Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 163 (31.10.1930)
- Date
- 1930-10-31
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2711613-2711736-2711781--2147-2715415- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seife 10 DIE NEUE WELT Nr. 163 biner gäbe, der sich über diese Warnung hinwegsetzen sollte und das Amt eines Rocsh Beth Din annähme, er mit dem schärfsten Widerstand der Wiener konserva» tiven Kreise zu rechnen haben wird. Für diese gilt Herr Rabbiner Meiersohn weiter als das religiöse Oberhaupt des östlichen Judentums in Wien. Die Versammlung erwartet, daß der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde doch zur Einsicht gelangen wird, daß die Konkursausschreibung ein übereilter Schritt war, und die Konsequenzen aus demselben ziehen wird, damit die Einigkeit und der Friede in der Gemeinde auf* rechterhalten bleiben. Endlich beschließt die Versammlung, aus ihrer Mitte ein Komitee zu wählen, welches bcvoll* mächtigt wird, alle in dieser Aktion erforderlichen Schritte zu unternehmen. — Julius K r u p n i k, Adolf Hecht, Dr. Benjamin Ebner, Jakob März, Feiwel Neben» zahl, Leon Göttinger," Der ewige^üdisdte Wanderer« Im Jüdischen Verlag, Berlin, ist ein Buch „Jüdische Wanderbewegung vor und nach dem Weltkriege" von Dr. Michael Traub erschienen. Die Juden stehen in der nordamerikanischen Gesamteinwanderung im Durchschnitt der letzten dreißig Jahre nach den Italienern an zweiter, seit der Einführung der Einwanderungsbeschränkungen nach den meisten westeuropäischen Völkern an achter bzw. neunter Stelle. Insgesamt haben die Vereinigten Staaten von 1899 bis 1928 1,881.556 (9,97 Prozent) aufgenommen. Dabei war die Rückwanderung aus den Vereinigten Staaten (5,07 Prozent der jüdischen Einwanderung) bei keinem Volke prozentual so gering als bei den Juden." Auf 1,018.293 jüdische Männer zählte man 863.263 Frauen. Bei keinem Volke finden wir 1899 bis 1928 eine solch gewaltige Frauen- und Kindereinwanderung (475.157 Kinder) wie bei den Juden. Jede siebente Frau und jedes'fünfte Kind, die im Durchschnitt dieser; 30 Jahre nach den Vereinigten Staaten gelangten, waren jüdisch. 1899 bis 1927 stehen die Juden mit 21,44 Prozent Analphabeten unter , sämtlichen amerikanischen ImniigrationsVölkern an dreizehnter Stelle. 299.706 erwachsene Juden, die weder lesen noch schreiben konnten, sind während dieses Zeitraumes nach den Vereinigten Staaten immigriert. , ' Unter 24 amerikanischen Immigrationsvölkern stehen die Juden während der letzten Jahre (1925 bis 1927) dem Prozentsatze der relativ Bemittelten (im Be« sitze von, mehr als 50 Dollar) an vorletzter, dem der gänzlich Mittellosen nach an erster Stelle. Von den, seit Kriegsbeginn (1915 bis 1927) in .den VerWh'igten Staaten .gelandeten 'jüdischen Einwanderern waren 94,6 Prozent zu Verwandten, 5,03 Prozent zu Freunden und nur 2,37 Prozent weder zu Verwandten noch zu Freunden gekommen. Ungeachtet aller sozialen Rückschläge bleibt der Wanderprozeß de,s. jüdischen Volkes, auch seiner b er.uMiche,n Gliederung nach viel ähnlicher dem westeuro p,ä i s ch er als dem osteuropäischer Völker. Die Handwerkereinwanderung war unter den erwerbstätigen Juden prozentual dreimal stärker als unter den Nichtjuden, die Auswanderung nicht-gewerblich Vorgebildeter hingegen um annähernd drei Fünftel geringer. Bei keinem Volke war während dieser 30 Jahre der Prozentsatz Angehöriger diverser Berufe (Handelstreibende! Dienstboten, unqualifizierte Arbeiter, Erdarbeiter usw.) so niedrig, die absolute Zahl und der Prozentsatz gewerblich Vorgebildeter so h ö c h wie b e im j üd i s c h e n. Im Gesamtdurchschnitt " dieses Zeitraumes zählte man unter je drei naeh v den- Vereinigten Staaten einwandernden Schneidern z wöj Juden, gleichzeitig war jeder fünfte erwerbstätige Jude, der in den Vereinigten Staaten landete, Schneider. Seit Beginn der jüdisch-palästinensischen Einwanderung im Februar 1919 bis Ende 1929 sind 106.000 Juden nach Palästina eingewandert. Die Auswanderung betrug während dieser Zeit annähernd 28.500 Seelen. Die jüdische Bevölkerung Palästinas, die Ende 1917 nur 55.000 Seelen zählte, hat sich durch die Nettoeinwande-, rung der letzten 11 Jahre um etwa 141 Prozent vermehrt. Dr. M i 11 n e r („Der Schild"). Ti heatet, Kunst und iliiiiiiiiiiilliiiiililiiiiiliiiii L i I e i ett ur Wünaer Truppe* Das Programm der Woche. Die Leitung der Wilnaer Truppe hat zufolge, des großen Erfolges des Volksstückes „Die pusste Kretschme" von Perez Hirschbein beschlossen, dieses Stück auch von Freitag, den 31. Oktober bis in» klusive Sonntag, den 2. November auf dem Spielplan ziA behalten. Als nächste Premiere gelangt Montag, den 3. No* vember, K9 Uhr, die dreiaktige Komödie „Der Schatz" von David P i n s k i zur Aufführung. In den Hauptrollen sind die Damen Altbaum, Walter, Vitalin und die Herren Domb, Schigorin, Ko wa 1 sky, Kamay, Scheftel beschäftigt. Die Regie der Pinski*Komödie führt Adam Domb. „Neues Jüdisches Theater" (Praterstraße 6o). Ab Freitag, den 31, Oktober, gelangt täglich zur Aufführung W. Schwarz' „Papas Töchterlein,", musikalische Komödie in sechs Bildern. Die Aufführung wird durch die bekannte „S i e g 1 e r * T r u p p e" mit Sevilla Pastor bestritten Nach der Regie Mischa Fischsohns vom New Yorker „Lyrik'VTheater. Jüdische Bühne (Hotel Stephanie, II., Taborstraße 12) bringt seit einer Woche die Komödie „Eine Kalle zu ver* kaufen" zur Aufführung urtd hat damit großen Erfolg Die Darsteller boten ihr Bestes an jüdischem Humor und Darstellungskunst. Auf vielfaches Verlangen wird das Stück Heute Donnerstag wiederholt. Sonntag, 3 Uhr, Nach« mittagsvorstelluhg bei' ermäßigten Preisen. Die Direktion hat von Kaiisch das Lustspiel „Die jüdische Zi* geunerin" erworben. Es gelangt vom 31. Oktober bis 6. November mit Frau Erwest in der Titelrolle zur Auf* führung. Jüdische; Musik im Radion von Belgrad. Wie man uns aus Belgrad berichtet, veranstaltet die dortige Radio» Station am Montag, den 3. November, 21.25 Uhr abends, den dritten Abend jüdischer Musik. Die aus* führenden Kräfte sind: H. Arnold Grußmann, Ober* kantor in Belgrad, und Pianist Dr. D. Gerasimenko. Das Programm enthält synagogale Piecen und jüdische Lieder wie auch Paraphrasen von Wolfsohn am Klavier. Schir haschirim. Von Rabbiner Dr. A. Kaminka ist soeben (in hebräischer Sprache) ein neuer wissen schaftlicher Kommentar zu „Schir haschirim" er schienen, der auch eine ausführliche Einleitung zu diesem Buche und Besprechung aller neueren Hypothesen darüber enthält, wobei die „Wazf-Hypothese" und Grätz* Vermutung über Beziehungen zu Theokrit widerlegt werden. Der Kommentar bildet einen Teil des Bandes „Fünf Me gi 1101" in < der Reihe der von Abr.Kahana in Tel-Awiw im Verein mit mehreren europäischen Gelehrten herausgegebenen wissenschaftlichen Kommentare zur Bibel. Von „Schir haschirim" wurde eine ganz kleine Anzahl von Separatabd-rucken veranstaltet und einige Exemplare befinden sich bei den Buchhandlungen Schlesinger und Beif. Klasische Dichtung in Hebräisch. Nach der „Ilias" von Homer ist nun auch die griechische Tragödie „König O e d i p u s" von Sophokles in hebräischer Sprache er* schienen. Die Uebersetzung des vom StiebebVeflag heraus* gegebenen Werkes stammt von Saul Tschern i* cho wsky. „Jüdische Wochenpost." Soeben erschien Nr. 3. Inhalt: Die politische Woche.;— Was wurde aus den galizischen Flüchtlingen in Wien? (Artikelserie.) — Eng* land, Weizmann und MacDonald. — Die Jüdische Welt (Chronik). — Neue Dokumente zum Dreyfus*Prozeß. — Von den Wiener jüäj^^ (Rezensionen und Notizen.) — Glossen; -- Der ,-Ases Öonem" (Humoreske), -r Wiener Chronik. —- Er^e Tribüne. --Einzelnummer 25 Groschen in Trafiken' und bei .Zeitungsständern Redaktton und Administration: Wien, II., Taborstraße Nr. 20 a, Tel. R*4i*o*38- J '•/ udifdie §|§ort/ und llllllllllllli Tu r nbie wegung -!vv, Yj- Die judi'sdien Sporjler iind die National* ratswahlen« . Die Sozialdempkr|at4^vtreiben unter' den Sportlern große Propaganda und Reisen darauf hin, daß ihre Partei die einzige sei, die für den Sport viel leistet. Wenn sich die Sozialdemokraten. nUr die Arbo i t erspo rtler wenden würden, hätten, sje ,'recht. Die sozialdemokratische Gemeinde Wien hat ein guoßes Stadion erbaut, viele Fuß* ballplätze für Arbci.terspqrtvereine geschaffen und hunderttausende Schilling :fder Arbeitersportbewegung zur Verfügung gestellt. Aber was hab e n di c j ü d i* sehen Sportler bckqnimcn? Sie sind die Steuer* trager, die Nutznießer sind die anderen. Die jüdischen Sportvereine, voran die Hakoah, haben ungeheure Summen an Lustbarkeitssteuer abgeliefert, man hat aber noch nie davon gehört, daß jüdische Sport« oder Turn*;V er eine von der G-e.m ein d e Wien; eine Subyen* tion erhalten hätten. Die' Juden und auch die jüdischen Sportsleute haben von: dieser. Partei. nichts zu erwarten. Es gibt Städte, die den Sport ohne Rucksicht auf kon* fessionellc, nationale oder politische "' Unter* schiede fördern. In K ö 1 h xum Beispiel haben die jüdi* sehen Sportvereine, trotz der Zentrumsmehrheit, die unseren Christlichsozialen nahesteht, ein Darlehen von 30.000 Mark auf fünfzehn Jahre zur Errichtung eines jüdischen- -Sportplatzes erhalten. Außerdem stellte die Gemeinde Köln den größten Teil des Bau» materials kösten 1 os -zur- Verfügung. Auch in Prag und Preßburg wird der jüdische Sport von der Ge* meinde unterstützt. In Wien werden aber nicht nur die jüdischen Sportler benachteiligt, sondern alle Schichten des jüdischen Volkes. Der einzig richtige Weg für die Juden ist, jüdisch zu wählen.. Unsere Sportsleute, die auf dem grünen Rasen so oft siegreich blieben, müssen auch in! diesem schweren Wahlkampf erfolgreich ein* greifen für die „Jüdische Liste". Erfolge der Hakoah'Ringer bei den Meisterschaften von Oesterreich. An der diesjährigen Meisterschaftskon* kurrenz von Oesterreich im Ringen nahmen über 60 der besten Ringer aus Wien und den Bundesländern teil. Die Hakoahner schnitten verhältnismäßig günstig ab. Im Federgewicht besetzten Flamm den zweiten und G o 111 i e b den dritten Platz. Im Leichtgewicht blieb unter zehn Teilnehmern S ch 1 a n g e r Meister. Im Mittel* gewicht A kämpfte Bergmann recht unglücklich und mußte sich mit dem dritten Platz zufriedengeben. Auch Müller landete im Mittelgewicht B an dritter Stelle. Im Schwergewicht blieb H i r s c h 1 ohne einen Schlechtpunkt Meister. Prachtvoll war sein Kampf gegen den Admiraner Storinek. Hirschl warf seinen Gegner nach 24 Sekunden mit wunderschönem Hüftscbwung. Ein Zwischenfall er' eignete sich beim Kampf Hirschl—Vitek (Slovan). Vitek verhinderte durch fortwährendes Ausweichen jede reguläre Kampfaktion und wurde, da er trotz zweimaliger Ver* warnung seine Kampfweise fortsetzte, disqualifiziert. Der Grazer Hakoah gelang es, Sonntag nach längerer Zeit einen schönen Sieg zu erringen. Die jüdische Mannschaft besiegte den spielstarken Grazer Sport* klub 2:1. Die Blauweißen führten sogar einige Minuten vor Schluß 2:0 und hätten bei mehr Schußsicherheit ihrer Stürmer einen überlegenen Sieg erringen können. Freie Arztenstelle. Die Berufs* und Wirtschafts* kommission des „Rings der AltesHerrenverbände" verlaut* bart: Praktischer Arzt mit Spitalpraxis wird zur Leitung eines Röntgen* und Hochfrequenzinstituts, einige Stun* den von Wien entfernt, gegen Fixum und freie Station gesucht. Auskünfte tclephonisch bei Dr. Grünbaum (R*47'i=36). Abteilungsvorstand Dr. Sanel Beer, Spezialarzt für Frauen- und Kinderkrankheiten, hat vom 1. November 1930 öeine Ordination und Wohnung VI., Linke Wienzeile 4 (gegenüber der Sezession, Haus des Cafe* Dabner), verlegt. Neue Telephonnummer B-20-0-59. //Am Rande der Sahara«" „Am Rande der Sahara" heißt der erste deutsche tönende Groß*Kulturfilm der Ufa, der das prachtvolle Bildmaterial, das der Forscher Dr. Rikli und sein Kamera* mann Bernhard Wentzel von ihrer großen Expedition in die nordafrikanischen Küstenländer, die Heimat der Berber und Beduinen, mitbrachten, zeigt. Sitten, Gebräuche, Bauart der Bewohner des tunesischen Steppenlandes von Tripolis und der Kyrenaika werden erlebt. Die eigen* artigsten Städte der Welt sind wohl die Röhrenstadt Me* dinine und Mat.mata, die Höhlenstadt. Wir hören den Ruf der Muezzins von den Minaretten herab, sehen und hören den koranlesenden Schafhirten, werden gebannt von der eigenartigen Musik Und sehen den heiligen Skorpionen* fresser. Kurz, dieser Tonfilm erschließt uns Landschaft und Seele eines noch fast gar nicht bereisten Gebietes. Die Wiener Uraufführung dieses interessanten Kultur« films der Ufa findet im Burg*, Kreuz*, Ufa*Ton* und Flieger*Kino statt. E. Das Bärenglüdc bei Beermann? 800.000 oder 500.000, 300.000, 100.000 Schilling oder viele andere namhafte Treffer gewinnen Sie im Glücksfalle mit einem einzigen Lose der neuen Oesterreichischen Klassen* lotterie. Bestellen Sie noch heute die im Glückskalender 1931, welcher unserer heutigen Auflage beiliegt, für Sie bestimmten Glücksnummern mittels der am Kalender hängenden Bestellkarte bei der Geschäftsstelle Brüder Beermann, Wien, I., Rotenturmstraße 13. Lospreise: Vi S 48, X S 24, % S 12, */a S 6. E Der Sensationsfilm „Zwei Welten". Der berühmte Regisseur A. Dupont hat in „Zwei Welten" einen Film geschaffen, der alle Zeichen einer großen Künstlerschaft und ebenso, eines großen Erfolges an der Stirn trägt. Kein Kriegsfilm im alltäglichen Sinn des Wortes, sondern ein Tongemälde grandiosen. Stils! .Schon .das Milieu packt: ein kleines Städtchen Russisch-Polens im Jahre 1917 mit, alleii; Farben dieser noch immer nicht riecht erfaßten Atmosphäre. Mitten durch die blutigen Ereignisse ziehen sich die Liebesepisoden des jüdischen Mädchens Esther, einer tragischen Gestalt, und die Schicksale der Juden Goldscheider und Mendel. Der Treue des Herzens wird hier ein wahrhaft künstlerisches Denkmal gesetzt. Dieser ausgezeichnete Film, der zurzeit in mehreren .Weener Kinos läuft, ist ein Werk der Lux-Marke, Monopol Koppelmann & Reiter. Jeder will Geld sparen. Nur mehr kurze Zeit bietet sich die Gelegenheit, billige Schallplatten und Sprech* apparate üu kaufen. Infolge Neuherstellung der Kataloge und Umgestaltung des Lagers werden noch zirka 1000 Stück jüdischer Platten und rund 3000 Stück diverse moderne und andere Schlager um 50 Prozent billiger ver> kauft. Selbstredend nur solange der Vorrat reicht. Die Vorführung ist selbstredend unverbindlich und ohne Kaufzwang und jst es empfehlenswert, möglichst bald von dieser Gelegenheit Gebrauch zu machen, da selbstredend die -^Auswahl von Stunde zu Stunde kleiner wird. Man beachte genau die Firma Excelsior, Wien, I., Adler* gasse 5, und insbesondere die Hausnummer (5). Zionistische Jugendgruppe St. Pölten. Am 19. Oktober 1. J. land die Generalversammlung der hiesigen Zionistischen Jugendgruppe statt. Gegenständ der Debatte war vor allem die U m w a n d 1 u n g der Jugendgruppe in eine Ortsgruppe (Snif) des Brith T r u m p e 1 d o r. Anwesend waren u. a. der Oberrabbiner von St. Pölten Prof. Schächter, der Präsident der Zionistischen Ortsgruppe Ing. Holzer, der Präsident des hiesigen Makkabi H. Kerner, "Vertreter der Revisionistischen Union Oesterreichs, Dr. Bukspan und H. Wozusek sowie Vertreter der Zionistischen Jugendgruppe L i n z. Nach einer Rede Dr. Bukspans über Ziele und Aufgaben der zionistischen Jugend setzten die Vertreter des Brith Trumpeldor, Ch. Seidmann und Ch. Goldstein, das Program des Bethar auseinander. Nach einer längeren Debatte wurde der Beschluß angenommen, die Jugendgruppe in einen Snif des Bethar zu verwandeln. Generalversammlung der Union der Zionisten- Revisionisten in Prag. Am 18. Oktober fand in Prag die ordentliche Generalversammlung statt. Unter dem Vorsitze' des Gg. L. Schmerler hielt der bisherige Vorsitzende Gg. Hans Low einen ausführlichen Tätigkeitsbericht. Dem abtretenden Ausschuß wurde mit Dank das Absolutorium erteilt. Es wurde nachstehender Ausschuß gewählt: Vorsitzender Dr. Paul Kohn, Vorsitzenderstellvertreter El Chanani '(Sapoznikow), Jumtschmann Haschiloni, S. Leschner, T. Lesebner, Otto Pick, Paul Glaser, Walter Low. Herr Hans Low wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hierauf entwickelte der Vorsitzende Dr. Paul Kohn ein umfangreiches Arbeitsprogramm. Unter sturmischem Beifall beschloß die Generalversammlung die Absendung eines Glückwunschtelegramms an den Präsidenten der Weltorganisation der Zionisten-Revisionisten Wl. Jabotiusky anläßlich seines 50. Geburtstages. K. P. J. V. „Barissia"-,Jordauia", Prag. Kartelltag u den Tagen vom 31. Oktober bis 2. November 1930 i« Prag. 31. Oktober: 20 Uhr: Begr-üßungsabend (Beth