Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 3 (1936)
- Issue
- 15-16 (Februar 1936)
- Date
- 1936-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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] UD AICA ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTE, LITERATUR, KUNST UND BIBLIOGRAPHIE ERSCHEINT MONATLICH III. Jahrgang FEBRUAR—MÄRZ 1936 15-16 Heft Berühmte jüdische Frauen aus unseren Landen Niemals zuvor war eine jüdische Frau Gegenstand solch allgemeiner und begeisterter Huldigung, wie Henrietta Szold an ihrem in Newyork verlebten 75. Geburtstage! 7$ Jahre! Newyorker Jahre zählen doppelt und mehr! Diese enorme Exploitirung von Geist, Zeit und x\rbeitskraft, bewirkt Spitzenleistungen öffentlicher Tätigkeit, zu welchen wir ebenso bewundernd emporblicken müssen, wie zu ihren in die Wolken ragenden Mammuthhäusern! Henrietta Szold vereinigt in Henrietta Szold, sich jedoch das Beste von Euro- New-York—Jerusalem. pa und Amerika. Sie selbst ist schon in Amerika (in Baltimore am 21. XII. 1860) geboren, ihr Vater ist jedoch in Nemeskert bei Neutra im Jahre 1829 geboren. Er war Schüler der Pressburger Jeschiba unter dem Ketab Sofer, hat aber auch die Verboer Talmudschule besucht und erhielt die Rabbinerweihe von dem berühmten Senicaer und späteren Dunajskä Stredaer Oberrabbiner Juda Aszöd, wie vom Trnavaer Oberrabbiner Simon Szidon. Seine weltlichen Studien hat er in Breslau vervollständigt und hat zunächst in Stockholm amtiert. Als Rabbiner der Baltimorer ,,Ohab Salome-Gemeinde entfaltete er eine bewunderte Tätigkeit als Seelsorger und wissenschaftlicher Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk ist der in klassischen Hebräisch geschriebene Kommentar zum Buche Ijob (Baltimore 1886). Seine Tochter nahm an seinen geistigen Arbeiten leidenschaftlichen Anteil. Sie hat auch das Jewish Theological Seminary in Newyork besucht. Sie war an der Seite des berühmten jüdischen Gelehrten, Mäcenas und Führer Cyrus Adler, 1