Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 299 (2.6.1933)
- Date
- 1933-06-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 299 |JlllllllllUIIIII|||||||il!tllllll|||||^ 1INTRIEST EMPFEHLEN WIR BEI IHREM AUFENTHALT FOLGENDE HOTELS t Uli illllllllHIIIIIIIMIHiaiimHBIIIIIIIIIIIIIIIlHIII IIHHIHIIIIIHIIIIIIIIllllltlllllHiniHlilHIlllllllHllillllllllltllllUlIHlllIHHIIIIIIItlllllllllHim ra^^^^asEap s^^^jwwjuW»^ Mm*mmm«Mimämj» Savoia-Exceisior-Palace Hotel Größtes und vornehmstes Haus Triests / Direkt an der Riva gelegen /Mit allem Komfort eingerichtet / Sehr reduzierte Preise Prospekte gratis Direkt am Meere gelegen / Durch vollständige Renovierung seines hundertjährigen Rufes würdig Modernster Komfort/ Fließendes KalturidWarmwasser / Privatbäder Bar / Bridge-Stube / Erstklassiges, vorzügliches Restaurant mit Sommerterrasse Direktion Cav. Giulio Fano In bietet Ihnen das Triest Hotel Centrale via Roma 9 einen angenehmen Aufenthalt / Erstklassiges Haus / Modernster Komfort Fließendes Kalt- und Warmwasser Mäßige Preise HOTEL 99 TRIEST ii VIA S. NICOLO 25 Gediegenes Familien-Hotel / Zentral gelegen / Bei mäßigen Preisen jeder Komfort / Fließendes Kalt- und Warmwasser Zentralheizung / Lift / Bäder / Lese- und Schreibzimmer Ruhigste Lage / Erstklassiges, vorzügliches Restaurant Autobus am Bahnhof HOTEL CORSO TRIEST VIA §♦ SPIRIDIONE Im Zenttum gelegenes vornehmes. Familienhotel / Jeder Komfort / Fließendes Kalt^ u. Warmwasser / Lift / Bäder / Zentralheizung / Autobus am Bahnhof bei allen Zügen Mäßige Preise Reserviert! B Die Juiri*Festwodien in Triest* Triest hat jetzt seine große Zeit; Von der feierlichen Eröffnung der beim Freihafen neuerbauten Halle für. W asserflugzeuge und dem Treffen der Autom o;b i 1 i s t e n ganz Italiens wirbelt die Stadt von angespanntem und gesteigertem Leben. Ueberfüllt sind die Hotels, Theater, Kinos und andere Vergnügungsstätten. Dieser tiGiugno Triestino" ist tatsächlich eine gelungene Attraktion, um von überallher Fremde anzulocken, sie für die typischen Schönheiten dieser Stadt und? ihre Umgebung zu begeistern. Die bunte Reihe der Festlichkeiten hat vorige Woche mit der glanzvollen Auffahrt von mehr als 4000 Automobilisten aus den. verschiedenen Städten Italiens vor dem Herzog von Aosta und dem Stadtoberhaupt ihren Anfang genommen. Daran reihte sich der festliche Aufmarsch der verschiedenen Verbände und die feierliche Eröffnung des neuen Flughafens. Wer das Glück hatte, vorige Woche hier, zu sein, wird diesen Tag nicht so leicht vergessen. Strahlende Frühlingssonne, die/ Straßen reich beflaggt, begegnet man überall freudigen; lächelnden Gesichtern. Die Feier, die den Auftakt für den heurigen „Juni in Tries t" gab, war aber auch ein Meisterwerk der Organisation',- was leicht voraussehen läßt, wie glanzvoll die noch folgenden sein werden: Die im Programm vorgesehenen Ausstellungen, dann das schöne Fest der F i 's che r,; die' Serenade der künstlerisch, illuminierten Barken im Hafenbecken, die Feuerwerke und noch die' anderen Veranstaltungen. Also ein sehr vielversprechendes Programm. Hier meistern sie in unnachahmlicher Grazie die scheinbar aussterbende Kunst, Feste zu arrangieren. In Italien stirbt diese Kunst nicht aus, jeder Tag hat sein kleines .oder großes Fest. Der offene liebenswürdige Charakter dieser Menschen, die Annehmlichkeiten des Aufenthaltes, die Mannigfaltigkeit der umliegenden Seebäder und Kurorte, die den verschiedensten Ansprüchen gerecht werden, und das eigene Gepräge der Stadt und des umgebenden Landstriches mit vielen historischen Bauten machen Triest und seine Umgebung zu einem der interessantesten Reiseziele. Wer einmal hier gewesen, wird immer gerne an die Tage zurückdenken, die< er in und bei Triest verbrachte. G. P. Au$tro*PaIäsfmensisdier Wir(sdiaft§dienst Wien, IX., Berggasse XQ, Tel. A-17-5-40 Die. Sprechstunden finden bis auf weiteres ausschließlich Montag nnd Donnerstag von halb 5 Uhr bis 6 Uhr abends statt. Wir ersuchen jene Firmen und Einzelpersonen, die Antworten auf die an uns vor dem SO. April 1933 gerichteten Aufragen in der oben angeführten Zeit bei e. a. Sekretär Herrn Hans Kolb zu beheben. Auskünfte Uber die nächste Palästina-Reise können erst ab Montag, den 19. Juni I. J., erteilt werden. IV. Sammlung Frau Friederike Rifczes im Altersheim der Wiener Kaufmahnschaft zugunsten des Chaluzfonds der zionistisch-revisionistischen Jugend: S 12. Allen Spendern herzlicher Dank. für meine 24jährige, sehr hübsche, schwarzhaarige Tochter/Wienerin, schlank groß, welche etwas Geld, erstklassige Ausstattung u. ebensolche 3-Zimmer- Möbel besitzt, intelligenten, gesunden, netten, israelitischen Bewerber bis 36 Jahre in guter Position, in Oesterreich oder Palästina ansässig Unter »Akademiker (Arzt) bevorzuei a.d Verwaltung der .DIE NEUE WELT', Wien iL Unt. Augartenstrafie 38 SUCHE Willkommen in öe§terreidi! Vielen unserer Leser sind die Vorzüge Oesterreichs als Reiseland bereits bekannt. Viele werden sich aber erst aus eigener Anschauung von den Schönheiten dieses Landes überzeugen wollen. Wer sich zu dieser Reise entschließt, wozu wir ihn durch diese Zeilen einladen und ermuntern möchten, wird dies nicht zu bereuen haben. Jeder wird entzückt und hochbefriedigt von dem Geseheneu und Dargebotenen in seine Heimat zurücKkehren, mit dem Vorsatze, baldmöglichst wiederzukommen. Die österreichische Bundesregierung, die in Würdigung der großen Bedeutung des Fremdenverkehres erst vor kurzem die Errichtung eines Staatssekretariats für Fremdenverkehr beschlossen und den bekannten Abgeordneten Godo Neustädter-Stürm er mit seiner Leitung betraut hat, lädt herzlichst zum Besuche Oesterreichs ein, das allen seinen Besuchern ohrie,. Unterschied den besten Empfang bereiten; wird und auch in der Lage ist, durch eine Fülle von' Reiseantrieben die Reiselust zu fördern. Die.[ österreichische Bundesregierung hat auch alle Vorsorgen getroffen, um einen ruhigen Verlauf der Sommersaison zu gewährleisten, so daß jeder Gast des Landes mit einem angenehmen und ungestörten Aufenthalt in Oesterreich rechnen kann. Die bekannte Gastfreundlichkeit der österreichischen Bevölkerung erstreckt sich' auf alle Besucher des Landes. Sie hat niemals Unterschiede gemacht und wird auch in Zukunft solche zu vermeiden wissen. Daher sei ein jeder, der einen genußreichen Sommer in herrlicher Landschaft verbringen will, zum Besuche Oesterreichs eingeladen. Er ist in Oesterreich, herzlichst willkommen. <: Oesterreichische Kurorte und Sommerfrischen, welche wir dem jüdischen Publikum zum Besuche empfehlen: Wir erhalten in der letzten Zeit immer mehr Anfragen aus unserem Leser- und Abonnentenkreise, welche Sommerfrischen und Kurorte ohne jede Be« lästigungsgefahr von dem kurbedürftigem jüdischen Publikum aufgesucht werden können. Wir bringen hiermit folgende zur Kenntnis: In der nächsten Nummer unseres Blattes eröffnen wir unter obigem Titel eine Rubrik, in welcher fortlaufend allwöchentlich nebst offiziellen Informationen auch Mitteilungen der Landesverbände, Kurdirektionen, Gemeindevorstände, Bürgermeisterämter etc. alle jene Orte namhaft gemacht werden sollen, in welchen Vorsorge getroffen wurde, daß*- derungestörte Kurbetrieb, Kurgebrauch und ruhiger Sommeraufenthalt dem jüdischen Publikum absolut gewährleistet werden. Da unsere Veröffentlichungen — unabhängig vom Inseratenteil, welcher auch ein alphabetisches Register der in Betracht kommenden Hotels, Gasthöfe, Pensionen etc. der österreichischen Bundeländer bringt — auf Grund direkter Fühlungnahme und direkt eingeholter Informationen bei den kompetenten Stellen absolut unbeeinflußt erfolgen, glauben wir hiermit unseren Lesern ein Auskunftsmittel geschaffen zu haben, welches bei der oft schwierigen Wahl des Sommeraufenthaltes einwandfreie und verläßliche Dienste leisten wird. AUS PALÄSTINA ll!!!!!lIllllllilllllllillillllll!H ökonomische Wirklichkeit zu erfassen. Planwirtschaft in der Frage der Einwanderung leuchtet vielen ein. Das moderne Streben nach der Regulierung der Wirtschaft spiegelt sich zweifellos in dieser Ansicht wider. . Aber zu unserem großen Bedauern ist die Wirtschaftswissenschaft noch nicht imstande, Wegweiser für das praktische Wirtschaftsleben zu sein. Selbst wenn wir vom Schicksal der Planwirtschaft in Rußland absehen, können wir an den Resultaten, die Amerika und Europa in diesen Fragen erzielt haben, keinen Trost finden. Es. fehlt zur Zeit nicht an Wirtschaftsexperte" in der Welt. Tausende von BUchern und Zeitschriften versuchen, das wirtschaftliche Leben in Formeln zu erfassen. Und; „plötzlich" kommt eine Krise, die keiner voraussehen konnte. Das Höchste, was die Wissenschaft bis nun erreichte, war, die Ursachen bestehender Krisen im nachhinein zu erklären, obwohl auch in diesen Fragen die Meinungen der Experten auseinandergehen. Einen Ausweg aus einer Krise kann uns die Wissenschaft nicht zeigen. Und jeder wissenschaftliche Vorschlag zur Lösung einer Krise stößt auf einen zumindest so wissenschaftlichen Gegenvorschlag;. Wir sind noch nicht in der Lage, die waltenden Wirtschaftskräfte zu erfassen. Alle unsere Pläne sind nichts als tastende Vorsuche. Und wenn das für die große Welt gilt, wie gefährlich ist es erst, den Hauptfaktor des Wirtschaftslebens Palästinas — die Einwanderung — in einen von vorhinein bestimmten Rahmen zu pressen. Welche sind überhaupt die Wissenschaftlichen Grundlagen, auf die sich die Regulierung der Einwanderung stützt? Welche Faktoren bestimmen die „Aufnahmefähigkeit" des Landes? Ich wage die Behauptung, daß unsere diesbezüglichen Untersuchungen äußerst mangelhaft sind. Die Forderungen der Jewish Agenoy nach Zertifikaten stützen «lob auf nichts anderes als auf die Zahl der ini letztes Halbjahr benötigten Arbeiter. In WirldlchkeU afc*t Freie Einwanderung! Von D. Wolchonsky (Tel-Awiw, Palästina) „Einwanderung nach Maßgabe der Aufnahmsfähigkeit des Landes" und „Freie Einwanderung" — das sind die beiden Formeln, um die wir die Diskussion in der zionistischen Oeffentlichkeit fuhren. Die erste Formel ist die offizielle, die Regierungsformel. Nach ihr wird die Zahl der halbjährlich zu erteilenden Zertifikate bestimmt. Diese Formel wird aber auch von manchen zionistischen Faktoren, insbesondere auch , von der gegenwärtigen zionistischen Exekutive akzeptiert. Manche wenden dagegen ein, daß die Regierung bei der Festsetzung der Einwanderungsquote sich nicht von wirtschaftlichen, sondern politischen Gesichtspunkteil leiten läßt Daher wird von diesen Kreisen die Forderung erhoben, daß die Zahl der zu verteilenden Zertifikate nicht von der Regierung, sondern von der zionistischen Organisation bestimmt werden soll. Dann gibt es Kreise, die die Beseitigung aller Einwanderungsbeschränkungen, das heißt „freie Einwanderang" fordern. Die Verteidigung der Formel „Einwanderung nach Maßgabe der Aufnahmsfähigkelt des Landes" setzt voraus, daß. man diese Aufnahmsfähigkeit im vorhinein bebestimmen kann. Diese Meinung setzt einen übertriebenen Glauben an die Richtigkeit ökonomischer Untersuchungen voraus. Und das Sonderbare an der Sache Ist, daß Menschen, die im allgemeinen gegen die Einmengung der Regierung lu das Wirtschaftsleben sind, die an die „organisierte Wirtschaft" nicht glauben und für die freie Konkurren« und Privatinitiative eintreten, daß diese Menseben gerade in der Frage der Einwanderung, die doch in Ihrem Wesen ein äußerst kompliziertes wirtschaftliches Problem Ist, sieh auf bürokratische Berechnungen stützen. Wie wen» diese „Berechnungen4* imstande waren, die <*L