Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- 7-8 (April 1935)
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 36 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2708078-2708082-2708084--167-2708285- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
als Beilage zu Ihrem Briefe gesehen Brief folgt, resp. geht voraus. Stupava. Das Werk „Koroth Batenu’ ist Jedermann, der sich mit jüdischer Geschichte befasst, wohlbekannt. Wir bringen jede Ergänzung gerne, Ihre Anregung liegt in unserem Programme. M. M. Die Preamble der Verfassung des I. O. B. B. lautet: „Der Unabhängige Orden Bnai Brith hat sich zum Ziele gesetzt, Israeliten zur Förderung ihrer Interessen und derjenigen der Menschheit zu vereinigen: die geistigen und moralischen Charaktereigenschaften der Amgehörigen unseres Glaubens zu entwickeln und zu erhöhen; die iaurersten Prinzipien der Menschenliebe. der Ehre und der Vaterlandsliebe eir-zuprägen; Wissenschaft und Kunst zu unterstützen; die Not der Armen und Bedürftigen zu lindern; Kranke zu besuchen und zu pflegen; den Opfern der Verfolgung zur hülfe zu eilen; aut breitesten Prinzipien der Menschlichkeit Fürsorge zu treffen lür Witwen und Waisen, dieselben zu beschützen und ihnen Hilfe zu leisten'*. — Wie ersichtlich, war dieses Program zuerst assimilatorisch. Später wurde auch die Palästina-Arbeit eingeschaltet. Die oberste Aufgabe bildet aber die Förderung der Kunst und Wissenschaft. Der Generalsekretär Dr. Bogen s. A. erklärt in einen Artikel, die I. O. B. B. sei keine gegenseitige Hilfsgesellschaft. Er bringt seinen Mitgliedern keine materiellen Vorteile. In allen seinen philantropischen Werken stehen die Dienste des Ordens zur Verfügung, gleichviel, ob diejenigen, die davon Nutzen ziehen, Mitglieder der Brüderschaft sind oder nicht. Notizen Ein Maimonides-Jahr von Pessah zu Pessah. Unter diesem Titel fordert „Die Neue Zeit” auf, das ganze Jahr zur Propaganda der Erhebung des Judentumes im Geiste Maimonides zu widmen. .,E>ie Maimonidesfeier darf kein Feuerwerk sein, das verpufft und uns im Dunkeln zurücklässt. Wir flehen zum Geiste Maimonides, wie Jakob zum Engel : Ich lasse dich nicht, bis Du uns nicht gesegnet hast.” Purim-Abend der Aguda-Damen. Im Hotel Tatra fand ein auf ebenso hohem religiösen, als kulturellen Niveau stehender Purim-Theeabend der Aguda- Damen statt. Erl. Renee Pappenheim begriisste die Damen in distinguierter Rede und pries die Persönlichkeit des S^-jährigen Präsidenten Masaryk. Frau Max Kann entzückte das Publikum mit schön vorgetragenen Gesangspiecen und das kleine Fräulein Elsa, Tochter de.-> Dr. Ph. Mayer brillierte mit ihrer Tanzkunst. Der Abend verfloss in heiterer und doch würdiger Weise. Der Verein sollte weitere Kreise der hiesigen jüdi, sehen Damenwelt heranzichen. Schachkunst Baron Ignatz von Kollisch, Gründer der „Wiener Allgemeinen Zeitung”, Schriftsteller und Weltschachmeister, v urde geboren in Pressburg am 6. April 1837. Er war Gründer der Kasse des Börsensyndikats in Wien. Später wirkte er als Finanzmann in Paris. Er war der Gründer der Wiener Allgemeinen Zeitung, in welcher er unter dem Namen Ideka Feuilletons geschrieben hat. Er war ein hervorragender Schachmeister. Er gewann den ersten Preis im internationalen Schacbtournier in Cambridge im Jahre 1860. Im Jahre 1867 schlug er im Pariser Tournier alle Gegner. Er starb in Wien am 31. April 1889. Musik Heinrich Reinhardt, Komponist und Musikkritiker geboren in Pressburg am 13. April 1865. Im Jahre 1881 begann er seine Musikstudien in Wien, er wurde Musikkritiker der Wiener Zeitung, wurde später Redakteur der Morgenzeitung. Von seinen Kompositionen sind hervorzuheben die komische Oper „Die Minnekönigin”, die dramatische Oper „Der Söldner”, die Operetten „Der Generalkonsul”, „Krieg im Frieden”, „Der Gast des Königs” und viele andere. Er starb in Wien am 31. Januar 1922 Herausgeber, Eigentümer und Redakteur : Samuel B e 11 e 1 h e i m Druck von Carl Angermayer (Adolf Alkalay & Sohn Nachfolger) Bratislava, Spitälska 18.