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Judaica · 1937-02-01 · 21-22 (Februar 1937) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
21-22 (Februar 1937)
Date
1937-02-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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- '« jÄäf-X'SSS# ' Das Nissim de Camondo-Museum „L’Illustration” vom 26. Dezember 1936 berichtet in einem prächtig illustrierten Artikel über das grossherzige Geschenk, welches Graf Moise de Camondo der Stadt Paris testiert hat zum Andenken an seinen Sohn, Nissim de Camondo, der als Flieger- Leutnant im Jahre 1917 den Heldentod gefunden hat. Die Spende besteht in dem Palais in der rue de Monceau, das de Camondo zu einem grossartigen Museum der Dekorationskunst ausgestaltet hat. Es ist eine herrliche Sammlung von französischem Möbel des achtzehnten Jahrhunderts. Unsere Illustration zeigt den Huet-Salon, in welchem die Bilder des berühmten Malers dominieren. Ausserdem hat Graf Moise de Camondo ein Vermögen zur Erhaltung dieses Museums hinterlassen. Der Name Camondo figuriert schon von früherher zwischen den generösen Mäcenassen Frankreichs. Der Cousin des Moise, Isaac de Camondo hat dem Museum des Louvre schon eine grosse Sammlung moderner Gemälde geschenkt. Die Cousins sind Kinder der Brüder Abraham und Nissim Camondo, die zur Zeit des zweiten Kaiserreichs angesehene Banquiers gewesen sind. Mo’ise de Camondo war renommierter Kunstkenner und Sammler, eleganter Sportsmann und ein populäres Mitglied der Pariser Gesellschaft. Der Name Camondo, und zwar ebenfalls Isaac und Abraham Camondo kommt in der Pressburger Familiengeschichte vor. Der berühmte Hofkalligraph Ahron Schreiber Herlingen hat seine Tochter, Marianne an Emanuel Engel in Pressburg, aus der Familie der Oppenheims verheiratet. Dessen Tochter, Fanny, heiratet 1809 den Isaac Camondo, Söhn des Abraham, welche Beide aus Konstantinopel nach Wien gekommen sind. Ein anderer Sohn, Salainon Camondo gründet in Wien die Firma Salomon Camondo & Eidam. Zweifellos sind die Wiener und Pariser Camondos gleichen Ursprunges. 18

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