Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 4 (1937)
- Issue
- 23-24 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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hieher transportiert wird, da sie ihn als Spion deklarieren. Sie haben ihn richtig hieher transportiert und in die Spitalskaserne unterbracht, doch dürfte Niemand zu ihm kommen. Ich habe darüber mit dem hiesigen Stadthauptmanne gesprochen, und ihn gebeten, er solle mir an die Hand gehen, er gab mir zur Antwort, dass er in Militärsachen garnichts thun könne. Ich habe es dennoch gerichtet, dass man ihn unter Bewachung über Zurndorf nach Wien geschickt und in Wien wurde er noch am selben Tage freigelassen. Im Jahre 1867 den 3. Feber verheiratheten wir unsere Tochter Betti mit Heinrich Schulz, ich gab ihr eine Mitgift von 5500 und eine schöne Ausstattung, was mich sammt Hochzeitsspesen 2000 fl. kostete. Schulz war zu jener Zeit in Compagnie mit Bernfeld und hatten ein schönes Ledergeschäft unter der Firma Schulz 5c Bernfeld. Im Jahre 1868, am 8. Dezember hat mein Sohn Moritz, die Tochter des Herrn Moritz Reiss aus Wartberg Lina geheiratet, welche eine Mitgift von 12.000 bekam. Moritz hatte damals seit 3 Jahren ein Band- und Seidengeschäft mit Samuel Kary in Compagnie. Zur Eröffnung des Geschäftes habe ich ihm 6000 fl. gegeben, welche mir in einem Jahre zurückgezahlt woirde. Das Geschäft ist sehr gut gegangen. Im Jahre 1869 wurden wir zu Pessach mit Adolf aus Amerika überrascht, er ist mit Frau und Kind nach Wien gekommen. Im Jahre 1870, im Mai, haben wir unsere Tochter Juli an Moritz Fleischmann nach Wien verheiretet, die Mitgift war 9000 fl., die Ausstattung und die Hochzeitsspesen kamen auf 2000 fl. Fleischmann war zu jener Zeit in Compagnie mit seinem Onkei Braun, sie führten ein schönes Manufakturgeschäft. Im selben Jahre 1870 verheirathete ich meine Nichte Fanny Schiff an Samuel Kohn hier und gab zur Mitgift 500 fl. baar und Ausstattung 100 fl. Im Jahre 1872 verheiratete ich meine Nichte Betti Kestler an Leopold Ungar nach Wieselburg, wo ich auch zur Mitgift 500 fl. und zur Ausstattung 100 fl. gegeben habe. Im Jahre 1873 verheirathete ich meine Tochter Rosa, am 15. Mai, an Jacob Popper nach Güns. Die Mitgift, die ich ihr gab, war 10.000 fl. nebst Ausstattung und Hochzeitsspesen 2000 fl. Ich hatte das Geld in Börsenpapieren liegen und habe die Papiere zu den höchsten Kurs verkauft. Kurz vor der Hochzeit ist der grosse Krach herausgekommen und die Papiere haben beinahe ihren ganzen Wert verloren . . . Im Jahre 1873 im Juni hat mein Sohn Heinrich Ernestine Schostal aus Mährisch-Trubau geheiratet. Zu dieser Zeit war er Verkehrsbeamter in Gänserndorf. Heinrich wrar der Einzige von meinen Kindern, der mich ausser seinen Studienjahren, Ausstaffirung und Hochzeitsspesen nichts gekostet hat. In diesem Jahre bin als Stadtrepräsentant gewählt worden. Noch im selben Jahre verheirathete ich eine zweite Tochter meiner Schwägerin Lina an Herrn Spielmann, wozu ich wrieder 500 fl. zur Mitgift beisteuerte und die Spesen kosteten 100 fl. Im Jahre 1879, den 27. Dezember verheiratheten wir unsere jüngste Tochter Johanna an Ignatz Lunzer hier, welcher ich 6000 23