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Die neue Welt · 1929-04-19 · Heft 83 (19.4.1929) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 83 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 DIE NEUE WELT Nr. 83 Inhaber: Richard Herzog f., Atflergasse 5 , Tel..R*23-4-80 , II., Kl. Pfarrg. 28 Tel. A-41-8-24 Sprechapparate Jeder Art, fernfir jüdische und hebräische Schallplalten §§ sowie alle modernsten1 Tanz- und Gesangsschlager in reichster Auswahl auf Lagerl § Auch "Teilzahlungen! Provinzversand! ist schön, auch das Gewordene ist es: es ist hoffnungsvoll, hebräisch, groß.. . . , , Welche Antwort gab Palästina dem dort weilenden demokratischen Flügel der zionistischen Bewegung? Die zwei offiziellen Empfänge in Tel- Awiv bewiesen uns die Anerkennung unseres Wirkens für die Reinheit der nationalen Politik durch die Worte an Robert Stricker: «Wir, die v Verwaltung' von- Tel-Awiv, begrüßen; in dir den Vertreter der reinen nationalen« Idee." 'T Und in Haifa bekannte der offizielle Redner: »»Robert Stricker! Wir Begrüßen in dir den; Mann aus Wien, aus jenem Wien, wo HerzLgelebt hat, dessen größter Stolz es war, mit; „Theodor HerzI, der Jüdenstnatler" tituliert zu; ' werden." ' Die Antwort Palästinas war also: Seid Vertreter, des reinen Judenstaatsgedankens! ■Nach den .mit größtem Interesse und wärmstem Dank aufgenommenen Ausführungen Döktör Israel Waldmanns ergriff '' : . Robert Stricker, von dem Publikum stürmisch: ükklamiert, das Wort; um seine persönlichen Eindrücke und Erlebhisse" in. freier, stegreif-^ -■^mäßiger Weise: wiedei,zug«beii;-.: " '$ ' V;v,Wir sind ^nacb.J^ji^n-^gegaiigen,: nicht &ls? Kritik etwa^'naw -"'im 5patir Niederschrift dessen, was wir gesehen, betrachtet, empfunden haben, die ohnehin so üppig wuchernde Literatur über Palästina zu bereichern. Ich persönlich bin nach Erez Israel gefahren, .um es rein menschlich zu betrachten, für mich und nicht für die anderen., Ein. Ganzes.?.-, swang mich, in seinen B&?n:: . . . .. S •■.„.■':-;;: %xh>; Das La'nxl: ist schön. Wenn-'[ytivida& sagen kön-;; i neu, bedeutet es selrr viel. Wie viele.—- Vergnugungsreisende allerdings, die die'Welt'im 'FIug; besehen legten ülis nahei Uen Weg nach' Palästina nicht über -A'e g-y p t eu zu inadhe'n; " wir würden, mit dem Eindruck <voii Aegypten im Auge, von Palästina enttäuscht werden. Welche Verblendung, welche Torheit, welche Modephrase von Globetrottern .1 Wasich in Aegypten' gesehen habe, war nichts anderes als die 'Fassade einer Kultur*;.und cji.e yielgerühmten Pyramiden konnten nur meine Speie;daran mahr nen, daß wir schließlich in irgend einer . Beziehung zu diesen, traurigen Resten des alten . Mizrajim •stehen, das noch heute voll ist von Knechtschaft und Rückständigkeit; Was ich in Palästina sah, ist Freiheit und Stolz. Das Land vereinigt in sich alle Schönheiten der anderen Länder, man fühlt sich hier zu Hause und bei keinem'Palästinenser regt sich der Gedanke, dieses sein Land gegen ein anderes eirizur „tauschen.; Und die Menschen? Mir drängte sich der.Jße- .weis auf, . » *; »-T . ■ . i FESTSAAL DES HOTEL CONTINENTAL II., Taborstraße 4 ',''.''' 8am»tag, den 27! April, 8 Uhr abend», zweiter und letzer JQri. Liederabend daß die Juden alle Eigenschaften besitzen, einen Staat wirtschaftlich und kulturell aufzubauen, daß sie in dieser Beziehung, hinter niemand zu« l'ücksteheit. Dort hat sich alles kristallisiert, was1 die Grundlagen eines Staates ausmacht. Mit Baugen im Herzen ständen wir oft vor der Frage, ob wir nicht einem Phantom nachjagen. Von dieser Beklemmung sind wir für immer befreit. T e 1 - A w"i v ist eine wirkliche Stadt, mit dem Bewußtsein einer Stadt. Die positivste Leistung in Palästina ist Tel-Awiv. Sie ist entstanden ohne Sammlungen, ohne Resolutionen, ohne Gunst der führenden und ohne Gunst der zionistischen Literatur. Auf sich selbst gestellt, hat sie Hervorragendes geleistet. Sie ist ein Beweis dafür, daß wir Städtebauer sind. Wir sind auch Bauern. In Petach Tikwah wur-; den wir in die Gemeindestube geführt. Schwerfällige, eckige, kernige Männer und frauen be- ' grüßten uns hier, wortkarge Menschen, die nür . ihren Acker kennen:. Jüdische Bauern! In den* A r b,e i t e r s i e.d 1 u ngen haben. wir Arbeiter gesehen, die:.'in 'ihrer.;Hände .. Tagwerk ihren Segen, ihre Berufung sehen, Pioniere des Aufbaues, alte und junge, und sie zusammen mit den anderen jüdischen. Brüdern, haben uns f die felsenfeste Bestätigung gegeböö, ' daß -wir keinem Tirauin,. .sondern einer Realität entgegengehen. Neben diesen wunderbaren Erlebnissen sind aber" auch Bedenken aufgetaucht, nicht-solche über Palästina oder über das jüdische Volk, sondern Symptome dafür, daß das Bewußtsein von der Existenz und Bedeutung der Zionistischen .Weltorganisation dort nicht mehr vorhanden ist. Der palästinensische Jude fühlt sich ganz auf sich selbst gestellt. Für ihn existiert; keine Zionistische Organisation. .Aus dieser Sachlage DIESE WOCHE SCHLAG ER Feinfäi'blge Spangenschuhe. . . . . . . . 22"*? fichS Chevreaux Spangen und Pumps »■• .-.27?*^ Kotnbp Schlsingonleder Spangen u. Pumps 3«$*^° SCHUHE •'Ii-P/»:.«!"'•'1-'.~,;;rt't;"! e Hr-i'JB riPPr.,*,*,,,!**,., ■y.Ml'/i^cA - /?. --j v. V.vliiri'A' ■.^Vil.«..;,VT;■ \rSVW-,i\VU-Ui^lC tts'/- » V'. i J t v- -v fy '.•«.<*v-.-t. <■v-^y < ' ' '-, 'c><"' Vi-■ DTR E K T!J N '6 E'R 4 F Ä ß F* 1 K' VII., KAISERSTRASSE .j;>: im Stock heraus muß gerade die Größe der Leistung in Palästina besorgt machen — um die Siche- ... . rung',<der..Zukunft dieser Leistung. . . . |is handejtf-; siöh .darum,;., die . Garantien zu sehafleiii daß rdas EandUuiser - wird -und unser bleibt. Diese Sorge um die Sicherung ist nicht gebannt. Jerüsalem -beispielsweise besitzt eine jüdische Majorität und doch sagen die Jerusalemer ■Judeni Wir sind im Golus! Wir dürfen nicht ver-? .gessen/Adaß,'■'■ die die Grundlage für das Aufbaitwcrk geschaffen hat;. MMltelMIffl^ Wföftf, 2. BEZIEKv ^BÖRSTRiVSSE 12 ,' : 'TELEpHpli(;R^44-5pl Feieilicli^ : ' ' ' [ Hilda Heue« Programm Karten im Vorverkauf In der Bücherstube At. Rath, Taborstraße 20 a ttod im Hotel: Continental . ' < rj: . . ■ : \ * unter ~ Lettimg eines Kantors; H Voranmeldt^ngern werben 8e';hbn jatit entgegeri- :; -; ,'r.genonintön!' ' . ■ ' .'. V .'■ :• ■'. -r; '. . " R^klamQVQrkQ^I der weltbet'Uhmten -.fcl aus den Bsron KoWW^^ R!sdion*Ie-Zion PlpWbi^ie. bliginal^^ch^ Karmel $ 4;-- . r , > . ". V Alle ahdefeh Weine^ Tökayer, Sllbowltz, '^.^u-/;quatB^t)ipVteii4-"1?nilg8t . fiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiy |llllllllllllllillllllllh,lllllll!llli!illli1llilllillllllllllllllllillll[||l^ Ein erlesener Genuss sind die, nach einem speziellen Verfahren erzeugten, in Geschmack u. Bekömmlichkeif unerretchfon SFRUM M AZZOTH und GRIESS die als vorzüglich, schmackhaft, hygienisch einwandfrei erzeugt bestbekannt sind und wegen Ihrer Güte und Billigkeit allgemein bevorzugt werden! Die vielen taus.ende Freunde , der Qualitäts-Mazzoth ,»S t r u m** lassen sich keine anderen Erzeugnisse aufdrängen Froher Pessach — nur mit Sfirum- Nazzoth | die als das beste österr. Fabrikat anerkannt sind 1 Wer einmal' Strum-Mäzzoth genießt, nimmt keine anderenl Die Mazzoth-Bäckerel H. STßUM, II., Rotensterngasse 11, steht unter Aufsicht des ehrw. Rabblnats der Israelit. Kultusgemeinde Wien. Besonders in ritueller- Hinsicht sind Strum-Mazzoth unbedingt einwandfrei. Die. Erzeugung erfolgt mit eigens konstruierten, patentamtlich geschützten Maschinen (Öfen) aufelektrischem Wege und werden von fachmännisch geschulten judischen Arbeltern angefertigt. Das'ganze Maschinenmnterlal wird von eigens hiezu bestellten Verträuenspersone^i des Rabblnats vlortelstUnüllöh vollständig gereinigt und ausgewechselt Achten Sie auf die Stampiglie „H. St ru mct, die auf jedem Paket ersichtlich ist! MAZZOTH » BÄCKEREI H. ST R U M, WIEN» II. Rotensterngasse 11 Telephon R-41-6-12 darum dürfen wir ihre Funktion nicht anästhesieren, ersterben lassen, bevor nicht das Endziel erreicht ist. Die Zionistische Organisation kann nür durch den fertigen Judenstaat abgelöst werden. Und h}cr in Palästina haben wir das Bewußtsein gewonnen, daß wir auch als demokratische Zionisten keinem Phantom nachlaufen: in der. Zionistischen Organisation muß wieder der . große,. reine, nationale Gedanke vom Judenstaat erstehen!" Nach Robert Strickers Endbekenntnis, das von der tatiSendköpfigen Güsteschar mit enthusiastischen Beifallskundgebungen aufgenommen wurde, erklang die Hatikwah, die den Festabend würdig-, beschloß;1- ' Hr Pälastiiiareise 5689. •Ci/ Keiseanjri^ -.yie/- Wochen. .^^•iCtas,/:^^ vä'rSaildö's'ciem |re&e^wzfM ..Interejssentea Üir weiitere:.- Paiästinareisen gewonnen.. Es sind bereits Äte'so vfeTe Xnfragen und Vonantheld#fJ«#n YO.nhan<ienr 4aß 4te zweite. 'Reise tiir- -d-en / .•kp.n^&ä.en gerbst in YQrb.er,eitimg «phommen.'ist., Prospektey-werden in: einigen Tas'en mt Verfügung stellen. ." Charles [0$güette\. in Palästiöä. Der'Präsldent des. belgischen Senats. Aus Jerusalem meldet die J. T. A.: Der Präsident des _.-belgischen Senats Gharks Magnette, deri aiuf Ersttcififen^ ';EÄ''> Va'n'd'eiVeWesf 'die > Präsidentsohä-ft-des «belgischen Pro-Pa in s t i n a -K o mit e e s. übernommen 'hat, Weilt gegenwärtig in Palästina. In seinen Un'ter'halt'iing'en rnif 'Privatpersonen' und Vertretern ,;der Presse sagte' et:' ,.Was ioh 'hier in Palästina sah, üb 'ß'rtrifft alle mein'e Erwartungen. Ich (hatte mich anfangs nur * schwer entschließen. können, .die. Präsidentschaft des ProrPäHlsäna-Komitees zu 'übernehmen. 'Jet»t aber bin ' iöh" stolz 'da^rauf, Präsident dieses Komitees'.-«« sein. Sobald ich wieder nach Belgien .2Hirüekgeike!hrt;, s.ein werde, werde doh der Oeffentiicihikeit über meine in Paiästina emiptaivgenen Eindr'ticke Mittcilmiüg mache« «ad > .• •. auch Im Außenmlnlsterlum Bericht erstatten. Im Senat werde Ich. über Palästina sprechen und werde vor allem die belgischen' Finanzleute dahin zu beeinflussen trachten, daß die Kapitalien in Palästina anlegen." „Ich hätte nie gedacht," fuhr.. Senatspräsiden t Charles Magnette fort,;,daß der Fortschritt der jüdischen Arbeit*in Palästina in so laschem Tempo vor sich gehen wttäe, Tel.-.A wiw ist die modernste und .wohmlichste Stadt. Die Kolonie R e ch o'b otth gleidhit einer Bonbonniere; sie könnte 'französischen' und beligisohen Dörfern als Muster dienen. Die Wege und Kommunikationen sind iin :®anz Palästina ausgezeichnet.". Kongreß der Zionistischen Frauenorganisation. . Die Exekutive' der ' Weltorganisation zicbisitisciher Frauen' (W. I. Z. 0.) 'hat beseihlossen, die V. Konferenz für den 2 3. bis 2 6. J u 1 i d. J. n a c h Z ii r i c h —■. un'mitt'elbar vor dem.ZiQiiis.ten'kongreß — einzuberufen.;m<. Hört und raiHIIIIUlilllM ........................... Wie schön und Ueberzeugt euch von der.besonders günstigen, Gelegenheit die jetzt bei Sommerfreunb; fflien, VllL, JoiefStädtCPStraße 35 / Telephon A-22-1-87 in Perser Mnd chinesischen Teppichen geboten.ist. Lasset die Gelegenheit nicht , ohne Besichtigung vorbeigehen" / Nach Tunlichkeit Zahiyngserleichterungenl | «l / '" ■" ■'' t fiv-:- Qx

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