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Judaica · 1937-02-01 · 21-22 (Februar 1937) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
21-22 (Februar 1937)
Date
1937-02-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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und Jakob lebten in Geiring. Abraham war der Vater des Pressburger Carl Caufman Kolisch, der Vater des Barons und der Schwager des Chirurgen Dr. Hermann Bettelheim-Geiring, dessen Sohn Rittmeister in der Kossutharmee gewesen ist und das Adelsprädikat Gajäry erhalten hat. Seine Söhne waren die ungarischen Politiker ödön und Geza Gajäry. Jakob hat mit seinem Sohne, der ebenfalls Carl Caufman hiess, eine grosse Gutspachtung bewirtet, führte ein Grandseigneur-Leben und fuhr oft mit dem Vierspänner vor Pressburger Vergnügungslokalen vor. Im Jahre 1848 stand er schon unter dem Galgen, weil er der Freiheitsarmee ebenso wie den Kaiserlichen geliefert hatte, doch wurde er begnadigt. Jakobs Enkel ist der in Bratislava im Ruhestand lebende gew. Prokurist der Suränyer Zuckerfabrik, Hermann Kolisch. Zum Gedächtnis des berühmten Sohnes unserer Stadt reproduzieren wir die Partie, welche Kolisch mit Steinitz auf dem Pariser Tournier gespielt hat, wohl nicht die interessanteste des internationalen Wettkampfes, jedoch auch gewissermassen ein Beitrag zur Heimatsgeschichte, die Schachpartie zwischen dem Prager und Pressburger Juden: Wilhelm Steinitz und Ignatz Kolisch! Die Familie des „Semen Rokeach“ Die Nachkommenschaft des grossen Rabbi, Eleasar Löw, ist an Anzahl und Bedeutung gross geworden. Der mächtige Eichenstamm hat seine reichbeiaubten Äste nach allen Richtungen des Geisteslebens ausgebreitet. Es sind nicht allein Rabbiner und jüdische Gelehrte aus diesem Geschlechte hervorgegangen; es gibt kaum ein Gebiet der Kunst und Wissenschaft, in welchem nicht ein Spross des „Semen Rokeach55 mittätig ist. Der Prager Universitätsprofessor Dr. Emil Starkenstein, selbst ein Nachfahre des Rabbi Löw, hat einen ebenso fachkundigen als ausführlichen Stammbaum herausgegeben (Familienforschung), in welchem manche Linie festgelegt ist, die sonst unbekannt geblieben wäre, andererseits noch ergänzungsbedürftig ist. Es fehlen viele jener Nachkommen, welche die wahren Träger seines Geistes geblieben sind, wie die Rabbinerfamilien Singer, Lipschitz, Fried etc. Wenig bekannt ist es auch, dass Nathan Birnbaum, der verehrungswürdige Prophet in der Wüste, der Nestor der jüdischen Schriftsteller, den Stammbaum des „Semen Rokeach55 ziert. Ganz anderer Art wie er, aber eins im Bestreben, Menschen zu erhöhen, und veredeln, war der vor einigen Jahren verstorbene, hervorragende ungarische Dichter Lajos Palägyi. Jenseits des Ozeans hat der in London verstorbene, hervorragende Kanzelredner und brillante homiletische Schriftsteller, Rabbiner Dr. Joel Blau aus Szänto in seiner Weise und in seinem Milieu der Sache des Glaubens und des Volkes erspriesslich gedient. Der Rechtsanwalt William Liebermann spielt im jüdischen Leben, aber auch im Stadtbezirke Brooklyn eine bemerkenswerte 16

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