Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 228 (29.1.1932)
- Date
- 1932-01-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 9 DIE NEUE WELT Hr. M Empfahlungen des fv'r?anzkomito.es Punkt A/ies bei KJchtffmann kaufen* dann wird das Qe/d ausreichen, Pünkt 2. SchiffrriannS fabefhaff bif/igen Jnu<znfur- V&rkau (p**r bis 30. uerfängerf) noch ausnützen i\ Punk/ _3t Mit U/eisstuaren- Einkauf auf Schiffrnonns populäre Wosisso, Wochen warten ff Sie kommen bald und Dringen noch nicht Dagewesenes. Also nicht vergessen: KTchiffmann //. Taborsfrasso* 48 :i A-wiw und den benachbarten Kolonien und 4t 1 in Haifa, Tiberias und Umgegend in die Amnestieliste eingetragen. Da viele von ihnen Familienober haupter sind," wird . die Zahl der Amnestierten samt Familienangehörigen auf 5000 bis 6000 geschätzt. 350 dieser Einwanderer wurde als früheren türkischen Bürgern die palästinensische Bürgerschaft gewährt. Bevorstehende Schließung der „Nurw-Zündliolzfabrik Jerusalem, 21. Jänner. (J. T. A.) Seitens der Leitung der Zündholzfabrik „N u r" in Akko wird erklärt, daß die laut Regierungsverordnung von, 1929 am 1. Jänner 1932 in Palästina eingeführte Steuer für H e r s t e 1- Lung tind Verkauf Ton Zündhölzern sohoch ist, daß sich die Zündholzherstellung nicht mehr rentiert und: daß die Fabrik .wahrscheinlich bald wird geschlossen werden müssen. Die allein von der Fabrik zu leistende Steuer, hat sich von 5750 Pfund im Jahre 1951 auf 6200 Pfund im Jahre 1932 erhöht. Die jüdischen Schulen immer noch geschlossen Die Schulen der Jewish Agency in Palästina blieben infolge des Lehrerstreiks auch am Sonntag, den 17. Janner, geschlossen. Die Exekutive der Jewish Agency hielt an diesem Tage gemeinsam mit Vertretern der Elternschaft und der Lehrerschaft eine Konferenz ab, in der versucht wurde, den Streitfall beizulegen. heatev/ Kunft und miiHiiiiiHUur^iiiiiiLitcra . Gastspiel L>. Paul Baraioff-Ben Zwi in den Jüdischen Kanstlerspielen, IL, Praterstraße 34 t Infolge des groBer, Interesses seitens des Wiener Publikums könnte die Direktion Dr. Baratoff zur Verlängerung seines Gastspieles bewegen. Ab Freitag, den 29.: d. M. gelangt Ernst Tollers „Hrnkeman nR, Schauspiel in sechs . Akten, mit Paul ,Bataroff-Ben Zwi in der Hauptrolle zur- Aufführung. Ferner wirken mit Frl. Schlifkowitz und die Herren Zelniker, Sigal, Lehrer, Weiss mann und Herschkow i t z. — Kartenvorverkauf an der Tages-, und Abendkasse, telephonische Reservierung R-40-0-94. Wochenplan: 29. Jänner bis 1. Februar: „Hinkemann". 2. Februar: „Schmates". 5. Februar: „Der Fremde", 4. Februar: „Hinkemann". Neues Jüdisches Theater, II., Taborstraße 12. Freitag, 29. d.: „Kreutz er-Sonate"; Samstag, 30. d.: „Pa jatzen-Liebe": Sonntag, 3t. d.. halib 4 Uhr: „Unser Rebenju"; halb 4 Uhr: „Dem Tates Töchte r 1"; Dienstag, 2. . Februar: „Die verschämte Kaie". Volkstümliche Preise. Jüdische Bühne,. IL, Praterstraße 60. Kommenden Freitag^ gelangt im 'Rahmen einer Fesivorstellung die Operette „D i e r umä iii sch e Ch asenc" mit Gisa H eitlen zum 250..Made zur Aufführung. Dieses Stück hat sich als das zugkräftigste, erwiesen und wird auf vielfaches Verlangen wieder in den Spielplan aufgenommen werden. Gisa Heiden wird Gelegenheit haben,- ihr Können " zu entfalten. Samstag, den 30. d., die Komödie „Träume der Liebe". Das Stück wird auch Sonntag, halb 4 Uhr, im Rahmen einer Kindervorstellung gespielt. Kinder zahlen bei dieser Vorstellung 50 g und erhalten außerdem Geschenke. Sonntag, 31. d., •halb 9 Uhr: „D i e r u m ä n is c «h e C h a s e n e", Dienstag, 2. Februar: . „Di e rumänische Chasene", Mittwoch, 3. Februar: „Träume der Liebe". Der Chorverband „Hamisrah" der Wiener Vereinstempelsänger veranstaltet Ende Februar d. J. gemeinsam mit der Wiener jüdischen Konzert- Vereinigung (zusammen hundert Chorsängerinnen und Chorsänger) ein: großangelegtes Konzert unter freundlicher Mitwirkung bedeutender ausländischer Kantoren. Zur Aufführung gelangen in Wien noch nicht gehörte Werke berühmter jüdischer Komponisten. Das Reinerträgnis soll zur Gänze zugunsten einer Winterbdlfe für die durch die außergewöhnlichen Sparmaßnahmen am sdiwersten betroffene! Vereinstempelsänger verwendet weiden. Tanzabend Susi Mirjam. Am Mittwoch, 10. Februar, Witt Susi Mirjam im Großen Saale der Urania wieder vor das Wiener Publikum. Der Abend beginnt pünktlich halb 8Uhr abends. Karten an der Kassa der Urania. Vorlesung Bobby Weiser. ■■ Samstag, 6. Februar, liest Robby Weiser in beiden .Sälen des jüdischen Verbandsheiraes, II., Untere Augartenstraße 38, die Schulrevue „Hallo, Hallp, Hier R.-G. II." oder „Der achtjährige Krieg" (Musik von Otto Knoller und Kurt Raab). Am. Klavier dte Komponisten. Mitwirkend ein Jazzchor. Beginn punkt viertel' 8 Uhr. Regiebeitraf. Als jüdischer Vagabund dnreh Spanien, Portugal und Marokko. Hans Hacke r, ein jüdischer „Vagabund", der sich stolz als solcher bekennt, las vor jüdischen Angestellten in der Vereinigung „Emunah" aus dem Manuskript über seine Reiseerlebnisse in Spanien. Die prächtigen und interessanten Schilderungen seines Vagabundierens als Tellerwäscher, Kellner, Zeitungshändler, Erdarbeiter usw. fanden bei den Hörem großen Beifall. Seine Arbeit ist auch eine Fundgrube von Detailschilderungen des heutigen jüdischen Lebens in Spanien. Hans Hacker brachte nur einen Teil seiner Rc irtagc, die er unter dem Titel „Als jüdischer Vagabund durch Spanien, Marokko und Portugal" demnächst veröffentlichen will. Der junge jüdische Bariton Leon Isrnelowicz singt bei der am 30. Jänner im Cafe „Lovrana", Wien, III., Löwengasse 36, stattfindenden Akademie des „Vereines der Zbarazer in Wien" hobräische und jüdische Volkslieder. Hebräische Stenographie. Soeben erschien ein hebräisch-stenographisches Kürzungsverzeichnis unter dem Namen „Elef kizure milim lisstenografia iwrit". Das Verzeichnis enthält 1000 Kürzungen für häufige Worte und Wortverbindungen im Hebräischen. Verfasser ist Herr J. Maimon, der anfangs 1930 einen Lehrgang der hebräischen Stenographie herausgegeben hat. Revisionistischer Abend in Fiurae Aus Fiunie .wird uns unter dem 24., Jänner gesell rieben: In der Vorwoche fand hier ein glänzend besuchter zionistisch-revisionistischer Abend statt: Im ersten Teil des Programmes ' stand die Rezitation nationaler Dichtungen durch die Damen Stephanie Goldstein und Magda Lipsekjtr Viel Beifall fand der jugendliche Nicolo Granitz für seinen Vartrag'eines Poems „David JVmbeini" von Angiolo Orvleto: Tiburzio D e i t e 1 und Dr. Giacomo Bravermann gaben in instruktiver und fundierter Weise eine Analyse der zionistischen Probleme. .* ■ . Der Abend, der im Zeichen einer großangelegten revisionistischen Propaganda stand, zeigte eine herzliche und feurige Manifestation für den H e r z 1-Z i o n i s m u s. 10 illiüiilllll Tu rn be weg uns Die Präger Sdhfladoft Wie die Hakoah gegen Slavia 0:4 unterlag — Zahlreiche Hakoahner verletzt Der Ausflug Hakoahs nach Prag wird dem jüdischen Verein noch lange in Erinnerung bleiben. Es war eines der häßlichsten und r o hesten Spiele, das Slavia je geliefert hat. Die Prager fingen gleich vom Anfang mit versteckten Fouls an und wurden in ihrem Tun vom Schiedsrichter Hej.ua nicht gehindert. Zu offensichtlichen Derbheiten kam es nach der Pause. Ein Rohheitsakt der Slavia-Leute folgte dem andern. Den Hauptteil besorgte der bekannte Prager Rohling Swoboda, der zuerst Feldmann und dann Heß niedertrat. Versuche der Wiener, sich gegen diese brutale Gewalt zu wehren, wurden vom Publikum mit argen Beschimpfungen aufgenommen, und als die Zuschauer Miene machten, den Platz zu stürmen, sdiloß der Schiedsriditer Swoboda und den völlig unschuldigen Feldmaun aus. Feldmann mußte von Polizisten geschützt werden, da ihn die Menge lynchen wollte. Im weiteren Spielverlauf wurden Strohß, Amster, Eisenhoffer, Mermelstein, Löwy und Weißkopf verletzt. Es ist sehr fraglich, ob Amster und Strohß BRITH TRUMPELPOR WIEN Sonntag, den 31. d., findet um halb 8 Uhr im He rr», II, UnU Augarten' straße 38, ein Meetins statt Referenten: Dr. Wolfgang v.WcisI» „Der Moslemkongreß und die Lage der Juden in Palästina* Ferner antwortet Dr.LeOKÖppel HerrnHeUer (Berlin) auf seinen Vonrag: »DerUntergangdeiludentums' Reqübtittai kommenden Sonntag werden antreten können. Hakoah wird gut daran tun, auf den Spielverkehr mit diesem Gegner auf längere Zeit zu verzichten. Die empfindliche Niederlage entspricht keinesfalls dem Spielverlauf. Die Hakoahner lieferten ein gutes Spiel, und hätten die Prager nicht die derbe Gangart eingeschlagen, wäre das Ergebnis ganz anders ausgefallen. Zur Pause stand das Treffen noch 1:0 für Slavia, während die letzten drei Goals fünf Minuten vor Schluß fielen. Hakoah spielte in folgender Aufstellung: Löwy; Amster, Feldmann; Heß, Strohß, Platschek; Weißkopf, Mermelstein, Eisenhoffer, Grünwald, Mausner. * Kommenden Sonntag spielt Hakoah im Wiener Cup gegen den erstklassigen Amateurverein D. F. C. Der Gegner des jüdischen Vereines verfügt über eine ausgezeichnete Mannschaft und die Blau- Weißen werden gut daran tun, ihren Gegner nicht sa unterschätzen. ___________ Hakoah in der kommenden Saison Der F. C. Hakoah trifft eifrige Vorbereitungen für die Meisterschaft. Die Mannschaft trainiert unter der Leitung Dietrichs sehr fleißig und befindet sich trotz der Niederlage gegen die Prager Slavia in guter Verfassung. Donnenfeld, dessen Knie kürzlich operiert wurde, hat bereits das Training aufgenommen und dürfte in der Meisterschaft dem Verein wieder zur Verfügung stehen. Auch Buchhalter dürfte bald wieder in der Mannschaft zu finden sein. Der Trainer Dietrich hält die Kampfmannschaft für entwicklungsfähig, und die Mängel die der Mannschaft anhaften, können mit der Zeit behoben werden. Im Angriff ist Eisenhoffer der Agilste, und Grünwald spielt vernünftig und ihm wird die Aufgabe zufallen, die Führung des Sturmes zu besorgen. Buchhalter und Weiß köpf sind junge Spieler, denen noch die Routine fehlt. Mit der Deckung und Verteidigung ist Dietrich zufrieden. Bei etwas Glück hofft er in der Meisterschaftsspiel absolviert Hakoah im Meisterschafts spiel absolviert Hakoah im Rahmen einer Doppelveranstaltung am 5. Februar gegen Wacker. Die Generalversammlung des F. C. Hakoah Der Fußballklub Hakoah hält kommenden Samstag in seinem Klubheim, I., Wipplingerstraße 11, die ordentliche Generalversammlung ab Bei dieser Gelegenheit wird man auch erfahren, welche Vorbereitungen Hakoah getroffen hat, um sich die Erstklassigkeit zu sichern. Die Tagesordnuug lautet: Referat der Leitung, Referat des Kassiers, Revisionsbericht, Referat der sportlichen Leitung, Bericht des Permanenzausschusses, Eventuelles, Hasmonea siegie in einem Freundschaftsspiel gegen Makkabi 1:0. Beim Ligaverein gefielen Str oß, Hek 1 e v, Neuraann, bei Makkabi sind Sternklar und Lutz die besten Leute. Den einzigen Treffer erzielte Tabak. Das Spiel wurde fünf Minuten vor Schluß abgebrochen, da der MakkaisS* Mann . Lutz, der vom Schiedsrichter ausgeschlossen wurde, sich weigerte, den Platz zu verlassen. Makkabiah-Nachrichten. Da? Makkabiah-Schiff „Attika" wird auf der Hin- und Rückfahrt in Athen landen und eine Besichtigung des Hafen von Piräus ermöglichen. In B e yrouth wurde ein besonderes Komitee aus führenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde gebildet, das1 in ganz Syrien eine große Propaganda für die Beteiligung an der Makkabiah machen wird. — Der Palästinensische Kreis bringt ein wöchentliches Bulletin in vier Sprachen heraus. — Der Makkabi Buenos Aires wird zwei Mitglieder des Verbandes als Delegierte zur Makkabiah entsenden. — Die T.cilnehmerzahl des Rumänischen Makkabi ist im Steigen begriffen; aus Czernowitz hat sich eine Gruppe von 50 Teilnehmern, darunter 20 aktive Teilnehmer, angemeldet. —,, Die Tournee des tschechoslowakischen Tennis-Teams, bestehend aus Hecht, Zoyka, Klein und Dr. Gottesmann, beginnt am 11. März und führt über die Städte Wien, Rom, Tunis, Cairo und Alejcandria. Die Ringerabteilung der Hakoah Wien unternimmt gleichfalls eine Tournee über Zagreb, Bukarest, Sofia, Cairo, Alexandria, Rom, Triest und wird gegen die dänische Mannschaft der Hakoah- Kopenhagen auf der Makkabiah kämpfen. — Das Hebräische Gymnasium in Jerusalem und die Handelshochschule in T e 1 - A wi w werden sich mit all ihren Schülern an der Makkabiah beteiligen. — Die Kolonie Chedera hat anläßlich einer Veranstaltung für die Makkabiah mitgeteilt, daß sie ein großes Areal für einen Sportplatz zur Verfügung stellt. Aus Chedera werden sich 100 Turner und Sportler an der Makkabiah beteiligen, darunter 13 Reiter. Maccabi (Berlin) besiegt Astoria 9:3 und führt den Goldstein-Pokal heim. Sechs Jahre lang gehörten die Boxkämpfe um den Goldstein-Pokal, der von der Witwe des Maccabi-Führers Bruno Goldstoin festiftet worden war, zu denjenigen Mannscbaftsämpfen, die am häufigsten umstritten wurden. Kürzlich — im überfüllten Kriegervereinshaus — konnte Maccabi den wertvollen Preis vor 2000 Zuschauern zum drittenmal hintereinander gewinnen und damit endgültig in seinen Besitz bringen. Astoria schien nach seinen glücklichen Siegen über Westen und den Polizei- Sport-Verein ein gefährlicher Gegner, aber gegen die in großer Form boxende Maccabistaffel kam es zu einer klaren 9:3-Niederlage des Nordvereins. Vereinsnadiri'diten Vereinigung der zionistisch-demokratischen Juxend. II.. Untere Augartenstraße 38. Wochenprogramm. Samstag: 8 Uhr: Plenarversainmluu«. Referent: Oberbaurat Ins. Robert Stricker. Sonntag: Wanderung. Montag: Sichoth. Dienstag: Hebräischkurse. Mittwoch: 6 Uhr; Kindergruppen, halb 8 Uhr: Propagandakurs, halb 9 Uhr: Vorträte Irl der Union. Donnerstag: Hebräischkurse. Revisionistischer Jugendklub. II.« Untere Augartenstr. 38. Dienste«, den 2. Februar, spricht um P Uhr abends im Heim He»' H*4*M«ur r Paul Faller.