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Judaica · 1936-02-01 · 15-16 (Februar 1936) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
15-16 (Februar 1936)
Date
1936-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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kob Bettelheim, dessen Vater schon ärztliche Praxis in Pressburger Ghetto ausgeübt hat, gewesen ist und der gegen Ende des 18. Jahrhunderts nach Freistadtl übersiedelt ist. Der berühmteste dieser Dynastie von Aerzten, die auch gründliche hebräische Gelehrte gewesen sind, war Leopold, genannt Majer Leb Doktor, der von Kaiser Franz im Jahre 1830 mit der goldenen Medaille ausgezeichnet worden ist. Seine glückliche Operation einer Bäuerin, erregte in der medizinischen Welt Aufsehen und der Grundherr Graf Erdödy hat davon eine, Reliquie aufbewahrt. Er Hess seine beiden Söhne ebenfalls Medizin und Talmud studieren, jedoch nur Jakob Dr. Albert S. Bettelheim, Eva Bettelhei m-D i e n e r, Rabbiner, Baltimore. Schülerin Miloslav Hodzas. IS8H wurde Arzt, während sich der Andere, Samuel, der kaufmännischen Laufbahn widmete. Von gründlichem hebräischen Wissen, ungewöhnlicher weltlicher Bildung und edlen Charaktereigenschaften, wurde Samuel Bettelheim der gefeierte Führer der damals bedeutenden Freistädtler Judengemeinde. Der Ruhm seines Flauses wurde gehoben von seiner Frau Eva, die Tochter des jüdischen Magnaten Moritz Diener in Mikolas, genannt R. Mordechaj Prinz. Es war ein fürstliches Haus in Israel. Das geniale Mädchen wetteiferte in Kenntnis des hebräischen Schrifttums mit jedem Jüngling. Ihr Lehrer in klassischen Sprachen war kein anderer als der evangelische Geistliche und Freiheitskämpfer Miloslav H o d z a, der häufiger Gast im Hause Diener gewesen ist und der dem wissbegierigen Mädchen den Freundschaftsdienst erwiesen hat, ihr die Kenntnis der lateinischen u. griechischen Sprache zu verleihen. Ihr Stolz war der genialste unter ihren Kindern A r o n Siegfr i e d, den sie alsbald nach ihrem Heimatsorte, zu ihrem Oheim, den gefeierten Talmudmeister R. Sinaj Lamden schickte; später besuchte Aron Siegfried die Pressburger Jeschiba unter dem Ketab Sofer, ging dann nach Leipnik, wo man damals Pressburg im Talmudstudium überboten hat und wo das Ehepaar A b r a-

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