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Die neue Welt · 1932-07-15 · Heft 252 (15.7.1932) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 252 (15.7.1932)
Date
1932-07-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. m scher Meister, im 200-Meter-Laufen besetzte Klein die zweite und König die dritte Stelle. Klein placierte sich auch im 100-Meter-Laufen auf den zweiten Platz. B 1 ö d y konnte in sicherer Manier das 1500-Meter Laufen in der Zeit von 4 :10 gewinnen. Juden ~- Sieger im Jiu-Jitsu Bei den vom 30. Juni bis 2. Juli in München ausgetragenen Deutschen Meisterschaften! des Reichsverbandes für Jiu-Jitsu, die dieses Jahr in München stattfanden, errang die Jiu-Jitsu-Gruppe des Reichs Verbandes jüdischer Frontsoldaten, Berlin, einen neuen schönen Erfolg. Unter den 54 Teilnehmern aus ganz Deutschland befanden sich drei Kämpfer der R. j. F.-Gruppe: Unger, Wolff und Awerbuch. Die Kämpfe waren bei der hervorragenden Besetzung sehr hart. Durch zwei Tage hindurch mußte .je dreimal gekämpft werden, die Stihimung war — hauptsächlich wohl aus politischen Gründen — gegen die jüdischen Kämpfer. Trotzdem gelang es der R. j.'• F. Gruppe, als einzigem aller beteiligten Klubs, alle ihre Gemeldeten bis in die Endrunde zu bringen, wozu im Durchschnitt nicht weniger als je acht Kämpfe benötigt wurden. In der Endrunde verlor im Federgewicht Awerbuch nach Punkten gegen E. Schwarzschild, M. T. V., München, und wurde dadurch Z w e i t e r, nachdem er in den Vor kämpfen am besten abgeschnitten hatte. Zum zweitenmal hintereinander 'holte sich den Meistertitel im Leichtgewicht Louis Unger als Titelverteidiger nach unentschiedenem Ausgang gegen Ritzinger, M. T. V., München. Auch Unger stand auf Grund seiner Vorkampfresultate an der Spitze seiner Klasse. . Einen einwandfreien Punktesieg und damit seinen heiß erkämpften M e i s t e r t i t e 1 im Schweren Mittelgewicht errang Heinz Wolff nach stets überlegener Kampfführung gegen Zeh, M. T. V., München. Daniel Prenn Der deutsche Tennismeister Daniel Prenn hat im Davis-Cup-Spiel wiederum einen großen Sieg für Deutschland erfechten, indem er den berühmtesten englischen Tennisspieler Ä u s t i n entscheidend aus dein Felde schlug. Da aber sein deutscher Mitspieler v. Cramm gegen den1 Engländer Perry unterlag, endete das gestrige < Spiel am Berliner Hundekehlensee: Deutschland—England 1:1. ■. , In der Sportwelt wirkte, Prertns Sieg wie eine Sensation. _ Die . „Voesisehe Zeitung" schreibt: „Was ffian nur im Innersten gehofft und für möglich gehalten hatte, jedoch nicht recht auszusprechen wagte, ist eingetreten: Prenn hat im Eröffhungsmatch der mit ungeheurer Spannung -erwarteten Bavis-Pokal-Runde Deutschland—England den britischen Finalisten von Wimbledon 1932, Bunny , Austin, in vier Sätzen erneut a:«? die Knie gezwungen. Alle, welche gestern erlebten, we der eiserne Prennmit. einer 'geradezu gigantischen ^ervenkpnzentration - den gefürchteten Gegner schlug, weiden, die, 2^ Stund.cn .des atembeklemmenden Matchs flicht so, bald vergessen". . . . Das „Berliner Tageblatt" spielt darauf an, daß Prenn (der bekanntlich ein. guter Jude und Förderer d e s jüd i s c h e n S p o r. t s ist). längere Zeit hindurch von völkischen, Sportkreisen, rücksichtslos verfolgt worden ist, und schreibt: „Der Deutsche; Tennis-Bund, dessen Interessen. Prenn gestern zu vertreten hatte, kann sich nicht rührten, daß er in den. letzten Jahren ajles getan habe, um seinem Spitzenspieler, der ihm vor zwei Jahren so grandiosden Siegpunkt gegen England erkämpfte,' die Ausübung seines Sports zu erleichtern. Prenn hat sich überalleshinweggesetzt und weiß recht gut, daß ihm die Bestrafung seitens des Bundes wohl nur neue Freunde ^geschaffen hat. Thin liegt daran, zu zeigen, daß man trotz aller Nachwuchsförderungen ohne ihn noch nicht auskommen kann. Den Beweis hat er gestern wieder einmal deutlichst .erbracht." Auch die rechtsstehende „Deutsche Allgemeine Zeitung'4 nnd andere Rechtsblätter rühmen die „Kampfnatur" Prenns. „DAZ" schreibt: „Der Ehrenpunkt für Deutschland ist jedenfalls durch Prenn gerettet worden." I Ver<MnSnadiri«hlen Die Leitung der „Jüdischen Volkspartei" gibt bekannt, daß eine . „R e c h't s 's c h u t z s t e 11 e d e r Jüdischen Volks partei" eröffnet wurde. ..... Diese Institution erteilt allen jüdischen Volksgenossen üner» tge 111 ich Rat und Auskunft in allen Fragen ihrer politischen, bürgerlichen und sozialen Rechte. Amts stunden: Jeden Dienstag und Donnerstag von 7 bis 9 Uhr abends im Jüdischen Volksheim, Wien, II., Untere Augartenstraße 38. Die Arbeiter der Pina Iwrit (bebr. Ecke) Im Brit Trumpeldor. Zu Beginn dieses Jahres ergriff der Zeror Tel Chai die initiative zur Qründung einer Pina Iwrit und zur Hebräisierung des Bundes. Es schlössen sich noch andere Betarim an und so entstand diese Zelle, die heute das Zentrum des flebr&ismus im Betar ist. Es wurden allwöchentlich hebräische Kurse abgehalten, bei welchen auch außenstehende Chawerim der Hist. Iwrit das Wort ergriffen. Es wurden hebräische Kurse, hauptsächlich für Anfänger, eingerichtet, die von Mitgliedern der gelle geleitet wurden. Es waren zehn Kurse, an welchen ungefähr hundert Jßel&rim teilnahmen. Freilich, viel konnte nicht gelernt werden, da die Kurse ,jpr einb(s *we{mal wöchentlich stattfanden. Immerhin ist es ein Anfpe,, dessen Resultate jetzt noch nicht abgeschätzt werden könnan. pie Prüfungen finden (wl* im Betar in »Her Welt) zu Chanuka stajl, Mai kann Jedoch »chpn letzt Mgen^daB Iwrit ein wesentlicher Bestahdteirderbetarischen Arbeit Ist. Die Pina Iwrit, deren Mitglieder untereinander nur Iwrit sprechen, hat auüerdem noch folgende Arbelt geleistet; Es wurde die revisionistische Zeitung „Chaslt- S.^^-SH'-A*'*?^» ab9J0*li#.Ct WJd.gelesw, Ks wurde eine hebräische Bibliothek„ftoferMm und durch Neuerwerbungen Oom ha Safer) er- Y£Ml& ¥Nfc'fc' .?,n« Iw,,t b«t«M»«lM »tob m der Sela- Aktlon der Bitt .Wrtt Qjralt. Wir holten. daO unsere Arh«|t Im Sommerlager und ndebstes AdMM«Mltw in"Wfüt ihtanalvlert und daß dadurch unsere ytiMm^tlh0i ^ß Unif> unserer Zukunft «Mtftrkt werden wird. — Mo«c|e Qold^n^rg.. Zloolsmht Jus^tmtlatciiält ..BrUHUnl» Wien. XX..JH«rstraBe 30, WochjnprMf»mm: Samstag, 16. Juli: i Uhr nachmittag» Zusammenkunft der KiadjuMppe. 5 Uhr „Tikw«h". 6 Uhr „Dror". 8 Uhr abendi ^iißmrifummm mit ßtuchlloßendem Vertrag. Oiste vi», kommtnl tont**: Witütmi' Treffpunkt Fljhi früh vor dem Helm. £ yilllllllllllllllltllfllllllllllllllllllllMHIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIItt | degrlMtot 1W2 | 5 f etaMiaaiMiiiaü—isaäka Vfc ■ ■ 4fe AI H# / 5 | WKMWMfMtlliil- DU MI IV g ^^BwVHwvlSlUft | Zentraldirektion: WIEN I., Riemergasse Nr. 2 S ViriidwiU)|ttQStild Ende 1930 2560 Millionen Schilling a f eflifngcuhtits «kfitnltapif«\ 4.000.000.- Sthillinq s Printenmi llmmlmhmn in JAn 1930 150 Millionen Schilling 5 Gimfofilttil tot 1830 37B Millionen Schilling s Aimhlongtn n Vmidiertt im Jahn 1930 35*5 Millionen Schilling s Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, g g Belgien, Holland, Italien, Spanten, Tschechoslowakische s Republik, Polen, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Griechens s land, Türkei, Aegypten und Palästina. g niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiitiiiiiiiiT Montag: Im Heim: Diskusion. Uebung in der Haganah. Dientag: 8 Uhr ..Tikwah". Mittwoch: 8 Uhr ..Mädchenkwuzah". Donnerstag: 8 Uhr Führerkw.uzah. Vereinigung Jüdischer Hörer an der Hochschule für Weithandel. Bibliotheksstunden während der Ferien jeden Dienstag von 19 bis 20 Uhr. Dringende Auskünfte werden von Koll. Singer unter Teleohonnummer R-42-9-36 bis 12. August, von da an von Koll. Zlmet unter Ä-29-6-87 erteilt. Ab 25. September täglich Inskrintionsaiiskünfte an der Hochschule. Verband zionistischer Hochschiilurlnncn. IX.. TtirkenstraOe 9. Mittwoch, den 13. d., findet unser letzter Konvent in diesem Semester statt, gleichzeitig auch die Kneipe anläßlich der Promotion -unserer Bschw. Dr. Wilma (Jeimann. Dr. Rozia R o s I e r. Dr. Any A x. Erscheinen aller Bschw. und A. H. Pflicht! Ferienkolonie' Vöslau. Der Humanitätsverein für die westlichen Bezirke. Wien. Vi., eröffnet' wie alljährlich seine Ferienkolonie Vßslau. Florästraße 15. und zwar: 1. Turnus. Knaben und Mädchen von 7 bis 14 Jahren, vom 5. Juli bis 3. August 1932; 2. Turnus. Knaben und Mädchen von 7 bis 14 Jahren, vom 9. August bis 7. September 1932. Anmeldungen nur vormittags von 9 bis 12 Uhr. Sekretariat. VI.. Mollardgasse 85 (Karl Fröhlich. Tel. B-29-1-65). Aus der Filmwell JBen Hur" kommt! Neuerscheinung. Die Metro-GoklwYn^Mayer hat von ihrem unvergeßlichen Standardwerk „Ben-Hur" eine Tonfassung.; hergestellt, die als Auftakt für die neue Saison Ende dieses Monats in Wien erscheinen wird. „Ben Hur", für dessen Herstellung ungeheure Mittel -verwendet wurden, die heute im Zeitalter der Weltwirtschaftskrise und Sparsamkeit geradezu phantastisch anmuten, ist unbestreitbar der Gipfelpunkt der Filmkunst. Massenszenen, wie die Seeschlacht und das Wagenrennen, Bauten, wie der Zirkus in Antiöchia, das Stadttor und die Straßen von Jerusalem konnten nur einmal gemacht werden und sind nicht wiedergekommen. Die durchkomponierte Begleitmusik und die zahlreichen Geräuscheffekte, irisbesondere beim Wagenrennen und bei, der Seeschlacht, steigern die Wirkung dieses gewaltigen '■ Kunstwerkes ins UnermeßKche. „Es geht um alles". Neuerscheinung. Heute, Freitag, erscheint im Gartenbau-, Ufa-Ton-, Stafa- ,,und /Kplosseum^Kduo die Sensationsgroteske „Es geht iimj alles", in der neben Ernst Yerebes und Ciaire Romusier die größten interr nationalen Sensiatiojisdarstelleriiibesphäftigt: sind. Der •Film ist eine spannungsvolle Jagd durch ganz Deutschland.- Amtliche Verlautbarungen der IfraeL Kultusgenieinde Wien« Kundmachung betreifend die Errichtung von Mlnjan'lm" für die hohen Feiertage. j; 1. Der Vorstand beabsichtigt, für den gegenwärtigen Bedarf an temporären Bethäusern durch eigene Maßnahmen vorzusorgen, beziehungsweise durch die Tempelvereine Vorsorgen zu lassen. Demgemäll wird die Kultusgemeinde nur In Fällen, in welchen ein tatsächlicher Bedarf vorhanden ist. die Genehmigung für eintemporäres Bethaus an andere Vereine und nur ^ausnahmsweise an Private erteilen. 2. im Sinne des § 80 des Gemeindestatuts ist vor Miete eines Lokals und vor Einschreiten um die behördliche Genehmigung die Bewilligung des Kultusvorstandes einzuholen. ..... . . 3. Die. Gesuche um Bewilligung sind bis längstens 31. Juli d. J. im Eihreichungsprotokoll der Israelitischen Kultiisgemeinde. I.. Seitenstettengasse 4, III.-Stock, zu überreichen. Es wird ausdrücklich aufmerksam gemacht, daß später einlangende Gesuche nicht angenommen werden. Auf nicht entsprechend belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. . ' 4. Privatpersonen, die um Bewilligung 'eines Minjajis ansuchen.- haben entsprechende Nachweise über Charakter. Moralität usw., bezüglich der zu verwendenden Vörbeter (Namen derselben sind im Gesuche anzugeben) auch den Nachweis über deren Befähigung zu erbringen. 5. An weibliche Personen wird weder direkt noch indtrekt eine Bewilligung erteilt. 6. Die als Betlokale einzurichtenden Räume müssen sich für diesen Zweck vollkommen eignen und Ist die schriftliche Zustimmung des Vermieters sowie des Hauseigentümers zur diesfälligen Verwendung beizubringen. - »• '■• 7. Wohnungen und andere Lokale dürfen nur dann zur Abhaltung des Gottesdienstes verwendet werden, wenn sie vollkommen ausgeräumt sind und an den Festtagen ausschließlich für den erwähnten Zweck benützt werden. 8. Für Lokale, in welchen während des Jahres Veranstaltungen stattfinden, deren Tendenz unvereinbar ist mit einer Stätte, an welcher ein Gottesdienst abgehalten werden soll, wird eine Bewilligung nicht erteilt. 9. Die Errichtung eines temporären Betlokals in der. Nähe von ständigen Bethäusern wird In der Regel nicht bewilligt. ' 10. Die Bewilligung gilt nur für die einschreitende Partei und ist somit dicht Übertragbar. Im.Uebertretungsfalle wird die erteilte Bewilligung sofort zurückgezogen und die Behörden werden gleichzeitig hievon verständigt. U. Ein Ankaui von Bctsltzen seitens der Kultusgemeinde Ist nicht zu gewärtigen. . 12. Die Bewilligung wird den Betlokalinhabern nur unter der Bedingung erteilt.' daß dieselben der Kultusgemeinde für unbemittelte Personen (Männer und Frauen) zusammen den zehnten Teil der von der Behörde genehmigten numeriertep Sitzplätze unentgeltlich bis längstens 15. September d. J. zur Verfügung stellen und als KultusgebUhr 10 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der-Betsitze an die Hauptkassa der Israelitischen Kultusgemeinde Wien abführen. 13.' Unmittelbar nach den hohen Feiertagen ist au den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien ein Verzeichnis der beim Aufrufen zur Thora erfolgten Spenden mit Namen und Adresse des Spenders sowie genauen Bezeichnung des Zweckes einzusenden. 14. Zur Sicherstellung der Einhaltung: dieser Verpflichtung sowie alier für die Erteilung der Bewilligung zur Errichtung eines temporären Bethauses gestellten Bedingungen ist eine Kaution zu erlegen, welche bei Nichteinhaltung1 auch nur einer dieser Verpflichtungen für wohltätige Zwecke der Kultusgemeinde verfällt. Die zu leistende Kaution, welche in Bargeld zu erlegen ist. wird mit'S 20 bis S 2CO bemessen. 15. Der Text einer etwa beabsichtigten Annoncierung oder Plakatierung ist dem Gesuche zur Genehmigung anzuschließen. Eine Ankündigung, welche der vWUrde einer Betveranstaltung widerspricht, ist unstatthaft und'hat zur Folge, daß dl« erteilte Bewilligung rückgängig gemacht wird. Es ist Pflicht eiöer Jeden Partei, für. eine entsprechende Polizeiaufsicht auf eigene Kosten zu sorgen. Als „Hausandachten" - werden nur jene gottesdienstlichen Uebungen anerkannt, welche ohne Jegliches Entgelt und lediglich Familienangehörigen zugänglich sind. Wien, im Juli 1932. Der Vorstand __ der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII LESET UND VERBREITET »DIR NEUE WELT« llllllllllllllllllllllllllllllllllll EINLÖSUNG VOM GOLD SILBER PLATIN BEI G.A. SCHEID WIIN I, Frans-JoseffKal 49 Wien VI, Oumpendorferstrafle 89 Wien VII, Kalserstraße 6/(69 Rainer. Wien VI, Dürergass« 4 Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde Wien K u n d machuiig, Es wird dem P. T. Publikum zur Kenntnis gebracht, daß die Fleischbank Emil Spuller, XVI., Lindauergasse 24, außer Betrieb ist und daß daher derzeit eine rituelle Beaufsichtigung dieses Betriebes durch das Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde .Wien nicht besteht. Kundmachung. Es wird dem P. T. Publikum zur Kenntnis gebracht, daß die Selchwarenfabrik M. Brückner,, II., Im Werd 11, außer Betrieb ist uud daß daher derzeit eine rituelle Beaufsichtigung dieses Betriebes durch das Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde Wien nicht besteht. Ausbildung von Schächtern Der Vorstand der .Israelitischen Kultusgemeinde, Wien beabsichtigt, einigen geeigneten Personen die1 Ausbildung für den Beruf eines Schächters und B o d e k s zu ermöglichen. Zu diesem Zwecke wollen sich junge Männer, welche österreichische Bundesbürger;sind, t über entsprechendes hebräisches Wissen verfügen, einen religiös einwandfreien lebenswandel führen und die körperliche Eignung für diesen Beruf haben, ehestens in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, vorstellen. An die judfedien Volks* genossen! Immer dringender hat sich die Notwendigkeit gezeigt, der Judenheit Österreichs ein Instrument zu schaffen, das berufen ist, die drohenden wirtschaftlichen und politischen Gefahren abzuwehren und eine Tribüne für alles zu schaffen, was in den Bereich jüdischer Interessen fällt. Von jüdischen Männern und Frauen soll der legitime Kampf geführt werden gegen alle Versuche, die jüdischen Rechte zu schmälern, und für die wirtschaftlichen und kulturellen Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung. Nur eine bewußt jüdische, weder an rechts noch an links gebundene Politik kann in dieser Zeit höchster Gefahr, angesichts des bedrohlich anwachsenden aggressiven Antisemitismus, den Kampf erfolgreich führen. Unserem Ruf sind zahlreiche Juden aus allen Schichten gefolgt. Unsere Aufklärungsarbeit war nicht erfolglos. Es gilt nun, die breiten jüdischen Massen zu gewinnen. Jüdische Volksgenossen! Werbet für die Mdisdie Volkspavtei Der Obmann Robert Stricker. Beitrittserklärung Ich melde hiemit meinen Beitritt zur Jüdischen Volkspartei' mit einem Jahresbeitrag von S .... an. (Mindestbeitrag pro 'Jdhf S 1.) Name: Beruf: . Adresse: Ausschneiden und an das Sekretariat, Wien, IL Untere Augartenstraße 38, senden. -~ Wochen-Kalender Juli 1932 TIDD 3"Ü"in Tamus 5692 15 Freitag 11-W Sabbateingang 7.30 16 Samstag 12-^ Sabbatausgang 8.20 mtw irni tson pbrn&n 17 Sonntag 13-* 18 Montag 14--P ■ 19 Dienstag 15~ IM 20 Mittwoch 16-tö 21 Donnerstag 17p — - - -.....,'• nona nwy'nysv ff Vcrte««f. HeiM«£«ber **** verantwortücher Redakteur Oberbaurat Robert Stricker. «-< Druck: Druckerei- und - - iforlAM=AwCl Ignsx Stelsoann, beide WJfin, IX* Uolversitätsstraßo fr~a.

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