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Die neue Welt · 1929-12-06 · Heft 116 (6.12.1929) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 116 (6.12.1929)
Date
1929-12-06
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seife 10___ Rasche Hille für Palästina. Abschloß der Spendenatisweise: Aron Klamka, Bruck S 10, Kortschin S 2, E. Perlmutter S tO, Lustgarten S 5, Hermann Goldschlager S 10, Dr. II. Kiwe S 5, Stryks S 4. Spendenliste Nr. 110: Dr. Des. Weiß S 40, Otto Low S 10, Diverse 25, zus. S 75, N. M. Racker S 10, B. Klappholz S 20, N. Ratz S 10, N. Ebenstein S 10, Sammlung Altaras: Altaras S 10, Köhler S 5, Münz S 5, Dr. Dornhelm S 10, Diverse S 10, zus. S 40, Sammlung Send ro wiez: Direktor Pollak S 30, Leo Sendrowicz S 30, S. Schwager S 15, Direktor John S 20, Direktor Schwarz S 20, Dr. Grünspecht S 50, zus. S 165. Sammlung Gottfried: Pickholz S5, LGottfried S 5, Diverse S 11, zus. S 21, Sammlung Jakob Rechter (Korneuburger Mineral A. G.): Jakob Griffel S 50, F. Lehmann S 20, I. Rosenblatt S 10, O. Halpern S 10, Dr. Hecht S 10, B. G. S 10, Ing. Pines S 10, Doktor Ringer S 5, Sofer S 5, Schrtfber S 5, Wachsmann S 5, Ing. Nobel S 10, Lederer S 3, N. N. ,S 5, SchriUm Griffel S 50, H. Schreder S 5, Leo Schwefel S 10, B. K. S 5, Dr. Stein S 5, Kurzer S 5, Kellersberg S 3, Brichta S 5, Rechter S 5, zus. S 258. Sammlung Kultusgemeinde Oberhollabrunn: W. Breier S 30, W. Hauser S 10, Dr. K. Jellinek S 10, M. Berger S 10, Frau Dr. Ritter S 5, Katharina Skamperl S 5, K. Ranzenhofer S 10, Ä. Deichsner S 5, W. Schidloff S 3, E. Fische S 4, zus. S 92, Johann Eisinger, Zistersdorf S 5, zusammen S 752. Insgesamt: S 13.945.60, schw. Fr. 75, engl. Pfund 6, tsch. K 50, Zloty 35, Pengö 50, RM. 10, Dollar 7. — Zum Ausweis in Nr. 108 der „Neuen Welt" ist nachzutragen: Dr. B. Aschkenase S 10 und Lola Diamantstein S 5. Die Namen waren weggelassen. Die Endsumme erfährt hiedurch keine Aenderung. Eine Chaluzheratung in Wien. Tagung der Chal uz verbände und der zionistischen Jagendorganisationen Deutschlands, Oesterreichs und der Tschechoslowakei am 14. und 17. Dezember. Auf Initiative des österreichischen Hechaluz findet am 14. und 15. Dezember 1929 in Wien eine Beratung der Chaluzverbünde der westeuropäischen Länder statt. Sie dient der Erörterung der aktuellen Fragen der Chaluzbewegung und der Fragen der Alijah. Es sollen auf dieser Beratung zum ersten Male die konkreten Möglichkeiten einer Zusammenarbeit der zionistischen Jugendbewegung dieser Länder erörtert werden und so einem langre gefühlten Mängel abgeholfen werden. Ef kommt dieser Tagung in jeder Hinsicht etae besondere Bedeutung zu. Dementsprechend ist auc das Jnieressf» in den Kreisen der? zionistischen Jugend dieser dr*i Länder, sehr grpß und es,ist damit zu rechnen, duß ein«» {.'rohe.Zahl von Delegierten an dieser Tagung teilnehmen werden. Der Oesterreichische Landesverband „Hechaluz" wendet sich an die zionistische Oeffentlichkeit mit einem Aufrul, in dem es unter anderem heißt: „Wir; brauchen ihre Hilfe, wenn wir unseren Aufgaben gerecht werden wollen. Wir brauchen eine große Zahl von Lehrstellen, insbesondere in der M«e t al lb r a n c h e. Trotz unserer intensiven Arbeit haben' wir eine "große Zahl, von Chaw^rim, nicht entsprechend, unterbringen, können.. Wir wenden uns insbesonders an jene : Gesinnungsgenossen, denen es persönlich möglich ist, uns in dieser Sache behilflich zu sein. Gleichzeitig ersuchen wir'.alle "zionistischen Gesinnungsgenossen in der Provinz, uns mitzuteilen, ob es ihnen möglich wäre, Verbindungen mit Gutsbesitzern ihrer Umgebung anzuknüpfen, die eventuell bereit wären, im kömmenden Frühjahr Chaluzim aufzunehmen. Wir suchen 50 bis 60 Arbeitsplätze. Nicht zuletzt teilen wir mit, daß mit der Friihjahrsalijah eine große Zahl von Chaluzim von hier aufs Land geht. Für diese suchen wir Ver d ien s t ra bgl ich k eit en, damit sie sich die Alijahkosten selber erarbeiten." Jubiläum der „jüdischen Volksstimme" in Brünn. Anfang 1930 begeh* die seit id^m Jahre 1900 in Brünn erscheinende zionistische Wochenschrift „Jüd'* sehe Volksstimme" das 30. Jahr ihres Erscheinens mit der Herausgabe einer umfängreichen Jubiläumsnum* mer. Die „Jüdische VoIksstimme'V wurde von Max Hickl gegründet und ihre ersten Redakteure waren Robert Stricker und Berthold F e i weL Auch Max N or d au gehörte zu den ersten Mitarbeitern des Blattes, das die älteste zionistische Wochenschriftin Mitteleuropa *in deutscher Sprache ist. Hakenkreuzgruppe an der Frankfurter Universität ■ verboten. Rektor und Senat der Universität Frankfurt a. Main haben am 36. Novemiber folgenden Beschluß gefaßt: „Die ___DIE NEÜE WELT Staro JKebeifel als Diplomat in! •. .Mmi. «cf)at?i, fpm' ich fcle S$lqger itlftt tytnftenft? . «. 0leitt, tUtt betäubend. 3 » bin wie cefefttagen. 3«fc! miifet Da mit; fllö Scloöntinfl für meine (BebulD im© ^ur ©rboiuna bei „Öttjiflmo >n" feie urä(I)ttocn 3Dcit>nachlßfd)ljgcr norführen lalfen, bei deren Slnbttcft einem bad flerj »oe Stettbe auffielt, . . nitft die JBiieftafdte! «Hier, Sdjaftt, du toeiftt bort) \0)on, wie billig bic „edfiffmdrni'Srtilu, ecv ftnDJ Itnfete fenfotioneßen 33eiJj!?a^ts= @c6Iaoer: ötttwlleHer ttnll 0rHIafr9de &?.r: 8 3.90 Samen'StottfcfcaJlöntel ........... S 19.50 Selottrs'Stonelle, auit«, m mm..... S — 98 9BoU»6re5 Ha, *****............8 2,90 ßreöe De ßlrfne, aaf w .....S 4*98 SHaneMaff)a»§etnDeit, mu 11^.. u lammte S 4*90 i8ttmen*6etDcnpfenf fleiüt,m.........8 3.90! $ßültlf)0!ef fl(.fltcrt, mit S^tti, alle ßrotfi n ...... 8 1.98 aJlelee-Strfinmfe................. 8 -.98 fltattoüer, ««« «*.. M...............S 2.50 Samen.Sftnec(((|ttJc.... ,.......; 8 7*90 deute besinnt Der WHfje 2Belftnotötßöerfauf in -ntten liniere^ SPteflünßen.; ' OTaglfe6i6Iffroo«t^»nsw»ftc48 Hochscbulgrüppe Frankfurt: am-^Main. des Nationalsozialistischen Studentenbundes, wird: gemäß § 41der Vorschriften: für die »Studierenden Deutschlands ^yom 1. Oktober 1914 wegen "der Beleidigungen gegen die Frankfurter Universität, die in den am. 21. upd[22. November 1929 von dieser Gruppe, verteilten Flugblättern enthalten sind, für dauernd vc r.b o te n.'V Gejrein. die Verantwortlichen soll außerdem .eingeschritten .werden. Eine seltsanie Idee. Eine Aktion zur Judaisierung der Armenier. In Warschau weilte vor kurzem eine Abordnung armenischer Notabein,1 bestehend aus Mitgliedern dervornehmsten armenischen Familien, um, wie sie sagten, das Leben der jüdischen Massen der größten Judengemeinde von Europa kennenzulernen. Der Führer der Abordnung sagte, daß die Armenier; die nach ihrer Voikssage von Juden abstammen, stets von Zuneigung zum, Judentum erf üllt waren. So wie die Juden, leben die Armenier in der ganzen Welt verstreut und haben dennoch ihre nationale Eigenheit bewahrt, weshalb sie gleich den Juden den grausamsten Verfolgungen ausgesetzt sind. Der größte Teil der Armenier hält den jüdischen Sabbat als Ruhetag, ein großer Teil beachtet auch das Gesetz der Beschneidung, wie im allgemeinen viele Teile des armenischen Volkes auch andere wichtige jüdische Religionsgesetze einhalten. Der armenische Typus gleicht in vielen Zügen dem jüdischen Typus und es ist daher kein Wunder, daß, als die Delegation, die sämtliche wichtigen Einrichtungen von Warschau besichtigte, durch die Straßen ging, sie von der Bevölkerung für Juden " gehalten wurde. . Die in der Piaspora lebenden Armenier haben schon vor mehreren Jahren , den Bund „A r a r a t z i o n-'V gegründet, der den Zweck hat, das armenische Volk dem jüdischen Volk immer näher zu bringen, um schließlich ganz im Judentum, «aufzugehen. Dafür ist auch der Name d$s Bundes Symbol, da damit zum Ausdruck kommen soll, daß der Berg Ararat, von welchem die Armenier ihre Abstammung herleiten, mit dem Berg „Zion" verbunden werden soll. Die Idee des Bundes ging von der Pariser armenischen Kolonie aus, die in ihrem leitenden Organ „Abaka" (Zukunft) eine starke Propaganda in diesem Nr. 116 ------11 1 ........ ,.-.,„-, ... ,, n i - - — B<l Sinne entfaltet Die armenische Delegation hat sich mit großer Begeisterung über die in Warschau gemachten Erfahrungen ausgesprochen und erklärt, daß sie nunmehr ihre Propaganda zur Erreichung ihres Zieles verstärken und die drei Millionen Armenier von der Richtigkeit ihrer Lebensaufgabe überzeugen werden. An der Spitze dieses in der Geschichte eines Volkes seltenen Planes stehen die armenischen Führer Namaliker und G o n s c h e r, die als genaue Kenner der Geschichte des jüdischen Volkes und der eigenen Volksgeschichte wiederholt in größeren Arbeiten und in der armenischen Presse auf die Wechselbeziehungen zwischen den Armeniern und den Juden, die nicht nur in äußerlichen politischen und wirtschaftlichen Fragen zutage treten, sondern auch völkerpsychologisch begründet seien, hingewiesen. Die beiden Führer und ihre Mitarbeiter erinnern auch daran, daß die Juden anläßlich der schweren Massakers, denen die Armenier im Orient wiederholt ausgesetzt waren,.werktätige Bruderhilfe sowohl in materieller als auch in politischer und publizistischer Form geleistet haben. Sie erinnern sich ganz besonders an die seinerzeitige große Aktion, die der verstorbene Herausgeber der „Oesterreichischen Wochenschrift", Dr. Josef Samuel Bloch, durch die „Pro Armenia-Bewegung" ins Leben gerufen hat, und versichern, daß neun Zehntel des 3 Millionen Seelen zählenden armenischen Volkes bereits von der Idee durchdrungen seien, daß ein Aufgehen des armenischen Volkes im jüdischen für beide Teile von Segen wäre. Bodenständige Namen. Wir haben wiederholt über Gerichtsverhandlungen in amerikanischen Städten berichtet, in welchen darüber entschieden werden sollte, ob ein Jude berech* tigt sei, seinen hebräisch oder jüdisch klingenden Namen in einen englischen Namen umzuändern. In vielen Fällen mußte der Richter den betreffenden Juden darüber belehren, daß der Name Kohn oder Levi zumindest so schön und ehrbar klinge wie mancher aus dem englischen Lexikon gewählte Name. -Diesmal ist es ein Richter der Stadt Boston, der ,sich mit einem ähnlichen Fall beschäftigen muß und deshalb auch in Amerika Aufmerksamkeit erweckt, weil das Haupt einer sogenannten amerikanisch-aristokratischen Familie Einspruch dagegen erhebt, daß der aus Polen eingewanderte Jude Julius Judelowitsch seinen Namen in L o v e 11 umzuändern beabsichtigt. Die Familie Lovett, die zu den exklusivsten Amerikas gehört, verwahrt sich dagegen, daß ein eingewanderter Jude ihren Familiennamen annehme. Judelowitsch, der die Haryarduniversität absolviert hat, erklärt jedoch, genau so Vollblutamerikaner zu sein als die Herren von Lovett und besteht unter Berufung, auf die freiheitlichen Gesetze der Vereinigten Staaten auf . dem Namen Lovett. So mußte es zu Auseinandersetzungen der beiden Parteien vor dem Richter kommen. Und da erklärte. Judelowitsch, daß die Lovetts, abgesehen von der juristischen Seite der Frage, durchaus keinen Grund hätten, auf die Reinheit ihres Familiennamens so sehr zu pochen. Ein Vorfahre der Lovetts wurde nämlich wegen'Va t er 1 a nd s v er r a t in England gehen k t. Dieses historische Faktum mußte vom Richter Charles Harris auch bestätigt werden, ja er .erzählte, daß er selbst in London den Platz gesehen habe, wo Baron Lovett sein Leben, am Galgen. abgeschlossen hatte. Wie die Dinge jetzt stehen, dürfte Judelowitsch seinen Prozeß gewinnen und sich bald Lovett nennen dürfen, um nicht durch seinen Namen als Jude verraten zu werden. Sein Rechtsvertreter beruft sich übrigens auf einen Präzedenzfall. Vor einigen Jahren nämlich wurde ein ähnlicher Kampf zwischen einem eingewanderten Juden namens Cabotkin mit der Familie Cabot, deren Namen er annehmen wollte, zu gunsten des Einwanderers entschieden. Auch damals hat die Familie Cabot mit Entrüstung sich dagegen verwahrt, daß ihr Name von einem „Bindestrich-Amerikaner" usurpiert werde, Capotkin konnte aber in der Hauptverhandlung nachweisen, daß er im Weltkrieg sich freiwililg für die europäische Front gemeldet und sein Leben für seine neue Heimat Amerika aufs Spiel gesetzt habe, während sich in der so hochmütigen Familie Cabot kein einziger befunden hätte, der für sein so sehr vor fremdem Einschlag eifersüchtig behütetes Vaterland an die Front hätte gehen wollen . . . Amtliche Verlautbarungen der Israelit. Kultusgemeinde Wien. Predigten. Freitag den $ d. werden bei dem um 4 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in fol* genden Gemeindetempeln Predigten abgehalten: I., Seiten* Stettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); XV., Turner« gasse 22 (Rabbiner Dr. I, Taglicht); XVIII., Schopenhauer« straße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Samstag den 7. d. findet beim' Morgengottesdienste (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) im Gemeindetempel, XXI., Holzmeistergasse •Nr. 12 (Rabbiner Dr. M, Rosenmann) ein exegetischer Vortrag statt. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag den 7. Dezember 1929 findet um 3 Uhr nachmittag der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde* und Bezirks^Synagogen statt. J, A. V, „Nehcmla". Im Generalkonvent wurde ein neues Pr8.f sidium. bestehend aus: Dr. Leo Köppl. Ludwig Kl Inger cand. med. und Izaak Nagjer cand. med. gewühlt. In der laufenden Arbeitsperiode wird im Rahmen des Vereines eine Vortragsreihe über ..Die Judenfrage der Gegenwart" von Bb. Dr. Leo Köppel sowie einzelne Vortrage Uber ..Die Judenfrage in der zionistischen Literatur" gehalten. Akademische Gaste und höhere Mittel* schüler herzlich willkommen. JUGENDVEREIN „EREZ ISRAEL" MHHHMMHHi WIEN II, ZIRKUSGASSE NR. 33 SONNTAG, DEN 15. DEZEMBER 1929, HALB 8 UHR ABENDS KONZERTHAUSSAAL lila HEBRÄISCHES KONZERT KÜNSTLERISCHE LEITUNG: PROF. ARTUR WOLF MITWIRKEND s RENA PFIFFER-LAX (Volksoper) / ERIKA WAGNER (Deutsch. Volkstheater) / Kammersänger JOSEF MANOWARDA iStaataop r) / O erkantorGERSON MARGULIES/CARL LAF1TE, Klavleiw.Orgelbegl,/GEMISCHTER CHOR DAS Rg|NCflTR*§MI5 FMB9ST PEM CHAJES.REALQYIYIMASIUIV! UND DEM 0HAJES«WALDE ZU Kaitcn im «ab#n t Zion, Bureau, 1, Kirotoerotr, 28 / öttcJjtrstube Rath, 11. Taborsti. 20a/ fheate.kartenoweau „Aida", U, Taborstr. J und bei allen VcretM»li|Ue4vni

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