Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 131 (21.3.1930)
- Date
- 1930-03-21
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr.13! Er las schlicht und eindrucksvoll zuerst ein kleines Poem „Maginah", dann sein Poem der Verherrlichung des Le* bens: „Zachaki, Zachaki al Hachafomoth" und gab damit dem Abend die höhere Weihe. Jüdische Künstlerspiele. „Warschauer Jüdisches Theater". Die ausgezeichneten Leistungen der Gastspieltruppe in der musikalischen Komödie „Die lustige Mali" mit Frau Regina Zucker in der Titelrolle und den Damen Babeta Gutowska und Gina Gold sowie den Herren Max B o z y k und Josef N e u w i r t h hielten sich auch im Lebensbild „Zurück von Sibirien" auf der Höhe, zumal der Direktor des Ensembles Karl Zymbal ist eine vorzügliche Type schuf. Es zeigte sich, daß das jüdi« sehe Publikum auch für das gut gebrachte leichte Genre empfänglich ist. Von Freitag, den 21. bis Montag, den 24. gelangt die musikalische Komödie „Welwele Schmatnik" mit Regina Zucker und Max Bozyk in den Haupt« rollen zur Aufführung, Dienstag, den 25.: „Die lus tige ■M a 1 i'\ Mittwoch, den 26.: „Welwe 1 e Sc h m a t n i k", Donnerstag, den 27.: „Zurück von Sibirien" mit Direktor Karl Z y m b a 1 i s t in der Hauptrolle. Alex Stein, der Direktor der Wittlaer Truppe, hat sich nach Absolvierung seines Wiener Gastspieles einer Mandeloperation unterzogen und geht seiner vollständigen Heilung entgegen. Die Operation führte der ausgezeichnete Primarius des Rothschild-Spitales Dr. Kurt S"tia ßn y aus. , Klavierabend Prof. Julius Wolfsohn. Montag, den 24.t:März findet im Großen Musikvereinssaal der Klavier* abend des Prof. Wolf söhn statt. Auf dem Programm stehen Brahms (Sonate FsMoIl), Chopin (Preludien) und Wolf söhn (Uraufführung von fünf Stimmungs« bildern aus der Kinderweh). Jüdischer Lieder- und Volksliederabend J. Segal- RoSenbach. Für das Konzert des bekannten jüdischen Tenors, das am 26. März im Groden Festsaale de s In dustrieh auses, Schwarzenbergplatz 4, stattfinde!, macht sich ein reges Interesse geltend. Segal- Rosenbach hat sich durch die Wahl des Programmes und durch die Qualität seines Gesanges im jüdischen Wien einen Namen gemacht. Auf dem Programm stehen religiöse Lieder und Volkslieder, palästinensische Volkslieder, chassidische Tischlieder, yemenitische Volkslieder und Wiegenlieder in Hebräisch und Jiddisch. . H"da DuHckala ist «ach einer erfolgreichen Tournee wieder In Wien> eingetroffen. Anträge wegen Engagements zu richten an Frau - Dulickaja. Wien, II.. Pratcrstra3e 11. Tür 34, Tel. R-10-9-37. „Klrjath Sephor". Soeben erschien das vierte Heft des sechsten Jahrgangs der von der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek herausgegebenen ' bibliographischen Vierteljahrsschrift ,.K i r I a t h aeuher . Das Heft enthält ein Verzeichnis: der in Palastina erschienenen Bücher, ferner ein bibliographisches Verzeichnis der Juuaistlscb'en Erscheinungen in der ranzen Welt (545 Nummern für dm letzte .Vierteljahr) und folgende Aufsätze: A. Tauber: Forschungen über Inkunabeln. A. Jaari: Ergänzungen zur Wienerschen Bibliographie der Haggadoth. G. Scholen: Zur Bibliographie der Literatur, der Brazlawer ChassMim. B. D i n a b u r g veröffentlicht aus den ,'Archiven der Bibliothek Briefe Abraham Mapus an Abraham Kaplan, — Das Heft umfaßt 160 Seiten. Der Abonnementpreis der Vlertelialtrsschrift beträgt für die ersten sechs Jahrgänge sh 10, angefangen vom siebenten Jahrgang sh, 15 pro Jahr. Jüdische S po r t- und iiii!iiiiii|i!!!iiii!i!i!iiii!iiiTurnbewegung Makkabi. . Das für Sonntag feeplante Schauturnen des österreichischen Makkabikreises gibt Gelegenheit, die Bedeutung des Makkabigedankens an. der Hand seiner Entwicklungkurz zu beleuchten. Die Makkabiorganisation, die die körperliche Regeneration des jüdischen Volkes durch Turnen und Sport anstrebt, hat unter den Führern unserer nationalen Renaissance wenig Freunde; einige Sympäthiker und auffallend viele Gegner. Und das, wie es zunächst scheint, mit Recht. Doch dieser Schein trügt'. Er beruht nämlich auf f" Ider Gleichung: Makkabi =? jüdischer Turnverein. Da nun der Betrieb jüdischer Turnvereine ohne Zweifel eineu Akt der Nachahmung einer auf spezifisch deutsdier Mentalität beruhenden Institution darstellt, ist es nur allzu naheliegend, aus,der Existenz dieser Vereine so viel Schaden in nationaler Hinsicht zu gewärtigen, daß ein. eVentuejler physischer Gewinn vollkommen, illusorischvfürde. Dieser. Schluß krankt an dem Fehler, daß schon die Prämisse falsch ist. Makkabi ist nämlich kein }*üdis.cher Turnverein. Er war es nur in den ersten ahren seines Bestandes, als die Parole galt, den Ruf des' körperlich minderwertigen und feigen Juden als ungerechtfertigt zu erweisen. Aus dieser, nach dem Urteil der Außenstehenden schielenden Mentalität wurden einstens die ersten jüdischen Turnvereinev nicht anders wohl wie die schlagenden zionistischen Verbindungen gegründet. Während aber bei den letzteren eine Weiterentwicklung im Sinne einer spezifisch-jüdischen Struktur bis jetzt kaum erfolgte, hat die jüdische Turnersehaft speziell im Laufe der letzten 15 Jahre eine so. gewaltige Aenderung ihres sachlichen und ideeilen Inhaltes erführen, daß* die Uebersetzung des Wortes „Makkabiverein" in „Jüdischer Tunverein" heute einen vollkommenen Anachronismus darstellt; so zwar, daß ein Mensch, .der, jetzt aua einem deutschen Turnverein kommend, in einen Makkabi eintritt, um hier das, was er früher schw.arz-rQt-gqld betrieben, blau-weiß fortzusetzen, fast immer vollkommen enttäuscht der jüdischen Institution wieder den Rücken kehrt. Das Wesentliche, das ihn befremdet, liegt in der ungewöhnlich starken Unt.ermischung * des körperlich-sportlieheu Betriebes mit nationalen, kulturellen und sozialen Elementen. Schon die Zusammensetzung des Mitgliedermaterials fallt auf, die im Gegensatz zu den anderspationaleri Turnvereinen alje Volksschichten umfaßt und die dementsprechend auch einen ganz anderen sozialen Typus heranbildet. Die turnerische Gruppeneinheit des deutschen Turnens, die Riege, wird hier ein soziales Element, da6 seine Angehörigen weit über* die turnerische Betätigung hinaus zusammenhält. Nicht mehr die Erziclung von Höchstleistungen akrobatischer Gelenkigkeit und kraftvoller Ktirperpeherrsehung konnte bei dieser Sachlage das Hauptprogramm unserer Makkabi vereine bilden, sondern aje Pflege von Uebungen, die für größere Gruppen leicht erlernbar sind und mit Vergnügen betrieben werden. Sie sind nicht mehr letzter Selbstzweck eines mechanisierten Vereinsbetriebes, sondern ein geradezu unersetzliches Mittel, um tausenden, nach körperlicher Betätigung lechzenden jungen Menschen unbewußt den Keim jüdisch-sozialen Lebens und damit jüjtügchen Volksbewußtseins einzupflanzen. Diese eben in ihrer Wesenheit skizzierte Joatttu« tion, die also längst köin Turnverein mehr ist, sondern eben ein Makkabiverein, eine Sache, für die es keine deutsche Bezeichnung gibt, noch bei ihrem spezifisch jüdischen Charakter geben kann, tritt von Zeit zu Zeit hervor, um die Formen ihres Betriebes der breiten jüdischen Öeffentlichkeit zu zeigen. Und dieser Betrieb beruht auf Kraft, auf körperlicher nicht minder als auf nationaler. Große Massen junger Menschen marschieren aüf und bewegen das Herz eines jeden Juden, dessen Sinnen auf die Zukunft seines Volkes gerichtet ist. ^_ R. W. Ein prächtiges Cupspiel der Hakoafa. Hakdah spielt gegen W.A.C. 1:1. — Wiederholung des Kampfes. Nach längerer Zeit' sah man die Hakoah wieder einmal richtig kämpfen. Die Blau-Weißen traten in der drittletzten Cuprunde gegen den favorisierten W.A.C. an und hätten bei mehr Glück den Kampf gewinnen und dadurch in das Semifinale gelangen können. Viel zur Spielstärke der Mannschaft trug die Einstellung der beiden erprobten Kämpfer, Sc h e u e r und St roß bei. Eines seiner besteh'Spiele lieferte Oppenheim; er hielt die schärfsten Bälle in sicherster Manier. S c heuer hatte in Feldmann einen gleichwertigen Partner. Die Deckung, aus der diesmal N a d 1 e r herausgestellt wurde, kämpfte ausgezeidinet. Nur der Angriff wollte nicht recht klappen. Der körperlich schwache Fischer konnte sich gegen die robust kämpfende W. A. C.«Verteidigung nicht durchsetzen, Haar wurde gleich zu Beginn von;Sesta derart schärft angegangen, daß er bewußtlos zusammenbrach; Mo 1 nar war viel zu langsam, S t e r n außer Form. Nur M ä u s n e r entsprach erstklassigen Anforderungen. Beim W. A. C. kämpften einige Leute, wie Sesta, Müller und Becher, sehr derb. Hakoah hat Abstoß, nach einer Vorlage Sterns geht Mausner davon und: schießt knapp, daneben. Die Blau-Weißen greifen weiter heftig an, doch schießen ihre Stürmer ziemlich unsicher. In der 25. Minute begeht Sesta an Haar ein derbes Foul, der Hakoahner stürzt zu Boden und kommt erst nach einigen Minuten wieder zu sich. Dieses brutale Vorgehen rief unter den Zuschauern starke Empörung hervor und. mehrere Personen versuchten das Spielfeld zu stürmen. Merkwürdigerweise schritt der Schiedsrichter gegen Sesta nicht ein. In der 2. Minute nach Seitenwechsel begeht Becher eine Regelwidrigkeit an Stern. Den Freistoß kann Löwinger zu einem Treffer ^verwandeln.. Die Athletiker machen die größten Anstrengungen,' ,'uin den Ausgleich zu erzielen, in der 15. Minute wird Scheuer verletzt und bezieht den Rechtsaußenposten, während Stroß als Verteidiger zurückgeht. Für Stroß spielt, dann Mausner Seitenläufer. In der 31. Minute gleicht Huber aus. Nun sind die Athletiker stark in Offensive und Oppenheim hat Mühe, die zahlreichen Schüsse abzuwehren. Da nach dem regulären Ablauf der Spielzeit der Kampf ohne Entscheidung endete, hätte ein Nächspiel von 2 mal 15 Minuten folgen sollen. Gekämpft wurde aber nur noch sechs Minuten und dann mußte der Schiedsrichter das Spiel infolge Dunkelheit abbrechen. . ..' Hakoah spielte* in folgender Aufstellung: Oppenheim; Scheuer, Feldmann^Sjrqß,vtöwinger, Heß; Haar, Molnar, Stern, Matishefr, Fächer. * Das Cupspiel Hakoah—W. .A. C. dürfte am 9. oder 10. April wiederholt werden. Oppenheim u nd Jjüwinger wirken Sonntag im Städtespiel Wien—Preßburg auf der Hohen Warte mit. ■ Die H a k o a h - H o ck e ynva n n s c h a f t eröffnete vergangenen Sonntag, mit eifern Freundschafts- Eiel gegen Wiener Stockballklub die neue Saison. Die akoahner siegten sicher. 3:ti Die Tore .'erzielten Ing. Nossig, Göttlieb und Dr. Rosienfeld. •-Eine kombinierte Hakoah-Mannschaft blieb, gegen Blau-Weiß komb. 2:0 erfolgreich. Torschützen Singet und Ki Ullmann. Hagib.or-Makkabi^ trug ein Freundschaftsspiel gegen die kaufmännische Sektion der Cricketer aus, das 3:3 unehtsdiieden endete. In der Ha udballmeisterschaf t Unterlag Hakoab gegen Ferowatt 0:9.' Zwei jüdische ' Amateurboxer. Die zwei jüdischen Boxer Kus ebner (Vienna) und .Lindenheim (Makkabi) gingen aus den Schluß- Jcämpfen der, österreichischen Amateurboxmeister- 'schaften in ihren Gewichtsklassen als österreichische Meister hervor. Beim Kampf Lindenheim gegen Illichmann benahm sich das Publikum in skandalöser Art, und zwar deshalb, weil der,bessere Boxer Lindenheim zum Sieger erklärt wurde. Die gesamte Sportpresse hat gegen, das unsportliche , Benehmen des Publikums Stellung genommen und das. Urteil der Punkterichter als richtig bezeichnet. Es zej^gt sich immer wieder, daß es Zuschauer gibt, die es^t nicht übers Herz bringen können, einen Juden siegen zu sehen. Die Hakoah -R e s e rve spielte in der Meisterschaft gegen W. A. C.-Reserve 0:0unentschieden. -Gut gefielen F e i g 1, P1 a t z e k und D o n n e n f e 1 d. Hakoah nimmt in der Tabelle den fünften Platz ein. Jüdische Touristik! (Touristik- und Ski-Klub .Hakoah".) Tourenprogramm für Sonntag, den 23. März 1930. Fußtouren: Wieherwald. 8 Uhr 30, Straßenbahnendstelle Nußdorf. Skitouren nach Schneelage. Kurse: Näheres Freitag vöri 20 bis 22 Uhr. Jugendgruppe: .8 Uhr 30, Mauer, Wassergspreng. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr. Klubheim, Wien, I., Wiesingerstraße 11 (Telephon R-25i0il0). Gäste willkommen. „Hasmonea"—Triester Sp. Cl. 2: 3 (1:1) (2:2). Dieses Cupspiel gewann der Triester Sp. Cl. im Nachspiel, da in der regulären Spielzeit noch keine Entscheidung gefallen war. Die Triester spielten ziemlich rücksichtslos und derb, wodurch einigen Spielern der Hasmonca die Courage bald ausging und dem Gegner auch in aussichtsreichen Situationen der Ball aus übergroßer Vorsicht überlassen wurde. Das Sdiraerzenskind' ist der Sturm, der sich nie zu einer einheitlichen Formation zusammenfindet. Den Sieg verdankt 1. A. V, Bar-Kochba Samstag, den 22. März 1930, um V,9 Uhr abends, II., Untere Augartenstraße 38 Trauerkonvent für Artur James Balffour Erscheinen aller A. H und B.B. Pflicht! Treffpunkt aller Zionisten II, Taborstr. 70 Monumentalstes Kaffeehaus Wiens I der Triester Sportklub dem sdilcclit amtierenden Schiedsrichter Roninger, der ein klares Abseitstor (das dritte) anerkannte und auch sonst nicht die Fähigkeiten erbrachte, scharfe, schwere Wettspiele zu leiten. Bär im Tor hätte aber bei einem bißdien Aufmerksamkeit zwei Tore verhüten können. „Gitschi" debütierte Sonntag mit sehr gutem Erfolg; man sah dem alten Routinier seine Spielerfahrung an, da er im Takling Hervorragendes leistete und für die Hasmonea unbeaingt einen Gewinn bedeutet. K 1 a r f e 1 d war ihm ein würdiger Partner und bis zur Verletzung ganz auf seinem Posten. Der beste Mannschaftsteil war die Halvesreihe und insbesondere He k 1 e r und Bäumcr waren sehr gut. Im Sturm war bloß Quartner, der den Ansprüchen halbwegs entsprach; alle anderen sind derzeit ganz nußer Forin. Mannsdiaftsaufstellung: Bär; Pallak, Klarfeld; Fäumer, Fisch, Hekler; Quartner, Bleiberg, Tabak, Schadit und Sternbach. Die Hasmonea -Reserven unterlagen gegen Austria- Akademiker 5:2 nach offenem Kampfe. Hasmonea spielt Sonnta? den 23. d. um 10 Uhr vormittags aut dem Elektra - Platz (Endstation A-. Ak-Wagen) ihr fälliges Meisterschaftsspiel gegen Matzlcinsdorf; vorher spielen die Reserven gegen Sp. Cl. Nordbahn. Ab Dienstas, den 25. d., findet das Platztraining immer ab <1 Uhr auf dem Elektra-Platz statt. Jüdischer Sports und Schützenverein „Menorah". Donnerstag, 20. März, 19.15 Uhr: Regelmäßiger Boxkurs, IX., Liechtensteinstraße 20. Sonntag, 23. März: Ganz* tägiger Ausflug bei jedem Wetter, für alle Mitglieder Pflichtl Treffpunkt: 9 Uhr Hütteldorf, Stadtbahn» endstation (unten). Montag, 24. März und Donnerstag, 27. März, 19.15 Uhr: Regelmäßiger Boxkurs; IX., Liechten* steinstraße 20. R. J. F. siegt im Jiu Jitsu gegen Berliner Polizei. Berlin, 16. März. (J. T. A.) Im J i u J i t s u * K1 u bi kämpf, der in den Spichernsälen stattgefunden hat, siegte die Gruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten mit,6 :4 Punkten gegen die Jiu Jitsu» Gruppe der Berliner Polizei und gewann den Preis des „Berliner T a g e b 1 a tt". Die Leistungen der Jiu Jitsu« Kämpfer des R. j. F. werden von den Sportkritikern der Presse besonders anerkannt, da ihre kräftigeren Gegner durchwegs größere Gewichtsvorteile hatten. Von den Kämpfern des R. j. F. zeichneten sich aus: Wittenberg, Landsberger, Neumann, Averbuch. Preisverteilung und Festbankett im AmateursBox* Verband. Das Direktorium des Oe. A. B. V. beschließt die diesjährige X. JubiläumssLandesmeisterschaft mit der Beteilung wertvoller Preise. an die .placierten Boxer und mit anschließendem Festbankett am Donnerstag, den 20. d. M., 8 Uhr abends, im Verbandsheime, I., Rothg. 5 (Cafe ArLon), Grüner Saal, zu welchem sämtliche Funk* tionäre des Oe. A B. V., der Kampfrichtervereinigung, die Sektionsleiter -un<! Trainer der Klubs sowie alle Boxer i.rd Boxspoitfreunde herzlichst eingeladen sind. Dr. Hermann Lelewer, Präsident des Makkabiwelt* Verbandes, trifft zum Besuche des jüdischen Turnfestes am Sonntag, den 23. III,, 9.5Q Uhr. vormittags in Wien, Westbahnhof, ein. Der Begrüßungsabend zu Ehren des Weltverbandspräsidiums muß demnach abgesagt werden. Das Wetturnen anläßlich des jüdischen Turnfestes wird eine reiche Beschickung' aufweisen." Besonders das Wetturnen der Damen wird einen spannenden Kampf zwischen der Wiener Championin, Finni B ö h m, der Siegerin aus Mährisch*Ostr*u Lotte K-ochmann (Bres* lau) und Frau Professor Dückstein (Budapest) bringen. Da diese Kämpfe selten ausgetragen werden, kann man sich auch auf Ueberraschungen gefaßtmachen; Bei den Herren erwartet man sich von den Neulingen Butter» k 1 e e (Wien II) und Parkas (Budapest) gute Leistun» gen. Auch' hier sind Ueberraschungen. nicht ausgeschlos« sen, zumal der routinierte G r ü n w a I d (Makkabi IX) mitwirken wird. Kredithille für den jüdischen Mittelstand. Das abgelaufene Geschäftsjahr. Am 12. März 1. J. fand bei reger Beteiligung der Genossenschafter die 7. ordentliche. Generalversammlung der Kreditkasse für Kleingewerbe und Kleinhandel in Wien statt, welche ihr Entstehen der Initiative und den Bemühungen des seligen Oberrabbiners Dr. Cha jes' und der weitherzigen materiellen Förderung des American Joint Distribution Committees verdankt. Der Obmann des Vorstandes; Börserat Ignatz Glück, eröffnete die Generalversammlung, der er nach kurzen einleitenden Worten den erfreulichen Beschluß des Wiener Kultusvorstandes mitteilte, " die Ziele und Tätigkeit der Kreditkasse durch Uebernahme von Geschäftsanteilen derselben im Betrage von S 20.000 zu . fördern. Ebenso habe die Kreditkasse vor kurzem eine materielle Förderung seitens der American Joint Reconstruetion Foundation erfahren, in der Form eines Kredites, der noch erhöht werden dürfte, Die Generalversammlung nahm diese. Mitteilung mit Befriedigung zur Kenntnis und sprach über Antrag des Vorsitzenden sowohl dem Wiener Kultusvorstande als auch der Foundation den wärmsten Dank aus. Den Bericht über den Geschäftsbetrieb und Rechnungsabschluß pro 1929 erstattete Direktor M. H e n i s c h: Von den bewilligten Darlehen gelangten in der Berichtsperiöde 724 Darlehen mit einer Gesamtsumme von S 367.530 zur Auszahlung, was einen Monatsdurchschnitt .von 60 Darlehen mit S 30.630 ergibt,