Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 285 (24.2.1933)
- Date
- 1933-02-24
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. klassiger Verpflegung, alle Aufenthalts- und Verpflegskosten in den Vereinigten Staaten, Rückfahrt mit Verpflegung und Bahnfahrt nach Wien einschließt, von Dollar 351 aufwärts. Der Fahrpreis kann zum offiziellen Kurs der Oesterreichischen Nationalbank (1 Dollar _ 7.13) beglichen werden. Auskünfte und Prospekte sind unverbindlich erhältlich bei der Canadian Pacific Railway Comp., I., Opernring 6, beim Verlag des "The Vienna Herald", I., Tegetthoffstraße 7/9, Telephon R-26-0-76 und R-26-1-45, Buchhandlung Berger & Fischer, I., Kohlmarkt 3, Galerie Arnot, Wien, I., Kärntnerstraße 53/55, Atelier Fayer, Wien, I., Opernring 1, und Radiogroßhandlung E. Reischer, IV., Rechte Wienzeile 37. Es ist verboten I Man darf das so schwer verdiente Geld nicht leichtfertig ausgeben. Das verbietet einem der gesunde Menschenverstand. Wozu auch, . gibt es doch seit langem in Wien ein „Warenhaus der Sparsamen", das Kaufhaus unserer Zeit, das seinen Kunden in allen Waren des täglichen Bedarfes immer wieder Okkasionen sondergleichen bietet. Schiffmanns besondere Leistungsfähigkeit ist bereits sprichwörtlich geworden und ist von Zehntausenden sparsamen Hausfrauen in Stadt und Land längst erkannt und anerkannt. Seit 14 Tagen bildet Schiffmanns neueste großzügige ' Verkauf sveranstaltung „Weiße-Wunder- Woche" das Tagesgespräch Wiens. Schiffmann bietet jetzt in Weißwaren jeder Art,1 Damen- und Herrenwäsche, irt Haus- und Küchengeräten seinen Kunden ungeheure] Vorteile, wie man sie in Wien bisher noch nicht erlebt, bat. Jeder, der vom wahren Wert der Ware etwas-versteht, ist entzückt von Preis und Qualität. Nur noch 6 Tage gelten die Wunderpreise. Darum gilt für alle, die mit jedem Groschen rechnen müssen, der gute Rat: Auf zu Schiff mann, Kauf bei Schiffmann, II., Taborstraße 48. E Manchmal i§f e§ ♦ ♦ ♦ umgekehrt richtig! Eine altbewährte Regel lautet: „Geh zum Schmied — und nicht zum Schmiedl!" Bei Mazzoth gilt die Regel umgekehrt: Wererstklassige Mazzoth haben will, der wählt nur „Schmidl- Mazzoth". Wenn das Pessachfest näherrückt, freuen sich viele schon auf den bevorstehenden Genuß, den ihnen die vorzüglichen „Schmidl-Mazzoth" bereiten werden.. Mazzoth. essen ist gut, „Schmidl- Mazzoth" essen — ist noch besser! Tausende verstehen . unter . dem Begriff Mazzoth ausschließlich „Schmidl-Mazzoth", weil für sie tatsächlich kein anderes Erzeugnis in Frage kommt. Der ausgezeichnete Ruf,. den die „Schmidl-Mazzoth" seit Jahrzehnten genießen, hat sich in den letzten Jahren zu einer Popularität imd Beliebtheit gesteigert, die nicht nur alle Bezirke Wiens, sondern auch viele Provinzorte umfaßt. Es ist dies das Verdienst des neuen Inhabers der ,,Schmidl-Mazzoth,*-Fabrik," Herrn Nathan Br od,e,t z k i s,; ,den Wiener jüdischen Hausfrauen seit Jährzehnten als der liebenswürdige und tüchtige Chef der großen Lebensmittelhandlung, II., Leopoldsgasse 43, bekannt. Herr Brodetzki hat seine große Fachkenntnis und vielseitige Erfahrung in den Dienst des neuen Unternehmens gestellt. Neue Rezepte, Verwendung nur erstklassiger Mehlsorten, Veredlung des Erzeugungsprozesses, neue maschinelle Vorrichtungen, strengste Reinlichkeit und Ausnützung der modernsten Errungenschaften' haben dazu geholfen, ein Produkt zu schaffen," das an Qualität,'Geschmack und BekömmlichHeit einfach. unübertrefflich ist. Elegante neue Badeanlagen, eine durchgehende Reinigung und Adaptierungder Fabriksräume bieten Gewähr für unbedingte Reinlichkeit und einwandfreies Kaschruth. Die.religiösen, Vorschriften werden unter Aufsicht des Herrn pberrabbiners Babath strenge eingehalten. Die Wiener Juden werden heuer mit den beliebten „Schmidl-Mazzoth", insbesondere mit der bekannten. Spezialmarke „N. B^'-Mazzoth, -Grieß und -F a r v e 1 besonders zufrieden sein. G. W. Aus der Filmwelt Das U-Boot als Hauptdarsteller Der "große Üfä-Fllm „Morgenrot" ist ein U-Boot- Film. Das Neuland, das mit ihm erschlossen wird, ist das U-Boot als' engerer und das Meer als erweiterter Schauplatz. , Das U-Boöt, das die finnische Regierung — Deutschland muß .bekanntlich auf diese Waffe verzichten — der Ufa zür Verfügung stellte, ist trotz oder vielmehr wegen seiner räumlichen Begrenztheit wohl' der Gipfel dessen, "was szenisch im Film geboten werden kann. „Morgenrot" mit Rudolf Forster in der Hauptrolle erscheint am 3. März im Gartenbau-, Ufaton-, Wienzeile-, Stafa-.und Kolosseum-Kino. Kammersänger Karl Jökens „Liebe auf den ersten Ton" Kammersänger Kart Jöken, der populäre Tenor der Berliner Staatsoper, spielt und singt die Hauptrolle in dem musikalischen Lustspiel „Liebe auf den ersten ton". In weiteren Rollen: Lee Parry, Lizzi Waldmüller, Adele Sandrock, Johannes Riemann und die Komiker Hans Leibelt und-Kar] Ettlinger. Musik: MUde-Meißner, Uraufführung am 3. März im Busch-, Kärntner-, Rotenturra-, Haydn- und Heimat-Kino. : „Bist du mein Freund?" Der bekannte Sketch von Arkadij Awertschenko „Der Mörder" wird demnächst im Rahmen des ersten Film-Komiker-Abends unter dem Titel „Bist du mein Freund?" im Elite-, Lustspieltheater-, Schottenring- und Flotten-Kino zu sehen sein. Hauptrolle: Paul Morgan. Zwei weitere Lustspiele, „Rosmarin im Glück" und „Streichquartett", zeigen die zwei besten Komiker des deutschen Films, Fritz Grünbaum und Szöke Szakall. Außerdem: „Tänze von einst und jetzt", vorgeführt von Marianne und Roberts, den Stars des Berliner Wintergartens. Stellenvermittlung des Jüdischen Angestellten-Verbandes „Emunah" Wir richten an alle jüdischen Arbeitgeber die dringende Bitte, bei Eintritt einer Vakanz uns umgehend Mitteilung zugehen zu lassen. Denn in der heutigen Zeit hat es der jüdische Arbeitnehmer infolge des antijüdischen Boykotts doppelt und dreifach schwer, eine Stelle zu finden. Wir haben genügend tüchtige Arbeitskräfte vorgemerkt für geistige und manuelle Arbeit (auch Hauspersonal, Geschäftsdiener, Hilfsarbeiter usw.). Anmeldung offener Stellen erbitten wir an unsere Adresse: Wien, I., Jordangasse 7, oder telephonisch unter Nr. R-27-4-85. „Jüdisches Heldenbuch des Weltkrieges" Der „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs" gibt jetzt das „Jüdische Heldenbuch des Weltkrieges" heraus. Alle jüdischen Kriegsteilnehmer werden ersucht, sich zwecks kostenloser Aufnahme in dieses Werk persönlich .oder schriftlich an den „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs", Wien, II., Aspernbrückengasae 2, Telephon R-44-5-81 zu wenden. Ebenso werden die Familienangehörigen der jüdischen Gefallenen dringlichst ersucht, sich indieser Sache an den „Bund jüdischer Frontsoldaten" zu wenden, um hier einer Ehrenpflicht gegen ihre gefallenen Söhne und Brüder gerecht zu werden. Bei Verlust der Dokumente besorgt der Bund die Nachprüfung der Angaben bei den amtlichen Stellen. Es wird betont, daß die Aufnahme in dieses Werk völlig k o s t e n 1 o s erfolgt. Sämtliche Wurstwarenpreise reduziert Die streng orth. 1155-Wurst- und Selchwarenfabrik Petyan &<Co. hat sämtliche Sorten ihrer als vorzüglich bekannten Erzeugnisse im Preise sehr stark herabgesetzt. Sie verkauft in ihren Filialen: Wien, II., Praterstraße 38, XX., Wallensteinstraße 45 und. Gaußplatz 6, sowie in allen durch Schilder gekennzeichneten Verkaufsstellen zu folgenden angeführten Kleinverkaufspreisen per 10 dkg: Raaber und Dürre 40 g, Wiener, Polnische, Krakauer, Pariser 70 g, Debrecziner oder Frankfurter 60 g, Pariser U 50 g, Riridskamm oder Brust 1.10, Cerveladi 40 g. Die oben angeführten Filialen verabreichen auch zeitgemäße Mittags- und Abendmenüs in bester und reichhaltiger, Qualität schon von S 1 aufwärts und bieten so die Möglichkeit, auch allen, die aiu? Kosch^ressen reflektieren, "sich für wenig Of.eld gut zu verköstigen." E Amtliche Verlautbarungen der Ifrael« kuliusgemeinde Wien« Predigten und Schrifterklärungen in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen Freitag, den 24. Februar 1933 werden bei den um 5 Uhr 30 * Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenännten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten, bzw. Schrifterklärungen abgehalten, und zwar: I. , Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); II. , Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); HI., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Prof. Dr. K. Kupfer); VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); IX. , Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); X. , Humboldtgasse 27 (Rabbiner Prof. Dr. A. Weiner); XTEI., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Prof. Dr. A. Frankfurter); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Exegetische Vorträge: Samstag, den 2 5. Februar 1933 beim Vormittagsgottesdienst: XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann; nach dem Nachmittagsgottesdienst: XIH., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin. Israelitischer Jugendgottesdienst. Samstag, den 25. Februar 1933, findet in allen Gemeinde- und Vereinssynagogen der Jugendgottesdienst um 3 Uhr nachmittags statt. ., Die Kleider-Stelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhe usw. für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 2, Tel. U-25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. Brautausstattungs-Stiftungen (Bewerbungsausschreibung.) Es gelangen mehrere Stiftplätze im Gesamtbetrage von S 2100!— zur Verleihung, hievon 1. S 1750.— aus der Julius-Engelberg -Ausstattungsstiftung — 2. S 350.— aus anderen Brautausstattungsstiftungen.. B.ewe.rbungs berecht igt sind: 1. Für die Julius - En gelberg-Ausstattungsstiftung: arme, würdige, im Brautstande befindliche Mädchen, die in Wien oder in Lezaysk (Galizien) geboren sind; 2. für die anderen Brautausstattungsstiftungen: arme, würdige, im Brautstande befindliche jüdische Mädchen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstandsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 10. April 1933. Einreichsteile: Wien, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock (Fürsorge-Zentrale). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung des Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die Bewerbungsberechtigung. Lebensver sicherungs- Gesellschaft PHÖNIX Aus dem Jahresberichte 1931: Versicherungsb stand Prämien- und Zinsen- Einnahmen Oarantlemittel Auszahlungen an d. Versicherten S 2.746,CO0.00O,~ 182,000.000- 472,000.0-0-- 42,500.000*- TäHgkeltsgeblet: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich. .Spanien, Italien. Unwarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland. Rumän en, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten. 8 Tage zu r Probe RADIO AppiUvite.Lautspreoher GRAM MOphone, Sohallplatten PHOTO -appamte. führende Marken, FAHRRKDER Musikinstrumente Beleuchtungskörper Fachmännische Beratung Langfristige KREDITE Radlo-Muslkhaus Schlesinger VII., Buragasse 122-124 Telephon B-32-2-24, B-35-6-55 Leset u. verbreitet „DIE NEUE WELT" bei bestellungen bitte sich auf die «neue weit» zu berufen! i — Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (Fürsorge-Zentrale, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock) unentgeltlich ausgefolgt werden; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere, für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen, Verzeichnis jener Koscherfleischbänke, welche unter Aufsicht des ehrw. Rabbinats Rosh b$tlidin Rabbiner Josef Babad) der israelitischen Kultusgemeinde Wien stehen. Gültig ab I. Februar 1932 bis auf weiteres. 1. Bezirk: Schwarzbrod Josef, Seitenstettengasse 3; 2. Bezirk: Fellner Julius, Haidgasse 7, Gerstl Igna* Malzgasse 5, Gerstler Leib, Schiffamtsgasse 14, Glückamann Jakob, Molkereistraße 4, Hirschler Josef, Wolfgang-Schmälzl-Gasse 4. Kronland Michael, Herminengasse 12, Kurzrock Osias, Große Sperlgasse 28, Lustig Nathan, Leopoldsgasse 49, Lubczer Kaiman, Rüeppgasse Nr. 27, Rüber Max, Schiffamtsgasse 19, Schönfeld Israel, Krummbaumgasse 1, Schwarz Simon, Große Mohrengasse 40, Szlagyi Franz, Czerningasse 8, Täuber Michael, Haidgasse 3, Walfisch Moses, Förstergasse 5, Wlaca Viktor, Im Werd 3, Winter Moritz, Heinestraße 9; 3. Bei zirk: Hacker Paula, Dianagasse 8; 9. Bezirk, Kornmehl Siegmund, Berggasse 15; 10. Bezirk: Spuller Frieda, Planetengasse 3; 14. Bezirk: Loheit Froim, Rauchfähgkehrergasse 22; 15. Bezirk: Margules Josef Leib, Oester^ leingasse 4; 16. Bezirk: Melzer Simon; Friedmanngasse 29, Piontkewitz Wolf, Hofferplatz 10; 18. Bezirk: Kornmehl Siegmund, Währingerstraße 97; 20. Bezirk: Eichner Heinrich, Rauscherstraße 3, Hirschl Eugen, Treustraße 1, Hornung Leopold, Jägerstraße 26, Kurzrock Osias, Mortaraplatz 4, Lederer Josef, Jägerstraße 24 (Heinzehnanngasse 16), Lempert Moriz, Klosterneuburgerstraße J, Petyan Wilhelm, Klosterneuburgerstraße 10, Rottenstreich Hermann, Hannovergasse 12. Unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. M. Rosenmann: 21. Bezirk: Kauf er Aron, Schloßhof erstraße 6. Geflügel-Schechitati Die Firmen Fellner, Schönfeld & Steinberg, Wien, IL, Haidgasse 7, und Goldberg & Hunder t, Wien, H., Taborstraße 58, lassen durch vom ehrw. Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (Rosen Beth Din Rabbiner Josef Babad) hiezu autorisierte Schächter außerhalb Wiens Geflügel Schächten und es steht somit ihr Betrieb unter Aufsicht des Rabbinats der Kultusgemeinde. Die Verantwortung in ritueller Hinsicht wird nur für ganze Stücke und nur für solche, die' die Plombe des ehrw. Rabbinats aufweisen, übernommen. Wochen-Kalender Februar 1933 " 133V yjnn Schebath 5693 24 Freitag 28-nD Sabbateingang 5.25 25 Samstag 29-133 Sabbatausgang 615 öw vyo p 71 ö^p» *» ö'ttfcw 26 Sohntag 30-V . Yia\BHnw*m'« 27 Montag YM 28 Dienstag 2-a Märzl Mittwoch 3-i 2 Donnerstag . -4-t SHgentümer, .Verleget, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur Oberbaurat Robert Stricker. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ignaz Steinmann, beide Wien, IX., Universitätsstraße 6—6,