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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · 7 (1926) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1926)
Date
1926-01-01
Page
[Seite] (sequence 43)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707524--296-2707865
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Bericht des Verwaltungsvorstandes über das Jahr 1925. Die einigermaßen optimistische Note unseres vorjährigen Berichtes läßt sich diesmal nicht festhalten. Die Anzeichen, welche auf endgültige Ueberwindung der Inflationskrise hinzudeuten schienen, haben sich als trügerisch erwiesen. Das Verwaltungsjahr 1925 brachte der Akademie im Gegenteil neue und erhebliche S chwi erigk ei t en. Ausfälle in den Einnahmen ergaben sich einmal aus der Herabsetzung der Subventionen mancher Kultusgemeinden, deren Steuereingänge hinter den Voranschlägen zurückgeblieben waren, dann vor allem aus der geschwächten Solvenz einer Anzahl unserer Mitglieder. Gleichwohl ist es gelungen, die Gesamtzahl unserer Beitragenden nicht nur auf dem früheren Niveau zu halten, sondern zu erhöhen. Unsere Hauptstützen, denen wir immer Dank zu zollen haben, die Berliner Jüdische Gemeinde und der Orden Bnai Brith, sind uns treu geblieben. Die Gemeinde Cöln und der Westdeutsche Logen verband haben sich zu größeren Subventionen bestimmen lassen. Eine Propaganda im Rheinland hat, trotz der auch dort wütenden Krise, nicht enttäuscht; ebenso wurden in Dresden. Chemnitz und Cassel neue Mitglieder und Förderer gewonnen. Für Unterstützung unserer Werbung in Chemnitz sind wir Herrn Rabbiner Dr. Fuchs, der in Cassel Herrn Ludwig Katzenstein und der in Cöln dem Vorsitzenden der dortigen Gemeinde, Herrn Blumenau sowie Herrn Carl Kaiser-Blüth, zu besonderem Danke verpflichtet. Erwähnung verdient die Zeichnung eines Jahresbeitrages von M. 3000.— durch Geheimrat Ottmar Strauß in Cöln. Im ganzen sind 256 Beitragende neu zu uns gestoßen. Die Jahresbeiträge beliefen sich auf rund M. 62 000.—. genau wie im Jahre 1924; die Gesamteinnahmen, unter welchen die Nachträge für 1924 und Vorauszahlungen für 1926 mitzählen, auf etwa M. 66 000.—. Erheblich gestiegen indes waren die Ausgaben, nämlich von M. 47 000.— im Jahre 1924 auf M. 73 000.— in 1925, obwohl auch in diesem Jahre wieder, mit Rücksicht auf die Schwierigkeit der Verhältnisse, nicht alle Drucklegungspläne verwirklicht werden konnten. Den größten Ausgabeposten bildeten die Gehälter und Subventionen mit M. 51 000.—. Die Druckausgaben beliefen sich au! etwa M. 7500.—. M. 6500.— erforderten die wissenschaftlichen Reisen. Gegen die Voranschläge waren die Einnahmen um M. 14 000.—, die Ausgaben um M, 7 000.— zurückgeblieben. Aehnliches gilt für die Hermann- Cohen-Stiftung. Ihre Kassenbestände wurden durch die Herstellung von ,,Hermann Cohens Kleine philosophische Schriften4*, sowie für die Honorierung der bei der Stiftung tätigen Gelehrten völlig aufgebraucht, obwohl der von der Heinemann- und Rosa Vogelstein-Stiftung bereitgestellte Grundfonds von tausend Dollar zur Edition des genannten Werkes durch einige Zeichnungen verstärkt worden war. Regelmäßige Kassenzugänge erbrachte der Absatz von Hermann Cohens Jüdische Schriften". Die hebräische Uebersetzung der letzteren finanzieren seit dem Vorjahre die Herren Eitingon und Paenson durch erhebliche Sonderzuschüsse. So konnten zwar die dringendsten Mittel herangeschafft werden, jedoch ging die Stiftung mit sehr geringem Saldo ins neue Jahr hinüber. Erfreulicherweise baut sich mit den bereits nicht unerheblichen Bücherbeständen der Akademie und der Cohen- Stiftung ein neues Kapital für uns auf, das zwar nicht liquid, doch mehr und mehr eine Quelle für ständige Einnahmen abgibt. Es erscheint als gute Finanzpolitik, die Zahl dieser Bücher, d.h. der Veröffentlichungen der Akademie, so .energisch und so schnell als möglich weiter zu vermehren. Das wird in erster Reihe geschehen mit der Fortsetzung von Dr. Sterns ,,Der Preußische Staat und die Juden*, mit „Josef Süß Oppenheimer" derselben Verfasserin, Dr. Baers

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