Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- 9-10 (Juni 1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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JUDAICA. Redaktion und Administration Bratislava-Preßburg, Spitalskä 18 (Alkalay), Vertretung in Budapest, VII. Damjanichucca 33/17. Eigentümer, Eierausgeber und Redakteur Samuel Betteiheim. Abonnement: Tschechoslovakei 60.— Kc jährlich, 35.— Kc halbjährig; für Ungarn 15.— Pengö, Amerika 4.— Dollar. Inserate ganzseitig 600.— Kc, 120.— Pengö, 30.— Dollar. Einzelnummer 12 Kc, Ungarn 2.50 P., Amerika 70 c. Druck von Carl Angermayer, (Adolf Alkalay Sohn, Nachfolger), Buchdruckerei Bratislava-Preßburg. Ausgabe A. — Ganzjährig Kc I©o.—, Pengö 25*—, Dollar 8. Chatam Soler-Centenarium Am 25. Tischri (3. Oktober) 1839 ^iat Rabbi Moses Schreiber-Sofer, genannt Chatam Sofer s A. der größte Rabbiner der Preßhurger Judengemeinde, einer der größten jüdischen Theologen der Neuzeit seine ein drittel Jahrhundert lang betreute Gemeinde auf immer verlassen. Den ico. Todestag des Chatam Sofer wird vom altgläubigen Judentume der ganzen Welt, aber auch von der ganzen Judenheit der Diaspora pietätsvoll begangen werden und wie bei der Maimonides-Feier werden auch die Spitzen der Stadt und des Staates den Manen dessen, der den Ruf und Ruhm dieser Stadt gemehrt hat, ihre Huldigung darbringen. Den Mittelpunkt dieses über Land und Meer reichenden Festtages wird natürlich die Gemeinde bilden, in welcher er gewirkt hat und welche sein Grab als1 eines der» Heiligtümer des Judentumes hütet. Es ist nicht zu früh, von hier aus schon jetzt den Ruf zur Sammlung ertönen zu lassen und Ordnung und System in die schon begonnene Bewegung zu bringen. Es ist nicht zu früh, schon jetzt an die Verantwortlichen die Mahnung ergehen zu lassen, sich des großen Momentes würdig zu zeigen und sich auf die Höhe der großen Aufgabe zu erheben. Schon hat sich im Auslande die Spekulation der heiligen Aufgabe bemächtigt und versucht daraus ein dankbares Sujet zur Geldsammlung zu machen. Preß bürg muß das Hauptquartier der ganzen Bewegung bleiben! Dieses Erstgeburtsrecht wollen wir weder für ein Linsengericht an amerikanische Driver, noch aus unangebrachtem Sentiment an Palästina abtreten. Der 100. Todestag des Chatam Sofer wird hoffentlich der Tag der Einweihung des Internats der Jeschiba werden, welches das sichtbare Wahrzeichen des Tributes des