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Die neue Welt · 1930-01-17 · Heft 122 (17.1.1930) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 122 (17.1.1930)
Date
1930-01-17
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seffe fO DIE NEUE WELT Nr. 122 hat die erste Arbeiterzeitschrift in Palästina gegründet und sie hat die erste Kwuzah (Deganiah) geschaffen, obgleich sie sich nicht der Terminologie des Klassenkampfes bedient hat. * In der Sitzung der Vereinigungskonferenz der beiden jüdischen Arbeiterparteien in Palästina vom 6. Jänner wurde als neuer Name für die vereinigte Partei die Bezeichnung: „Jüdische Arbeiterpartei Pa« 1 ä s t i n a s" gewählt. Die vorgeschlagene Plattform der Vereinigung ist von der Konferenz einstimmig angenom» men worden, Ben Gurion, der bisherige Führer der Ach» duth Haawodah, schilderte in einer Rede die Leistungen der palästinensischen jüdischen Arbeiterschaft im Verlauf der letzten 25 Jahre ihrer Tätigkeit und ging dann auf die Aufgaben der neuen Partei ein. Sie wird, so sagte er, für Demokratie und Freiheit der Minor i* täten, für Solidarität mit den arabischen Arbeitern und die Schaffung einer ChaIuz>Rescrve kämpfen, um die zukünftige Arbeiter*Immigration nach Palästina sicherzustellen. Joseph S p r i n z a k, der Hapoel* Hazair*Führer, führte Beschwerde über die Art des Ver* fahrens der PaIästina*Untersuchungskommission, die für die Juden degradierend war, indem sie sie zwang, sich gegen unsinnige Anklagen zu verteidigen. Die jüdische Haltung gegenüber den Arabern ist klar und bedarf keiner Frage. Es ist die Frage der arabischen Haltung gegenüber den Juden, die der Untersuchung be» darf. Zur Frage der Jewish Agency übergehend, betonte Sprinzak, daß die jüdische Arbeiterbewegung D e s p o* tismus innerhalb der Jewish Agency nicht dulden werde. In warmen Worten rühmte er die Leistungen der Poale Zion«Partei, der es gelungen ist, ihre zionistischen Ideale, in die sozialistische Internationale hineinzutragen. Die neugeschaffene Partei habe beschlossen, sich durch das Verbandsbüro der Poale Zion der Internati o* nale anzuschließen. Sprinzak schloß seine Rede mit einem heftigen Angriff gegen die Palästina*Ver* waltung, die eine in großzügigem Geiste gehaltene Interpretation des Mandates vermissen läßt. Eine wichtige Frage scheint offen geblieben zu sein. Außerhalb Palästinas bestehen auch zwei zionistische Arbeiterorganisationen, die Poale Zion und Hitachduth. Bedeutet der Beschluß in'Palästina auch ihre Vereinigung oder werden sie getrennt bestehen bleiben? Die Tribüne. Die Kultusgemeinde und die. Jugenderziehung. Die „Neue Welt" erhielt von einem an Wien-eir Mittelschulen wirkenden R eld ga onspr o f essor eine Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung und der Erklärung, für die aufgestellten Behauptungen jederzeit mit vollem Namen eintreten zu wollen. Wir entnehmen diesem Briefe folgende Stellen: „Als. Außenstehender . will ach nicht dn die in dar „Neuen Welt" und „Stimme" geführte Diskussion eingreifen. Aber zur Steuer der Wahrheit will ich folgendes mitteilen:. Nach dem Ableben des Oberratybiners Dr. Chajes b&i der von der Kutosgerneinde bestellte Inspektor Dr. H. Redisch in einer Lebrerkonferenz erklärt, daß er gegen die Aufstellung von Ghristbäuinen seitens jüdischer Bitern nichts einzuwenden halbe und sich gleichzeitig, konsequenter weise, gegen den hebräischen Unterricht ausgesprochen. Als Entlastungsgrund für Dr. Rediisch wäre anzuführen, daß er nicht vereinzelt dasteht. Nicht lange nach seinen Ergüssen erschien ein zweiter Inspektor unserer ehrwürdigen Kufltusgemewide in der Mittelschule, wo der Verfasser dieses Briefes Unterricht erteilt. Er hat inspiziert und die Schüler halben glänzend entsprochen. Nichtsdestoweniger begab, sich der Herr nach seine* „Amtshandlung" zum Direktor (Christ, Sozialdemokrat) und drückte sein Mißfallen darüber aus, daß die Kinder zu viel Hebräisch lernen. Nun schien mk das Maß voll. Ich ging ins Präsidium der Kultüsgem'einde, wo ich von den Herren Vizepräsident Dr. Ornstein und Dr. J, Löwenherz empfangen wurde. Ich setzte ihnen'auseinander, daß ich, von Schülern der höheren Klasse'du" meiner Schule wegen der Äußerungen des Herrn Dr. Redisch befragt, es nicht unterlassen habe» meiner inneren Ueberzeugung rückhaltlos Ausdruck zu verleihen. Ich riet daher den Herren, den Inspektor Dr. Redisch in der nächsten Zeit nicht in meine Schule zu schicken, 'da' es zu unliebsamen Auftritten mit den Schülern kommen könnte. Nun höre man und staune! Herr Dr. Ornstein verhielt sich im großen und ganzen passiv. Dafür fuhr mich - der zionistische Vizepräsident Dr. Löwewherz, von dem ich begreiflicherweise Unterstützung erwartet hatte, förmlich an und fragte mich barsch, woher ich denn von den Aeußerungen des Dr. Redisch etwas wisse. Als ich ihm sagte, daß sie mir von einem seiner Parteigenossen und Klu'bkoMegen bestätigt worden seien, setzte er Im Korporalston fort, iwid sagte, es sei unerhört, daß in der Religionsstunde von solchen Dingen gesprochen werde. Ich sagte ihm unzweideutig, daß er das Urteil darüber gefälligst mir Überlassen möge. Angesichts dessen nahm es mich nicht wunder, daß sich Herr Dr. Löwenherz dann auch bemühte, für den aweiten Herrn Inspektor, welcher sich beim christlichen Direktor im Namen der Kultusgemeinde über das „viele Hebräisch" beschwert hatte, auf alle mögliche und unmögliche Welse eine Lanze zu brechen. Wien, am 1. Chanukatag 5990. ' Dober Tob." j Jüdische Sporl- und iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiTurnbeweöung Ein Freundschaftsspiel der Hakoah. Die Blau-Weißen verHeren gegen Slovan 2:4 (0:3). Vergangenen Sonntag spielte Hakoali gegen ihren alten Rivalen Slovan und wurde sicher geschlagen. Mit der Leistung, die die jüdische Mannschaft gegen die Tschechen bot, könnte sie in keinem Ligamatch reüssieren. Besonders schwach war der Angriff, in dem außer Stern kein einziger Spieler entsprechen konnte. Barbak, der wieder zur Hakoah zurückkehrte und längere Zeit pausierte* hielt sich verMltnismäß-te gut, auch F reif eld konnte zeitweise gefallen. Der junge Donnenfeld, der für Scheuer schon naoh einer Viertelstunde einsprang, dürfte sich in kurzer Zeit zu einem hervorragenden Back eiitwicikeln. FeigJ scheint nicht in besonderer Form zu sein. Die ersten Angriffe unternimmt Slovan. Nach einem Korner schlagt Feig! in der 16. Minute den Ball vor die Füße Nowotnys, der sicher elnsohießt. Scheuer verläßt das Feld U;nd Donnenifeld springt ein. In der 36. Minute muß Hakoah ein weiteres Tor über sich ergehen lassen. Eine Minute vor Seitenwechsel erzielt Schallek den dritten Treffer. In geänderter Auf Stellung spielt Hakoah nach Seitenwechsel. Stroß nimmt den Posten des Mittelläufers ein und Löwinger spielt als Back. Für Posauner wirkt Fredifeld mit. Die Krieauer unternehmen heftige Angriffe, und nach einem rasanten Durchbrach Mausners ist Stern In der 8. Minute erfolgreich. Hakoali bedrängt, doch die Stürmer vergeben die günstigsten Chancen. In der 25. Minute wird Feig-1 von Slovan aus dem Tor gelockt, und in ihm vorbei schießt Schery ein.viertes Tor. Ein Elfmeterstoß Löwingers wird vom Tormann gehalten. Im weiteren Spielverlauf geht Katz durch, und seine Flanke kann Stern zum zweiten Treffer verwerten. Hakoalh; bestritt den Kampf mit folgenden Spielern: Feig!; 'Scheuer (Donnenfeld), Stroß; Barbak, Löwinger, Posauner (Freifeld); Katz, Mausner. Stern, Heß, Fischer. * Kommenden Sonntag spielt Hakoah im Cup gegen den zweitklassigen Aimateurverein Ostmark. Obwohl der jüdische Verein' in diesem Match hoher Favorit ist, darf die Ostmark-Mannschaft, die den zwei (Massigen Frofessionahrerein Weiße Elf aus dem Cup verdrängte, nicht unterschätzt werden. , Sportantisemitismus in Rumänien. Mocci Spakoff,' Rumäniens Professionahneister aller Gewichtsklassen, übersiedelt im Februar nach Wien. Unser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, diesen bekannten Boxer in Wien auf seiner Durchreise nach Paris zu sprechen. Spa'kofi ist Jude und Z i p n i s t. Bei allen seinen Kämpfen in Bukarest wird er deshalb vom mchtjüdisChen „Sportpublikum" ausgepfiffen. Als er im Entscheidungsikampf um die Schwergewichterneisterschaft von Rumänien siegreich blieb, wäre es bald deshalb zu großen Ausschreitungen gekommen. Der Wiener.Boxmanager Heinz Rudolf, hat Spakoff nach Wien verpflichtet. Er dürfte hier gegen die besten österreichischen Boxer, S t ei nfach und Ha na, antreten. Außerdem sind auch einige ausländische Boxgrößen als" Gegner für Spakoff vorgesehen. Die Hakoah Eishockeymannschaft erstklassig. - Obwohl die Hakpaih; eär&t rseit'kurzer Zejt sieb' dem wunderschönen Eishockeysport widmet, gelang es ihr, die Meisterschaft der zweiten Klasse zu erringen, und steigt dadurch in das Oberhaus auf. Hafcoali gewann das Entscheidungsspiel gegen AUiround 4.: 0 (1 :0,* 1 Yo, 2'. 0). (Die Tore erzielten Ron er.(2), Winter und Grünbaum. Im Wien gitrt es zahlreiche prominente jüdische Eishockeyspieler, wie z. B. Weiß, Lichtschein, Lederer und Brück, die aber bei nicht jüdischen Klubs tätig sind. Drei Hakoah-Ringer kämpfen gegen Ungarn. Wie bereits berichtet, gelangt am 18. d. M. in Budapest der Länderringikaimpf v zwischen Oesterreich und Ungarn zur Austragung, Vogi den sechs Ringern, die die Farben Oesterreichs vertreten, sind nicht weniger als drei Ringer der Hakoah entnommen, und zwar Schlanger (Leichtgewicht), Birnbaum (Halbschwergewicht) und Hirsch! (Schwergewicht).* Als Ersatzleute kommen die Hakoahner Göttlich und Oberländer in Betracht. Die Beruifung dieser Rinder in das österreichische Team bedeutet für den jüdischen Sport eine annerkennenswerto Auszeichnung. Touristik« und Skiklub „Hakoah", Wien, I., Wiesin* gerstr. 11. Tourenprogramm für Sonntag, den 19. Jans ner 1930: Fußtouren: Nach Bedarf. Skitouren: Muckenkogel, Reisalpe. Näheres Freitag von 20 bis 22 Uhr. Gäste willkommen. Jugendgruppe: Skis oder Fußtouren je nach Vereinbarung. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr. Klubheim, Wien, I., Wiesingerstr. 11 .(Telephon R*25>(MG). Die jüdischen Amateurboxer errangen vergangenen Samstag wieder schöne Erfolge. Laub (Schwergewicht), der sich zu einem hervorragenden Boxer entwickelt, siegte gegen Windholz (Pünching) nach Punkten. Im Bantamgewicht blieb Lindenhejtn (Maktebi) gegen IHichmann ebenfalls, nach Punkten erfolgreich.. In Deutschland ist der jüdische Boxsport stark entwickelt. Die besten Amateurboxer Deutschlands sind bei Maklcabi (Berlin) und Ma'kkabi (Leipzig) zu finden. Bobby Spuner, der einzige jüdische Professonalboxer in Oesterreich, kämpfte vergangenen Sonntag im Renz-Ring gegen Heise {Deutschland) ■ unentschieden. Der jüdische Boxer lieferte einen vor» züglichen Kampf und hätte einen Sieg verdient. Dem S. C. Hasmnnea sind bisnun folgende Spieler bei« getreten, die eine wertvolle Verstärkung für den Verein bedeuteu: Pollak, Gitsche, Neumann, Schweinburger, Kiam (Hakoah), Graupen, Freund; Wolf, Hekler (Orient). Trost (Neubau). Leon Beer (Austria), S. Arm. Otto Haas. Schimonschitz, Tabak (Fair). T heater, Kunst und Literatur Wiener jüdischer Gesangsverein, Der Wiener Jüdische Gesangverein trat in die Epoche seines zehnjährigen Bestandes mit einem Konzert, das nach zwei Richtungen hin bemerken;}* wert war: in Hinsicht der Auswahl des Programms und in Hinsicht der Qualität der Ausführung. Unter Leitung des Chormeisters A. Dzimitrowsky wurde eine Reihe älterer und neuer Chöre dargeboten. Den Beginn machte Händeis Oratorium „Samson", deren einzelne Fragmente, geschickt gewählt, schon durch ihren bibli» sehen Grundcharakter tiefe Wirkung übten. Den Ab* Schluß bildete die kürzlich zur Uraufführung gebrachte Hymne für gemischten Chor und Solo von Ssaminsky mit dem gewaltigen Abklang. Die Mittelstücke des Abends bestanden aus Erstaufführungen. Hier sei zu« nächst ein Trio für Violine, Cello und Klavier von Julius Chajes erwähnt, einem jungen talentvollen Musiker, der sich mehr an die klassische Form hält und ein im leichten Stil, der älteren Komponisten, wie Haydn, Schubert, Mendelssohn, gehaltenes Werk schuf, das der Geiger Ferdinand Adler, der Violoncellist Julius Lubowski und der Komponist am Klavier zu gefälliger Wirkung brachten. Auch Leo Kornitzers Hebräische Phantasie für Frauenchor, mit den Solisten Grete Körner (Alt) und Ferdinand Adler (Geige) wußte zu gefallen. Der ausgezeichnete Pianist Rudolf Beck, als begleitender Musiker ein wichtiger Faktor des Gesangs Vereines, führte sich mit dem „Wiegenlied" und dem „Spielmannslied" als einfallsreicher, den Chorsatz be« herrschender Komponist ein, dessen Leistung die ein» hellige Zustimmung des Publikums fand. Poesievolle Stimmung verbreitete das Gesangstrio von T s c h a j* kowsky mit Chor* und Klavicruntermalung, wobei die gebildeten Stimmet! der beiden Damen Ida Radi* m e s s e r und Sabine Vogel auffielen. Neben der anerkannten Chorleitung des Dirigenten A. Dzimitrowsky, der mit leichter Hand alle dynamischen und rhythmischen Effekte aus dem Chor» körper herausholte, fielen diesmal die Solisten besonders auf. Der schöne Baß von Fritz Korn, der zarte, dabei durchschlagskräftige Sopran der Frau Eugenie Kr eitler, die die Qualitäten einer Opernsängerin besitzt, die samtene Altstimme des Frl. Grete Körner mit ihrem starken, sicheren Einfühlungsvermögen fanden Gelegen« heit, den Glanz der Chöre zu erhöhen. Ein Separatlob gebührt Igor Grünberg, dessen prächtiger Bariton die Hymne von Ssaminsky überdeckte und den dramatischen Abschluß dieser Komposition ermöglichte. Er ist ein Sänger höchster. Qualität, im rein Stimmlichen ebenso gediegen wie im Ausdruck, und überhaupt zu großen Leistungen berufen. Das zahlreich erschienene Publikum, das bereits die ersten Impulse 'zur Pflege der jüdischen Musik empfangen hatte, nahm alle Darbietungen mit großem Enthusiasmus-auf und konnte das Konzert mit der Ge« nugtuung verlassen, daß der Wiener Jüdisch e G e* sangverein neben den besten Wiener Chorvereini* gungen in Ehren bestehen kann. o. r. Die Schauspieler .der.„Mlaaer Truppe" in Wien. Gastspiel in den Jüdischen Künstlerspielei). Nach ihrer rumänischen, ungarischen und tschechoslowakischen Tournee sind die Schauspieler der„WiJnaer Truppe" in Wien eingetroffen. An der Spitze des Ensembles steht der Direktor Alex. Stein. Auf dem Repertoire steht eine Reihe in Wien' noch nicht gespielter Stücke, darunter das• Schauspiel mit Musik „Kiddusch Haschern" (Glaubensmartyrium) von Schalom Asch, In der Warschauer Fassung von Dr. Weichen, und „Der G.ed a n 'k e" von Leonid A n d r e j e w. Außerdem geiang m .„Tag und Nacht" von Anski, Schalem Alejchem« „Tewje, der Milchiger"., und „Schwer zu sein ein Jude", ierner „Der Sänger seiner Trauer" u a. zur Aufführung. Das Gastspiel beginnt Freita<g, den 17. Jänner mit der Bremwe „Tag und Nacht" von Sch. Anski, in der Bearbeiten« von A. Kacizne. Samstag, den 18.. und Sonntag, den 19. Jänner wird „Tag und Nacht wiederholt. Montag, den 20.. und Dienstag, den 21., gelangt das Schauspiel „Der Gedan<ke von Leonid Andre je w, Mittwoch, den 22. und Donnerstag, den 23. ,J3 e r Sänger seiner Trauer" von Osip Dymow, zur Aufführung. — Sämtliche Vorstellungen beginnt präzise viertel 9 Uhr. Schulgemeinde des ChaJes-Reateymnasiums. Auf vielseitiges Verfangen hat sich die achte Klasse des Chajes-Realgymnasiums entschlossen, auch in diesem Jähr einen Theaterabend zu veranstalten. Dieser Abend findet Mittwoch, den 5. Februar, um 7 Uhr, im Theatersaal des Hotel'„Post", Wien, 1.. D.rachengasse 4, statt. —• Karten erhältlich bei M. Rath, Taiborstraße 20a. umd im Sekretariat der Schule. IL. Casteüezzgasse 35. Jüdische Bühne, II., Taborstraße 12. hat die In Amerika mit Erfolg aufgeführte Operette „Der Schokoladenkönig" erworben. Das Stück wurde vergangenen Freitag zum ersten Male aufgeführt und brachte einen grolien Erfolg. Es gelangt daher Freitag, Samstag und . Sonntag bei normalen Preisen „Der Schokoladenkönig" mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle zur Aufführung. Sonntag, 3 Uhr, Nachmittagsvorstellung bei ermäßigten Preisen. Gespielt wird das bekannte biblische Lebensbild „Sulami t". Jüdisches Konzert. Der bekannte Sänger I. Sega 1-Bosenbach wird am 15. März im Großen Festsaale „Post" einen einzigen Liederabend (Hebräisch und Jiddisch) veranstalten. Näheres wird noch bekanntgegeben. Bernhard Wittler. der längere Zeit an Wiener jüdischen Bühnen gewirkt hat, wurde nach seinem erfolgreichen Pariser Gastspiel für das „P a v i i 1 o n t h e a t e t" in London verpflichtet. Ausstellung Jüdischer Kunst In Prag. Am 1. Februar wird in Prag eine von der Landesorganisatfon der lüdi« schen Frauen Böhmen« veranstaltete Ausstellung internationaler jüdischer Künstler eröffnet werden. Zur Ausstellung gelangen Werke jüdischer Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert. (Kislting, Shagall, Menkes usw.) Mit der Zusammenstellung wurde Dr. Hugo Fei gl betraut. Außer Malerei wLrd auch PlastPk und Graphik ausgestellt. Ausgestaltung der „Jüdischen Welt". Die bisher als Monatsschrift herausgegebene „Jüdische W e 11", Zen» tralorgan des Verbandes ostjüd»ischer Organisationen in Deutschland, erscheint ab 1. Jänner 1930 zweimal monatlich in vergrößertem Format. Die Zeitung enthält auch eine Beilage in jiddischer und hebräischer Sprache. Die erste Nummer des neuem Jahrganges bringt u. a. Beiträge von Georg K a r e s k i, Heinrich L o e w e, Benzion Fett, Israel Taubes, Josef Li n, I. Kl i n of f und J. Fdaik. Aus der Radiowelt Den modernsten Errungenschaften der nm< Grammophontechnik entsprechend, stellt das Kacuo* uud

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