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Die neue Welt · 1930-01-10 · Heft 121 (10.1.1930) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 121 (10.1.1930)
Date
1930-01-10
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WEL1 Nr. 121 Eine Judengemeinde will wegen des Sabbath auswandern. Die Judengemeinde von G e r r y im Staate Indiana (Vereinigte Staaten) hat sich mit einem sonderbaren Ersuchen an die großen jüdischen Blatte/ in Amerika gewendet. Sie verlangte nicht weniger, als daß man eine Stadt nahmhaft mache, in welcher sämtliche Juden den Sabbat und die jüdi* sehen Feiertage durch strenge Enthaltung von jeder Arbeit heiligen. In diesem Falle wäre die ganze Gemeinde ausnahmslos bereit, aus ihrem jetzigen Wohnort in diese Stadt zu übersiedeln. Die Judengemeinde von Gerry ist nicht sehr groß, es handelt sich bloß um einige Dutzend jüdischer Familien, denen es in diesem Zentrum der Stahlindustrie wirtschaftlich gar nicht schlecht geht. Aber sie behaupten, wenn sie nicht verarmen wollen, in Gerry kein vollwertiges jüdi« sches Leben führen zu können. Sie wollen lieber eine gute Existenz aufgeben und eine neue beginnen, wenn sie nur nicht gerade durch die jüdische Konkurrenz gezwun» gen würden, den Sabbat zu entweihen. Die amerikanisch» jüdischen Blätter reproduzieren diese Zuschrift ohne jeden Kommentar. Die Juden von Gerry scheinen in ihrem Wohlergehen viel Zeit für Satire und Humor übrig zu haben. In der letzten Zeit wird nämlich in einzelnen Staaten Amerikas eine starke Propaganda für die Sabbat« heiligüng betrieben und es scheint nun, daß die Juden von Gerry, auf diese Propaganda in der Weise antworten, daß sie unmögliche, unerfüllbare Bedingungen für ihre Bereitwilligkeit, den Sabbat zu heiligen, aufstellen. Es gibt heute vielleicht keine einzige Stadt in der Welt, in welcher die Juden von Gerry die angegebenen Voraus* Setzungen vorfinden würden, am allerwenigsten aber in Amerika. Und so ist sicher, daß die Juden von Gerry niemals auswandern werden. . Ob diese Form jüdisch» amerikanischer Satire. auch. geschmackvoll ist, sei dahin* gestellt. Schachmeister Rubinstein über fei jh selbst. Kommt Schachmeister Akiba Rubinstein in eine, größere Stadt; wo -Juden wohnen —, und wo gibt es eine, die ganz judenrein wäre —, so kann er sicher sein, daß er von irgend einem jüdischen Zeitungsreporter überfallen und um ein Interview angegangen wird. Rubinstein in seiner kindlichen Unbeholfenheit wehrt wohl ab und bittet schließlich, ihm die Fragen zu stellen, da seine Nerven nicht mehr für einen längeren zusammenhängenden Vortrag ausreichen. So kam vor einiger Zeit das Gespräch zustande, das der Mitarbeiter eines 'ungarischen Blattes, Paul B e r e n d, in Budapest mit * ileini Schachmeister hatte. Rubinstein erzählte : Mein Großvater war ein berühmter Rabbi in Russisch-Polen und hatte seinen Sitz in der Nähfe von Warschau./Mein Vater war Holzgroßhändler: Als er starb hinterließ er ein Vermögen von 30.000 Dollar und eine große: hebräische und jiddische Bibliothek,. Sowohl die 30.000 Dollar als auch die riesige Bibliothek galten in dem polnischen Städtchen als eine ungeheure Sensation. Ich muß aber gleich hinzufügen, daß weder von dem Geld noch von der Bibliothek etwas übrig geblieben ist. Meinen Vater habe ich überhaupt nicht gekannt. Er starb bald nach meiner Geburt. Ich wurde von meinen Großeltern erzögen, da sich meine Mutter nach kurzer Witwenschaft wieder verheiratete und in eine andere Stadt zog. Bis zu meinern sechzehnten Lebensjahr habe ich ausschließlich Talmudstudien' betrieben. Jahrelang lebte ich bei meinen Großeltern im Nichtstun. Seit meinem zwanzigste n Lebensjahr verdiene ich mein Brot durch Schachspiel : Auf welche Weise sind Sie zum Schach gekommen? „Ich . war noch ein ganz kleiner Junge, als mir jemand, ich glaube ein Verwandter, das Spiel zeigte und erklärte. Ich habe es sofort, begriffen. Noch am selben Tage kaufte ich mir ein in hebräischer Sprache abgefaßtes Buch über das .Schachspie}. Ich muß hier bemerken, daß wir in unserem Städtchen sowohl die hebräische als auch die jiddische und polnische Sprache vollkommen beherrschten. Nun verschaffte. ich mir immer mehr und mehr Schachbücher, die ich eifrig durchstudierte, Ich wurde von niemand „entdeckt" und war anfangs ein ganz mittelmäßiger Spieler. Erst durch die Bücher, das Studium und $ic Praxis habe ich es bis zum Range eines „Meisters" gebracht. Auf die Frage', ob er audi im Talmud irgendwelche Hinweise auf das Schachspiel gefunden habe, antwortete Rübinsteih: * „Ganz gewiß befaßt sich der Talmud auch mit dem Spiel, das wir -Schachspiel nennen und das weniger Spiel als Kunst ist. Der deutsch jüdische Schachschriftsteller B r et schn eid e*r hat auch ein Büch „Schach im Talmud" geschrieben, in welchem auch andere hebräische und jüdische Quellen im Zusammenhang mit dem Schachspiel angegeben sind. Bekannt ist, daß auch der Schü 1 chan Aruch des Schachspiels Erwähnung tut, und zwar bestimmt er, daß das Schachspiel am Sabbath wohl 'gestattet sei, wenn mit Figuren aus Edelmetall, Gold oder Silber, gespielt wird. Ich glaube, daß der , Schulchan Aruch damit symbolisch zum Ausdruck bringen wollte, daß das Schachspiel das Zusammenfassen von außergewöhnlichen höheren Ideen und Einfällen und keineswegs eine Arbeit im landläufigen Sinne darstellt, welche am Sabbat verboten ist. Sie fragen mich über meine inneren Beziehungen zumjudentum? Ich führe mit meiner Frau und meinem kleinen Sohn ein jüdisches, religiöses Leben. Wir wohnen in einer Vorstadt von Antwerpen, in Belgien, wo auch andere Juden leben, wenn auch nicht in großer Zahl. Die meisten sind Sephardim, spanischer Abkunft. Sie besitzen eine kleine Synagoge, die ich auch aufzusuchen pflege. Die belgischen Juden sind, obgleich sie selbstbewußt an ihrer .Religion hängen, sehr aufgeklärte, moderne Menschen, unter denen es Männer in hohen Stellungen, als Finanzier oder Gelehrte, gibt. Ich selbst kenne sie leider nur )par distance, denn wir leben sehr zurückgezogen und. verkehren fast mit niemand." Rubinstein schreibt in}/weiteren Verlauf der Unterredung die Tatsache/ daß es eine verhältnismäßig große Zahl führende jüdische Schachmeister gibt, dem Umstand zu, daß Juden eine Situation rasch erfassen, rasch zu einem Entschluß kommen und eine ausgeprägte Kombinationsgabe besitzen. Er beantwortet die Frage des Journalisten, ob er außer dem Schachspiel auch noch einer anderen Beschäftigung nachgehe, mit dem folgenden, bezeichnenden Selbstbekenntnis: „Ich habe außer dem Schachspiel keinerlei andere Beschäftigung. Mein Leben hat — es ist schmerzlich, dies zu bekennen — kein bestimmtes Programm und gibt mir keine volle Befriedigung. Ich begann Schach zu spielen, weil mfch das Spiel interessierte und ich bald erkannte, daß ich einst davon werde'leben können. Ich bin immer ttyreh äußere Ums^^äj|^g|tr^eben;, worden. Es war mir nie gegeben, mein Leben selbst zu bestimmen. Das Schachspiel h a t* in;|^n}(B;.|l;e'r.Ven ganz zerrieben. Ich bin unfähige größere Bücher, zum Beispiel Romane, zu lesen, weil mir hiezu die Geduld fehlt. Das blitzartige Zickzack, das . hei aller inneren Logik doch ♦ rhapsodische, neurasthenische Wesen des Schachspiels hat mich dahin gebracht, daß ich auch im Leben so bin. Das zeigt sich auch in allem, was ich in der Schachliteratur schreibe. Es sind kurze Analysen; kleine Abhandlungen, für längere, erschöpfende Studien reichen meine Nerven nicht aus. Meine Tage fließen gleichmäßig dahin, ich habe niemals ein bestimmtes Programm und die wenigen Wochen, die ich anläßlich irgend eines großen Schachturniers im Auslande verbringe/ bilden stets das einzige Erlebnis in meinem Dasein...;.. Ich will nicht behaupten, daß jeder „große" Schachspieler dieses Schicksal mit mir teilt;' Lasker zum Beispiel, führt ein bewegtes, gesellschaftliches Leben, Schreibt .philosophische Werke, hat auch ein ganz ausgezeichnetes Drama verfaßt, verfügt über eine allgemeine, umfassende Bildung, besitzt, ganz unabhängig davon, ein. beträchtliches Vermögen. Ich habe außer dem C h e d e r eigentlich keine Schule besucht. So wie die meisten meiner Kollegen hält; auch mich das Schachspiel in seinem Bann. Wir sind seine tragischen Sklaven, denn es fesselt nicht-nur unseren Körper, sondern auch unsere Gedanken, unsere Hirnzellen an sich und macht uns in jeder anderen Beziehung aktionsunfähig. fta bi&dien SdDe—unD Datin tu...! fn Wefcm betannten unfc Seligen @cr)fafl€ii«ib totro oer M3-oet „frrau in ©etbe" hefiittflcti. 0eibe, -wcfcS fjatfotoarte, ferne, dfrmKfffame ©etoe&e, ift? pxxfmoü;bq3 fetnjte t unfc fteetfliteMtc Material fut'oie SoHetti» &er$tfme. Sat a-ber &e.tt>e nod) bt? Vor. ■iwrrifjeri §Vair)r€lt' infölfi-e ''t'Ött'r Äoftf^ietitflBeit 'faft nur für fcie ift'att oer &eflüt«rten Stmk 1 eir«iä>&ar, fo ift fcerin to ben fcfcfen ftabren eine erfratlitbe -SleNberun-a. einbetteten. 2>ie ©tfemvtmiS bon ben befönfoeren .Wjöfleit be§ ©eibcnaeiuebcS bwng m. immer »eitere ftreif«,: Set&e in kicheren unk iebtoereveri OiKrfitäten, in h>ed)i"elnii>im Abarten, ftar&cn un&> S>effin8,: aber immer nur ^elbe, foutfbe unb blieb bte ßtofte 2Jtobe. 2>a§ nxidtfehbe ftntewflY ünb ber fteiflcwbe Skbarf nwebten eS fdjUk&Iid) fcer eeibenfabrilalion mbfliid), l*n ^rei§ für ®eifcenih>aren i«ä>er 3(rt na<& uitib n-dd) fo foljr &u ber&iaiaen, <&aft and) toenifler bemittelte Jörnen in bie Sofle berufet tounben, fid) «Straftenuni> Slbertb» fte-foer, i<j fo#ar fcau&fleiiber aus Setbc anfeboffen ju fönnen. #eut« ftwb rair fd>on fo toeit, ba& Seibc otelfadj bindet ift al§ ein SG&afd>ftoff, üttlb fo ift ©eübe bog biniflfte urtb belteibtefte SSolfSbeMeibunflSmittel ' ßetoovbeit. 3>a§ bekannte 2&aren&au8 SBtüber Sdjiffmaitm 2* tte'fc Söfcorftta&e 48, ift toird) befonteis ajuiftfae ^ic^itajbfdTlitffe mit teiftuttaSf^iflen ©etfecntoareuf-atbriten in 4>et annenebmen &we, attloftlid) be8 am SSRon* tafl. ben 6. Januar, befltnnertbtn^ Ofr«fioit8^on^rl>erfaiifcS ber „@ e iim * SB o 4j^eVSreiirDcöteit ^e4»er 2(tt unb Qualität für 5uW<fre, Äktoer, 2Jtöntel |ijto.i4foiWia)Fter Slugftrwibl *u «am be» fonlbctä ntefbriiien greifen anjtrbkten. Sir emiJ>feWen uwereit Sefetn bie ©efid>tif{M»tft ber wit. hertoorr^rtbem Kittftlieriif«äbe.m ®«id>nw(! arrangiertem. Sdbaufenfter, inSbefortbere be8 woften 5*fowitonSbitbeg „SBataetriefbet 2>t« bort augfleftellteri Saren aeifl«n auf ben erfteh M\ä, ibafe 5fi«r An $ret8 unib Ou^ttät toirllid) aw6ewt^ntud>e8 anboten toitto. ' , 9ladyfteb>mb einige ^teiSfbei^ieTie: fittifhtd'Seibe, p«r m#n.......... S —,75 Sofft t»e 6ft Wr 80 breit..........S —.81 0ttra&,*atict«riftallln,*rofatf ioobr .ä S -M SudMe, Saide eclaire, 6min fiiöertQ, 9SBllfAfCiD^r neuelieaRufttr, olleßorben . . .ä 8 l.?S eeiDeit'TOotocaitit 100 bwi, JL«8eitat« 9C0tflelte,75bre.t,berri(l3e^aUfarben, ^eißett« jtttnbl 90 bwt, Sro^i, 90 breit u. ^ongis rjoofe ».................. a 8 t.8S Uit» Ulm. (S'e'djiciUfl finbel in ollen anöeren Olbfetfun^en cn Qso^r ut« JlättmMngö »frHutt/ an t»«f reoMjlerUn 9rti|tw \ftu 9 * 9 9 I « & 9 C 9 I tt K v 9** 9t « U) fl U f) w c » Schulrat Professor Dr. Heinrich Pollak. Zum 70. Geburtstag des bekannten Pädagogen söhreibt uns Prof. W. Breuer: „In voller, ungeschwächter geistiger und körperlicher Frische und Regsamkeit, begeht der als vortrefflicher Pädagoge und Kanzelredner allgemein anerkannte Schulrat Prof. Dr. H. Pollak die Feier seines 70. Geburtsfestes. Prof. Pöllak wirkte 37 Jahre hindurch in vorbildlicher Weise als Religionsprofessor an Wiener Mittelschulen, die Aufgaben eines jüdischen Religionslehrers in geistigern, sittlichem und religiösem Sinne voll erfassend und erfüllend. Ebenso ersprießlich war seine Tätigkeit als zeitweiliger Prediger und Exhostant, zu welchen Funktionen er als Mann humanistischer Bildung, als Mensch reinsten, gläubigsten Herzens, prädestiniert war. An seinem Ehrentage utrrfhitet fhn eine Woge von Sympathien and Verehrung seitens seiner Freunde und Berufsgenossen, die ihm jene Kraft und Schaffensfreudigkeit wünschen, die sein bisheriges Leben ausgezeichnet haben*." Jetti Mamber, geborene Wolfmann. Am 20. Dezember 1929 verschied nach einem längeren Leiden Frau Jetti Mamber, geborene Wolfmann, im Alter von 39 Jahren. Sie gehörte zu den aktivsten Mitgliedern der noch zu Herzls Zeiten geschaffenen Mädchenorganisation „Moria". Bis zu ihrem Tode arbeitete sie aktiv in der zionistischen Bezirkssektion III. Die Verwandten und Freunde der Verblichenen haben beschlossen, den Namen der Verewigten mit unserem Aufbauwerk in Palästina durch Schaffung eines ihren Namen führenden Gartens im Chajes-Waldc zu verbinden. T heater, Kunst und Literatur Zum 50. Geburtstage Professor Julius Wolfsohns. Was ist jüdische Musik? fragten die Ungläubigen, als frofeswor J'uHiis ' W o 1 f s o h n sidi anschickte, sein Erstlingswerk, die „Paraphrasen über altjüdische Volksweisen" der Oeffentlichkeit zu übergeben. Allerdings war es der viel jüngere Wolfsohn, der die Idee fr.ßte, die jüdische Volksmusik der inter- . * .»-•>••• - t nationalen Musikwelt zu ersdiliefien. Es war vor siebenundzwanzig Jahren. Als dann später der bereits berühmte Meister des Klavjers jüdische Musik schrieb und spielte, verstummten die Ungläubigen. Wolfsöhn' machte die jüdische Musik -k o n z e r t f ä h i g. Inzwischen, schuf die jüdische Erheuerüngsbewegüngf ungeahnte Möglichkeiten für die jüdischen Künstler. In dieser Bewegung der jüdisdien Wiederbelebung hat auch ein Namensträger Prof. Wolfsohns, sein Cousin David Wolfso h n, eine unver.gäpgliche Rolle gespielt. .> : Julius Wolfsohn ist am 7. Jänner 1880 in Warschau geboren. Schon frühzeitig wurden' seine musikalischen Fähigkeiten entdeckt und gefördert. Der Lieblingsschüler vieler bedeutender und großer Musiker: Prof. Schostakovskis (Moskau), Michalowskis (Warschau), Pugne (Paris), Leschetitzky (Wien), .wurde selbst zum gefeierten Künstler, Komponisten und Pädagogen. Die Konzertreisen Wolfsohns in den verschiedenen Ländern der alten und neuen Welt brachten ihm allgemeine Anerkennung und begründeten seine Stellung im internationalen Musikleben. Seine „Paraphrasen über altjüdische Müsikweisen" — „Die jüdische Rhapsodie" ~ „Suite liebraique" und das jüngst vollendete Werk „Stimmungsbilder aus der Kinderwelt" — zählen ^u:«i köstlichen Besitz der jüdischen, und allgemeinen Mijsik. Der ausgezeichnete Ghopin-Interpret. Wolfsibh;« zählt auch zu den besten Pädagogen. Aus aller Hercren Länder kommen seine Schüler zu ihm nach Wien. Viele seiner Jünger'sind heute als Pädagogen an den Wiener Konservatorien tätig (Tyschkovski, Friedländer, Reichiin, Birkenfeld), viele erfreuen sich auch als Virtuosen einer Berühmtheit (Waghalter, Neumark, Mischa Levicki, Magasanik, Betty Fischer u. v. a.). Außerdem entwickelt Prof. Wolfsohn eine ausgedehnte publizistische Tätigkeit. Er ist auch einer der Mitbegründer der Gesellschaft zur Förderung der jüdischen Musik in Wien. —lo> t. Konzert des Wiener Jüdischen Gesangvereines. Samstag, den 11. Jänner findet im Festsaale des Industriehauses, I.,' Schwarzenbergplatz 4, um halb 8 Uhr abends ein Konzert des Wiener Jüdischen Gesangvereines unter Leitung des Chormeistets A. Dzimitrovsky statt. Zur Aufführung gelangen Fragmente aus „Samson" von Händel, Chöre von Reck, Wilhelm Grosz, Saminsky, Klaviertrio von Julius 3hajes. Als Solisten wirken mit: Grete Körner, Eugenie Kr eitler, Igar Grünberg, Fritz Kohn. JUdische Kflmtlersplele (Theater Reklame). Ab Freitag den 9. Jttnner gelangt die Novität „F r a u e n I i e b e". Lebensbild mit Gesang und Tanz, von Segall. zur Aufführung. In dieser Novität verab- •liledet sich das Gastepaar Vera Kanlewskaund Paul Brei ttann. Außerdem wirken die Damen: Weiqtraub, Graf. Mcisels, Liebuld. Weiland und die Herren Fostel. Jabionsky, Dr. Brind, N. Breitnann, A. Meiseis mit.. Beginn halb 4 Ohr. „Die rumänische Chasene." Die Jüdische Künstlergruppe »»? Bukarest hat ihr Gastspiel in der judischen Bühne (II., Tiborstrafle 12) mit der bekannten Operette ..Die rumänische Chasene" fortgesetzt Sevilla Pastor als Duvjre Kosak fand großen Beifall. Sehr gut gefielen die Damen R. Siegler, E. Siegler, E. Silber »nd die Herren

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