerlegasse 2 streng orthodox "iiPD Reichhaltige Menüs S —.90 bis S 2.30 Gute Küche / Billigste Preise Jüdischer Sport JQfe Strommeisterschaften — ein Erfolg der jüdischen Jugend Bei der Sonntag, den 23. d. M., auf der Strecke Ottenheim—Linz (9200 Meter) abgehaltenen Strommeisterschaft sah man vier jugendliche Hakoahner am Start: eine Dame, Renee Mittler, und drei Herren, und zwar den Sieger Julius Blut stein, den Zweiten Kurt Kulka und Erich Feingold. Sowohl die Damensiegerin R. Mittler als auch Blutstein und Kulka unterboten die Zeit der. Senioren um vieles. Trotzdem die drei besten Schwimmerinnen des jüdischen Klubs aus bekannten. Gründen disqualifiziert sind und der beste Langstreckenschwimmer, Paul V a g o, nach Erez ausgewandert ist, ist es zwei Jugendlichen gelungen, ihren Klub, die Hakoah, zum Sieg zu führen.. Um ^3 Uhr werden die zehn Damen abgelassen. Die einzige Hakoahnerin, R. Mittler, kann sich nach 500 Meter die Führung erobern, die sie bis zum Schluß behält. Am- Ziel wird sie mit großem Applaus empfangen, der auch nicht viel schwächer wird, als ihre Vereinszugehörigkeit bekannt wird. Die ganze Veranstaltung wurde sehr gut und sportlich durchgeführt. Fünf Minuten nach den Damen starten die zehn Herrenjugendschwimmer. Nach 400 Meter konnte man ein herrliches Beispiel jüdischer Kameradschaft sehen. B1 u ts t e in (Hakoah) geht in Führung, aber anstatt flott weiter zu kraulen, wartet er auf seinen Klubkameraden Kulka, um mit ihm gemeinsam alle Gegner zu distanzieren. Kopf an Kopf, weit vor allen anderen, schwimmen die zwei Hakoahner dem Ziele zu. Erst drei Kilometer vor dem Ende setzt ein Privatkampf der jüdischen Sportler ein, aus dem Blutstein (42:22,4) vor Kulka (42:25,4) als Sieger hervorgeht. Feingold wurde Sechster. V. Te. * Samstag, den 29. d. M., findet im Stadionbad als Abschluß der Saison ein großes internes Prüfungsschwimmen der Hakoah statt. Alle Interessenten sind herzlichst eingeladen, zuzusehen. Stehplätze für Badebesucher frei. AmtKdie Verlautbarungen der IfraeL Kultusgemeinde Wien* Kundmachung I. Wählte rm in. Laut der am 2. April 1936 kundgemachten Wahlausschreibung wird am Sonntag, den 8. November 1936 die Neuwahl von 36 Mitgliedern des Kultusvorstandes und 120 Vertrauensmännern der Kultusgemeindc stattfinden. II. Einsichtnahme in die Wählerliste. Das Verzeichnis der wahlberechtigten Personen Hegt ab Dienstag, den 1. September 1936, bis einschließlich Montag, den 14. September 1936, von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachmittags (mit Ausnahme der Samstage) zur Einsichtnahme für die Kultusgemeindeangehörigen an folgenden Stellen auf: Für die Wahlberechtigten des 1. Bez.: I., Seitenstettengase 2 (Steueramt); 2. Bez.: II., Tempelgasse 3; 3. und 11. Bez.: III., Untere Viaduktgasse 13; 4., 5. und 10. Bez.: V., Siebenbrunnengasse 1; 6. und 7. Bez.: VI., Schmalzhofgasse 3; 8. und 9. Bez.: IX., Müllnergasse 21; iZ. bis 15. Bez.: XV., Turnergasse 22; 16. und 17. Bez.: XVI., Hübergasse 8; 18. und 19. Bez.: XVIII., Schopenhauerstraße 39; 20. Bez.: XX., Kluckygasse 11; 21. Bez.: XXI., Holzmeistergasse 12. m. Reklamationen. Das aktive Wahlrecht haben alle Angehörigen der israelitischen Kultusgemeinde Wien ohne Unterschied des Geschlechtes, soferne sie am Tage der Wahlausschreibung (§ 9 W. O.) das 21. Lebensjahr vollendet haben, welche mindestens in den dem Jahre der Wahl vorausgegangenen zwei Verwaltungsjahren in Kultussteuervorschreibung gestanden sind und die ihnen für das Jahr der Wahl oder für eines der drei vorausgegangenen Verwaltungsjährestatutengemäß vorgeschriebene Kultussteuer bis zum Ablauf der Reklamationsfrist (§ 9 W. O.) entrichtet haben. Der Tag der Wahlausschreibung ist der 2. April 1936. Reklamationen wegen Auslassung wahlberechtigter oder Aufnahme von nicht wahlberechtigten Personen sind bis spätestens Montag, den 14. September 1936, in der Amtsdirektion der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse Nr. 4, schriflich einzubringen. IV. Erstattung von Wahlvorschlägen. Die Wahl erfolgt nach dem System der Verhältniswahl (Proportionalwahlrecht) auf Grund von Wahlvorschlägen, welche von jenen Wählergruppen, die sich an der Wahl beteiligen, frühestens drei Tage nach Auflegung der Wählerliste, d. 1. am 4. September 1936, und spätestens dreißig Tage vor dem Wahltag, d. i. am 9. Oktober 1936, bei dem Präsidenten der Kultusgemeinde einzureichen sind. Die Vertreter der Wählergruppen, erhalten über Verlangen von der Amtsdirektion der Kultusgemeinde die vom Präsidenten der Kultusgemeinde gemäß § 29 der Wahlordnung erlassenen Erläuterungen einzelner Bestimmungen der Wahlordnung und Musterformulare -der Wahlvorschläge. Wien, am 26. August 1936. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Dr. Desider F r i e d m a n n m. p. 3B£ msm* '//tf*:- ■-"v 7*« .' » -fi Von S 2 Wochenrafen er« hallen Sie alle Gegenstande in größter Auswahl und bester Qualität bis 20 Monate Kredit SCHLESINGER VII, Burggasse 122-124 Telephon B-32-2-24, B-35-6-55 Wizo. Die IV. Council-Sitzung: der ..Women's International Zionist Organisation" (Wizo) ist am Dienstag, den 25. August, um Vi3 Uhr nachmittags in Zürich eröffnet worden. Die Damen I. M. S i e f f und Dr. Chaim W e i z m a n n, Vorsitzende der Londoner Wizo-Exekutive, und Frau Hadassah Samuel, Vorsitzende der Palästina-Wizo-Exekutlve, haben sich, ebenso wie verschiedene andere Exekutive-Mitglieder, bereits nach Zürich begeben. Der Council soll vier Tage dauern und hat sehr wichtige Fragen der zukünftigen Wizo-Arbeit in Erez Israel und ihrer Entwicklung sowie Venvaltungsprobleme zu beraten. Heute „Simpl"-Premiere! Im „Simpl" ab heute, täglich 1/»9 Uhr, verstohlene Mitteilungen eines Maschin- Gewehrmannes „Gangster über Wien" in 21 Bildern von Karl Farkas und Fritz Gründbaum, mit den Autoren und Mimi Shorp in den Hauptrollen. Die Musik von Robert Schwarz spielen „The Sing^Sing-Songers". Preise der Plätze ab S 1.—. Vorzügliche Küche zu normalen Gast* hauspreisen. Besonders billige Ferienreisen nach Polen veranstaltet „Prancopol". Nähere Auskünfte: „Francopol", III., Schwar« zenbergplatz 7, Tel. U-16-4-90; „Cedok", I., Kärntnerstraße 32, Tel. 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