Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Verwaltungsbericht 45 liehe Arbeit, San.-Rat Dr. Gustav Bradt als erster Schriftführer den Geschäftsbericht Aes Verwaltungsvorstandes. Nach dem Bericht der Revisoren wurde dem Vorstande einstimmig Entlastung erteilt. Hierauf wurde der Verwaltungsvorstand neu gewählt, dem folgende Herren angehören: Dr. h. c. Aron Hirsch, Vorsitzender; Oskar Wassermann, 2. Vorsitzender; Prof. Dr. Albert Einstein, 3. Vorsitzender; Jacob Goldschmidt, 1. Schatzmeister; Wilhelm Kleemann, 2. Schatzmeister; San.-Rat Dr. Gustav Bradt, 1. Schriftführer; Prof. Dr. Otto Warburg, 2. Schriftführer; Berthold Katz, Kammergerichtsrat Leo Wolff, Rabbiner Dr. Leo Baeck, Beisitzer. In den Ehrenausschuß der Akademie wurden hinzugewählt die Herren: Moritz Rosenthal, Justizrat Severin Behrendt und Alfred Anders, die letzteren beiden gleichzeitig zu ehrenamtlichen Revisoren ernannt. Hermann Cohen - Gedenkfeier Im Anschluß an die Jahresversammlung -veranstaltete die Akademie für die Wissenschaft des Judentums eine Hermann Cohen- Gedenkfeier zur zehnten Wiederkehr seines Todestages. Der große Saal des Logenhauses war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach einem Präludium von Arno Nadel brachte Herr Oberkantor Manfred Lewandowski eine dem Gedächtnis Cohens gewidmete Komposition Arno Nadeis zu Gehör, der die Schlußworte des Buches Kohelet als Text unterlegt waren. Hierauf umriß San.-Rat Dr. Gustav Bradt in kurzen Zügen die Bedeutung Hermann Cohens für die Begründung der Akademie, deren Dank an ihn sich in der Verwirklichung seines Programms durch ihre Arbeit, sowie in der Tätigkeit der seinen Namen tragenden Stiftung äußert. Professor Dr. Albert Görland-Hamburg hielt die Gedächtnisrede. In geistvoller Weise behandelte er das Problem des Primates von Philosophie oder Judentum in Hermann Cohen und schilderte die zehnjährigen Bemühungen seiner Freunde und Anhänger um die Darstellung und Verbreitung seiner Ideenwelt. Hierauf hörte die Versammlung stehend das von Oberkantor Lewandowsky vorgetragene „El mole Raehamim" an. Ein Postludium Arno Nadeis beschloß die Veranstaltung.