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Die neue Welt · 1936-01-24 · Heft 531 (24.1.1936) · page 6

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 531 (24.1.1936)
Date
1936-01-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 DDE NEUE WELT Nr. 531 vom 24. Jänner i Aus Hi'tler~Deut$dtlafid Aus Berlin: Von autoritativer Seite wurde die J. T. A. dahin informiert, daß die Regierungen einer Reihe mitteleuropäischer Länder an das deutsche Auswärtige Amt die Warnung gerichtet haben, sie werden auf internationalem Boden eine Aktion gegen Deutschland ergreifen, falls dieses fortfährt, Juden ausländischer Staatszugehörigkeit zur Liquidierung ihrer Unternehmungen im Reich — nach den gleichen Richtlinien, wie sie für deutsche Juden gelten — zu zwingen, ohne ihnen gleichzeitig zu gestatten, ihr Kapital aus Deutschland auszuführen. Diese Warnung wurde von den diplomatischen Vertretungen der betreffenden Länder in der Form einer Verbalnote dem Auswärtigen Amt überreicht. In der Note wird unterstrichen, daß in allen jenen Fällen, in denen jüdische Bürger der intervenierenden Staaten im Zusammenhang mit dem antijüdischen Feldzug in Deutschland Schaden erleiden, Entschädigung von der deutschen Regierung gefordert werden wird. Die diplomatischen Vertretungen mitteleuropäischer Länder in Berlin haben bereits damit begonnen, die den jüdischen Bürgern ihrer Staaten erwachsenen Schäden zu registrieren, um auf diese Weise eine Unterlage für die an die deutsche Regierung zu richtende Kollektivforderung auf Wiedergutmachung zu erhalten. Wie die J. T. A. aus zuverlässiger Quelle weiter erfährt, hat das deutsche Auswärtige Amt bereits jenen ausländischen Konsulaten, die bisher zugunsten der depossedierten jüdischen Bürger ihrer Staaten interveniert und für sie um die Bewilligung zur Ausführung ihres Kapitals aus erzwungenerweise liquidierten Unternehmungen angesucht haben, die Antwort erteilt. Darin wird gesagt, daß die Behandlung a u s 1 ä n d iseher Juden in Deutschland genau nach den gleichen Prinzipien erfolgt, wie sie gegen Juden deutscher Staatszugehörigkeit angewandt werden; eine Ausnahmebehandlüng für ausländische Juden kommenichtin Betracht. * Aus Berlin: In einer von etwa 18.000 Personen besuchten Versammlung hielt der Reichspropagandaminister Dr. Goebbels eine Rede, in der er sich darüber beklagte, daß die öffentliche Meinung Amerikas gegen Deutschland wegen seiner Judengesetzgebung Stellung nimmt. Ein Volk, sagte Goebbels, dessen Nationalheld, Lindbergh, gezwungen ist, fern von seiner Heimat, wo sein Kind ermordet wurde, zu leben, hat guten Grund, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu bekümmern, anstatt sich dabei aufzuhalten, daß die Juden in Deutschland so oder anders behandelt werden. Goebbels kam auch auf die anderen Länder, die sich in die Behandlung der Juden in Deutschland einmischen möchten, zu sprechen und sagte: „Wenn die Welt unsere Juden so liebt, so kann sie sie ja adoptiere n." : Der „Völkische Beobachter" fordert, daß das Todesurteil gegen Bruno Hauptmann, der wegen Raub und Ermordung des Lindbergh-Kindes verurteilt wurde, nicht vollstreckt werde. Die Zeitung behauptet, der Mörder sei der inzwischen verstorbene Jude Isidor Fisch. Aus München: Die Geheime Staatspolizei hat vielen Hunderten jüdischen Einwohnern Bayerns, hauptsächlich in München und in Würzburg, die Pässe abgenommen. In den meisten Fällen handelt es sich um G e- 8,c h ä f t s 1 e u t e, die unter dem Druck nationalsozialistischer Kreise ihre Betriebe an Arier verkauft haben; diese Juden, die jetzt noch über ein gewisses Vermögen verfügen, sollen offenbar daran gehindert werden, mit demselben auszuwandern. Jetzt werden die Auslandsjuden beraubt Gemäß einer soeben erlassenen Verordnung des Propagandaministeriums haben Juden ausländischer Staatsangehörigkeit, die Inhaber einer Drucker e i oder eines Verlages im Reiche sind, ihre Unternehmen entweder zu liquidieren oder an Arier deutscher Staatszugehörigkeit abzugeben. Schon früher mußten gemäß einer Verordnung der Reichskulturkammer alle Juden, auch die ausländischer Staatsangehörigkeit, die Inhaber von Filmtheatern, Buchhandlungen und Leihbibliotheken waren, diese liquidieren oder an Nichtjuden verkaufen. Durch die erwähnte neue Verordnung sind zahlreiche Druckerei-Inhaber betroffen, von denen manche Betrieben im Werte von mehr als einer Viertelmillion Mark vorstehen. Von den betroffenen Verlagen haben einige internationalen Ruf, andere haben sich durch wissenschaftliche Veröffentlichungen einen Namen über Deutschlands Grenzen hinaus gemacht. Einwendungen und Beschwerden gegen solche Verordnungen an höhere Regierungsstellen und an die Gerichte haben bis jetzt in keinem einzigen Fa 11 e zu einem Erfolg geführt; laut Anweisung des Reichsjustizministers Frank an die deutschen Juristen ist eine Urteilsfällung, die eine Kritik an irgendeiner nationalsozialistischen Maßnahme enthält, praktisch ausgeschlossen. Es bleibt also nur der Weg diplomatischer Intervention übrig. Ausländische Rechtssachverständige erklärten den auf ausländische Juden ausgeübten Zwang, Geschäftsunternehmungen, die mit kultureller Tätigkeit irgendwie im Zusammenhang stehen, zu liquidieren, für vollkommen ungesetzlich und mit internationalem Recht und internationalen Gepflogenheiten unvereinbar. In diesem Sinne haben ausländische Vertretungen bereits Vorstellungen bei den deutschen zuständigen Stellen erhoben. Es wurde ihnen aber geantwortet, daß die Judenges etze auf alle Juden ohne Ausnahme Anwendung finden müssen. Zur Berliner Olympiade — Grundregeln für die deutschen Sportler Aus Berlin: Soeben erschien eine neu revidierte Ausgabe des Handbuches für deutsche Sportler, welches in der Einleitung: als Mittel für die politi- *phe Erziehung der Mitglieder der in der Reichssport- Bereinigung organisierten Verbä^dQ ,d^klar^,rt jV/ir^ls Da« 69. Kapitel trägt die Ueberschrift „Warum der Sports mann die Juden bekämpfen muß". In einem der Hauptgrundsätze wird ausgeführt, ein wahrer Sportler darf sich nicht darauf beschränken, das Judentum zu bekämpfen und Deutschland zu helfen, sich von der Sklaverei der Juden au befreien, sondern er muß darüber hinaus jene arischen Kreise im Reich isolieren helfen, die mit der Ausschaltung der Juden nicht einverstanden sind. Garmisch wird gesäubert Das Bürgermeisteramt von Garmisch-Partenkirchen in Südbayern, wo am 6. Februar die Winter Olympiade beginnt, hat die Entfernung der zahlreichen antljüdische'n Schilder und Plakate, nament lieh die Aufschriften und Transparente „Juden sind hier unerwünscht", für die Dauer der Spiele angeordnet, damit ausländische Besucher daran keinen Anstoß nehmen. Der „Völkische Beobachter" stellt in einem ganzseitigen, der Olympiade gewidmeten Artikel fest, daß die Juden aus allen Zweigen des deutschen Sports hinausgedrängt worden sind, um nie wieder hereingelassen zu werden. Prostituierte als „Rassenschändef"•Fängerinnen Aus Chemnitz' (J, T. A.): Es ist in Meldungen ausländischer Zeitungen sehr oft auf die Tatsache hingewiesen worden, daß sich in den deutschen Städten Prostituierte und deren Zuhälter die Nürnberger Rassengesetze zunutze machen, um sich an jüdische Männer heranzumachen, zu dem Zweck, Erpressungen an ihnen zu versuchen, und, falls die Versuche mißlingen, ihre Opfer den deutschen Gerichten als „Rassenschänder" auszuliefern. Solchen Methoden fiel zuletzt in Chemnitz der erst 19jährige Jude Bernhard Hoffmann zum Opfer. In einer Gastwirtschaft machten sich zwei Prostituierte an ihn heran und erhoben darauf gegen ihn die Anzeige der Rassenschändung. Vor Gericht gab Hoffmann an, er sei der Meinung gewesen, die Rassenschutzgesetze beziehen sich nicht auf den Verkehr mit Prostituierten. Das Gericht verurteilte ihn dennoch zu drei M o n a t e n G e f ä n g n i s, mit der Begründung, daß es in den Gesetzen keinen Paragraphen gebe, der Ausnahmen für Verkehr mit Prostituierten zulasse. Aus Polen Außenminister Beck über die polnischen Bürger in 'l Deutschland . im polnischen Sejm erklärte der Minister des Aeußern pberat Beck bezüglich der Schutzes polnisch r B ü r ge r im Ausland u: a;: Schutz der polnischen Bürger im Ausland ist eine der Hauptpflichten meines Ressortsi.. Diese Frage beschäftigt die polnische Regierung und wird sie weiter beschäftigen. Die Form der Intervention ist vom Charakter des Konflikts abhängig.' Kategorisch bis zur letzten. Konsequenz treten wir dann auf, wenn ein polnischer Bürger im Auslande nur darum schlecht behandelt wird, weil er ein Pole ist. Diese letzte Wendung in der Erklärung des Außenministers Beck hat in jüdischen Kreisen Besorgnisse geweckt hinsichtlich des Schicksals der polnischen J u d e n in Deutschland, die schikaniert, mißhandelt und oft depossediert werden nicht weil sie Polen, sondern weil sie Juden sind. Bezieht sich auch auf sie die Bemerkung des Ministers, daß sie „kategorisch bis zur letzten Kpnsequenz" geschützt werden? Die bisherige Praxis der polnischen Vertretungen in Deutschland läßt diesen Schluß nicht zu. Eine Heeres-Synagoge in Warschau Wie der J. T. A. mitgeteüt wird, haben die Militärbehörden dank den Bemühungen des Feldoberrabbiners der polnischen Armee Major Steinberg dem Heeresrabbinat ein Gebäude überlassen, das als Synagoge der jüdischen Soldaten der Warschauer Garnison eingerichtet werden soll. Die Instandsetzung und innere Einrichtung des Gebäudes für seinen neuen Zweck wird aus Mitteln der Heeresverwaltung bestritten. Auf ihre Kosten wird auch ein Kantor für die Garnisonssyriagoge 'engagiert. Der Synagogenchor wird aus Soldaten gebildet. Streik in der Warschauer und Wilnaer Jüdischen Gemeinde Wegen Nichtauszahlung rückständiger Gehälter sind die Angestellten der Warschauer jüdischen Gemeinde und die Lehrer der Gemeindeschulen in den Streik getreten. Die Gemeindeämter und -schulen sind geschlossen. Nur die Friedhofsabteilung führt ihre Tätigkeit fort. Seit einigen Wochen stehen auch die Angestellten der Wilnaer Jüdischen Gemeinde, die rückständige Gehälter für einige Monate zu fordern haben, im Streik. An die Mitglieder der Chewra Kadischa wurde die Aufforderung gerichtet, die Toten nicht zu bestatten, da dies als Streikbruch angesehen werden würde. Die Chewra Kadischa antwortete, die Betätigung ihrer Mitglieder sei nicht als eine Arbeit aufzufassen, auf die Streikparolen angewandt werden können, sondern als Erfüllung einer Mizwa. Der Friedhof wurde zwecks Hintanhaltung von Zusammenstößen unter polizeiliche Bewachung gestellt. Humanitärer Verein der Lemberjcer in Wien, Samstag, den 25. d., anläßlich des 25jährigen Bestandes des Vereines im Festsaale des Hotels Continental, Wien, IL, Taboratraße 6i Große, äffliÄ Jüdisches Volksbildungshelm „Bialik", Wien, Vir., Kaiser« slraße 30. Montag, den 27. d., 8 Uhr abends: Seminarvortrag Heilige Schriften, Buch Job; Vortragender Dr. Benjamin Klar* — Dienstag, den 28. d.. 8.15 Uhr abends: Vortrag Uber „Einiges über das Judentum im Mittelalter"; Vortragender Prof. Dr. Bynim Aschkenasy. — Donnerstag, den 30. d., 7.30 Uhr abends: Seminarvortrag, Talmud Traktat, Bawa Mezia; Vortragender Dr. O. J. G 1 a s e r. — Hebräischkurse: Montag, 6.30 Uhr abends» für Erwachsene (Anf.): Mittwoch. 4.30 Uhr nachmittags, für Kinder (Anf.); Donnerstag, 7 Uhr abends, für Erwachsene (Anf.): Dienstag, 6.30 Uhr abends, für Fortgeschrittene, Doncrstag. 8 Uhr abends, für Fortgeschrittene. — Aviso! Englischkurse in Vom bereitung. Jehuda Ehrenkranz liest im Radio Moravskä- Ostrava (Mähr.-Ostrau) Mittwoch, den 29. Jänner, von; 21.40 bis 22 Uhr, in hebräischer Sprache BlaUk, Schlonski, Amitai und in jiddischer Sprache Roscnfelds „Maschine". Der Rezitation geht eine Würdigung des Sprechers und eine Besprechung der Dichtungen in tschechischer Sprache voraus. Haboneh, Bund zion. Ingenieure und Techniker, I., Hegel* gasse 3. Dienstag, den 28. d., Sondervorstellung im Jüdischen; Kulturtheater (I., Franz-Josefs-Kai 3), „Lopes* Erbse Ii af t'\ Karten erhältlich in der Jüdischen Kulturstelle, I., Franz-Josefs-« Kai 3. — Mittwoch, den 29. d., spricht Direktor Neumann, 20 Uhr 30 Min. über „Die Auswirkung der Krise auf die) Wirtschaft in Palästin a". — Mittwoch, den 5. Februar« 20 Uhr 30 Min.:. Generalversamlung (I., Hegelgasse 3). Jüdische Kulfursfelle I., Franz-Josefs-Kal 3, Tel. R-28-2-36. Samstag, den 25. d„ 17 Uhr, veranstaltet die Musik-* Sektion einen Nachmittag unter dem Titel ,,W.'A. Mozart (Zum 180. Geburtstag). Musikalische Leitung: Hans Heimler. —< Sonntag, den 26. d., 10 Uhr vormittags, findet im Rahmen! einer Festmatinee ein Lichtbildervortrag über „Jüdische Kunst" statt. Es spricht Hugo Friedmann. — Die Kunst-* ausstellung ist ganztägig geöffnet und frei zugänglich. — Karteil für sämtliche Privat- und Bundestheatcr sowie Konzerte in deü Jüdischen Kulturstelle, I„ Franz-Josefs-Kal 3, Tel. R-28-2-36. Jüdische Künstlerspi'ele II., Praterstraße 34, Tel. R-45-4-94. David Breßler, Autor der dleswöchentlichen Premlere, watt ein Jeschiwabocher, kam auf Abwege, wurde ein „Ganew", der einen großen Teil seines Lebens im Kriminal verbrachte. Ejj schrieb unter dem Titel ,,U rlce Nachalnlk" seine Memoiren^ die als Roman vom polnischen Unterrichtsministerium mit einem Geldpreis ausgezeichnet wurden. Der Roman wurde für die Bühne bearbeitet und errang einen Serienerfolg. In Wien wird das Stück mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle Freitag, dert 24., Samstag, den 25., und Sonntag, den 26. d. in der Warschauer! Originalfassung aufgeführt. Sonntag, den 26. d. nachmittags,, „Opferung. Isaaks" von Goldfaden, Montag, den 27. d.* „Der letzte Tanz". Dienstag, den 28. d., Jubiläumsvorstellung „Die Schickerte". Mittwoch, den 29 d., und Donnerstag, den 30. d,* „Tanzt, Jidalech, tanzt". Jubiläumsvorstellung „Die Schickerte". In den Jüdischem Künstlerspielen findet Dienstag, den 28. d., halb 9 Uhr abends* die 100. Aufführung von „Die Schickerte" mit Sevilla! Pastor in der Titelrolle statt. Kartenreservierungen auch tele-* phonisch (R-45-4-94) empfohlen. Der Verein zur Förderung jüdischer Musik beginnt seine! diesjährige Tätigkeit mit der Veranstaltung seines ersten Kammermusikabends am Sonntag, den 26. d., in den; Räumen der B'nai-B'rith-Loge in Wien, IX., Universitätsstraße 4t präzise 6 Uhr abends. Das reichhaltige Programm, das von Frl.' Ruth F r i.e d, JJ> u n n (Klavier},- Duno '.Tendier (Gesang),. Kapellmeister Kurt Fuchsgelb (Geige) bestritten wird, ent« hält Werke von Achron, Altmann, Gnessin, Dawldowitsch, Engel,, Rosowskl, Saminski und Weinberg, darunter 5 Erstaufführungen* Die Begleitung hat Kapellmeister Slegmund Wolfsohn übernonw men. Eintritt frei. 10 Tage Kitzbühel mit der „Judäa"! Der II. diesjährige Skikurs der „Judäa" findet während der Semesterferien vom 9. bis 19. Februar auf der Melkalm bei Kitzbühel statt. Die Kurse stehen unter Leitung eines KitzbUheler Lehrers. Ausgezeichnete Schneeverhältnisse. Preis für Fahrt, Verpflegung (drei Mahl« zeiten täglich) und Skikurs S 65.—, Nichtstudenten Eisenbahn'« Zuschlag. Auskünfte und Anmeldungen täglich von 1 bis 3 Uhr im Sekretariat, IX., Alserstraße 26, Tel. A-25-2-28. Werbe Versammlung des Fußballklubs Hakoah. Am Dienst tag, den 21. Jänner, fand in den Souterrainräumen des Cafe Krystall eine ausgezeichnet besuchte Werbeversammlung: des F. C. Hakoah statt. Der Ehrenpräsident des Klubs, Herr Dr. I. H. Körner, wies auf die ruhmreiche Vergangenheit dea Klubs hin, auf die Pionierarbeit, die der Klub sowohl für den jüdischen Sport als auch für den österreichischen Fußball seit mehr als zwei Jahrzehnten geleistet hat und betonte die besondere Wichtigkeit, daß in der heutigen schweren Zeit die ganze Wiener Judenschaft geschlossen hinter der Hakoah stehen muß. Dann sprachen noch die Herren Amtsleiter Julius Rosenfeld vom Sport« klub Hahoah und die Herren Dr. Karl Sterzer und Steinhäuser^ Der Erfolg der gehaltenen Reden war, daß sich aus der Mitte der Versammlung 212 neue Mitglieder zum F. C. Hakoah anmeldeten. Nach elneinhalbstündlger Dauer schloß Präsident Menczel die Versammlung mit Dank an alle Erschienenen und kündigte eine weitere Versammlung an, bei welcher Herr Rabbiner Dr. Murmel« stein einen Vortrag über das Thema „Sport in Bibel und Talmud" halten wird. Kurse für Gefmndheitsboxer. Der Makkabl IX, der be« kanntlich als einziger jüdischer Verein in Oesterreich eine Ab« teilung für Kampf boxen unterhält, hat einen eigenen Kurs für Gesundheitsboxen unter fachmännischer Leitung ins Leben gerufen. Wie kein anderer Sport ist die Box« gymnastik besonders geeignet, eine vollständige gleich« mäßige Leistungsfähigkeit aller inneren und äußeren Organe herbeizuführen. Die Kurse beginnen am 1. Februar unter der* Leitung des bekannten Professionalboxers und staatlich geprüften Sportlehrers Franz Krausz und finden jeden Montag und Don« nerstag von halb 6 bis 7 Uhr abends im Trainingslokal dea Makkabl, IX., Liechtensteinstraße 20, statt. Anmeldungen schrift* lieh oder persönlich jeden Montag und Donnerstag ab 7 Uhr. Den Kursteilnehmern stehen sämtliche Boxgeräte (Sandsack, Birne* Plattformball, Springschnüre, Boxhandschuhe, Ring usw.), ge« heizte Umkleideräume, warme Brausen, auf Wunsch Massage, zuc Verfügung. Preis des Kurses monatlich 5 S.—. Hasmonea-Makkabi. Sonntag, den 19. d., trug Hasmonea« Makkabl ihr letztes Meisterschaftsspiel der Herbstsaison gegen; B. A. C. auf deren Platz aus. Der Kampf wurde gegen den Zweit« placierten der Gruppe mit 0 : 2 verloren. Das Match verlief sehr1 anregend und standen sich hier zwei gleichwertige Gegner gegen« über. Lediglich die Schußuntüchtigkeit der blau-weißen Stürmetverhinderte jeden zählbaren Erfolg. Lobend wären aus der Mann* schaft der Tormann Gruber und die Verteidigung sowie die Stür«- mer Grünbaum und Schnabel hervorzuheben. Sonntag, den 26. d.» trägt Hasmonea-Makkabi ein Freundschaftsspiel gegen Elektra auf deren Platz aus und gibt dieses Treffen der Vereinsleitung Gelegenheit, neue Spieler auszuprobieren. KINO'PROGRAMME KREU,Z:,'<I!!I9 m den Oplumkellem I, Wollzeile 17 Telephon R-24-2-16 Vorstellungen: k, ¥,6, Vs8, 'A10 Warner Oland (Charlie Chan) SCH'ÄFFER . VI, Marlahilferstraße 37 Telephon B-20-203 tieginn: Vt6, Yi9, <A10 Neues Programm ST AF Av VII MariahilferstraGe 120 Telephon B-33-0-68 Wochentags: S, 7, 9 Uhr VOTIVPARK IX, Währingerstraße 12 Telephon A-18-3-96 *Hfo£*fahv$i9 s$i In einer Nacht mit Clark Gable ■Srf %Iffe»*

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