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Die neue Welt · 1929-11-22 · Heft 114 (22.11.1929) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 114 (22.11.1929)
Date
1929-11-22
Page
– (sequence 10)
Language
German
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f Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 114 Die jüdische Einwanderung in Argentinien. Die allgemeine Einwanderung sinkt, die jüdische steigt. In Argentinien zeigt sich, wie aus den offiziellen Berichten über die Einwanderungsbewegung hervorgeht, infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse ein allgemeines Abflauen der Einwanderung ans den europäischen Staaten. Die Preise der Farmprodukte sind stark gesunken, was auch auf den Handel und die Industrie ungünstig einwirkt. Der Einwanderer findet also weder als Land' arbeiter noch als Fabriksarbeiter oder Handelsangestellter halbwegs lohnende Beschäftigung. Trotzdem weiß die offizielle Statistik davon zu berichten, daß zum Beispiel in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, da ein allgemeines Sinken der Einwanderung zu konstatieren war, die jüdische Einwanderung sogar im Verhältnis zur Ziffer in den ersten sechs Monaten des Vorjahres eine Steigerung aufzuweisen hat. Dem jüdischen Einwandererschutzverband in Buenos Aires ist es gelungen, einem großen Teil dieser jüdischen Einwanderer Arbeit sowohl in den Städten als auch in der Provinz zu verschaffen, so daß die 2738 jüdischen Einwanderer, welche in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Argentinien eingewandert sind, im großen und ganzen mit Arbeit versorgt sind. Diese Erscheinung, daß die jüdische Einwanderung in ein Land, dessen wirtschaftliche Verhältnisse und Arbeitsmöglichkeiten schon seit längerer Zeit ungünstig sind, unvermindert anhält und sogar etwas steigt, weist auf die tieferliegenden Gründe der jüdischen Wanderbewegung und auf die wesentlichen Unterschiede, die zwischen dem jüdischen Auswandererproblem und dem der anderen Nationen besteht, hin. Während der Auswanderer im allgemeinen sein Heimatland verläßt, um in einem anderen Land seine Lage wirtschaftlich zu verbessern, und wenn er in dem betreffenden Lande keine besseren Arbeitsverhältnisse vorfindet, lieber unter gleich schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen in der Heimat bleibt, handelt es sich bei dem jüdischen Auswanderer nur selten um eine Verbesserung seiner wirtschaftlichen Lage, sondern in der Regel um seine Flucht aus einer nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch politisch upd sozial unerträglich gewordenen Lage. Der jüdische Auswanderer ist fast immer ein Flüchtling. Er flüchtet in ein neues Obdach. Ihm kommt es vor allem auf die Ruhe und nicht auf die Verbesserung seines Lebensstandards an. Deshalb studiert der jüdische Auswanderer zunächst die Einwanderungsgesetze der verschiedenen in Betracht kommenden Länder und flüchtet dahin, wo er ein Asylrecht genießt Er verläßt sich'auf seinen eigenen Arbeitswillen, seinen' Fleiß und seinen geübten Blick für Erwerbmöglichkeiten und zieht deshalb als Wanderer auch in ein Land, in welchem die wirtschaftlichen Verhältnisse vielleicht augenblicklich nicht besser sind, als in dem Land, aus dem er zu fliehen gezwungen ist. Er weiß, daß seine Ausdauer und Zähigkeit die Krise überwinden werden, währeno er ein Land der Freiheit gegen seine alte Heimat der Bed'r dckung'eingetauscht hat. Seitdem die nordamerikanischen Staaten das Quotengesetz zur Drosselung der Einwanderung geschaffen haben und mit aller Strenge durchführen, wendet sich die jüdische Einwanderung immer mehr nach Argentinien. So ist die Zahl der Juden in Argentinien in den letzten Jahren auf rund 300.000 gestiegen, die nicht nur wirtschaftlich gut versorgt sind, sondern auch bereits eine gut fundierte soziale Tätigkeit entfalten und auch auf kulturellem Gebiet bereits Nennenswertes leisten. Kenner der Verhältnisse sagen voraus, daß in Argentinien, wenn die gegenwärtige. Einwanderungspolitik in Nordamerika keine Aenderung erfährt, in nicht allzu langer Zeit, ein neues jüdisches Zentrum erblühen wird, das auch für die jüdischen Probleme in Europa nicht ohne Bedeutung bleiben wird. (~bus) Austritte aus dem Judentum. Fuchs Aranka geb. Kerszturi, geb. 6. IX. 1893 Karan* szebes, ger. gesch., L.Köllnerhofgasse 2.— Dr. Sperling Ernst, geb. 12. XI. 1894 Tanopol, ledig, VIII., taudongassc 55. — Pollak Oskar, geb. 22. VIII. 1904 Wien, ledig, V., Mar. garetenstraße 147. — Amon Theresia geb. Tuschak, geb. 1. VIII. 1877 Wien, verh., IL, Pillersdorfgasse 13. — Hruda Emma geb. Goldenberg, geb. 12. XI. 1872 Wien, verw., VI., Bürgerspitalgasse 1. — Löwyn Irma, geb. 27. II. 1892 Wien, ledig, II., Castelilezgasse 4. — Goldberg Marie geb. Jurano« witz, geb. 25. VI. 1899, Wien, verh., XII., Flurschütz. Straße 23. — Frey Ernst, geb. 10. VI. 1915 Wien, ledig, XII., Strohberggasse 6. — Singer Stella, geb. 8. II. 1905 Wien, ledig, XII., Tivoligasse 38. — Goldberg Adam, geb. 3. III. 1897 Radom, verh., XII., Flurschütsgasse 23. «* Theater und Kunst« Jüdische Tanzform, Zum Abend Baruch Agadati. Jüdische Welt ist eine spirituelle Welt, auf Geist und auf praktische Zwecklosigkeit gestellt, den Menschen mit dem namentosen, unvorstellbaren Gott verbindend. Auf dem tausende Jahre langen Weg der jüdischen Ge. schichte stehen als Meilensteine die aus inbrünstiger Liebe zu Gott gestalteten Werke von Propheten, Welsen und j Dichtem, und wenn wir sie heute in uns erneuern wollen I 9tief)eifel wirb ettergifcfj! ♦ « mid) (ringen Min« sefyt <Pfer*e Ittel)* 3« irgend einer SRoftewr« ffifjrmtg! 3Ö«m ftit ein Afefd, einen Stlaitfcl, 28öfrt)codervoqq \JS^> \\ ßr^C^^^S fottff imwet oroudW» hemm anm © d)»f f tn « ttU, 2. Sestefc, Sofiorffrafte &~ Mrf fittdtfl bn große ttas* wafyf tttt* hchommf! für wenig Geld etile Quatttötetoare» WOCHENSCHLAGER: Schlafrock oder Pyjama S 7.90 i—»iiim.-iimi«rfi>iiMiiimii i«§\\mii*mA)^»iMatimaitltMMatiaiM^mmmmtitmm....... ..-«-■. als Lebensgefühl des neuen, nationalen Juden, wenn wir die Strecke zurückwandern, dann können wir auch die äußeren Reflexe dieser Inbrunst. finden. Agadati hat sich dieser Aufgabe unterzogen, hat versucht, bewußt die Bewegungsformen der jüdischen Ekstase zu reproduzieren, einer allein unter Millionen, und was er retrospektiv er« schaut hat, gibt er als Tanzform wieder. Das der Grund, weshalb nichts, was er auf dem Podium gestaltet, im Sinne des landläufigen Tanzbegriffes wirkt. Seine Gestaltung weist auf einen anderen Ursprung als den der körperlichen Gymnastik, die aus turnerischen Bewegungen Tanzformen, also Kunst machen will. Daher mußten bei vielen seiner Tänze die Bewegungsfolgen Be. fremden erregen, mißverstanden werden. Es wird nur ver* einzelt Menschen geben, die für die Stimmungen der „Königin Sabbath" empfänglich sind, wenige, denen die Gefühlsreflexe eines „Reb Meir", „Reb Joel" etwas, zu sagen haben. Was allgemein zugängliches Gut war, stammte aus den Bezirken des Naturalismüs: Der un» heilige Tanz des „Reb Nuthe" und. der Tanz des palästi* nensischen Juden unserer Zeit, des Chaluz, dem das Ver» wurzeln mit palästinensischer Erde urtiefsten Drang, Freiheit und Gefahr bedeutet. Die acht Tänze Agadatis zeigten die Möglichkeit, das von ihm entdeckte Gebiet urbar zu machen: für solche, die nach ihm kommen, für solche, denen „jüdischer Tanz" einen Faktor in der Wiedergeburt jüdischen Selbst, bewußtseins bedeutet. Der Erfolg war groß. Die Anerken. nung stürmisch. Sie galt dem Manne, der etwas Neues schuf, und dem Werk, das für die Zukunft Wertvolles verspricht. . , Oskar Rosenfeld. III. Hebräisches Konzert. Wie' ' bereits bekannt ist. findet am 15. Dezember d. J. im Großen Konzerüiaussöttl,: das Hebräische Konzert, welches vom Jugendverein „E r e z Israel" veranstaltet wird, statt. Das Reinerträgnis dieser Veranstaltung Hießt dem Chajes- Realgymnasium und dem Chajes-Walde zu. Die künstlerische Leitung liegt in den bewährten Händen des Herrn Prof. Artur Wolf. Das Programm lautet: Rena Pfiffer-Lax (ehem. Volksoper); Erika Wagner (Deutsches. Voikstheater); Kammersänger Josef M a n owarda (Staatsoper Wien); Oberkaritor Gerson Marguli e s und ein g e m i s c b t e r C h or. Klavier-- und Orgelbeglcitung: Professor Carl Lafite. Um den Gesinnungsgenossen in allen Bezirken - die Möglichkeit zu geben, sich rechtzeitig Karten zu besorgen, eröffnen wir nachstehende Vorverkaufsstellen: I.' Bezirk: Buchhandlung Löwith, Wollzeile 6: II. Bezirk: Bücherstube M. Rath. II.. TaborstraQe 20a, Jugendverein Erez Israel, II., ■ Zirkusgasse 33; VI. Bezirk: Hermann» Greif, Gumpendorferstraße 93; VII. Bezirk: Geltner & Co., Neubaugasse 68; VIII. Bezirk: Zionistische Bezirkssektion ' VH/VIII, Bennoplatz 1; IX. ^Bezirk: Mensa ■ academica Judaica. Zimmermännplatz 8; X. Bezirk: Sporthaus Fischmann. Viktor Adler-Platz 1; XX. Bezirk: KartenbUro Rosenthal, Wallensteinstraße 24. Die anderen Bezirke werden in der nächsten Nummer bekanntgegeben. Jüdische Abende. Mus i k und T a n z. Der „Verein der Freunde des arbeitenden Palästina" veranstaltet Donnerstag, den 19. Dezember 1. J., halb 8 Uhr abends im Großen Konzerts haussaale einen A.b e n d j ü d i s c h e r Kunst, an dem zum ersten Male in dieser Saison jüdische Musik zu Ge* hör gebracht wird. Für die künstlerische Leitung dieses Abends wurde der bekannte Komponist und Cellovirtuose I. Stutschewsky gewonnen, der den weitesten Kreisen durch seine zahlreichen musikkritischen Aufsätze und durch seine Konzerte in Wien und im Auslande* wohl* bekannt ist. Stutschewskys Stellung zum Problem der jü# dischen Musik bürgt für das Niveau der Darbietungen. Im musikalischen Teil wirken ferner mit: Der Wiener Jüdische Gesangverein (unter Leitung des Diri» genten Prof. Dsimitrowsky), Israel Brand* mann, dessen Streichquartett aufgeführt wird, der ju» Israelitische Kultusgemeinde In Bielovar. Z. 232/1929. KONKURS Bei der Israelitischen Kulhisgmemde dn Blelovar «elaturt der Posten des Bezirksrabbiners zur Besetzung. Di« Kompetenten müssen die vorschriftsmäßige Qualifikation mm Rabbiner (even-tueH auch ein Doktorat) besitzen und sollen womöglich Staats/bunger des Königreiches Jugoslawien sein. Gefordert wird schließlich die BefßMffuii« zur Erteilung des Religionsunterrichtes am Realgymnasium wie auch ah der Volksschule. In Ermansre'un« derart qualifizierter Kandidaten kommen auch fremde Staatsbürger in Betracht, dl« das Definitivutn nach Erlernung der Landessprache und Erlamcuwr der Staatsbürgerschaft des Königreiches Jugoslawien erzielen können. Bewerber wollen ihre Gesuche unter Bedschhiß ihrer Dokumente und ihres Curriouliim vitae an das Präsidium der Israelitischen Kultusigemeinde einsenden, Dienstantritt und Gehalt nach Übereinkommen. Di« Reisespesen werden nur den zum Probevortrag Berufenen vergütet, ölelovar, am 10. November 1929. Das Präsidium der Israelitischen Kultusgemetade. gendliche Pianist Jakob Gimpel u. a. Im zweiten Teil bringt Gertrud Kraus einen Zyklus biblischer Frauengestalten (Esther, Ruth, Mirjam u. a.) mit ihre* Tanzgruppe 2ur Uraufführung. Jüdische Künstlerspiele. Das Gastspiel Vera Kaniewska*Paul Breit* mann, das in der vorigen Saison dem Theater die groß« ten Erfolge gebracht hat, hat sich bisher derart bewährt, daß man von einem neuen Aufschwung der „Kün&tle*» spiele" sprechen kann. Hier wirken Einzel* und Ensemble* leistung zusammen. Die stilgerechte Ausstattung, das ver* stärkte Orchester, das schwungvolle Spiel der neuenga* gierten Mitglieder Frl. M. Weiland,. M. Bryn und S. Fostel tragen wesentlich zum Erfolg bei. Auch das parodist'ische Element findet beim Publikum Verständnis, was sich in zahlreichen Wiederholungen dokumentierte. Freitag, den 22. November findet die Erstaufführung der Komödie mit Musik „Das jüdische Mädel" statt. Dieses Stück wurde von den bekannten' Librettisten A. Schorr (New York) für Frau Vera Kaniewska ver« faßt. Es ist eine echte jüdische Komödie, die in Wien ihre Uraufführung erlebt. Neben den Gästen Vera K a* niewska und Paul Breitmann wirken die Damen M. Weiland, Weint raub* Graf, M eis eis, R. Weißberg, B. Liebgold und die Herren N. Breitraann, Bryn, Fostel, Jablonsky und Liebgold mit. Stutschewsky-Uraufführung. Das neueste Opus des bekannten jüdischen Musikers Stutschewsky „Vier jüdische Tanzstücke für Klavier" gelangt am 19. Dezember anläßlich eines Konzertes im großen Konzerthaussaal zur Uraufführung. Das Werk wird von Jakob Gimpel gespielt werden. Jüdisches Bukarester Theater. Seit ungefähr zwei Wochen, gastiert das Jüdische Theater, aus Bukarest mit sensationellem Erfolg in Wien. Die jüdische Bühne in der Taborstraße 12 erweist sich als viel zu klein. Den jüdischen Künstlern aus Bukarest ist es in erster Reihe darum zu tun, die jüdische. Schauspielkunst, die sich bisher in dieser Stadt der 200.000 Juden nicht durchsetzen konnte, zu propagieren. Es besteht die Absicht* die Rolandbühne, die im März als Kino eröffnet werden soll, demnächst zu mieten und das Gastspiel dort fortzusetzen. Einen großen Erfolg holten sich die Bukarester in der Komödie „Verlangt a Chusen". Sevilla Pastor als Dorfmädchen erntete reichen Beifall.,' Besonders zu erwähnen sind noch die Damen R. Siegler, E. Siegler, E. Silbermann, N. Cosowski und die Herren Siegler, Cosowski, Redßmaan und Waldberg. Die Wohltätigkeitsvörstellung für die jüdiseben Weener Di en stm.än ner brachte in jeder Hinsicht edrifen großen Erfolg. Kommenden Freitag gelangt die bekannte Komödie „Der Rebbe heißt freilach san" zur Aufführung. Die Komödie wird Samstag und Sonntaig wiederholt. S. Stramer, der berühmte und sehr beliebte Schauspieler, derzeit verpflichtet im Londoner Pavillontheater und auf der ganzen Welt durch seine einzig schön wiedergegebenen jüdischen Lieder bekannt, hat sich besonders durch die Schallplatten populär gemacht. Jeder Besitzer einer Sprechmaschine sollte eine Platte Jüdische Künstlerspiele. II. Praterstraße 34 Gastspiel des berühmten Künstlerpaars * KHin niüjtl ab Freilag, dan 22. November 1929 in der großen Originaloperette „DAS |UDISCHE MÄDEL" : von Amschel Schorr!! Zum erstenmal in Europa II Jüdische Musik und Tanz, neue Bühnenbilder von Stramer seiner Sammlung zulegen. Es wird interessieren, daß in den letzten Tagen einige Neuheiten von Stramer mittels dies elektrischen Aufnahmeverfahrens hergestellt wurden, und auf unsere Umfrage haben wir in Erfahrung gebracht, daß das rührige Musikhaus Excelsior, Adlergasse Nr. 5, dieselben in längstens acht Tagen herausbringt. Die Musterplatten liegen schon auf. Insbesondere die Platte „Sony Boy" aus dem Tonfilm „Der singende Narr",, jüdischgesungen, auf der Rückseite „Jiddisch ist git", wird allseitig gut gefallen. Neues Jüdisches Theater, II.. Praterstraße 60. Ab Freitag den 22. bis Montag den 25. November „S t i e f m a m e s", Lebensbild in 3 Akten mit Musik von Kalmanowitz. Dienstag den 26. November Ehrenabend des beliebten. Charakterkomikers A i b K a r p. Große Ueberraschung? Beginn tiaib 9 Uhr abends. Ein Wiener Schauspieler In Paris. Der dramatische Schauspieler und Sänger Bernhard Wittler in Wien, von seiner Tätigkeit an der «.Freie jüdische Volksbühne" und anderen jüdischen Bühnen bekannt, gastiert derzeit mit größtem Erfolg-In Paris.?'Vorher hat Bernhard W i 111 e r eine überaus erfolgreiche Tournee in Südafrika (Johannesburg, Gaptown usw.) absolviert. JUdlteher Schauspielerverein. Die in der Tschechoslowakei (Leitung Leopold Jungwirth) und in Rumänien (Leitung Strameji?) gastierenden Truppen werden aufgefordert, ihre alten Legitimationen an das Büro des Jüdischen Schauspieler Vereines, Wien, II., PiaterstraQe 34. zwecks Umtausches gegen neue einzusenden. — In der letzten Vereinssitzung wurden die Herren Dr. David Taubes. Löbl Taubes, Dr. Seiler (Rothschildspital). Nadler und Goldenberg. Paul Weininger. Czenstochowskv und Radoschitzky, zu Ehrenmitgliedern ernannt Nächste AusschuBsitzung Dienstag den 26. November, 4 Uhr nachmittags, Im Vereinslokal. II., Praterstraße 34. ' PaplerscbnlttQ bei den Jaden In Polen. Von Dr. Gisa Frankel, frühere Redakteurin der polnisch-hebräischen Kinderzeitung „Hasetiachär'' In Lemberg. Dieses Buch —! In Rplnlsche,r und deutscher Sprache — zeigt in interessanter Weise eine Abhandlung Uber die Papierschnitzerei bei den Juden. Papierschnitzerei? Ein sterbender Zweig der Jüdischen Kunst! Einst schmückte man die Fensterscheiben,, die Ostwand in den Wohnungen oder in den Bethäusern mit „Misrachlech", „Sclieurioslech", „Reisetech". — Simchath-Thora-Fähnchen. Sephiratha-Omer-Tafeln, bunte Papierschnitzerei in der Laubhütte, Laternen mit hebräischen Aufschriften — all dies war Handarbeit. Heute verdrängt von der Technik, von den Druckmaschinen. Die Motive dieser Papierschnitte sind: Menorah, die heiligen Tafeln. Dawidschild umgeben von Tieren (Löwen. Hirsch, Adler). Pflanzen und Sternen. Sechzehn herrliche Bilder erläutern die interessanten Ausfahrungen der Verfasserin und zeigen die— leider — untergehende Kunst Jüdischer Handarbeit. Dieses Buch ist für den Ethnologen eine dankenswerte Einführung über Jüdische Papierschnitte. ,. Josef Ascher. Jüdische Sport- und iiiiiiiiiiiiiiimtiiiiiiiiiiiiiiXurnbeweöwrtÖ Die Generalversammlung de* Hakoah« s Vergangenen Samstag hielt der Sp. Cl. Hakoah seine ordentßche Generalversammlung ab, die einen würdigen Verlauf' nahm. Bed der Versammlung wurde seitens der Führer dee Fußballklub« Hakoah und des

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