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Die neue Welt · 1929-10-11 · Heft 108 (11.10.1929) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 108 (11.10.1929)
Date
1929-10-11
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 108 Bei den jüdischen Bauern in Bessarabien und Siebenbürgen, Der3 neue Direktor für Europa der;; : amerikanisch-jüdischen Binwaudererbirfsorga- \'. , ■ nisa-tion „ffia-s". Aron Bojiiamin. machte ■;. anläßlich seiner iiinjrsteii Anwesenheit in Paris einige wissenswerte Mitteilungen über -• »eine Beobachtungen aiuf seiner Reise durch die Ausweide rungsf ander -; Meine Studienreise erstreckte sich auf die wichtigsten'Zentren der jüdischen; Atiswanderuiigsläuder« Ich kam »>.<^c&?KWnp, Riga, Wi'Ina, Danzi«, Warschau, Lemberg, Bu*fw'resti r Kisehinew,. in die bessarabischen jüdischen Bawef^lori'ien, Q^iowUz und Märrrtaro§-^ziget. Mein ai^einer, sehr;ni ede rdrücke nder Eindruck voitjdjfeser Reise ist der, daß es ungeheuer viele Juden in defc. Welt: gibt, die (glücklich wären, wenn sie ein ge- ^cljertes: Stück Brot besäßen, Ich habe in Bessarabion jö^he' 'Kolonisten gesehen, die schon in' der vierten Ge^ra^h'..auf eigenem Boden Landiwixtschäft betreiben, und:! rd^ö'eV doch hungern. Das Paßprablem war nie so sch^jjieri.g.-'und verworren, wie jet&t. Aus; der Ferne betr^tej,^sieht es aus, als ob die Juden" in den AÜ&wanderuhj|s|ä^ide'rnnicht gut '-gelitten w;ären "und itian sie am Me|«^flö^^rden '.inöoftte; Kommt es jedoch 1 zur Auswaüd.e^ng<< so werden ihnen in ihren Heimatländern selbst die^grßß;tetf- Schwierigkeitjeii in den „Weg gelegt. ' Nur ^Ity^M' 4er „Hias"r'gelungen ist, sich durchzusetzen, istvd^'Sjiuäfciön etwas leichter und einfacher geworden. Die:y^jail^iscben Konsulate in Rumänien . und Danzig aum;.:,.^ei^piel haben siöh«daran gewöhnt, bei Erteilung von;: 5%eri:d4n dort akkreditierten Vertreter als Vertrauens? Person \ anzusehen. Die Konsulate der südamerikanischen St^ifcM'^zeigen ' die;-Tendenz, die li'nmejisohliche- Einwäudfe'r^i%'&j>olitik der Vereinigten Staaten , von Nordamifrlj^vsiötojMrigen'zu/iiiaclien. i/%ivProblem besonderer Art' ist das Schicksall de r jüdji^ph'^n Bauern;' in" 'Bessaräbien ' und Sie:b'4|n;b;:ü:rgen, die :' mit geradezu iibermerischliicher U$tä:$%5ifam Boden'kleben, obgleich sie dabei buohstäyich? Flingern. Der Einzelbesitz .der jüd'ischen Kölon^ö^^l^irtscha-ftsb'oäen in Bessaräbien ist an sich sch^ri'Vi^'^tr klein, um'mit seinem/Ertrag die Familie zu er^^fLv^beV selbst' von;-diesem ^Zwerigbesite wird häu* figiiic^^ejn-Stüak als'Mitgift für die Töchter albgezwackt. In!Sie^eiibttrgeii und In; der Gegend von'Mafrriaros-Sziget befcjrejf^ny,^. jüdischen Bauern heberrtbef auch verschiedene H^j^^fen,' hauptsächlich Weberei als Heimarbeit,- wc^urih^diese Faniiiferi-in'den Jahren schlechter'Ernte vor demrftjngö^tod gerettet'sind. Vor kur-z«Ti;;er.st würde für Marinaiios;TSziget ein^F'onds von 2000; p'oliär" zum ' Ankauf vor4,)^m?t"eTial »f|ir-:-Heli»weber . geschaffen. - Aehnliche Foad^f^ulfön aueft tfür /die jüdischen- Kolonisten in Bessa^J^-^cjiaffen werden. Absatzgebiete für solche fertigje;^ren:%ären ja ''vorhanden. Was ihnen fehlt, ist die M^|c]rkeit-f<ias erforderliche Röhmaten^ zu 'billigen Prjeiseri^efrt^kgufen. In der - letzten ''Zelt;- sind -25. jüdische Bayer^fja^jlien aus MarmarosTßziget mit'; H|He der Icä na^; ^fffenrinien gebracht und dort angesiedelt worden, wä^ejtd^is Bessarabjen eine Partie^üdischcr Bauern nach; «J^u^-fr ank r.e.ie^i,. gebracht -werden konnte, wo sie.*^s|f^'t- Valien; dauernd bei der .Landwirtschaft zu bIe'i'b«en..;,^s7Hegt uber-haui>tv in der Tendenz der .Vereinigten jüdjsi^n;; Auswanderungs* . und ^plonlsationsgeseHschäften,;^,|^jiSciie' jüdische .Landwirte und landwirtschaftliche Ar&e/ti£'Jn; .^fkiffatykjrel^h.anzusie^elfi: iind ihnen dort die M^|j](^it.^zü bieten,', als unabhängige'1 Landwirte ' festen Ft$)wrjäi$en, \ih^r^ank ist' es, .daß!dfe frauzösische -Re- 2iejr^i;.'sich Mn letzter \Z&t geneigt* zeigt,^jüdischen Haiidwej$ern/die fEmwan^ityftg; i n M a r ok k o; -u n-d A e r welfmö£jicljs,t zu[erleichtern, um. ein Gegengewicht gegen die, .,'üb^rhanxkebmQn^ und italienischen 'Einwapderer'izü j schafien^da;tile 'Franzosen sieh -hier alsv'Era-;Vi <ü\) wanfleru^gselement' wenig .bewährt haben. . :■ / ' T^—-■■v'M- Ein Ju<Je amerikanischer GesandU^r auf' Cubä; 5-^|Ä,N,ew Yöj'k^wird gemeldet: Der jüdische Irwjifstrielle -^nd Philapthröp" Harry- F. - ({J u g g e n h e 1 m vrd^ei];z^p ^''ameril^a^i^en Ges^^dten auf Cubayer» najir^t.f i*t ein SöJ^n des Kupfennägnaten Daniel Gugge^heira und steht, im 39. Lebensjahre. Kip pst jüdischen J^IeifiieB in;V:v,\: Aij#werpeii;:-:; ■'^as ^ünfuiidiz Jubiläum, der' DiamaiVten? fötpifa:-Aii|weri^ni%e^^aUeit« sich zu eisiei.n :f«s*.'-jWj«cben F!e}^. j-i^s-Qhen U^eppelipungsgeisitef. yi|d-jüdfecheo:Örgao^i^j^Rts. |)jefOfelchichte der^> A^twerpener, Diamaöjje^tiprse1 ist ein! sehr 'lehrreiches •.Kapier idej.',Ge^hiQbte deTr^eh^j^sen/ jüdisdhenj yp^kswanderun^ .gleichzeitig aber, au^yej^l^pweis dafqr, in welctfi&ra'•••^^ß^--'J«den,'. wenit ihm)h>!dj? Freiheit!replitl|cher twd^\wIr|sci^HcJ»«r;.Eptwi|(k||ng> & einem ,Lawi^, gewährleiste^ iw4rd^; den :Wo3ilsra^4ie^^/ Landes zu lieben uh)d dim; gesagten Wirt» sch^j^fe^n;'da$elbst n^ue Impulse -%\xg;öbeu -intstaiide; sind. 1| Rer'}. ^iamatitefibaiidel in Ant-werpe^ wur4e - noch im 16^J^h/5|iu^prt von Spanien un4 PWiisal vertriebenen Ju^e'n; IbegFÖhdet. •^I$^'ispa|er unter flandrischer Herrschaft a"i$\yW«f r Inwj«itijp|i; tobte, Veri|e|^ -die; span|<5chen unfiüji^$täeü$Mm' Antwerp^ir Jojgen t naefe Hp}r l8iä:«wor--'S*öüi votter'-r*ligto$ef und' Wj^4t^er- Freiheit Die tlMfsraehil(-Zentrale für Oestorrelch W!«n, II., Praterstraße Tt bittet ihre Freunde und Gesinnungsgenossen, am Versöhnungstage und an den kommenden Feiertagen des I Keren Erez Israel des Misrachi zu gedenken und für denselben zu spenden. Sie helfen dadurch die Not unserer Brüder In EREZ ISRAEL lindern. 0»r Vorstand d«s Wl«n«r Misrachi. Spenden sind direkt In unserem Bureau oder auf unser Postj sparkassenkönto Nr. 39.426 einzuzahlen. jguai^BiniwifliyjBiiuiiMwntiiiniaiii leben konnten, und wo sie danin die Dia-manteniudustrie zu höchster Blüte brachten, während in Antwerpen das gesamte Diamantengeschäft und insbesondere die Diamantenschleiiferei zu einer garnz bedeutungslosen Heimarbeit herabsank. Inzwischen wuchs Amsterdam dank der Betriebsamkeit der überwanderten Juden zum Wel'tzentrum des Diamah'tenhaitldels und der Diamantenindustrie heran. Erst vor etwa einem halben Jahrhundert, als eine größere Zahl von Juden aus Polen und Rußland nach Antwerpen kam, begann die Dtamaäiitenindiistrie hier wieder ungeahnten Aufschwung zu nehmen. Es kam eine Wechselbeziehung zwischen Antwerpen, Amsterdam und London, den heutigen ' drei wichtigsten Zentren des Brillantengeschäftes, zustande. Die Juden von Antwerpen schufen neue reiche Absatzmärkte und Eiinkaufsquellen für Rohmaterial. Der Handelsverkehr in Brillanten erstreckte sich bis nach Südafrika und Brasilien. Als vor 25 Jahren die Diamantenbörse in Antwerpen gegründet wurde, war Antwerpen die siegreiche ' Konkurrentin von Amsterdam und London geworden. Bis unmittelbar vor dem Kriege konnten in. Antwerpen bereits drei verschiedene offiziell anerkannte Diamantenbörsen das ausgedehnte Geschäft reguMeren,. und eim'ige Dutzend Fabriken und Schleifereien hatten taarsende Arbeiter lohnend beschäftigt., .... Der Krieg'hat, wie vielen anderen großen Industrien, auch der .fast ausnahmslos in jüdischen Händen befindlichen, blühenden Diiamantenindustrie von Antwerpen ein jähes Ende bereitet Die Juden aus Gadiizien, welche die führende Rolle innehatten, mußten als österreichische Untertanen Belgien verlassen, wenn sie nicht interniert werden und ihr Vermögen konfisziert sehen wollten. So vollzog sich ein zweites. Mal die Wanderung der jüdischen Diamantenindustrie von Belgien, nach dem neutralen Holland. -Die* jüdischen Dlamantenhändler und Diamantensch'leifer ließen sich zunächst in Scheveningen nieder, erhielten bald auch von anderen jüdischen Mitgliedern der Börse Zuzug, und hätte der Weltkrieg noch länger gedauert, so wäre Scbeveningen zweifellos ein neues* großes Zentrum, des vDiamantengesc'häjtes geworden. ...... ,- Kaum war der Weltkrieg zu Ende, besann sich die belgische Regierung und unternahm alle denkbaren Seihritte zur ■ Wiederbelebung des zur völligen Bedeutungslosiiigkeiit herabgesunkenen, vor dem-Kriege so blühenden Diamantengeschäftes in Antwerpen. Der damalige belgische Händelsminister F r a n k wurde nach Holland zu den jüdischen Führern der Diamantenindustrie entsendet. Es gelang, ihm schließlich auch, die wichtigsten Persönlichkeiten der Dianiaivtenindustrie zur Rückkehr * und .Rückverlegung . ihrer Geschäfte und Schleifereien nach Antwerpen zu veranlassen. Dies geschah allerdings, nachdem ihnen von der belgischen Regierung wichtige-Konzessionen und auch sonstige Zugeständnisse gesichert wurden. So gingen denn die eingewanderten Juden daran, das .Brillantenges'öhäft in Antwerpen unter großen Opfern von neuem aufzubauen. Nach einer schweren Krise in den Jahren 1920 und 1921,..Welche das ganze Geschäft zu vernichten, drohte und während' welcher sich die luden abermals als tüch tige, weitansblickende Organisatoren erwiesen, wurden die Schwierigkeiten schließlich überwunden, und heute gilt Antwerpen, als die Weltmefcrapole des - Diamahtenhandeis und der DiaimanteniindustTie. -Im abgelaufenen Jahre hatte , Antwerpen einen- Umsatz von 2 Milliarden Francs in fertiger Ware. Das Geld fließt hauptsächlich ,aus valutar starken. Ländern ein, * die in, der "Diamantemndusirie beschäftigten Arbeiter bezogen im Berichtsjahr . mehrere hundert Millionem Francs an'.'Arbeitslöhnen. In Antwerpen leben gegenwärtig rund 45.000 Juden, zumeist Einwanderer aus Rußland, Polen und Gafeien. 90 Prozent der jüdischen Bevölkerung sind in der Diamantenindustrie und im Dianiantenhandel, die meisiten jedoch als Arbeiter tätig. Es hat sich in Antwerpen eine Ajt. Diamantenghetto herausgebildet, das/ seinen Mittelpu.nkt ip der weltberühmten „Pelikangasjse" und ihren Kaffeehäusern hat. Theater und Kunst. Jüdische Abende, Zum Beginn der kommenden Konzertsaison.; Der letzte Winter hat die Empfänglichkeit des jüdischen Publikums für die neue jüdische Musik vorbereitet. Eiue Reihe wertvoller Abende erfreute sich reger Teilnähme, und wenn auch die Programme Anlaß zur-Kritik bqten, so war doch eine Atmosphäre geschaffen, in der gute jüdische Musik gedeihen konnte. Allerdings waren hiezu jahrelange Vorarbeiten notwendig. Pen ersten Schritt auf diesem Wege bedeutete die Gründung der „Gesellschaft zur Forschung und Förderung jüdischer Musik" auf deren Initiative die ersten gediegenen Veranstaltungen zurückzuführen sind. Im Vorjahre entstand der „Verein für jüdische Musik", der in einer Anzahl von Konzerten bisher in Wien unbekannte jüdische Musikwerke aufführte. Im Zusammenhang damit gebührt besondere Anerkennung dem Komponisten und Cellovirtuosen Joachim Stutschewsky, dem es gelungen ist, durch eine großzügige schriftstellerische Propaganda und durch persönliches Wirken das Interesse für jüdische Musik in weiten Kreisen wachzurufen. Eine besondere Stellung im jüdisch-musikalischen Wien nimmt der „Jüdische Gesangverein" ein, der heuer sein zehnjähriges Jubiläum festlich begehen wird. Unter der ausgezeichneten Leitung seines Dirigenten Prof. Dzimitrowski gab es Konzerte, die bewiesen, wie reich an Inhalt und Ausdruck die moderne jüdische Musik ist. Man denke nur an Namen, wie Achron, Gnessin, Krein, Miliner, Weprik, Rosowski, Lewin, an die Größen Ernest Bloch und Darius Milhaud und an den verewigten Joel Engel, in dessen Nachlaß sich rund 300 Musikwerke vorfinden. Auch das Hakoah-Orchester unter der Leitung von Walter Hahn wird uns in diesem Winter viel Interessantes zu bieten haben. Da auch das Verlagswesen („Jubal", „Ibne", „Universal-Edition") sich der jüdischen Musik angenommen hat, kann sie tief ius jüdische Haus dringen. Eine. Reihe von Vorträgen bekannter aFchleute, wie Joachim Stutschewsky, Prof. Max Graf, Prof. Wolfsonn, wird auf diesem höchst wichtigen Gebiet nationaler Kultur weiterwirken und den Wiener Juden Gelegenheit geben, die Werke der jüdischen Musik kennen und lieben zu lernen. Jüdische Künstlerspiele. Saisonbeginn. Die neue Spielzeit beginnt Montag, den 14. Oktober. Es ist den „Jüdischen Künstlerspielen" gelungen, das be* kannte New Yorker Künstlerpaar Nina und Jakob Scheikewits für ein längeres Gastspiel zu gewinnen. Zur Eröffnungsvorstellung wurde die Komödie in 3 Akten „A malke im a melech" von A. Fein bestimmt. Eine Reihe in Europa bisher unbekannter Lieder und Tänze wird einen großen Teil des Abends einnehmen. Die Inszenierung besorgt Jakob Scheikewitz, die Einstudierung der Lieder und Tänze Frau Nina Scheikewitz, die Bühnen« bilder D. Schafrenko. Für das Gastspiel der jüdisch<ameri« kanischen Stars wurde das Orchester verstärkt. Jn der Eröffnungsvorstellung tritt - bereits der neuengagierte .Komiker Sfmon^ Fostel auf. Jüdische Bühne (Theatersaal Stefanie, IL, Taboratraße 12). Die bekannte Bühne eröffnet am 18. Ok* tober ihre diesjährige Spielzeit mit der musikalischen Komödie „Itzigel". An der Spitze des Ensembles steht der populäre Schauspieler und Direktor M. S i e g 1 e r, der sich um das jüdische Theater durch Schaffung der Freien Jüdischen Volksbühne „große Verdienste erworben hat. Für'Wochentage ist ein literarisches Repertoire aus der älteren jüdischen Dichtung geplant. Zu den wertvollen Kräften gehört der Senior der Wiener jüdischen Komiker A, Reismann, der nach einjähriger Abwesenheit an die Stätte seines langjährigen Wirkens zurückgekehrt ist. Wilhelm «Wachtels Palästinabilder. Der bekannte jüdische Maler Wilhelm Wachtel, dessen Werke in der Wiener Internationalen Ausstellung zu sehen waren, hat während seines letzten Aufenthalts in Palä« stina eine Reihe überaus interessanter Bilder geschaffen. Einer Einladung zufolge wird Wilhelm Wachtel seine in Palästina entstandenen Werke zunächst im Krakauer Künstlerhaus ausstellen, von da in weiteren Städten Polens. Nach Absolvierung der polnischen Bilderschau wird in Wien eine Kollektivausstellung der palästinensi« sehen Bilder Wachtels vorbereitet. Gelegentlich dieser Ausstellung wird ein mit Text und Abbildungen versehe» ner Katalog erscheinen. Wiener jüd. Gesangsverein. Die Probenar'beit für die laufende Konzertsaison hat bereits begonnen. Aufnahmen neuer Sänger und Sängerinnen finden jeden Dienstag um V»8 Uhr abends im Probelokale^ des Vereinssaales des Wiener Konzerthauses statt. " . Zehnjähriges Jubiläum der jüdischen Volksbibliothek „Zion". Die jüdische Volksbübliothek „Zion" feiert in diesem Jafhre ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlasse wird am 2. November edne große Festakademie stattfinden. Die Mitgliedsauifnahmen finden täglich in. der Biibliotlhe'k, II., Kleine Mohrengasse 3, statt. Mitgliedsbeitrag 20 Groschen monatliph. Jüdische Sport- und iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinrirmjLm^xmb c^otr Die Hakoah-Manuschaft wird verstärkt. Der F. C. Häkoah, der sich endlich von den verschiedenen kleinen. Krisen erholt hat, arbeitet ganz energisch» um sich in der ersten Klasse zu halten. Der neue Trainer und Sektionsleiter Konrad hält unter den Spielern strenge Disziplin. Alle Spieler müssen zum Training erscheinen,- Die Hakoah nat in der Meisterschaft noch gegen durchwegs spielstarke Vereine zu kämpfen. Die Blau-Weißen werden aber bereits am 20. d. gegen Wacker durch zwei Vivo-Spieljer (Budapest) verstärkt antreten. Außerdem beabsichtigt Lutz II (Hagibor- Makkabi), der Hakoah beizutreten. Auch der derzeitige Torschützenkönig der zweiteu Liga K'estler will zu den Blau-Weißen zurückkehren. Am 3. November spielt die Hakoah auf dem Wa<?ker-Platz gegen Hertha. Im Rahmen einer Doppelveraustaltung auf dem Rapid-Platz tritt der i'Udiscbe Verein gegen Austria an. Am 17. November;ämpft die Hakoah gegen Vienna auf der Hohen Warte und am 24. November gegen Rapid. Fünf Vereine suchen den jüdischen Spqrtverband. Wir b«hen uns vor einigen Monaten mit der. Untätigkeit des Jüdischen Sportverbandes von Oesterreich

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