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Die neue Welt · 1930-04-25 · Heft 136 (25.4.1930) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 136 (25.4.1930)
Date
1930-04-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10_ sind die drei Töne des schmerzlichen Akkords, die der Leser zwischen diesen Zeilen hören soll. Trotz der systematischen Ausrottung des Judentums in Spanien durch die Inquisition gibt es dort bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts noch heimlich Juden. In dem Autodafe, das 1680 in Madrid zu Ehren der Hochzeit Karls II. mit Maria Luis e von Orleans, der Nichte Ludwigs XIV. stattfand, starben auf dem Scheiterhaufen 18 Juden aus den unterirdischen Kerkern Toledos und anderer Städte. Dubnow erzählt ein sonder» bares Erlebnis, das Aaron Gordon, einem jüdischen Arzt aus Wilna, zustieß. Anfangs des 18. Jahrhunderts, nach einem Schiffbruch im Atlantischen Ozean, landete er in Cadiz. Eines Tages, am Vorabend von Pcssach, als er auf dem Markt spazieren ging, sah er den Wagen eines spanischen Grande vorfahren, aus dem ein Diener stieg, der an einem der Stände „M oror" kaufte, das bittere Kraut, das man bei der Sederfeier verwendet. Gordon folgte dem Wagen und stellte sich dem Grande vor, der anfangs energisch leugnete, Jude zu sein. Aber als er sich überzeugte, daß Gordon keinerlei verräterische Absicht habe, gab er sich als Jude zu erkennen und führte ihn zu einem unterirdischen Keller, in dem sich ein präch» tiger Saal befand, geschmückt und vorbereitet zur Feier des Seder. Ein englischer Weinhändler will in Toledo im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts „Marane n" getroffen haben. Später aber gibt es zweifellos kein jüdisches Leben in Spanien mehr. Die Kirche sorgte dafür, daß im Geist ihrer Gläubigen keine Erinnerung an die „ver* dämmte Rasse" blieb und daß alle Begriffe darüber in das Phantastische gesteigert wurden. Das Wort „Jude" hat heute in Spanien die Bedeutung von Spitzbube und das Volk stellt sich unter einem wahren Juden eine Art gehörnten Satan vor. Trotzdem konnte man die Spuren einer tausendjährigen Kultur nicht auslöschen. Die spanischen Juden waren eine Rasse von außerordent« liehen physischen und psychischen Qualitäten, wie es die Sefarden zeigen, ihre Abkömmlinge im Orient, in England und Holland, die sich größtenteils ohne Blutmischung erhalten haben. Diese Eigenarten waren der spanischen Erde und Kultur eingeprägt, unauslöschbar, wie mit glühendem Eisen. Viele Städte sind von den Juden gegründet. Nennen wir nur Toledo, Cordoba, Elvira, Tortosa, Adra, Merida, die von den Israeliten mindestens 500 Jahre vor Christi Geburt angelegt worden waren. Interessant ist auch die Ethymologie des Wortes Toledo, das vom jüdischen „Toledoth" stammt, was so viel wie „Stämme" bedeutet. Man muß noch die Orte nennen, deren Namen von biblischen Orten abgeleitet waren und in denen fast aus» schließlich Juden lebten. So Escalona von Ascalon, Yepes von Yoppe, Avila von Abiiah, Betelu von Betuei usw. Schließlich wollen wir noch einen Blick auf die Orte werfen, deren spanische oder arabische Namen zeigen, daß sie vor allem von Juden bewohnt waren, wie Cata* Iuyed s= Castillo del judio (Kastell des Juden), Beniso Sohn des Isaac, Baraja de Melo (der Dichter), Venta del Judio (Wirtshaus des Juden), das im vorigen Jahr» hundert verschwunden ist, usw. Die als Mittelpunkt von jüdischer Kultur und Wissenschaft bekannten Städte, die bis in alle Ewigkeit mit der Erinnerung an die Ver« stoßenen verbunden sein werden, sind Granada, Sevilla, Lucena, Zaragoza, Valencia, Barcelona, Gerona, Orense usw. In allen diesen Orten haben sich Reste jüdischer Architektur erhalten. Toledo hat drei oder vier Synagogen, mehr oder weniger gut erhatten: eine aus dem 12., die zweite aus dem 14., die dritte, unterirdische, aus dem 16. Jahrhundert. Die vierte, von der nur noch die Grundsteine vorhanden sind, dürfte aus dem 10. Jahr» hundert stammen. Die Synagoge von Cordoba ist bau« fällig, aber die Gliederung des Gebäudes läßt sich gut er» kennen. Die Synagoge von Sevilla — wie die anderer großer Städte — wurde teilweise in eine Kirche umge* wandelt, aber die ursprüngliche Bauart verschwindet fast nirgends vollständig. Die letzte Mauer der Synagoge in Segovia verbrannte vor nicht langer Zeit. Ueberall sieht man Reste synagogaler Ausschmückungen. Als ich vor zwei Jahren Herrn Gomez Moreno besuchte, hatte ihm einer seiner Schüler gerade am Tage vorher ein Stück Mauerwerk von einer Synagoge im Norden geschickt, auf dem man gut das Wort „Emeth" (Wahrheit) entziffern konnte. In Toledo ging ich eines Tages in das Haus eines Maurers und sah seine Kinder mit Gipsornamenten spielen, die von einer Synagoge von T r a n s i t o stamm* ten. Das Tor dieses Tempels ist bei einem Antiquar ver* käuflich. In den Städten, in denen man keine Reste von Synagogen mehr trifft, kann man sehr oft den Platz fest* stellen, wo sie standen. Außerdem sind sehr viele jüdische Gassen erhalten und mehr als ein Gebäude, in dem Personen der spanisch* jüdischen Geschichte lebten. In Cordoba sieht man das Haus des Maimonides und des Samuel Levi. In Sevilla hat sich der Charakter des jüdischen Stadt* teiles (Ghetto) nicht verändert; so ist das Haus des Suson und der schönen Susona noch fast intakt. In To* ledo blieben verschiedene Häuser unzerstört; es besteht noch der Keller einer jüdischen Schlächterei (Fleischbank) und die Gewölbe des Ritualbades. In T e r u e 1 entdeckte man vor zwei Jahren einen jüdischen Friedhof. Die ar» chäologischen Museen in Madrid, Gerona und Toledo be* sitzen verschiedene hebräische Ornamente und Grab« stein«. Seibat in der Tradition des katholischen Volkes be» steht die. Erinnerung an die Juden fort. Iq yielea kleinen , , _DIE NEUE WELT_^ Städten, die Ghettos hatten und in denen die alten Häuser noch Eigenname» haben, hört man Bezeichnungen wie: „Das Haus der jüdischen Königin" (in Toledo), des „hebräischen Gelehrten", der „schönen Jüdin". So be* zeichnet man heute in Trujillo, der ehemals so präch* tigen Stadt, ein Gebäude als „Palast des Rabbi" und ein ärmliches Haus als „Jüdische Schule". Diese Gebäude werden dem Besucher gezeigt, als ob die Juden so ausgelöscht wären, wie zum Beispiel die Westgoten. Dem spanischen Volk kommt gar nicht der Gedanke, daß in seinen Adern jüdisches Blut fließen könnte. Aber wenn man bedenkt, daß viele jüdische Fa« milien im Mittelalter sich zum Christentum bekehrten, weiters, wie viele Juden sich 1492 taufen ließen, um nicht auswandern und sich mit fremden Völkern vermischen zu müssen, so wird man einsehen, daß zwar in Spanien der jüdische Gottesdienst verschwunden ist, keineswegs aber das jüdische Blut. In den spanischen Familiennamen sind Partikeln jüdischen Ursprungs eingeschaltet. Vor allem verdienen die Namen Beachtung, die mit der Silbe „ben" (Sohn) be* ginnen: Benjumea, Benatar, Benhaim, Benloch. Die Ben* jumeas sind spanische Grande, die Familie Benatar hat denselben Ursprung wie der Dichter Abenatar Melo; Ben* haim kann man als Gründer der deutsch*hollandischen Grenzstadt Bentheim ansehen; ebenso dürfte der große Astronom Behaim von ihnen abstammen. Benloch ist heute eines der bedeutendsten Reis/Exporthäuser in Va« lencia und der vorletzte Kardinal von Burgos war auch ein Bcnloch. Nennen wir auch einige jüdische Familiennamen, die bekannte spanische Familien führen: Guzman, Pi» mentel, Espina, Espinosa, Rojas usw. Eine Pimentel ist die Stammutter der Herzöge von Infantados. Ein Espina ist eine der interessantesten Persönlichkeiten der zeit* genössischen spanischen Literatur. Die Bedeutung von Espinosa (Spinoza) muß wohl nicht näher erläutert wer* . den. Außerordentliches Interesse verdient der Name Guzman. Mit Leonore de Guzman, einer Jüdin aus Sevilla, „der schönsten Frau, die es im Königreich gibt", hatte A1 p h o n s XI. neun Kinder, unter ihnen Hein* . rieh und Fadrik de Trastamara. Fadriks Frau war eben* falls Jüdin und lebte in Guadalcanal. Mit dem Thron von Kastilien und Aragonien verbunden, reichen diese zwei Linien bis zu Isabella und Ferdinand, „den katholi* sehen Königen", die die Juden aus Spanien vertrieben. Und jetzt einige Namen, die von Städtenamen her* geleitet werden: Sevillano, Villareal, Toledano, Segovia, Ubeda. Die Toledänos sind große Bankiers in Tanger; von den Villareal, die nach England auswanderten, stammt Disraeli; ein Segovia ist! der berühmteste Gitarrenspieler in Spanien^ un.d.,;y|eHeic^^n ...<ler ganzen Welt, . . ' )Zum:- Schluß einigt typische Beispiele V von' Namen von Maranen. Es sind d^es vor allem Namen, die Gegen* stände bezeichnen: De' la Cosa (Sache), de la Encina (Eiche), de los Riös (Fluß), Casas (Häuser). Weiterhin verschiedene, die offenbar aus der christlichen Ideenwelt stammen: Santa Fe (heiliger Glaube), Santa Cruz (heiliges Kreuz), Santa Maria, San Jose (heiliger Josef). Und schließlich die auf ez endigen, wie Gomez, Perez, Enri* quez. (Der berühmte Name Maimonides hat auch die Jahrhunderte überdauern können. Ich kenne persönlich einen Rechtsanwalt Maimö.) Eine große Anzahl dieser Namen trifft man auch unter den Sefarden im Ausland. Auf diese Art wird die Tradition fortgepflanzt. Eine schwierige Aufgabe ist das Bestimmen des jüdischen Ursprungs auf Grund des Typus. Der allgemeine Typ des heutigen Spaniers, soweit es einen allgemeinen Typ bei der Mischung mit maurischem Blut gibt, ist dem des spanischen Juden sehr ähnlich. Hunderte Male an einem Tage sagt mau; das ist ein Jude oder eine Jüdin. In den Orten, die einen großen Prozentsatz jüdischer Einwohner hatten, trifft man tat* sächlich Physiognomien, die man nicht anders als jüdisch nennen kann. Die Frauen' haben düstere und gleichzeitig liebliche Züge, große Und tief melancholische Augen. Die Männer zeichnen sich aus durch ihre gütigen und geist* vollen Gesichter und durch ihre Bewegungen voll bibli* schem Rhythmus. Sie selbst wissen natürlich nichts von dieser Aehnlichkeit. Aber in den Orten, auf die wir an* spielen, sieht man Gebräuche, manchmal nur in gewissen Gruppen von Familien, die sich leicht vom Judentum ab* leiten lassen. Ich selbst habe mich besonders für B a r g a s, einem Ort in der Provinz Toledo, interessiert. Bargas war vor der Vertreibung ein Ort von großer Bedeutung, aus* schließlich von Juden bewohnt. Seine außerordentliche Bedeutung liegt in seiner Nähe von Toledo, das es mit seinen Erzeugnissen versorgte. Außer in dem jüdischen Typus seiner Bewohner wird die Annahme, daß die Be* wohner von Bargas von den Juden abstammen, noch durch viele Eigenarten ihrer Sitten bestätigt. Bei ihnen arbeiten die Frauen; die Männer beschäftigen sich natür* lieh nicht mit dem Studium des Talmud, aber sie ver» bringen —- mehr als in anderen Teilen von Spanien —- die Tage mit dem Disputieren über Tagesereignisse. Bei der Wahl des Schwiegersohnes legen die Schwiegereltern keinen Wert auf Geld oder ein gutes Geschäft; die Hauptsache ist, daß er einer „guten"-Familie angehört und daß er das ist, was der europäische Jude „bekowet" nennt. Bei der Brautaussteuer befindet sich außer dem Bett und dem Bettzeug ganz selbstverständlich auch ein großer und ein kleiner Tisch aus Nußholz, Gegenstände, die, wie es »chtint, die Juden dieier Gegend in die. En« _ _ Nr. 136 mitgaben. Folgender Brauch zeigt damit einen interessan« ten Zusammenhang: Während heute in Bargas der kleine Tisch als Unterlage für den Sarg mit den sterblichen Ueberresten auf dem Wege zum Friedhof dient bei Ab* singen der Responsien, besteht unter den Juden der Brauch, daß während der strengen Trauertage, wenn für den Verstorbenen die ersten Kaddisch gesagt werden, der Witwer, die Witwe oder der älteste Sohn an einem Tisch essen müssen, der diesem kleinen und niedrigen Tisch ähnlich ist. Zusammen mit einer Krawattcnnadel und einem Ring schenkt die Braut dem Bräutigam zwei gestreifte Halstücher, eines aus Seide und eines aus Wolle, deren Vorbild der Tallis zu sein scheint (ein weißes Tuch mit dunklen Streifen, in das sich die Juden während des Ge* betes einwickeln) und den auch heute noch die jüdische Braut ihrem Bräutigam schenkt. Ebenso gehören zur Aus* Steuer drei Festgewänder. In eines davon, ganz ohne Ver* zierung, wird man nach dem Tode gekleidet. Auch diese Sitte ist fast dieselbe bei den Juden. Das Volksfest fällt, fast auf den Tag genau mit den jüdischen Herbstfeier* tagen zusammen. Aufdeckung ägyptischer Kupferminen am Berg Sinai. Seit einiger Zeit führen Archäologen im Auftrag der HarwardsUnivcrsität und der amerika; nisehen katholischen Universität gemein» same Forschungsgräbungen in der Nähe des Berge* Sinai und in der Sinai wüste durch, über welche von Zeit zu Zeit gemeinsame Berichte veröffentlicht wer* den. Nach dem letzten Bericht der Archäologen Blake und Baten sind sie bei ihren Grabungen auf Ruinen alter Türkisbergwerke sowie auf ganze Berge von Schlacken, die beim Kupfcrschmelzen zurück* bleiben, gestoßen. Das Zentrum dieser Funde liegt in der Nähe des Tempels der ägyptischen Göttin der Liebe und Schönheit Chathor und ungefähr 60 Meilen vom Suez entfernt. An derselben Stelle wurden auch Mangan*Lage* rungen gefunden, welche von den Aegyptern zur R e i n i* gung des geschmolzenen Kupfers verwendet wurden. Das Alter dieser Funde wird von den Archäologen mit zumindest 4000 Jahren angegeben. In der biblischen Literatur wird an verschiedenen Stellen auf diese alten ägyptischen Kupferminen angespielt. Für einen jüdisch*nationalen Unterrichtsausschuß. Berlin, 12. April. Auf der Tagung des Landes* Verbandes der Juden in Preußen wurde auch, über die Einsetzung eines jüdischnationalen Unterrichts* ausschusses neben den bereits bestehenden liberalen und konservativen debattiert. Den von der „Jti d i» sehen Volkspartei" diesbezüglich gestellten Antrag begründete Rabbiner Dr. Emil Levy sowohl nach der wissenschaftlichen und ideologischen, wie nach der praktischen Seite hin. Die Weltanschauung des Zionismus umfasse das gesamte jüdische Leben als eine Einheit und wehre sich gegen jede Einengung des jüdischen Gedankens als eines rein konzeptionellen. Dem* entsprechend hätte auch die Volkspartei gemäß ihrer Weltanschauung ein eigenes Programm in allen Fragen der Lehrerausbildung und Jugenderziehung. Die Anregungen, die von zionistischer Seite für den hebräischen Sprachunterricht, die Verlebendi» gung des jüdischen Schrifttums gegeben wurden, seien so beachtlich, daß sie die Einsetzung eines volkspartei* liehen Unterrichtsausschusses wohl rechtfertigen. Der An« trag der Volkspartei wurde bei der Abstimmung von den Liberalen und der Mehrheit der Konservativen abgelehnt. Theater, Kunst und iiiiiii Die wWilnaer" kommen wieder. Die Schauspieler der „Wilnacr Truppe" unter Führung von Alex Stein haben 15 erfolgreiche Abende in Jugoslawien absolviert und wurden neuerlich für ein kurzes Gastspiel nach Belgrad verpflichtet. Wie wir erfahren, ist es Direktor Alex Stein gelungen, mehrere prominente Kräfte seinem bewährten Ensemble anzugliedern, darunter die Damen Walter und Witaiina und die Herren Kovalsky und Schi gor in. Damit ist es der aufgefüllten Truppe möglich, wieder Glanz* stücke ihres Repertoires zur Aufführung zu bringen. Nach den neuesten Dispositionen stehen „Puste Krejtschme" von Perez Hirschbein, „W i 1 n a e r Bai* Besl" von Mark Arnstein, „Die Tage unseres Lebens" von L. Andrejew, „Die Hauptsache" von L. Andrejew, „P e r i p h e r i e" von Fr. Lunger in Vorbereitung. — Das Gastspiel der „Wilnaer" dürfte in der ersten Maiwoche an den „Jüdischen Künstlerspieleft" beginnen. Mit den technischen Vorbereitungen wird be« reits begonnen. Benefice S. Liebgold. Herr Paul Breit mann (zzt. Antwerpen), bittet uns, der jüdischen Oeffentlich* keit bekanntzugeben, daß er an der kürzlich statt* gehabten Beneficevorstellung S. Liebgold im Künstler* kabarett, IL, Praterstraße 60, weder persönlich, noch sonstwie interessiert war, vielmehr dieser Veranstaltungvollständig ferngestanden ist. Volkstümliche Vorstellung au der ..jüdischen Bühne". Donnerstag, den 1. Mai findet an der „Jüdischen Bühne" (Taborstraße 13) eine einmalige Aufführung des Schauspiels in 4 Akten „Die Sünde" von H. Markus statt. In den Hauptrollen dieses interessanten Stückes sind Frau Paula Dreiblatt und die Herren Dr. B r i n d uud M. Kerschk 0 w I c z beschäftigt. Beginn halb 9 Uhr. Gastspiel im Neuen Jüdischen Theater, II.. Praterstraße 60. •- Ida E r w e 11 s und J. N e u w i' t h (W u r s c Ii a u). — Die Soubrette des Jüdischen Warschauer Theaters. Ida Erwens. die sich derzeit auf einer Europatournee befindet, wurde für ein kurzes Gastspiel in qas Neue Jüdische Theater. II.. Praterstraße 60. verpflichtet. Zu gleicher Zeit wurde der Warschauer Tanzkomiker Neuwirth gewonnen. Kommen* den Freitag gelangt die mit Erfolg auf allen Jüdischen Bühnen in Amerika gespielte Operette in drei Akten „Chance in Amerika" vqu Scttorr. Musik von Rumssbinsky, ssur Aufführung. Mitwirkend die Damen

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