Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1932-08-12 · Heft 256 (12.8.1932) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 256 (12.8.1932)
Date
1932-08-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2711613-2711843-2711877--3265-2716622
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

" Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 2% Intelligentes, i$r. Fräulein war 2 Jahre in Frankreich, wünscht als Anfängerin zu einem Kinde bis 8 Jahren unterzukommen. Französischer Unterricht und häusliche Mithilfe. A. Torrier, Hm Allieriamtraue 11/7 ■ »IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIlllllllllllllllllUIIIIIIUIIIIIIIIItlllllllllll!ä 5 ävoHkidtt 1882 | 5 m jj 16^fflriew*"iPH0NIX< j Zentraldirektion: WIEN lv Riemergasse Nr. 2 s s Virsidierannsliestand Ende 1930 2560 Millionen Schilling s volleingeiahltes Aktienkapital 4,000.000 - Schilling s s Prämiennnii Zinseneiniubmen im Jahre 1930 150 Millionen Schilling 5 s Garantiemittel Ende 1930 378 Millionen Schilling £ E Aaszahlangen an Versicherte im iahte 1930 35*5 Millionen Schilling r T)iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii:iiiii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiriiiniiiiiinr tilimbltlm 4. bis 10. September 1932 (Rotunde bis 11. September) SONDERVERANSTALTUNGEN: „600 JAHRE WIENER LEDERWAREN" Möbelmesse / Reklamemesse / „Neuzeitliche Gasgerate" / „Elektrizität im Haushalt" Wiener Strickmode / Pelzmode-Salon / Pelztiere und Fellverarbeltung INTERNATIONALE RADIO- UND SCHWACHSTROM-MESSE Wintersport-Ausstellung mit Sonderschau „Pflanzen und Tiere im Winter" / Bau- und Straßenbaumesse / „Das wachsende Haus" / Eisen- und Patentmöbelmesae „Technische Neuheiten und Erfindungen" / Ausstellung der U. d.S.S.R. / Bulgarische Sonderausstellung / Ausstellung für Nahrungs- und Qenußmittel Land- und forstwirtschaftliche Musterschau VII. österr. Gerstenschau / Ausstellung: „Verwendet österr. Hartholz" / Gartenbau- Ausstellung mit Blumenschau / Gemüsebau-Ausstellung / Ausstellung der landwirtschaftlichen Versuchsu. Lehranstalten/Landwirtschaftliche Bedarfsartikel/Kleintierschau Bundesweinkost BEDEUTENDE FAHRPREIS-ERMÄSSIGUNGEN I Messeausweise ä S C—bei der Wiener Messe-Aktiengesellschaft, Wien, VII., Alesaeplatz 1. — Eintrittskarten (zum einmaligen Besuch der Rotunde oder des Messepalastes und der Neuen Burg) ä S 2,50 bel den Kassenschaltern der Messehäuser. EINLÖSUNG ¥01 _ GOLD SILBER PLATIN G. A. SCHEID WIRN I, Franx*los«lfr*Kal 4t Wien VI, Oumpendorferstrafie 85 Wien VII," Kal8*r»tr*ße 6//B9 Rainer. Wien VI. Dürergass« * llllllllllllllllllllllllllllllllllll LESET UND VERBREITET »DIE NEUE WELT« lllllllllllllllllllllllllllllllllill Fixierung eines Landerkampfes Oesterxeich-Polen. Der Wiener Verband, in dessen Vorstand nebst dem Bundeskapitän Hugo Meisl noch einige andere Juden sitzen, fand es lux gut, sein Mitglied, die Hakoah in Stioh zu lassen, sich mit den Polen zu verfeinden, ihnen prompt einen Länderispieltermin zu fixieren und die Hakoah, die sich erkühnt hat, gegen das Verbot Protest einzulegen, zu bestrafen. Statt also die Herausforderung des polnischen Verbandes energisch zurückzuweisen, macht sich Hugo Meisl erbötig, die ^Vorwürfe" gegen Hakoah zu „untersuchen". Ja warum dies alles? Im Falle Hakoah handelt es sich ja nur um einen jüdischen Klub; durch Erlässe, Verfügungen etz. wurde sethon so mancher jüdische Verein zur Strecke gebracht, und da kommt es auf einen mehr oder weniger nicht an. Der Verband möge es sich aiber .gesagt sein lassen: Die Vereine sind nicht für ihn, sondern er für die Vereine da. Schließlich hat auch die, Hakoah durch Entrichtung der nicht geringen Vertaandsabgaben dazu beigetragen, den Verband > aufzupäppeln. Lediglich um Abgaben einzuheimsen, ist der Verband nicht geschaffen worden, er hat auch die verdammte Pflicht, seinen Mitgliedern Solratz und Recht angedeihen zu lassen. Interessant ist auch, daß sich der Füßballverbarid weigert — und er hat auch wahrscheinlich allen Grund dazu —, das Schreiben der Polen'zu veröffentlichen. Dafür . läßt Herr Meisl. eine Erklärung vom Stapel, „daß er sich bei Aktionen nicht von Vereinsfunktionären Vorschriften machen läßt und er in allen Angelegenheiten selbst die Verantwortung trägt", (Den moralischen und finanziellen Schaden hat aber mir die Hakoah.)' Wörtlich erklärt dann' Herr Meisl: „Polen hat die Hakoah-Spble nicht genehmigt, über die Begründung der Polen kann man seine eigene" Ansicht haben'\ Alles recht schön, „seine eigene Meinung haben", unsere und die unserer Leser steht fest: Der polnische Verband hat sich in diesem Fall sehr übel benommen und von antisemitischen Tendenzen leiten lassen. Wenn man aber Fußbailläußenminister Oesterreichs ist, so muß man nicht nur. eine, eigene Meinung haben, sondern diese auch dem Publikum bekanntgeben. Alles in allem: der antisemitische polnische Verband hat im Wiener Verband einen: wiürdigen Partner gefunden. Für uns Juden aber doppelt traurig: im polnischen Verband sitzen antisemitische Offiziere, von denen man nichts anderes erwarten kann, im Wiener Verband sitzen einige assimilierte Judien, die, weil ee sich aim die Hakoah handelt, ■ nicht, den Angreifer zurechtweisen, sondern den Geschlagenen als den Schuldigen bezeichnen. Aiydandsergebnisse der Hakoah Die H a k o ah hat bisher mit wechselndem Erfolg gekämpft. So spielte der jüdische Verein gegen den spielstarken Prager D. F. C. 2 :2 ' Unentschieden. > Die Wiener waren ihrem Gegner zeitweise stark überlegen, doch ihre Stürmer waren vor dem Tor zu unentschlossen. Eisenhoffer und Mäusner. waren die Torschützen. Zum nächsten Kampf traten sie gegen D. F.,C. W arnsdorf an und.erlitten eine unverdiente 2 :4-Njederlage. Die Hakoahner, die 'noch" vom Vortag ermüdet waren, trafen in den Deutschböhmen auf einen, äußerst; robust spielenden Gegner,; der es hauptsächlich: auf i die geraden Glieder seiner Gegner abgesehen-hatte. Mausner und R eich erzielten ,in diesem' Spiel die Treffer. Sonntag spielte die Hakoah. gegen eine Kom-. bination der Präger Vereine S p a r t a - S1 a v i a. Die Wiener spielten recht gut, die Tschechen waren, schließlich'.froh, ein 1 :1-Resultat herauszuschlagen.' Torschütze ' der Hakoah: M a u s n e r. % x 1%y Die flsferreidusdien Sdiwimmei'stersdiaffen eine Farce Die diesjährigen Meistersohaften im Soluwimmen, die am letzten Sonntag im' Dianabad durchgeführt wurden, waren ein Schulbeispiel dafür, . wohin , antisemitische Politik im Sport führt. Die „Meisterschaften" wurden von den Hakenkreuzviereinan Ewask, Danuibia und Provinzvereinen bestritten. Die wirklichen Meistersehwimmer, um nur einige anzuführen, W i mm e r (Touringikdub), Frau W e r t h e i m e r, L ö w y, Brat mann, Stein (alle Hakoah) fehlten. Im Wasserball hätte ein Teamauswahlspiel für den Landerkampf Oesterreich-Jugoslawien stattfinden sollen. Die,Spieler der Vereine Touringkluib, Austria, W. A. C. und selbstverständlich auch der Hakoah, die den Terror nicht mehr länger mitmachen wollten, waren überhaupt nicht erschienen. So konnte den Zuschauern anstatt des Tearnspieiles von Siebenermannsohaften nur ein Spiel zweier Fü'nfewnannschaften des E. W. A. S. K. geboten werden. Der Veranstaltung wohnten, ihrer Bedeutung gejaäß, kaium 200 Zuschauer bei. Hirsdil besetze bei der Olympiade in Los Angeles. den drillen Plal% Als einziger Vertreter Oesterreichs nahm der Hakoahner Hirschl bei der Olympiade in Los Angeles an der Ringkonkurrenz teil. Im Freien Stil besetzte er den dritten Platz und erhielt hiefür die B r o n z e n e M e d a i 11 er Bei den Kämpfen im griechis e.h. -römische n>St i 1 war der Hakoahner von großem Pech verfolgt. Er-besiegte den italienischen Meister Donati, wurde aber von dem Schweden Westergreen, den Hirschl iii Europa schon einmal bezwungen hatte, geworfen. Im^Entscheidungskampf um den zweiten Platz trat Hirschl gegen den tschechischen Meister Urban an. Der Hakoahner erlitt in diesem Kampf eine Verletzung und mußte deshalb aufgeben. Dadurch kam er nur auf den dritten Platz und errang ebenfalls die Bronzene Medaille. Getreuer (Hagibor, Prag)' wurde im 100- 400rMetef-Schwimmen' tschechischer Meister. und; Palästinensische Sektion des internationalen Leichtathletikverbandes. Anläßlich der während der Olympiade in Los' 'Angeles stattgefundenen Tagung des Olympischen Kongresses wunden die palästinensischen L e i eh t a t h 1 e t e n.' als besondere Sektion in den Internationalen L,eichtathletikverband (International Athletic Amateur. Föderation) aufgenommen. Jüdische Sportleute auf der Olympiade in Los Angeles. An der" Olympiade yon Los Angeles nehmen eine Reihe von -Juden als- Repräsentanten verschiedener europäischer* Länder teil, Unter.,diesen befinden sich die Makkabim H i rs.ch 1 (Hakoah,, Wien), der als einziger Ringer Oesterreichs startet, Heks. (Hagibor, Prag), der für die Tschechoslowakei den Marathonlauf bestreitet, sowie Kurlan d.(Hiikoahi Kopenhagen), der Dänemark im Leichtgewichtringen vertreten wird. Von den genannten sind Hirschl und Kurland'Makkabiah-Siegex. . Aus der Fflmwelt „David Golder" im Helios-Kino Am Freitag, den 12. August, erscheint im Helios- Kino, Wien, IL, Taborstraße 56, der große jüdische Tonfilm „David Golder" in /Neuaufführung. Da der Film nur bis inklusive 18. läuft, erscheint es geboten, sich Karten für dieses Meisterwerk zu sichern. Heute: „Schuß im Morgengrauen" % Fr'ejtag, den 12. d.,' findej die .erste. Premiere der Ufa in-der 'neuen Saison statt-'und zwar gelangt der Kriminalfilm „S c h u ß i m M'öTr. g e n g r a u e n" zur Vorführung, der von Alfred Zeisler mit Carl Ludwig Die hl in der Hauptrolle inszeniert wurde. Der Hauptdarsteller wohnt der Pressevotführung im Ufa-Ton-Kino um 9 Uhr abends persönlich bei.. Der Film läuft außerdem im Gartenbau-, Wienzeile-, Stnfa- und Kolosseum-Kino.; ' „Der Unheimliche" im Apollo Der erste Sprechfilm mit Paul Wegener „Der Unheimliche"-erlebt seine Welt-Uraufführung anläßlich der Wiedereröffnung des Apollo am 12. August. „Der Unheimliche", mit dem'im Tonfilm ein neues Genre kreiert wird, wurde von Richard. Oswald inszeniert. ,Exzellenz nimmt Maß"—am 12. August!6 Max Neu f e 1 d s. aktuelle .Tonfilmkomödie „E xzellenz nimmt Maß" gelangt heute, am 12. August, im Opern*,.Imperial-,' Löwen-/Maria-Theresien-, Flieger-, Garten- und Theater-Kino ziur Uraufführung. Anny Ondra, die „Grausame Freundin6 Aniiy Ondrai der reizende Filmstar .-r und grau-- sain? Ist's möglich? Zur Beruhigung aller ihrer Verehrer' sei mitgeteilt:, sie. ist's auch gar nicht. Sie ist ein netter, lieber, blonder Käfer wie immer. Sie spielt das Töchterchen eines Kleiusta'dtprofessors, das sich nicht scheut, in einer Zirkuspaiitomime, r diefden? lockenden Titel' „Die* grausame Freundin" führt,'kaufzutreten, um ihrer ■ Liebe zum Sieg zu verhelfen. Dertf Film erscheint demnächst im Elite-, Lustspieltheater-, I Schottenring- und' Flotten- Kino. Ein Pferd — ein Hund — und Harry Piel Diese drei stehen im Mittelpunkt der heiteren mondänen Spannungskomödie, die unter »dem Titel „J o n n y stiehlt Europa" nächste Woche in der Scala erscheint. George Milton als „König der Schuhputzer" In dem am 18. d. M. zur Erstaufführung gelangenden Film „Der König der Schuhputzer", mit dem das Schweden-Kino als Avantgarde-Kino eröffnet wird, spielt George Milton die Rolle eines Schuhputzers, „Vollblut'6 . Der Film schildert die Geschichte eines Vollblutpferdes und seiner. Besitzer, deren Einstellung zu dem Tier eine sehr verschiedene ist. „Tommy Boy" — so heißt das Pferd — ist bald verwöhnter Liebling, bald das Spielzeug einer schönen Frau, bald das Objekt rücksichtsloser Ausbeutung durch einen gerissenen Rennschieber. „ Fox Tönende Wochenschau bei dein Olympischen Spielen Fox Tönende Wochenschau bringt demnächst d(e ersten Aufnahmen von den Olympischen Spielen in;Los Angeles. Im alten Fox-Studio in der Western 'Avenue in Los Angeles wurde eine besondere technische Abteilung eingerichtet, um die Aufnahmen sofort kopieren zu können- , Hans Beck-Gaden Hans Beck-Gaden, der Darsteller der Titelrolle des heute Freitag im Rotenturm-Kino und Sascha-Palast zur Uraufführung gelangenden Volkslustspiels aus unserer,'herrlichen .Alpenwelt „F ü r s t S ep p l'V ist der Liebling einer großen Gemeinde von Freunden heimatlicher, volks- und naturnaher Filmkunst. Hans, Beck- Gaden ist selbst ein Sohn der Tiroler Berge, ein echtes Kind jenes Milieus, in dem er immer als Filmschauspieler erscheint. . i Amtwitte aus dem Judentum ' Koch Therese, 20. November 1880 , Wien, ledig, IL, Sterneckplatz 3. — Berger Hildegard, 25.r September 1900 Wien, ledig, IV., Sechsschimmelgasse 14. -— Kahn Hilda geb. Wolff, 9. September 1882 Wien, verh. IX., Spittelauergasse 7. —. Kareis Georg, 19. Juli 1888 Karlsbad, verh., III., Dietriehgasse 16. — Berger Walter Georg, 13. Mai 1914 Wien, ledig, XVL, Neulerchenfelderstraße 32. — .Mühlbauer Robert, 27. Juni 1914 Wien, ledig, XX., Karajangasse 25. — Zismann Ernestine, 11. Mai 1914 Wien, ledig, XX., Jägerstraße. — Sonnenfehl Julius, 23. November 1909 Wien, ledig, XX., Karajangasse 6. — Kapelusch-Kosecki geb. Silberstein Paula, 26. November 1885 Brody, verw., I., Börseplate 6. — Rondy Olga, 14. Februar 1912 Linz,■ ledig,. Ii., Vorgavtenstraße 172. — Baß Rudolf, 12. April 1905J Wien, ledig, iVL; Damböckgässe 6.'— Wottitz Robert,'10. Juli-1897 Wien, ledig,?II., iWolfgang-Schinäkl-Gasse 25. — Frinseth Jakob, 14. April 1901 Czernowitz, ledig, XVII., Hauptstraße 117. — Singer Frieda, 26. November 1897 ■ Breslau, ledig, - X'VTI., Zeillergasse 66. — Schwefel Oskar, 17. August 1902 Wien, verh., St. Pölten. — Straß Paula, 10. November 1891 Wien, ledig, X., Hemdlgasse 8. — Warenreich gelb. Petrik, verw. Stampler Karoline, 11. Jänner 1871; Königgrätz, gesch., I„ Maria-Theresien-Straße 32. -— Spitzer Theodor, 28. September ,1884 Türnitz, verh., I.,, Reiohsratstraße 13. — Stern Dr. Rudolf^ 50. ^November 1881;Wien, verh., .VII., Museumstraße 5. — Schlederer Hilda, 16. November 1903 Wien, ledig,, IL, Rueppgasse 12. Wochen-Kalender - August 1Ö32 frJK D?inn . Aw 5092 •< n Freitag 10-i Sabbatelngang 6.40 13 Samstag 11-^ Sabbatausgang 7.30 iDHi ipni'öonwna^pnn«'! 14 Sonntag 18-»- . ■ v ■■■ 15 Montag li-y 16 Dienstag 14-v 17 Mittwoch 15-10 18 Donnerstag 15-TM Eigentümer, Verleger, Hera«fg:«ber omd veraotwortüober Redakteur Oberbaurat Robert Stricker* Druck; DruckereifotiigteK-G* mn St^itpMW» beide Wien, PC* UoIversltätMtraße und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.