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Judaica · 1936-02-01 · 15-16 (Februar 1936) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
15-16 (Februar 1936)
Date
1936-02-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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Wir erhielten von Herrn Bundeskulturrat Hofrat Prof. Dr. Salamon Frankfurter in Wien folgende Zuschrift: Das neue Heft (13-14) Ihrer Zeitschrift habe ich mit grossem Interesse durchge- ,ehen und wieder manches für die Geschichte Pressburgs Aufschlussreiches darin gefunden. Aber auf ein Versehen muss ich Sie aufmerksam machen. Es wird Sie gewiss interessieren, das Richtige zu erfahren. Auf Seite 31 heisst es in der Notiz über den R. Salamon Aaron Wertheimer, er sei in Bösing geboren und der Onkel des Bankdirektors Adolf Wertheimer und Soma W.-s gewesen. Da meine selige Mutter eine geborene Wertheimer und der Vater der obengenannten Brüder der jüngste Bruder meiner Mutter war, bin ich über die Personen auf’s Beste unterrichtet. R. Salamon Aaron Wertheimer war nicht in Bösing, sondern in Pressburg, als Sohn des dort lebenden Jakob W. geboren. Als 5-jähriger Knabe kam er mit seinem Vater nach Jerusalem. Sein Vater war in Bösing geboren als Sohn des Arje Löb ältesten Sohnes aus erster Ehe, des Salamon W., der in einer Krankheit (nach jüdischem Brauche) den zweiten Namen Aaron erhielt. Er hatte drei Frauen. Meine Mutter, die Frau des R. David Lackenbach (Neumann), die Frau des Aaron Goldschmidt und Bernhard W. (der Vater von Adolf und Soma W. in Budapest, u. a. waren Kinder aus 3. Ehe. Der Gelehrte R. S. A. W. in Jerusalem war somit unser (eigentlich entfernterer) Verwandter, als Enkel des ältesten Halbbruders des Vaters und nicht der Onkel von Adolf und Soma W. in Budapest. — Väterlicherseits ist Bundeskulturrat Frankfurter, der Sohn des Privatsekretärs des Chatam Sofer M. Frankfurter, der die hebräischen Gedichte des Chatam Sofer (Sirat Mose) herausgegeben hat und Nachkomme des Eisenstädters Rabbi Arje Juda, der die Frankfurter 1722 Talmudausgabe vorbereitet hat, dessen Vater Rabbinatsmitglied in Frankfurt gewesen ist. Wir veröffentlichen hier den Text der Grabinschriften, welche den Ruhm der am Bösinger Friedhofe bestatteten drei Generationen der Familie Wertheimer verkünden. In den Wirren des Krieges und dessen Nachwehen, sind viele Grabsteine auf dem Bösinger Friedhofe der Zerstörung anheimgefallen. Glücklicherweise sind sie in einem Werke des Ascher Leb Brisk in Jerusalem „Helkat Mehokek” über die Grabsteine am Oelberg verewigt, da in diesem Büchlein auch der Grabstein des R. Jakob Wertheimer, des Vaters des R. S. A. Wertheimer kopiert ist. In der Fussnote wird bemerkt: Er war der Schüler berühmter Gaonim, des Ketab Sofer (Pressburg) und seines Bruders (Rabbi Simon Sofer) Oberrabbiner von Krakau, des Verfassers des Jofeah lekez (Rabbi Israel David Schlesinger in Bösing) und des Rabbi Abraham Schag (Zwebner) von Kobersdorf (später Jerusalem). Er ist der Vater des Rabbi Salamon Aron Wertheimer. Verfasser der Werke Abak Sofer, Bäte Midraschot, Ginse Jerusalem, Debek Salomo, Darko schel Thora, Leket Midraschim, Leschon Chassidim, Midrasch, chasserot ujesserot, Tossafe Tossefot. Er war ein Kind Bösings etc. 20

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