Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 132 (28.3.1930)
- Date
- 1930-03-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 132 Treffpunkt aller Zionisten II, Taborstr. 10 Monumentalstes Kaffeehaus Wiens I Tellerl vom Himmel" statt. Die Texte dieser Re* vue stammen von den bekannten Autoren Broderson, Ge« bürtig, Kipnis und Kornteuer. Die Musik arrangierte nach alten Volksmotiven der Warschauer Komponist J. Kohn. Zwanzig reich ausgestattete Bilder, herrliche Tänze und Gesänge versprechen eine Attraktion für das jüdische Wien zu werden. Die Inszenierung der Revue besorgt Direktor Karl Zimbalist. Die Bühnenbilder stam* men von D. Szafrcnko, die musikalische Leitung hat D. Leibovits inne. Das Interesse für die Revue, deren Bilder nach Entwürfen von P. G i b s o n ausgeführt wur* den, ist sehr rege. Neues Jüdisches Theater. Gastspiel Liebgold-Nachbar. Nach einer kurzen Unterbrechung wird Samstag, den 29. d. die neue Spielsaison aufgenommen. Neu verpflichtet wurden die bekannte Künstlerin Berta Liebgold (Krakau) und. der beliebte Komiker Nachbar. Zur Erstaufführung langt das Schauspiel „Die Glocken von Rußland" mit den Damen Liebgold, Rosenberg und den Herren Nachbar, Grimminger und Lehrer. Beginn 8 Uhr. Volkstümliche Preise. Johann-StrauB-Theater. „Das Veilchenvom Montmartre." — Die Librettistenkompagnic Brammer-Grünwald hat sich diesmal einen Ausflug nach Paris geleistet und Bohemiens — immer lustig bei knurrendem Magen — eine kleine Straßensängerin, der zum guten Ende die große Karriere blüht, und eine entzückend grazlöse Grisette auf die Bühne gebracht. Emmerich Kaiman ist in der neuen Operette ein wenig vom ungarischen Lokalkolorit abgerückt, läßt eine Ueberfüllo von Walzern. Bostons und Märschen aus dem Orchester klingen. Manches ist ihm wunderschön geraten. Der außerordentliche Erfolg der Operette ist allerdings zum großen Teile auf das Konto der hervorragenden Besetzung und der grandiosen Ausstattung zu setzen. Das kleine ..Veilchen" wird von Adele Kern verkörpert. Ihr Gesang, ihre blitzblanken Koloraturen, ihr graziös-natürliches Spiel sind über alles Lob erhaben, neben ihr die schöne Anny A h I c r s, der Tenor J a n k u h n (der sich allerdings ein wenig steif bewegt) das Kotriikertrifolium Tautenhayn. Nästelberger und Waldem a r. dem eine Bombenrolle zufiel. Dem Direktor Müller ist zu gratulieren, e. k. Der fünfte Band er „Encyclopaodla Judalca" erschienen. Im Verlag ..Eschkol" Berlin, erschien soeben der fünfte Band der ,.Encyclopaedia Judaica", der zahlreiche Illustrationen, darunter auch farbige, sowie Noten enthält. Wie in den früheren Banden, so kommt auch in diesem Band eine Reihe *'on großangelegten Monographien zum Abdruck, wie: Chassldismus, Christentum. Crescas. David, Deutschland, Dezisoren, Diaspora. Disputationen und Dogmen. Der Band enthält fast den ganzen Buchstaben C und den Buchstaben D bis ..Draguignan". Das gesamte Werk, das unter der Chefredaktion von Dr. Jakob Klatzkin und Professor Ismär EI bogen herausgegeben wird, umfaßt 15 Bände, die in halbjährigen Abständen erscheinen. Die Budgetdebatte in der Wiener Kultusgemeinde. Eingangs der Sitzung hielt. Präsident. Prof. Pick einen Nachruf für Lord Balfour. Im Verlaufe der Generaldebatte beschäftigte sich Mittwoch den 19. d. Dr. Desider Friedmann mit dem Voranschlag, der im ganzen und großen nur im Kapitel „Soziale Fürsorge" eine kleine Strukturveränderung auf« weist, u. zw. im Sinne der Zentralisierung des jüdischen Fürsorgewesens in Wien. Besonders ausführlich sprach Dr. Friedmann über die Frage des allgemeinen Wahl* rechtes, dessen Notwendigkeit er von verschiedenen Ge« Sichtspunkten aus begründete. Zustimmung fand sein Referat bei den linken Gruppen. Anschließend sprach der „werktätige" Hirsch» feld, der im Gegensatz zum Vorjahr heuer für eine Subventionierung der P a 1 ä s t i n a f o n d e eintrat und seine Stellung mit den palästinensischen Augustvorfällen begründete. In der Replik sprach sich Reg.»Rat Dr. Oppen» heim (Budgetreferent) gegen das allgemeine Wahlrecht in der Kultusgemeinde aus und begründete seinen Stand» punkt damit, daß die Juden der Gemeinde keine indirekten Steuern zahlen, wie - dies dem Staat gegenüber der Fall ist. Er erklärte, nichtsdestoweniger ein entschiedener Demokrat, (bis .auf das, allgemeine Wahlrecht 1) zu sein, ebenso wie seine Kollegen Dr. Ticho und Dr. Ornstein. Montag den 24. d. ging man in die Spezialdebatte ein. Es sprach Viktor Bauminger über die Frage der Besetzung der Rabbinerstellen, speziell über die Be* Setzung des Oberrabbin.erpostens, und kritisierte die gegenwärtigen Zustände im Rabbinat. Börsenrat G 1 ü c k (Union) führte die, Vakanz der Oberrabbinerstelle auf die Unmöglichkeit zurück, ' einen würdigen Nachfolger für Dr! Chajes zu finden. Ueber Schulfragen debattierten Moses Rath, Dr. Ticho und Prof. B. Geiger, der mit großer Offenheit* die Intoleranz der Aguda tadelte. Das vorgelegte Budget wurde mit den Stimmen der Z i o n i s t e n-und der U n i o n angenommen. Ebenso wurde die Subventionierung der Palästinafonde (Keren Hajessod 20.000 S, Keren Hajischuw 5000 S, Chalüzint 12.000 S, Palästinaarbeiterfond 1500 S, welche auf 3000 S erhöht werden dürften) beschlossen. Austritte aus dem Judentum. Schwitzer Georg, geb. 29. XI. 1902 Wien, ledig, I., Rathausstraße 2. — Kreutzer'Maria Karoline geb. Hüttl, geb. 27. y. 1872 Kgl. Weinberge, verw.,, IX., Lustkandlgasse 6. — Münzer Georg recte JRott, geb.-8.; VII. 1902 Wien, ledigi VIH., Josef städteretraße 9. —• Deutsch Friedrich, geb. 19. XII., 1898 Wien, ledig, IV., Kühueplatz 2. — Fürth Stefan, geb. 15. IX. 1908 Wien, ledig, IV., Gußhausstraße 8. — Wilhelm Friedrich, geb. 18. VII. 1906 Wien, ledig, XIV., Jadengasse 16. — Hammerschlag Therese, geb. 20. IX. 1887 Wien, ledig, XIX., Hofzeile Nr. 18/20. — Mahler Bernhard, geb. 10. XI. 1896 Wien, ledig, V., Kohlgasse 9. — Roth Josef ine Pepi geh. Altman, geb. 22. VI. 1884 Wien, verwM XX., Wintergaese 14, — Botliowite KrBbV geb, 3. VHL 1892 N««yinawef wL» IT., Handelskai 204. — Markstein Elsa, geb. 18. VIII. 1907 Brünn, ledig, XX., Marchfelderstraßc 12. — Hermann Friedrich, geb. 24. V. 1863 Lübens, verh., XIII., Trautmannsdorfgasse 50. — JHger Hilda, geb. 27. XI. 1907 Wien, ledig, XIII., Matzergasse 27. —- Rosenberger Anna, geb. Kilhan, geb. 27. IX. 1896 Wildstein, ger. getr., III., Posthorngasse 6. — Rieger Geza, geb. 7. X., 1868 Budapest, verh., III., Hetzgassc 42. — Denenfeld Moriz, 21. XI. 1909 Rohazna, ledig, XIX., Grinzingerallec 7. — Weiß Alfred, geb. 30. V. 1910 Wien, ledig, II., Untere Augartenstraße 8. ~ Kornfeld Magdalena geb. Ranschburg, geb. 10. IX. 1902 Budapest, verh., XVIII., Weimarerstraße 7. — Kornfeld Alice Maria, geb. 23. III. 1924 Wien, ledig, selbe Adresse. — Dr. Fischl Hans, geb. 16. VII. 1884 Wien, ledig, I., Hoher Markt 1. Jüdische Sport* und iiiniifi!iiiiiiiii!iiifi!HH!iiTrurjral>e^vv^eöu«Ö Das Makkabiturnfest des Kreises Oesterreich. Das Turnfest des Makkabi Kreis Oesterreich brachte den Veranstaltern du jeder Hinsicht einen vollen Erfolg. Am vergangenen Sonntagvormititag wurden im Saale des Hotels „Bayrischer Höf" die Maitakabimefeter' scbaiften von Oesterreich ausgetragen. Die Turner des Budapesiter Vivo A. C. zeigten sich im Hochreck und Hochibariren als wahre Akrobaten. Abends wurde im Sopbiensaal vor über 1500 Zusdhauern ein Schau tarnen absolviert. Nebst der Makkaibi IX und. XV sah mau . eine Sanderriege des Vivo A. C. und der Bar K o c h b a Breslau an .der Arbeit. Bn-geleitet wurde die VeramsMimg mit Freiübungen der Zöglinge. Es folgten Freiübungen der Damen, und Herren und dann ein allgemeiner Aufmarsch sämMiioher Teilnehmer, wobei auch Ansprachen gehalten-wurden. Nach einer kurzen Pause wurden die Entscheidungskämpfe um die Makkabirneisterschaf't von Oesterreich 1930 ausgetragen; Sehr gut gefielen das Keulenschwingen des Makkabi.IX und die Stabübungen des Makkabi XV. Die Sonderriege der Budapester führte w a h r e Kunststücke vot und hatte den größten Beifall zu verzeichnen. Um Mitternacht wurde die Preisverteilung vorgenommen. Es folgte eine Tanzunterhial'tiuug, die bis in die Morgenstunden andauerte.. Der Kampf um die Erstklassigkeit. Hakoah gegen Nicholson. Nach einer kurzen Unterbrechung durch den Cup und diie Länderspiele wird kommenden Sonntag die M"e i s t e r s c h a f t wieder fortgesetzt.. H a ik p a h spielt gegen Nicholsön, einen VeVefn, der vom Abstieg ebenfalls bedroht ist. Die Favoritner stellen eine technisch vorzügliche Mannschaft ins Feld und bewiesen auch im Cupspiel gegen Rapid, daß sie zu kämpfen verstehen. Gelingt es der jüdischen Mannschaft, das Wettspiel zu gewinnen, so würde sie sich die Position in der Tabelle bedeutend verbessern. Hakoah dürfte voraussichtlich in folgender Aufstellung antreten: Oppenheim; Scheuer, Feldmann; Stroß, Löwinger, Heß; Haar, Molnar, Stern, Mausner, Fischer. * Die in der letzten Zeit aufgetauchten Gerüchte über eine Krise der Hakoah entbehren jeder Begründung. Man ist sich im Verein der ungünstigen Lage bewußt, ist aber gewillt, ruhig weiter zu* spielen und das Ende der Konkurrenz abzuwarten, bevor - man: über weitere Maßnahmen schlüssig wird. Trotz der ungünstigen Placierung in der Meisterschaft hat Haikoah zahlreiche Anträge bekommen, a u s.w ä r t s zu spielen. Am 20. und 21. April absolviert Hakoah zwei Spiele in Warschau gegen P o 1 o n i a. Erfolge des Hakoah-Schwimmnachwuchses. Beim letzten Schiwimmeeting der A u s t r i a nahmen zahlreiche Neulinge der Hakoah teil, die durchwegs schöne Erfolge, erzielten. Im Knatbenschwimrnen besetzten die Hakoahner G o 1 d s c h m i d" und Groß die ersten zwei Plätze. Lm. Herren-Rückenschwimmen der Junioren über 100 Meter blieb G o 1 d b e r g e r Zweiter. Im 100- Meter für Damen-Junioren ifiefl die talentierte Schwimmerin Heia Donner-R legier durch ihren vorzüglichen Stil auf und berechtigt zu großen Hoffnungen. Sie besetzte den ersten Platz. Das WasserbaJlspiel Hakoah- Austria wurde beim Stande von 2:1 für Haikoah abge- ©lücfcsööttin: $d) 6in jwan i6emt, ©einem Mrmiifdwu äBunfd) nach flvwft&acen Qma%$itim etvtigieoenduivebmen. $toei nttttit $u fcwd)ten! StoS ©rfte ift, fcafj t»ie 23. «fterr. ftkiffenJotterie ehten neuen, gan* tyxboxva&nb oerbefferten Wwtom autf* ftneüft. SUIS äbeiteS metif 2>ir gier: ©efteü' noä) tjeute 'bei bet (N<W$telTe Sßrofaxjxk S&aben, &>ätoerfant> für itö* Söunfoe«* Www. Frühlingstags in Montreux (Schweizer Rivisra) Beliebter Aufenthalt für noo nDö Im Hotel „Chateeu Belmont", Haus 1. Ranges. Reislets Pension. Zimmer mit fließendem Wasser. Privattfäder. große Gesellschaftsräume, sonniger Park und Tenassen. Müßige Preise. Hotelauto am Bahnhof. Rechtzeitige Anmeldungen lür flDD erbeten. Anfragen: Rstsltr, Hotel B imont, Montrtux. Tel. 290. Hefsler aus Engelberg. brochen, und zwar deshalb, weil die Austria nicht darnit einverstanden war, daß die Hakoah für einen verletzten Spieler einen Ersatzmann einstellt. Touristik, und Ski-Klub „Hakoah", Wien. I., Wieslngerstraße 11. Touremprogramm für Sonntag, d$n 30. März: Fußtouren: 8,30 Uhr: Sievcrltig—'Feuerstein: 8.15 Uhr: Hütteldorf—Schöpf!. Skitouren: Bei günstigen Schneeberichten Trenkwiesenschiucht. Abfahrt am Vortage. Näheres Freitag von 20 bis 22 Uhr. Jugendgruppe: 8.45 Uhr: Mauer. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr. Klubheim, Wien, I., Wiiesingers-traße 11 (Tel. R-25-0-10). Gäste willkommen! Jüdischer Sport- und .Schützenverein „Menorah". Donnerstag, den 27. Mänz, 19.15 Uhr: Regelmäßiger Boxkurs, IX., Liechtensteinstraße 20. — Sonntag, 30. März: Wanderung der I. Kameradschaft. Gäste willkommen. Treffpunkt halb 9 Uhr Nußdorf, Endstation der Linie 36 (Zahnradbahn). — Montag, 31. März: Regelmäßiger Boxkurs, IX., Liechtensteinstraße 20. — Mittwoch, 2. April: Topographischer Kurs (19 Uhr), gehalten von Herrn PI au tu s (6. Abend), XX., Jägerstraße 30. — Donnerstag, 3. April, 19.15 Uhr: Regelmäßiger Boxkurs. IX., Liec'htensteinstraße 20. Hasmonea—Matzleinsdorf 2:0 (0:0). Dieses Meisterschaftsspiel konnte die Hasmonea sicher gewinnen. Die Mannschaft hat durch (Uesen Sieg wieder ihr Selbstvertrauen zurückgewonnen. Die Matzleinsdorfer stellten eine aufopfernde, flinke Mannschaft, welche Ansätze zu Derbheiten zeigte, die aber durch den gutamtierenden Schiedsrichter Pruschina im Keime unterdrückt wurden. Die Hasmonea hatte in der Hintermannschaft Bür, Weinwurni. Josefsberg eine verläßliche, aufopfernde Verteidigung. Ein vorzügliches Spiel lieferte Fisch und bildet heute mit Hekler und Bäumer die Halvesreihe die Stütze der Mannschaft. Das Schmerzenskind ist noch immer der Sturm, der viel zu weich ist. Arm war sehr fleißig und erzielte auch ein Goal, Schweinburger trat mit Fieber an und lief auch nicht zu der Leistung auf, die man von ihm erwartete, ist aber sicherlich ein Gewinn für die Hasmonea, da man ihm Spielvcrständnis in seinen Aktionen anmerkte. Offenberg ist kein herzhafter Führer für schwere Meisterschaftsspiele, obzwar er ein glänzender Techniker ist; Quartner ist viel zu feig, um sich durchsetzen zu können, sein Tor war erstklassig, nach einer schönen Vorlage von Blciberg. Dieser ist derzeit ohne jedes Selbstvertrauen und außer Form; . wird sich hoffentlich bald wieder finden. — H a s m o n e n—H agibor-Makkabi tragen Sönntag den 30. d. um 10 Uhr auf dem Elektra-PIatz (Endstation A-, Ak-Wagen) ihr fälliges Meisterschaftsspiel aus. Vorher spielt die Hasmonea-Reserve gegen Fair. Hagibor-Makkabi trägt Sonntag, den 30. März, 4 Uhr, ein Meisterschaftsspiel gegen Hasmonea aus. Hockeysplele der jüdischen Vereine. Hakoah trug gegen den Wiener Allrouud-Klub ein Freundschaftsspiel aus. das 2:2 endete. Die Tore erzielten Lehrfeld II und Dr. Raseniteld. Das Reservematch zwischen diesen beiden Vereinen endete ebenfalls unentschieden. Das Match der Hakoah-Dame.n gegen V. f. B.-Oamen endete 0:0. Der zweitklassige Sportklub Blau-Weiß erzielte gegen Kritzendorif ein ehrenvolles 4 :4-Ergebn'is. Tore für Blau-Weiß: Zuokewnann (2), Klimt. und .Lehrfeld. Die Handbaümannschaften der Hakoah erlitten bis auf die zweite Garnitur durchwegs empfindliche Niederlagen. Die Reserve siegte gegen Sportklub III 5 :3, während die dritte Mannschaft gegen W. A. C. IV 4 :8 unterlag. Die Haikoah-Juugmaunsöhaft wurde von der W. A. C.- Jungiranuschaft 8:0 abgefertigt. Die Hakoah-Damen wurden im Cuip von den Danubia-Damen 10 :0 geschlagen. Die Handballer des Vivo Budapest hätten am kommenden Samstag und Sonntag in Wien gegen Haikoah und F. A. C. spielen sollen. Das Gastspiel des ungarischen Meisters wurde auf den 5. und 6. April verschoben. Die Hakoahner Oppenheim und Löwinger wirkten im Städtespieä Wien gegen Preßiburg, das 2 :1 für Wien endete, mit großem Erfolg mit. Oppenheim hielt die schärfsten Schüsse in sicherer Manier und Löwinger war der beste Mann der Deckung. Erster polnischer Makkabi-Kongrefi in Warschau. Bei Anwesenheit von zahlreichen Delegierten und Gästen wurde der erste'pölnische" Makkabü Kongreß am 16. März in Warschau abgehalten, nachc dem am Tage vorher in einer Konferenz die Richtlinien für die Arbeiten des zu gründenden 'allpolnischen Mak* kabUKreises festgelegt wurden. — Es waren Delegierte von Turn* und Sportvereinen aus folgenden Städten an* wesend: Warschau, Lemberg,' Krakau, Bielsko, Lodz, Grodno, Tarnow, Suwalki, Bialystok, Gombin, Sierprz, Piotrkow, Ozorckow, Slonim, Wloclawek, Lipno, Zgierz, Glembockie, Nowy Targ, Kutno, Rypin, Grodisk, Zywiec, Brzeziny, Pabianice, Sosnowice, Zdunska^Wola, Sando* mierz, Wyszkow. — Herr Friedenthal, als Vertreter des Präsidiums des Weltverbandes, hielt ein ausführliches Referat, in welchem er die Ziele des Weltverbandes aus* einandersetzte. Er behandelte auch ausführlich die Stel* lung des Makkabi zu den Fragen der zionistischen Politik. Nach dem Referat sprach R u s e c k i (War* schau) über Aufgaben und Ziele des neu zu gründenden polnischen MakkabUKreises. Am späten Nachmittag wurde dann die Leitung gewählt, die aus einer Exekutive und einem erweiterten Rat unter der Leitung von S e» nator Davidsohn besteht; an der Spitze der Exe« kutive steht Rusecki. Mit Absingen der Hatikwah wurde die Tagung, die den einheitlichen polnischen Mak* kabi*Kreis geschaffen hat, geschlossen. AI Jolson singt ^Kol Nidre". In den am 5. April in 3 führenden Wiener Kinos, und zwar: LustspieltheaterrKino,. H., Prater, Ausstel- " lungsstraße, Flotten-Kino, VI., Mariahilferstraße 85-87, und Elite-Kino, I., Wollzedle 34, erscheinenden großen Tonfilm »Der Jazzsänger" wird der ebenso berühmte wie beliebte Tonfilmstar AI Jolson unter anderem auch das „Kol Nidre" zum Vortrag bringen. Dieser Film, der seinerzeit als stummer Film mit großem Erfolg in vielen Wiener Kinos aufgeführt wurde, ist w,ie kein anderer Film zum Welterfolg geworden. Mehr als 70 Millionen Menschen haben diesen Film gehört up<J gesehen. Auch Wien und speziell das jüdische Publikum wird diesen Film mit Begeisterung aufnehmen. S. B. Achtung beim Einkauf von Palästina-Weinen. Es wird gebeten, beim Einkauf von Palästina-Weinen genau auf die Etikettierun^ und die Herkunftsbezeichnung so achten. Auf den Etiketten muß bei jeder Sorte zu leaen sein: Karmel-Weine au« Richon.le-2üon,