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Die neue Welt · 1931-01-02 · Heft 172 (2.1.1931) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 172 (2.1.1931)
Date
1931-01-02
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sei!« 10 DIE NEUE WELT Nr. 172 AUS PALÄSTINA. Gegen die Zwangssonntagsruhe beim Hafenbau. Eine Abordnung des Rabbinats und der jüdischen Gemeinde in Haifa besuchte den Chefingenieur des Halenbaues in Haifa, Mr. Thompson, um gegen die Z wa n gss o n n t a gß r u h e jüdischer Arbeiter in den Steinbrüchen von Allith Protest zu erheben und ihre Beseitigimg zu verlangen. Mr. Thompson erklärte, daß er für die Forderungen und die Empfindungen der jüdischen OeffentHchkeit in dieser Angelegenheit Verständnis habe und sie dem High Commissioner Übermitteln werde. Eröffnung des Hotel „King David". Der Neubau des Hotel „K i n g D a v i d" in Jerusalem, über dessen Errichtung wiederholt berichtet wurde, ist am 20. Dezember eröffnet worden. Das Hotel, das 200 Zimmer und eine Reihe von Sälen, Konferenzzimmern, Gesellschaftsräumen usw. enthält, ist mit den modernsten Küchen- und Kellereieinriehtunsren versehen. Der technische Betrieb ist durchgehends elektrifiziert und nach den modernsten europäischen Vorbildern eingerichtet. Die > Ausstattung der Wohn- und Gesellschaftsräume ist in reichem orientalischen Geschmack gehalten, wobei antike Ornamente aus verschiedenen Stilen des vorderen Orients Verwendung fanden. Die Gesamtkosten des Baues und der Einrichtung belaufen sich auf 250.000 Pfund. Die Mittel dafür wurden durch den Economic Board for Palestine, die Palestine Economic Corporation und einer ägyptischen Finanzgruppe auffebraoht. Das Mobiliar des Hotels ist zum größten eil dn Palästina hergestellt worden. Verlorene Liebesmühe. Aus Jerusalem wird un6 gemeldet: Aus Anlaß der Wahlen zum Jüdischen Nationalrat, dem jüdischen Parlament Palästinas, versendet der Bund „B r i t h Schalom" an die Kandidaten und Parteien Fragebogen, in welchen verschiedene jüdisch-arabische Probleme aufgerollt werden. „Brith Schalom", Avelcher in seinen Konzessionen an die Araber bis zur Verleugnung des Z i o n <j s ra u s und Preisgabe des jüdischen Aufbauwerkes in Palästina geht, wird von der überwältigenden Mehrheit der palästinensischen Judenschaft, von der rechten und linken, abgelehnt. Seine Umfrage, welche auch den „binationalen arabisch-jüdischen Staat" in den Vordergrund schiebt, wird nur als Liebedienerei für die Araber aufgefaßt. Die Juden haben für diese „Umfrage", welche die Araber nur machtgieriger macht, nichts als Verachtung übrig. Die Araber selbst machen sich über diese „Friedensstifter" förmlich lustig. Die führende arabische Zeitung „Feie st in" befaßt sich mit dieser Umfrage, macht sich über den „binationale,n Staat" lustig und schreibt: „Brith Schalom und die Revisionisten sind uns gleich. Alle Juden, ohne Ausnahme, wünschen die Vernichtung der Araber." Das sind die glorreichen Resultate der Tätigkeit der „Friedensstifter" vom Brith Schalom. Beide Teile lehnen diesen Vermittler ab. T heater, Kunst und lllilllllllllllllllllllillllllllllLi'terafur. Letztes Auftreten der Wilnaer Truppe. Am 8. Jän* ner 1931, halb 9.Uhr, „Tag und Nacht", dramatische Legende in 3 Akten von An*ski. In der Hauptrolle: A1 e x Stein. BeneficesVorstellung zugunsten des Heimfonds des Brith Trumpeldor in Wien. . Karten* im - Vorverkauf bei sämtlichen Mitgliedern des Brith Trumpeldor, sowie Montag, Dienstag und Donnerstag von'7'bis "9 Uhr abends^,ini Heim, XX., Denisgasse 33. . Jüdische Bühne, II.,. Taborstrafie 12 (Hotel Stefanie). Bis 5. Jänner 1931 gelangt das Lebensbild von Sigal „Wie ein .Ma^n liebt", mit. Herrn J.ungwirt.h in der Hauptrolle zur Aufführung. Vom 6. bis 8. Jänner wird Kalischs Lebensbild ' „Maseltow'' gespielt. Sonntag Nachmittagsvorstellung bei ermäßigten Preisen. Habima in Lon*4on. Das Theater „Habima" hat sieben in London ein Gastspiel begonnen, das auf sechs Wochen berechnet ist. Zur Aufführung gelangen „Dybuk", „Was. ihr wollt", , „Golem", „Krone Davids", „Uriel Acqsta", und zwar sowohl in Matineen als auch in normalen- Abendvorstellungen'. Wie verlautet, wird Habima im April ihre europäische Tournee abschließen. Generalversammlung der Gesellschaft für Sammlung und Konservierung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums („Jüdisches Museum"). In der soeben abgehaltenen XXII, Generalversammlung des Vereines, der nunmehr 35 jährige ersprießliche K.u.1turarbeit leistet, wurde vor Eingang in den Geschäftsbericht Hof rat Professor J)r. S. Frankfurter aus Anlaß des Jubiläums seiner zehnjährige n, überaus verdienstvollen Tätigkeit als Präsident der Gesellschaft unter lebhafter, allgemeiner Zustimmung zum Ehrenmitglied ernannt. Hof rat Frankfurter teilte mit, daß ihm von befreundeter Seite Beträge zur Bildung eines „Frankfurter- Fonds" für die Zwecke des Museums zur Verfügung gestej.lt wurden. — In dem hierauf vom Kustos des Museums, Prof. Dr. Jakob Bronner, erstatteten Tätigkeitsberichte für das Jahr 193 0 konnte man festtellen, daß die Sammlungen des Museums wuchsen, und daß trotz der im Verhältnis zu der Berliner jüdischen Gemeinde geringen Unterstützung seitens der israelitischen Kultusgemeiude das Museum nach imrner das größte und reichhaltigste seiner Art ist. — Der vom Kassaverwalter Rudolf R udinger und den Revisoren Max Schlesinger und Ing. Rindler vorgetragene Kassabericht und die satzungsmäßigen Wahlen beschlossen den Geschäftsteil, an den sich der von Rabb. Dr, I. Taglicht gehaltene Vortrag über „Das Buch Kobeleih" (Der Prediger) anschloß. Der Vortragende, Pension »Austria* Kinderheim Vöslau (OLOA KA0I8CH) Jlgarmayarstrafto 18 - T«|«phon Nr. 141 Für Dauer* und Erholungsaufenthalt Jeder Unterricht im Hause, auch Nachhilfe für öffentliche Schulen besuchende Kinder. - Pädagogisch einwandfreie Leitung durch staatlich geprüfte Lehrerin. Erstklassige Verköstigung: - Mütterliche Pflege. - MSBIge Prelie der weniger auf die Stellung dieses eigenartigen und bewundernswerten Buches innerhalb der wissenschaftlichen Kritik einging, gab in trefflicher Weise eine gut verständliche Uebersicht über den philosophisdien Inhalt und verstand es vor allem, die sich ergebenden Widersprüche, auf die schon die Alten hingewiesen haben, in befriedigender Weise aufzuklären. Dr. Z. Ein jüdisches Mnsikinstitut in Jerusalem. Am 3. Dezember wurde in Jerusalem ein Institut für Musikwissenschaft unter Leitung des Komponisten Professor Rosofsky, Prof. Schors, Golikins und Char- 1 o t q w s eröffnet. Das Institut stellt sich das Ziel, begabten jungen Menschen musikalische Ausbildung zu erteilen und betrachtet sich als Grundstein einer künftigen jüdischen Musikakademic. Die Mittel zur Begründung des Instituts schufen die berühmten jüdischen Künstler Mischa Elraanu, Osip Gabrilowitsch und Josef Achron. Zum Gordonjubiläum. Die gesammelten Werke J. L. Gordons sollen in Kürze im TebAwiwer Verlag „Dvir" zum 100. Geburtstag des hebräischen Dichters erscheinen. Krise der jüdischen Theater in Polen. Der Verband der jüdischen Schauspieler in Polen hat in Warschau unter dem Vorsitz von Mischa Fischsohn eine außerorden11 iche Konferenz abgehalten. Die zweitägigen Beratungen der Konferenz, an der 155 Delegierte teilnahmen, waren der Bekämpfung der katastrophalen Notlage der jüdischen Theater gewidmet. Wie aus den erstatteten Berichten hervorgeht, ist der Besuch der jüdischen Theater in Polen trotz niedrigster Eintrittspreise infolge der Wirtschaftskrise so gesunken, daß mit der Schließung einer Reihe von Bühnen, gerechnet weiden muß. Eine Chasanowitsch-Gasse in Bialystok. Der Stadtrat von Bialystok hat beschlossen, eine Straße nach dem Gründer der 'Universitätsbibliothek in Jerusalem Josef iß ha s a n o-w it s c h zu benennen, der lange Zeit i^ Bialystok seine ärztliche Praxis ausgeübt liat. Für "den Anh'ag' stimmte auch der Vertreter der Bundisten. Aus der FümweEf* „Die Heimat des Renntieres."'_~ Am 2. Jänner erscheint' im Kruger-Kino 'e'fib* stumrifer Kulturfilm der Ufa, der in die Heimat des Renntiefes, nach Lappland, führt. In interessanten und aufschlußreichen Bildein entrollt der Film das Panorama des nördlichsten Landes unseres Kontinentes und zeigt Leben und. Sitten der Lappen. „Die Drei von der Tankstelle". Im Apollo läuft jetzt in Alleinaufführung die neue Tonfilmoperette der Ufa „Die Drei von ,der Tankstelle", eine lustige Gesangskomödie, in deren Mittelpunkt ein Jungens-Trio steht, das eine an der Landstraße gelegene Auto-Benzinstation betreut. Abenteuer um diese von aller Welt rege besuchten Tankstelle bilden-Inhalt dieser Operette, deren Hauptrollen Lillian H a r v e y, Willy Fritsch, Oskar- K u r l w e is,? Heinz Rühmann, Olga Tschechowa, Kurt Gerron und Fritz Kampers spielen. Regie führte unter Erich Pommers, Produktionsleitung Wilhelm Thiele. Die Musik stammt von Werner R. Hey m a n n. Man erinnert sich bei diesen Namen andie erste deutsche Tonfilmoperette „Liebeswalzer", die, von den. gleichen künslerischen Kräften geschaffen wurde. Das Apollo bringt zu diesem Film, der in Deutschland einen ganz außerordentlichen Publikumserfolg erzielen konnte, wie immer, ein reichhaltiges Beiprogramm. „Alraune" als Tonfilm. Unter der Regie von Richard Oswald wurde der Roman „Alraune" von Hans Heinz Ewers als Sprech* und, Tonfilm hergestellt. Die Titelrolle spielt auch diesesmal Brigitte Helm, während der Professor ten Brinken von Albert Bassermann und die Rolle des Frank Braun von Harald Paulsen dargestellt werden. Veidt, George und Korntner in dem neuen Dupont* Sprechfilm. JSchon der erste Sprechfilm E. A. Duponts; „Atlantic" hat auf allen Sprechfilmbühnen der Welt einen Erfolg errungen, wie kaum ein anderer Sprechfilm bisher. Nun erscheint ein neuer deutscher Sprechfilm dieses Meisterregisseurs, „Kap der Verlorenen", der zum1 Unterschied von jenem Werk, das die unbarmherzig elementare Kraft der Natur zeigt, die Urgewalten der menschlichen Triebe zur Darstellung bringt. Die Haupt* rollen spielen die drei größten deutschen Charakter* darsteller, Conrad Veidt, Heinrich George und Fritz Kortner. In der einzigen weiblichen Rolle debütiert Tala Birell, den Wienern vom Volkstheater und den Kammer« spielen her gut bekannt. Der Premiere dieses neuen Dupont*Filmes, die schon in allernächster Zeit stattfindet, wird bereits allergrößtes Interesse entgegengebracht. Wird AI Capone filmen? Wie in der letzten Zeit verschiedentlich bekannt geworden ist, soll AI Capone in Amerika in einem Sprechfilm die Hauptrolle spielen. Weiters soll er auch als „sachverständiger" Berater dem Regisseur zur Seite stehen. Es ist immerhin zweifelhaft, ob der Film jemals gedreht werden wird, da der ameri* kanische Filmgewaltige Will Hays sein Veto gegen die Produktion eingelegt hat. Es entbehrt jedoch nicht des Interesses, daß kürzlieh in Amerika ein deutscher Sprech« film „Der Tanz geht weiter" gedreht wurde, der im Verbrechermilieu der amerikanischen Banden gedreht wurde. Der Regisseur Wilhelm D i e t e r 1 e studierte erst lange Zeit die Unterwelt Chicagos und New Yorks, wo* bei pikanterweise ihm „prominente" Bandenführer bei dei Arbeit behilflich waren. Dieser interessante Film er* scheint demnächst auch in Wien. J üdh'sdie Sport« und iililiiliiin Turnbewegung, Gufe Leistungen Hakoahs im Dornbadter Rundspiel» Die - Blau« Weißen schlagen Slovan, ver* licren knapp gegen Sportklub. Daß die Hakoah«Mannschaft wieder im Erstarken begriffen ist, haben die letzten zwei Kämpfe im Rahmen des Dornbacher Rundspieles bewiesen. Die Blau«Weißen unterlagen 4:5 gegen Sportklub und fertigten Slovan 3:1 ab. Bei etwas mehr Glück hätte Hakoah auch seinen alten Rivalen Sportklub bezwingen können. Die Mannschaft lieferte einen prächtigen Kampf und bis wenige Minuten vor Schluß stand das Treffen unentschieden. — Gegen Slovan spielte die jüdische Mann« schaft ihr bestes Spiel in dieser Saison. Slovan kämpfte ziemlich roh, diese Spielweise führte dazu, daß Mausner knapp vor Seitenwechsel mit einer Verletzung vom Platze getragen werden mußte. Der Angriff kombinierte vorzüg* lieh, insbesondere Heß und Donnenfeld befanden sich in Hochform. Letzterer war der beste Mann am Felde. In der Deckung gefiel S t r o ß, während das Verteidi* gungstrio jederzeit mit ihrem Gegner fertig wurde. Trotz Ueberlegenheit Hakoahs erreicht Slovan in der 11. Minute die Führung. In der 18. Minute spielt Heß Mausner in vorzüglicher Manier frei, so daß dieser, obwohl stark bedrängt, den Ausgleich herstellen kann. Knapp vor Seitenwechsel scheidet Mausner aus. Die zweite Spielzeit bestreiten die Krieauer das Match mit zehn Mann. Donnenfeld nimmt Mausners Platz ein, die vier Stürmer halten sich ausgezeichnet, doch haben sie mit ihren Schüssen viel Pech. Erst in der 15. Minute ge* lingt es Donnenfeld, unhaltbar einzusenden und in der 33. Minute ist Heß erfolgreich. Hakoah stellte folgende Mannschaft: Oppenheim; Amster, Feldmann; Freifeld, Stroß, Birnbaum; Breiter, Donnenfeld, Heß, Mausner, Fischer. In der Entscheidung kämpfen am 1. Jänner B. A. C. —Hakoah. Der jüdische Verein hat Gelegenheit, für die in der Meisterschaft erlittene Niederlage Revanche zu nehmen. Um aber Sieger im Turnier zu bleiben, müßte Hakoah seinen Gegner mit großer Tordifferenz abfertigen. Das Vorspiel auf dem Sportklub*Platz bestreiten Sport* klub—Slovan. _ Die ordentliche Generalversammlung des Sports klubs „Hakoah" findet am Samstag, den 3. Jänner 1931 um 18 Uhr nachmittags im Hakoah«Klubheim, I., Wie* singerstr. 11, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Referate: a) der Leitung, b) des Kassiers, c) der Revisoren, d) der Sektionen. 2. Generaldebatte. 3. Bericht des Permanenz* Ausschusses. 4. Neuwahlen. 5. Allfälliges. Bericht über die Makkabiah. Sollte die Generalversammlung um 18 Uhr nicht beschlußfähig sein, so findet um 19 Uhr eine unter allen Umständen beschlußfähige statt. Hasmonea spielt Sonntag, den 4. Jänner 1931 um 10 Uhr auf dem Elektra*Platz Meisterschaft gegen Wiener Rasensportfreunde. Vorher die beiderseitigen Reserven. — Freitag, den 2. Jänner 1931 findet im Klubheim Wiener Theater*Cafe, IL, Praterstraße. 33, , um '/s9 Uhr eine wichtige Spielervcrsammlüng statt. Sp. Cl. JudasMakkabi aus Novisad gastierte zu Weihnachten in Agram und besiegte den dortigen erst* klassigen Sp. Cl. Hask 2 :1. Die jüdische Mannschaft lieferte ein ausgezeichnetes Spiel und der sensationelle Sieg wurde von den zahlreich erschienenen Zuschauern mit großem Beifall aufgenommen. Rudolf Zimet, der bekannte Wiener Sportlehrer^ und Vorturner des Makkabi IX hat einen dreijährigen Kon* trakt an die Sporthochschule in Pa 1 ästina als Lehrer für Gymnastik und Körpertraining erhalten. Zimet ist auf diesem Gebiete erster Fachmann. Seine Berufung dürfte für den jüdischen Sport in Palästina von großem Wert sein. .... Das Programm für die jüdische Olympiade. Obwohl die jüdische Olympiade nur zwei Tage dauern soll, werden alle international anerkannten Sportzweige .ab* solviert werden. In der Leichtathletik sind folgende Kon* kurrenzen vorgesehen: Laufen über 100, 400, 800, 1500, 3000 und 10.000 Meter, 110 m Hürdenlauf, Hoch«, Weit* und Stabhochsprung. Diskuswerfen,, Kugelstoßen, Speer* werfen, 4 mal 100 Meter*Staffel und Olympische Stafette. Für Damen sind folgende Bewerbe ausgeschrieben: 100 Meter*Laufen, Hochsprung, Diskuswerfen, 4 mal 100 Meter«Staffel. Außerdem sind, noch einige Konkur* renzen für Jünglinge im-Programm enthalten. Die Juden im Faustkampf« Der Königsboxer Mendo#a. Der bekannte .Sportschriftsteller Dr. Emil Reich schreibt im „Neuen, Wiener Journal" über die Rolfe, welche die Juden im Boxsport spielen und gespielt haben. Sie ist eine ganz hervorragende. Der Erfolg jüdischer Boxer im Ring ist auf« fällig. Fast in jeder Gewichtsklasse unternimmt einer von ihnen zumindest einmal den Versuch, die Meisterschaft zu erringen. Ihre besten Vertreter haben die Juden aller* dings in den leichteren Klassen, wo sie sich durch glänzende Taktik und oft verblüffende Geistesgegen* wart hervortun. Einer der gefeiertsten Boxer, den viele Fachleute als den besten Boxer aller Zeiten bezeichneten, war der amerikanische Jude Benny Leonard, der lange Zeit den Weltmeistertitel im Leichtgewicht behielt. Die Kämpfe, in denen er auftrat, waren stets ein großes Er* eignis und erregten die Begeisterung der Kenner. Als er vor zwei Jahren seiner Mutter zuliebe aus dem Ring schied, konnte er mit Stolz darauf verweisen, daß er in seiner ganzen Faustkämpferlaufbahn nicht ein ein* zigesmal knockout geschlagen worden w a r, obwohl er sich jedem Gegner gestellt hatte, der ihn herausforderte. Weltmeister, und zwar im Mittel* gewicht, war auch der bekannte jüdische Boxer Englands' Ted Lewis. Ihm rühmte man nach, daß er einer tapfersten sei, den man je im Ring sah, % wurde sssntfl Schlüsse übermütig und forderte Georges 6a, r jj c n^i^-ir A

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