Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 267 (28.10.1932)
- Date
- 1932-10-28
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 267 DIE NEUE WELT Seite LI Pf*. cut unsere Kunomi 2Dfr feiern in trtefen Sagen baß 15 Mrfge ©efä^tfJuBtfaum. ßf&t Stntojj, mfr ©tolg uno Q3efrteÖ^uhß auf Die «ntmfcflung^efä^te Der erften ,25 3ar)re ©<&fffmann# 3urit(f3ubl(cfen. 1907 - ein bef^etOener Sej$tla&en, 1932 - efn große**, mobetnetf SBarenfaul <n einer Smei^nufer^iefenfront, Diele Dutjenöe 3D«renabte«ungen; bie 3Ule$ für %\ie - in einfachen, mittleren unt> befferen Qualitäten - fuhren. (Eigene SttJerfftatten, $aufen&e uon Heimarbeitern unö eine Heine Qlrmee von QlngefteUten forgen für . Die 2Dunfa)e unb . ^e&ürfnfjfe uon £unbert(aujenoen, barunter 3ef>ntaufenbe ©tammfunben in ganj^Öien unb ^unberten Pro»in3orten. ©a^iffmann fft ju einem-begriff für Derlaßlfd) guten unb billigen (EfnPauf geworben. Qlnläjjlfd) M „25 fahrigen 3ubiiaum^' lagen wir alten unferen Äunben für i&r $ertraueit unb bie treue Qln^anglla^feit fyeviUfyti $>att£ Vertrauen errofrot, »er nfdjt enttaufd)t. (Eine ftlut von ^Danffdjrefoen unb ©lütfmünfa^en, aud' Äunbenfreifen betoeift, baß bat PubliPum bie ©parf)ilfe utiferer -©arenoerbilligung 3U würbigen weiß. 25 3aljre ©d&lffttwtttt finb tir 0^ befonbevev Stiftung, finb 25 3a^r* utfftjiff>ftU ©fr« ftilUghUl 33amnfäufe großer ©elegenljetttfpoften, ©elbftergeugung unter Qfatffdjfuß oon 3u)ffd)<mgetD(nnen,r ftd)ern un£ niebrige ©elbftfoften. 33ei fleinftem Tinnen nad) großen Umfäfjen ftrebenb unb t>or allem auf tat Vorteil unb bie Sufviebenfyeit mtferer Äunben bebaut, oerfaufen wir 31t ben 6fUtgftet* greifen, bie überhaupt moglia) finb. Unfer bemäbvteS (EinPaufö* unb 3>erPauf£fpftem toirb im Dubilaum^Ja^r flauer tjfele Scmfenöe neue, 3ufriebene ßunöen für un£ toerben. Qllle unfere ßunben unb Diejenigen, roeldje nod) immer glauben, baß, ,6tf(tge Preife* nur auf Äoften ber Qualität möqlfcr) finb, faöen toiv ein, ftdj öaoon ju überzeugen, baßmit gute, vetl&yXiqe Qualitäten pt befont)et& nfe&rfgen pfeifen bieten, Äommen ©ie gu untf, beftd)tfgen ©ie o&ne Äaufetnang : bie in unfefen^ 58 ©a^4i|fenft^n unb in ben ^erfauftfraumen, auf 3ül)ltffcr)en unb ©tanbern au^geftellten viele %unbevte Subttäum* * ©ffaffottetv fcfc fern 3t* <5cf)tffmamt (offnen! Prüfen unb uergfefd)en ©ie genau Quaßfaf unb Pretö — ©ie »erben ftd) bann gerne einreiben in ben großen ftrefö ber treuen ©a)tfpnann*&unben! Prooin3Punben fenben toir auf SDunfcr) gerne gratfö unb franPo unferen neuen ,,3ubffaum&j3retöf atalog". int äüml.^ötsfe48 Das SdiiffmainuJubiläum Sonntag, den 23. d. M., beging das Wiener Warenhaus Schiffmann die Feier ihres 25jährigen Bestandes. Es war ein Ereignis für die Wiener kaufmännische Welt, aber auch ein Fest, an welchem die Wiener Judenschaft lebhaftesten Anteil nahm. Denn Max Schiffmann, der als Chef — von seinen Brüdern wirksam unterstützt — Staunenswertes geleistet hat, ist eine markante Figur im jüdischen Leben geworden: Als Präsident des Fußballklubs „Hakoahals jahrzehntelanger, treuer, ergebener Arbeiter im Dienste der jüdisch-nationalen und zionistischen Bewegüng, als großherziger Wohltäter. Das grandiose Fest nahm folgenden Verlauf: Die großen Verkaufshallen waren festlich geschmückt, mit Lorbeerbäumen, Fahnen und Draperieren dekoriert und viele hunderte Festgäste hatten sich eingefunden, um den Firmenchefs ihre Glückwünsche darzubringen. Unter den Erschienenen sah man Vizebüngermeister Emmerling als Vertreter der Stadt Wien, Stadthauptmann Hof rat Weybora, in Vertretung des Polizeipräsidenten den Kommandanten der Sicnerheitswache Leopoldstadt Oberpolizei rat Dr. Kraft, die Mitglieder des Leopoldstädter Waisenrates Hofrat Dr. Max und Oberlandesgeriohtsrat Dr. Tomanetz unter Führung ihres Präsidenten Hof rat Glaser, ferner den Vizepräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. Löwenherz, den Vertreter des Detailistenverbandes Kommerzialrat Braun, den Repräsentanten des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft Salzer, den Sekretär des Zentralvereines der Kaufmännischen Angestellten Broczyner, Direktionsrat Strauß von den Städtischen Elektrizitätswerken und zahlreiche prominente Wiener Kaufleute. Nach der Begrüßung der Festgäste durch den Vertreter der Firma, ergriff Vizebürgermeister Emmerling das Wort und schilderte als politischer Vertreter der Leopoldstadt den Aufstieg der Firma Brüder Schiff mann, den er mitangesehen hatte. Der Vizebürgermeister konnte sich noch erinnern, wie das Warenhaus ein kleiner Laden war, und meinte, man könnte über das Portal des Hauses als Motto die Worte schreiben: „Aus eigener Kraft." Nach dem Vizebürgermeister sprach Hofrat Glaser, der Leiter des Bezirksigerichtea Leopoldstadt, schilderte die Wolultätigkeit der Firmenchefs und berichtete, daü anläßlich des Jubelfestes 100 Kinder aus den verschiedenen Leopoldstädter Waisenhäusern mit Wäsche und Schuhen beteilt wurden. Nach einer Dankeskundgebung der Kinder sprach Sekretär Broczyner namens des Ge- Iiilfenausschusses der Wiener Kaufmannschaft und stellte fest» daß die Firma Schifimann stets eine Äußerst soziale Einstellung ihren Angestellten gegenüber bewiesen habe. Nach ihm sprachen die Vertreter der kaufmännischen Organisationen, die sich besonders mit dem Schiffmannschen Geschäftsprinzip befaßten. Nach den feierlichen Reden wurde eine vom Bildhauer Czejka geschaffene Gedenktafel, die das Personal dem Chef gewidmet hat und die Max Schiffmann in einer Halbpla6tik darstellt, enthüllt. Schließlich kam noch als letzte eine Vertreterin der Kunden des Warenhauses Schiff mann zu Worte. Zum Schluße sprach Chefdekorateur Leo Kern als Vertreter der Angestellten, und ein Sprechchor des Personals schloß die Gratulationskundgebungen ab. Jüdischer Sport Skikurse des Touristik- und Skiklub „Hakoah", Wien, I., "Wiesingerstraße 11. Die diesjährigen Weihnachtsskikurse finden in Spital a. S. und in den Hohen Tauern statt: 1. Anfänger- und Fortgeschrittenen- Kurs, drei- und achttägig, in Spital a, S. — 2. T o u r e nfahrerkurs, achttägig, in den Hohen Tauern. Der Klub verfügt über eine Reihe nach der Arlberger Technik ausgebildeter Skilehrer, so daß für jedermann Gelegenheit gegeben ist, den Skilauf zu erlernen. Jahresbeitrag S 7. Anmeldungen werden jeden > Freitag abends von 8 bis 10 Uhr entgegengenommen. Erfolg der Hakoah-Ringer In der Mannschaftsmeisterschaft im Ringen konnte Hokah über den starken Klub Simmering einen verdienten Sieg feiern. Nach längerer Zeit wirkte der nach seiner Verletzung wiederhergestellte Hirschl mit und konnte seinen schärfsten Rivalen Riedmüller nach drei Minuten abfertigen. Ueberaus derb wurde der Kampf zwischen Birnbaum und D e r z a 1 y geführt. Der Hakoah-Mann wurde nach 15 Minuten zum Sieger erklärt. In den leichteren Gewichten siegten die Hakoahner Flamm und Flnosu« sicher - über ihr« Gegner Führer und Wimmer. Hakoah auf Reisen In Lausanne geschlagen Hakoahs Debüt in der Schweiz verlief nicht sehr glücklich. Die Wiener unterlagen gegen „Sports Lausanne'* unverdient 2 :4. Bei Hakoah wirkte als Gast Guttmann und konnte sich aber auf dem Posten eines Verteidigers nicht bewähren. Die Stürmer hatten starkes Pech und wurden überdies von dem Schiedsrichter Meier arg benachteiligt Für Hakoah waren Reich und Ehrlich erfolgreich. Am 27. d: M. spielt Hokah in Antwerpen bei künstlicher Beleuchtung gegen die belgische Nationalmannschaft. Hakoah wird mit einer besonders guten Leistung aufwarten müssen, um ehrenvoll abzuschneiden., Ein internationales Schwimm-Meeting veranstaltet Hakoah am 15. N o v e m b er im D i a n aTb a d. Die bisherigen Nennungen lassen darauf schließen, daß es eine der größten Veranstaltungen werden wird,4 die in letzter Zeit in Wien abgehalten wurden. Meisterschwimmer und -Schwimmerinnen aus fünf Ländern werden starten. Besonders stark sind die jüdischen Vereine <tuc Prag und Preßburg vertreten.' Ein Makkabi-Sieg bei den Balkanspielen. Bei den unter Beteiligung sämtlicher Balkanländer in Athen vor 40.000 Zuschauern ausgetragenen Balkanspielen siegte im 800-Meter-Laufen der auch auf der Makkabiah erfolgreich gewesene Leon Passi (Makkabi-Saloniki), der in der griechischen Ländermannschaft startete. Auch in der 4X100-Meter-Staffel verhalf er durch einen glänzenden Lauf Griechenland zum Siege. Makkabi-Sommerkampfspiele in Czernowitz. Das Präsidium des Makkabi-Weltverbandes in Berlin hat beschlossen, seine große sportliche Veranstaltung des nächsten Sommers zwischen dem 15. und 20. August in Czernowitz (Rumänien) abzuhalten. Das Sporttreffen wird in demselben Rahmen wie die früheren Sportkämpfe des Makkabi-Weltverbandes in Mährisch- Ostrau und Antwerpen vor sich gehen. Mit einer Teilnahme von mehreren tausend Makkabim ist zu rechnen. Zur Vorbereitung der Makkabi-Kampfspiele findet am 23. Oktober in Berlin eine Konferenz statt, an der der Präsident des Makakbi in Czernowitz, Ing. Schindler, der Weltturnwart des M. W. V., Ing. Pacovsky, Prag, der Präsident des polnischen Makkabi-Kreises, S. Rusecki, sowie das gesamte Präsidium des Makakbi- Weltverbandes teilnehmen werden. Hasmoneah siegte im Wiener Cup gegen Donaustadt 3 :0 und gelangt dadurch in die nächste Runde. Verein§nadiHditen Jüdische Mittelschüler) Kommet alle zur Festkundgebung „5 Jahre V. Z. M. Oe." Samstag, 29. Oktober um halb 8 Uhr abends im Festsaal des „Alten Rathauses", I., Wipplingerstraße 8. 1. Eröffnung und Begrüßungen. 2. „Die Not der jüdischen Jugend: Redner: Prof. W. Stein. 3. Generalbericht 4. Festrede: „5 Jahre Verband zionistischer Mittelschüler". Chaw. Bern. Blumenkranz. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht!