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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · 8 (1927) · p. Seite 29

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 29 (sequence 31)
Language
German
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IRI
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Daniel al-Kumisi 29 eitlen Kalam al-barrani (die weltliche Philosophie) studierten und nicht bedachten, daß sie sich auf Feinde verließen. Secharja V, 6. "Ich sprach: Was ist das? Da sagte er: Dies ist dlas Efa. welches ausgeht. Da sagte er: dies ist ihr Auge im ganzen Lande". Gemeint sind die Männer von Babel, die ihre Augen im ganzen Lande haben; sie schicken ihre Sendschreiben, ihre Gesandten und Beamten über das ganze Land, um überall das Vermögen der Israeliten zu erpressen, um Bestechungen anzunehmen, das Recht zu beugen, das Gebot des lebenden Gottes mit angelerntem Menschengebot zu vertauschen, den Verbrecher frei- und den Unschuldigen schuldig zu sprechen, Aufrichtige zu verdammen und den lügnerischen Schmeichler zu segnen. Das „Efa" ist der Ort, an dem sie das Recht verdrehen und den sie „Gericht'1 nennen. Dieses ist ihr „Auge", wie es heißt (Jer. 22, 17): „Deine Augen aber und dein Sinn sind auf nichts als auf deinen Gewinn aus". Sie aber nennen sich „das Licht der Welt" (nehora de-olma), sind aber in Wirklichkeit das Dunkel der Welt (cheschka de-olma), sie wissen nichts und wandeln im Dunkeln. Maleachi III, 13—17. „Ihr führt kecke Reden gegen mich ... ihr spracht, es ist nutzlos, Gott zu dienen ..", denn es gibt keine Vergeltung in dieser Welt und keinen Lohn: „was nützt es uns . * . düster einherzugehen" in Demut. Diese Steile ist gegen die gerichtet, die eine Vergeltung in dieser Welt ableugnen, nicht aber gegen die, die eine Vergeltung in der zukünftigen Welt ableugnen. Denn es heißt weiter: „darum preisen wir jetzt die Übermütigen glücklich, nicht nur kamen sie vorwärts, als sie Freveltaten verübten, sondern sogar, als sie Gott versuchten . . .". Denn v/o sind seine Worte (Lev. 26, 16): „Und ich will Schreckliches über euch verhängen" oder {Eccl. 8, 13): „Und nicht wird es den Frevlern Wohlergehen". Wir sehen doch, wie es den Götzendienern wohlergeht, daher führten sie kecke Rede« gegen Gott .... „Dann besprechen sich, die den Ewigen fürchteten, miteinander", dann, d.h. in der Verbannung. Es gibt nämlich auch solche, die an eine Vergeltung sowohl in dieser, als in der zukünftigen Welt glauben, jedoch annehmen, daß in der jetzigen Zeit die göttliche Gerechtigkeit nicht zu erkennen ist, weil Gott uns wegen unserer Sünden seine Zeichen vorenthalten hat und daß wir den Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Frevler nicht erkennen können, bis Gott sich wieder über uns erbarmt. Gott wird diese Worte hören und sie in das Buch d'es Gedenkens eintragen. Denn diejenigen, die seinen Namen ehren und das Geschriebene nicht ableugnen, werden seine Erwählten sein..... Warum heißt es „Dann werdet ihr wieder den Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Frevler sehen?" Das ist ebenso zu verstehen, wie es heißt (Jos. 5, 2): „und beschneide wiederum die Israeliten". — Zu Anfang übten sie die Beschneidung, dann hörten sie auf, daher sagte er „wiederum". So auch hier: „dann werdet ihr wieder sehen", noch in dieser Welt, nämlich, daß es hier eine Vergeltung gibt ....

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