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Die neue Welt · 1931-04-24 · Heft 188 (24.4.1931) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 188 (24.4.1931)
Date
1931-04-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WELT rrr. mm Die Einwanderung nach Kanada. Ottava, 19. April. (J. T. A.) Wie dem J. T. A.-Vertreter von einem hohen kanadischen Regierungsbeamten mitgeteilt wird, sollen die Bestimmungen für die Einwanderung nach Kanada binnen kurzem gemildert werden. Zunächst sollen Einwanderungserleichterungen für die Angehörigen von Personen, die in Kanada ansässig sind, geschaffen werden. Die Aenderung der Einwanderungsbestimmungen ist noch für dieses Jahr zu erwarten. Palästina-Eiu- und -Auswanderung im Jahre 1950 Die jüdische Arbeiterorganisation Palästinas (Hi stadruth Haowdim) veröffentlicht statistische Ziffern über die Ein- und Auswanderung Palästinas im Jahre 1930. Danach sind in dem erwähnten Jahre 494 4 juden eingewandert und 1679 Juden ausgewan dert. In dem gleichen Jahre sind 14S9Nichtjuden (172 mehr als im Jahre 1929, darunter einige hundert britische Polizisten) eingewandert und 235 Nichtjuden ausgewandert. Der Wiederaufbau von Hebron. Jerusalem, 19. April. (J. T. A.) Die hebräische Zeitung „Haam" teilt mit, daß der jüdische Sekretär der Stadtgemeinde Jerusalem, Abraham Franco, sich dem nächst nach Jerusalem begibt, um mit den Direktoren des palästinensischen Emergency Fund über den Wiederaufbau von Hebron zu verhandeln. Ein Abgesandter des Erzbischofs von Canterbury bei den religiösen Oberhäuptern des Jischuw. Jerusalem, 19. April. (J. T. A.) Der Domherr der St.-Georgs-Kathedrale in Jerusalem, Danby, besuchte im Auftrage des Erzbischofs von Canterbury, Oberhauptes der anglikanischen Kirche, den aschkenasichen Oberrabiner K o o k, den sephardischen Oberrabbiner Jakob Meir und das Oberhaupt der palästinensischen Aguda, Rabbi Sonnenfeld. Rabbi Sonnenfeld gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Besuch des Erzbischofs im Heiligen Lande zur Förderung des Friedens in der Welt beitragen werde. Oberrabbiner Jakob Meir stattete dem Erzbischof von Canterbury einen Gegenbesuch ab. Ein Gegenbesuch des Oberrabbiners Kook mußte infolge der Trauer anläßlich des Todes seiner Mutter unterbleiben. Professor Ahroni in Kiryaten eingetroffen. Jerusalem, 13. April. (J. T. A.) Dr. Schlössinger, der stellvertretende Kanzler der Hebräischen Universität, hat von Prof. Ahroni, der eine wissenschaftliche Expedition in die syrische Wüste unternommen hatte und seit einiger Zeit, als verschollen galt, ein Schreiben erhalten, aus dem hervorgeht, daß der Gelehrte und seine Gattin wohlbehalten in Kiryaten eingetroffen sind. Die Uebertragung des palästinensischen Schulwerks an den Jischuw. Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, wird die Uebergabe des hebräischen Schulwesens aus der Ver* waltung'der Jewish Agency in die des Jischuw etappenweise vorgenommen werden. Zunächst sollen die Kindergärten, womöglich schon zu Beginn des nächsten Schuljahres, der Verwaltung der lokalen Be< hörden unterstellt werden. Die gegenwärtige Subvention der Exekutive in der Höhe von 70.000 Pfund läßt sich trotz der größeren Beteiligung des Jischuw an den Kosten des Schulwerks nicht herabsetzen, da die Ausgaben mit dem Wachstum des Jischuws gestiegen sind. Wizo und Keren Kajemeth. Die W. I. Z. O. (Women's International Zionist Organization — Weltorganisation Zionistischer Frauen) hat Lag B'O merzumTagdes Keren Kajemeth Le'jisroe l bestimmt. Dieser Festtag" im jüdischen' Kalender soll für alle Gruppen der Wizo in allen Ländern der Diaspora eine ganz^besondere Bedeutung gewinnen. Sie sollen sich an diesem Tage mit ganzer Kraft'für die populärste aller jüdischen Institutionen, den Keren Kajemeth Lejisroel, den Jüdischen Nationalfond«, einsetzen. Die Exekutive der Wizo fordert alle ihre Föderationen und Gruppen auf, ihre Mitglieder für diesen Zweck zu organisieren, und alle jüdischen Frauen, die Glauben und Vertrauen in die Zukunft ihres Volkes auf dem Boden ihrer Ahnen haben, für diesen nationalen Dienst für Geulath Haarez zu werben. Wiener Judengemeinde« Rechnungsabschluß und Ersparungskoramission. Der Rechnungsabschluß für das Verwaltuwgsjahr 1930 wurde genehmigt. Wie wir bereits berichtet haben, betragen die Einnahmen für das Jahr 1930 S 6,211.414.36, denen an Ausgaben S 6,348.479.60 gegenüberstehen. Der Voranschlag für 1931 weist einen Fehlbetrag von S 478.456 auf, welcher sich durch das vorgetragene Defizit der Vorjahre auf S 710.363.11 erhöht. Hiezu kommen noch außerordentliche Erfordernisse in der Gesamthöhe von zirka S 50.000. Unter dem Vorsitz des Finanzreferenten Reg.-Rat Dr. Oppenheim wurde eine Ersparungak0mmission eingesetzt, die ziemlich ausgedehnte Vollmachten besitzt. Gesellschaftsreise des Palüstina«Amtes Wien nach Palästina. Palästina ist durch sein vorzügliches Klima in allen Jahreszeiten als ein für Erholungszwecke besonders ge- Wiener Kinderheim in Lignano Villa „EMILIA" am Strande / Mückenfrei / Heilkräftigster Sarrdstrand / Ständige ärztliche Aufsicht / Wiener Küche / Billigste Preise / Gemeinsame Ab-und Rückfahrt Erster Turnus: 21. Mal 14 Tage Lignano bei Venedig 110 S Schttnttar Urlaubsautünthalt für Irwachtan« GRAND HOTEL, fließendes Wasser / Vier Mahlzeiten Wiener Küche / Battoianrt, Strand und Abgaben inbegriffen / Gemeinsame Abreise alle 14 Taee ab 1, Mal Berta Taubes, II, Böcklinstr 92 . Tel. R-45-905 Von 12 bis 5 Uhr eignetes Land anzusehen. Strandbäder in Tel-Awiw unc Haifa, Luftkurorte auf den Bergen, heilbringende Quellen in Tiberias usw. geben dem Lande eine ^anz besondere Bedeutung als Erholungs-, Heil- und Ferienplatz. Hiezu kommt, daß die Aufenthaltskosten nach der Saison (Ende Mai bis Ende November) bedeutend niedriger sind als in den Wintermonaten, so daß diese Monate als für Volks-, Jugend- und Ferienreisen besonders geeignet anzusehen sind. Um auch minderbemittelten Kreisen oder solchen, deren Ferienaufenthalt an die Sommerzeit gebunden ist, zu ermöglichen, diese Zeit in Palästina zu verbringen, veranstaltet das Palästina-Amt über vielfachen Wunsch anfangs Juni 1931 eine Gesellschaftsreise nach Palästina. Die Reise ist nur für Personen gedacht, die sich nicht an einem gemeinsamen Aufenthalt im Lande zu beteiligen wünschen und die eventuell die Möglichkeit haben werden, bei ihren in Palästina lebenden Verwandten oder Bekannten Aufenthalt zu nehmen. Die Rückreise kann auch einzeln angetreten werden mit einem wöchentlich verkehrenden Schiffe des L1 oyd Triestino. Die Durchführung der Reise ist von einer Mindestteilnahme von zehn Personen abhängig. Der Preis der Fahrt wird demnächst auf diesem Wege bekanntgegeben werden. Die Anmeldung zur Teilnahme muß bis spätestens 15. Mai 1931 beim Palästina-Amt, Wien, L, Kärntnerstraße Nr. 28 (Telephon R-27-4-86), erfolgen. . Vom Österreichischen Keren Hajessod. Nach dem Beispiel in anderen Ländern hat sich in den letzten Tagen ein überparteiisches Komitee des Palästina-Aufbaufonds (Keren Hajessod) für Oesterreich konstituiert, welchem prominente Vertreter der Wiener jüdischen Institutionen angehören. Den Vorsitz hat Herr Wilhelm Knöpf mach er übernommen, als geschäftsführender Vizepräsident fungiert Rechtsanwalt Dr. Fritz Eckstein; dem Komitee gehören weiters an die Herren; Med. Dr. Josef Bondi, Adolf Böhm, TJniv.-Prof. Dr*. Ludwig Braun, Prof. Dr. B. Hirschip' Direktor -.pr. Viktor Kellner, D. Nebenzahl und Sandor .Wolf.' Die Sekretariatsgeschäfte führt Prof. Artur Fr e u d. Wiener Bank-Verein. Die 61. ordentliche Generalversammlung des Wiener Bank-Verein findet am 7. Mai 1931 um 11 Uhr vormittags im Anstaltsgebäude statt. Gegenstände der Tagesordnung: Jahresbericht des Administrationsrates. Bericht der Zensoren. Beschlußfassung über die Verwendung des Reinerträgnisses des Jahres 1930. Statutenmäßige Wahlen. Je 5 Aktien ä Nominale S 20 geben das Recht auf eine Stimme. Die Deponierung der Aktien hat bis spätestens 30. April 1931 zu erfolgen. -E 6(fiön ift tot Seit im Bunten gtfiljlingsfletb. Sludj Sie füllten ftd) eines an* fdjaffen ober einen munbetfd&önen, satten, buftiaen Seibetiftoff, .her, in . ben. aileineiteften Steffins bunt nebr-rnft, entaiiefenb mixtt unb niel, otel mentger toftet als Sie glauben, menn Sie? bic „95unte 9BorJjc44 hei Sä)iffmamt, II., Saborftrape 48, für. Sfören (Sinfauf aus* ttüfcen. £öcr)ftletftunaen ber Sffiatemjerötlltgung, Kiefens ausmahl — jebem ©efa^maef itnb ^ermenburtgsatneef ent* fprethenb. 3um. SBeifpiel: Sölls», «.»SelbenwiD BfottÖrttcMRefte per URetet.............S —.50 ©ttft&mtroffelfoe in teidjftei Sttusmaljtunb mobemftet SJIuftetung per 3Ketet.............S —.79 ffiaftMeiöe ißt «leitet entattefenbe 3>effins, per 3Keter......S —.95 elegante 3frörjiQÖrö^errenöHte in allen Sttobefarfien, ju......, , S 5.90 3efcf}U'öerretiöemben mit fep. fragen.......... . S 7.90 mcUenöesSatncn.föafdifclöenfjetnDoD. ©ösöien mit ensüdenbem Sfttfputj, per Stüd . , . . s 3,90 SRobetne Same»9fStiQ|n|te 3U ♦....».».♦•...f.S 2.90 8eiDen«8(f)0ttenfIeil)er Srceufcii .....» * S 12.50 SJIotte 2roceö*9WStttel gute Qualität ............. S 19.50 Ufa. ufn>, 9ltt$en Sie biefe SSotsugflangebote aus. 2Bir erwarten <$U\ $$iffmaim, TL, ißfcotfttajje 48. Letzte Nadhridit« ZionistischeRevisionistischer Wahlsieg. Vor Blattschluß wird uns aus Luzk (Wolhynien) ge« meldet: Sonntag, den 19. April, fanden hier die Wahlen in den Gemeinderat statt. Das Resultat ergab für die Pilsudsky*Liste 13, für die Zionisten«Rcvlsioflu sten 9, für den Bund (jüd.^oz. Partei) 2, Allgemeine Zionisten 1, Unparteiische Liste 1, Handwerker 1 Mandat. Nach dem Wahlausgang stellen die Zionisten« Revisionisten die überwiegende Vertretung der Luzker jüdischen Einwohner. Zum erstenmal haben die Zionlsten<Revisionisten an einer landespolitischen Wahl teilgenommen und einen so großen Erfolg errungen. T heater, Kunff und iiiiiiiliillllillililliliiiliiiiii Li f e f a tur« Habimah. Der Kreis der Freunde der Habimah in Berlin veröffentlicht einen Bericht über das Arbeitsjahr 1930-31 der Habimah, der nicht zum Zwecke der Propaganda verfaßt ist, sondern nur den Freunden der Habimah eine Uebersicht über die Geschicke des Theaters im letzten Jahre geben soll. Nach einer Charakteristik der neuesten Repertoire-Stücke der Habimah (Shakespeares „Wae Ihr w o 111" und Gutzkows „Uriel Acosta") wird über die großen künstlerischen Erfolge der Habimah in1 Deutschland, Italien, Schweiz, Polen, Skandinavien, Belgien, England, berichtet und eine Darstellung der Tätigkeit des Berliner Sekretariats gegeben. In dem „Ausblick", der den Bericht abschließt, wird u. a. ausgeführt: Am 3. Februar fuhr die Habimah nach Palästina. Sie will ihre beiden neuen Repertoire-Stücke im ganzen Lande zeigen und dann wieder neue Stücke einstudieren. Das Ensemble gedenVt, mehrere Jähre in Palästina zu bleiben, dort seine Tradition weiterzubilden und jüdische Geschichte und jüdische Gegenwart in großen Aufführungen für Palästina und die ganze Welt zum Ausdruck zu bringen. Anderseits will Palästina die allgemeinen Kulturproiblerne im Theater dargestellt 6ehen. wie sie sieh in der Welt heute darbieten. Es wird da/bei auch an die aktuellen sozialen Probleme gedacht. Es soll eine Reihe kleinerer Aufführungen von eigenen jungen Regisseuren der Habimah inszeniert werden. Die zwei ersten dieser Aufführungen werden in ungefähr einem Monat in Palästina herauskommen. Als Jüdisches Drama ist ein großangelegtes Werk aius der Zeit Chmielnickis vorgesehen. — Noch aber ist — heißt es zum Schluß des „Ausblicks" — die heutige Situation der Habimah kritisch, da die gesicherten Subventionen dier Patronatsvereinigung im September 1931 aufgebraucht sein werden. In den nordischen Ländern, in Schweden, Dänemark, Belgien und England, haben sich neue Habimah-Komitees gebildet, und es .wird. gehofft, daß diese neuen Freunde der Habimah das Theater in seiner schweren Arbeit in Palästina unterstützen werden. Man darf nicht vergessen, daß sich das Theater in der ganzen Welt in einer schweren materiellen Krise befindet. Der unerhörtenStandhaftigkeitder Schauspieler und der Hilfe seitens der Freunde der Habimah ist es zu danken, daß sich dieses einzige große jüdische Theater bisher durch alle Schwierigkeiten hindurohkämpfen konnte und am Loben geblieben ist. Es wird gehofft, daß alle Habimah-Freunde hiefür Verständnis aufbringen und an der Erhaltung der Habimah mitarbeiten werden. , ..... Jüdische Enzyklopädie. Im Verlag „Eschkol", Berlin, erschien soeben der siebente Band der unter der Chefredaktion von Dr. Jakob Klatzkin und Professor Ismar Elbogen herausgegebenen „Encyclopaedia J udaica", der die Artikel von Gabirol bis Moses Heß enthält. Von den großangelegten Monographien dieses Bandes sind insbesondere zu nennen: Gabirol, Gemeinde, Geonim, Gersonides, Gesetze, Gott, Grab, griechische und römische Schriftsteller, Hagada, Halacha, Handel, Handwerk, Handschriften, Hebräische Sprache, Wie die früheren Bände ist auch dieser Band mit zahlreichen Illustrationen, darunter auch farbigen, sowie Noten ausgestattet. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei. Herausgegeben von Hugo Gold, Jüdischer Buch- und Kunstverlag, Brünn, Rennergasse 20. I. Jahrgang, Heft 3. Das dritte Heft dieser Zeitschrift ist besonders reichhaltig und erschien soeben in einem Umfange von 80 Seiten. Die Zeitschrift bringt diesmal u. a. folgende Beiträge: Bernhard Brilling, Breslau: Der Prager Schames" in Breslau. Ein Beitrag zur Wirtschafts- Wochen-Kalender April 1931 -V*K «"jnn Ijar 5691 24 Freitag 7-t Sabbateingang 6.55 25 Samstag 8-n Sabbatausgang 7.42 ■«»3 ihn 'Bon »o^np-nn« 26 Sonntag 9-is 27 Montag 10-^ 28 Dienstag U-iP 29 Mittwoch 12-* 90 Donnerstag

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