Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 20 (30.5.1922)
- Date
- 1922-05-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Leite 4. Neue Jüdische Presse. Nr. 20 IMl IMllÜli IlMtl-I... Baraeratrasa« 149. H. 4942. Bestbewährteste Teppicha. Bettfedem-Beinlgimg.' Dnter Alexander III.. stand sein Günstling Generäl Tscherewrn, mit voUwmmen mieing^chrLiirleir ro»»lmach«eit ausgestattet, an«» Sp itze der Qchraim, oec berüchtigten Geheimpolizei. Eines Dages wird oer General, zu Xi\ü) bei der Grchin, von einem, Fremlve yinansgeoeten. Äon den. Schnapsen animiert, erzählt er hintecyer mrt der größteu Sclbswer>tüiwlichleit, der Freund sei zu.'-ihm - gekommen, um seine Unter,rützrurgün Prozeß einer besremweren Dame in Auiprüch zu nehmen.'Dieser Prozeß würde von einem indischen Anwalt, grsührt und wah.rschrnüich gegen die Petentin gewonnen. „Ich will mir teül ÄopsAerorecheilj darüber machen," erklärte der General, „und ich werde Liese Schwierigteit aus - sehr einsache Weise meistern. Ich 'werde den veriluchten Juden noch diese Nacht als politisch verdächtig verhaften lassen, und er wird eine tspaziersahrt nach Swirien unternehmen; wenn man hier Zeit gehabt haben., wird, sich -Nmznsehen, nun gut, daiur werden wir chn zurückkehren lassen." .Die Grasin hatte das als Niederträchtigkeit bezeichnet und dar General angefleht, es bei dcnr Spaß beivendcil zu lassen. Ergebnis: Der Anwalt lvurde verhaftet, seineFrau, dre ein Kind erwartest:- starb an Len Folgen eurer Fehlgeburt ürjdlge der Aufregung darüber, und nach drei, Monaten konnte der Unglückliche auf Grund' seiner durch die Scheinuntersuchung beiviesenen Unschuld in sein verödetes Heim zurückkehren. Gesetzsel>»»g. (Unter beul Eindruck der letzten Scholvuauspredigt des seligen Rabbiners D.r. 9tobel von Ernst Nebenzahl.j Eiir Dowrerir, ein Tisen geht durch die Wüste, Und tief un Berge, wie in täuseird Kesseln, Da gährt es und kocht es und dröhnt'» Und tausendfach widertönt's. Wie wenn gewaltsmn zerspreirgen müßte - Die Natur ihre ästen Fesseln: Und Hügel und Täler ringsumher, " Sie .hallen. von dumpfein Brausen, / Erfüllend die Inst mit.Getöse. Und der . sandigen Ebene gaiize Größe, 7 Wild wogt sie wie ein wütendes ° Meer, Und stürmische Winde sauseir. Ain Fuße des Berges gedränget stehn Des erwählten Volkes heiüge Scharen, Und erwarten in seliger Hoffiuuig de» Tag Kaisemtrasse 56 Täglich erstklassige JttliiiKlanil^; Kaiserstrasse 56 l- Unterhaltungsmusik- -WW; ° Der Erlösung, aus Aegypten» Geistesschmäch. , 4lNd. ängstlich zur Spitze des-'-HügelK-'lte 'sich» . Draus Gott in Wolken und Donner gefahren. Da tönet, mächtig borst Himmel her, . Wie das Brüllen des furchtbaren Len: La, bebe in heiliger Ehrfurcht nur,- Es brach deine Herrschaft Zwang der Natur,; Denn Israel spricht: Ich erfülle und hör', . Und ICH: Omauchi t'tdaunen. ft —— / . Literarische Rnadscha«. Die Zosrphsrrzählnng. (Von Räbb.'Dr. JftHorovitz. 156 Seiten. Frankfurt a. M.) , (3d)on. in cilicv seiner ersten literarische» Arbeiten: „Untersuchungen über Philons uno Plawns Lehre von der Weltschöpsung"'hatte-Horovitz bewiesen, daß er oen wisse,ischastlsth kritischen Geist und die zähe Arbeitskraft be-. fint, die zur, Bewältigung solcher schwierigen Unterfttchungen nötig sind. Die Arbeit (and »t der wissen,chastlickien Welt geradezu bewundernde Anerkennnng (vgl. n. a. H. von 'Armins Kritik tu der Deutsch. L't. Zig. Nri 33 ’ 1901; fern. Jal)rb. für Philos XVI»).. Es war also anzunehmen, daß diese .kritische Veranlägnng auch für das jüdisch - wissenschaftliche Gebiet.ausreiche, dem sich Horovitz bald daraus zuchandtc. Das rabdiuischc- Gesetz vom „falschen' Zeugen" hatte die Aujinertsamleil der hervorragendsten' jüdischetr Forscher ans sich, gelenkt. Z. Frankel, A. Geigers N. Brüll, D. Hosfinann hatteit darüber geschrieben. Horovitz nimmt sich vor, Geigers Auffassung zu wioerlegeit. Dies Vorhaben ist nicht nur glänzend gelnngcit (s7 Jnd. Volksztg. Nr. 15, 1914), sondenl, die lichtvollen Ausführungen stellten auch viele bisher dunklen Talnindstellcn in Helles Licht und rechtfertigten die yom Gavu Hai m dieser Frage eingenvmmeue nutz so Vst angegriffene Ansicht anss Glänzcirdste. Wie hier Horovitz sogleich HosfmaniiS Ausfüliriuig wcrtllvllft ergänzte, sd geschah dies (s. Beibl. d. Jsr.. März 1914), auch durch Horovitz' Ausführungen in, Jal)rb!. d .Lit. Ges. zur ^stelle Deut. 25,12 durch eine geistreiche "Kvinbination. ans dem Sisre, duvch die aitchl eine bis dahin, schwierige Ranibmnswlle erklärlich wurde. - - Einen Namen in der breiten Oesfeutlichkejt aber hatte sich H. durch sein Eingrciscn in deil berühmten Babel und Bibelstreit. bereits envorben, wo seine gegen/Delitzsch gerichteten „Randglossen^ zit Babei und Bibel von. christlichen Autoritäten als das Sachlichste; bezeichnet wurden, was gegen Delitzsch eingewänd worden ist, durch, die, wie der Bert. Lörs.. Cour, schrieb, Delitzsch mit einem Schlage der Nimbus geuonunen lvurde, den dieser dein Judentum rauben ivollte. - ES ist daher wohl nicht zu verwundern, ivcnn man H. neues Büch „Die Josephserzählung" nftt Spannung zur Hand nimmt. Weiß doch jeder halbwegs Gebildete, daß' diese das Kind so sehr erfreuende Geschichte seit Jahren, besonders seit dem «'Auftreten der' Wellhansenschen Kritik, eine-der Stellen geworden ist, von wo aus man die Eint- Wochenbett-Ausstattungen Hugo Rothschild Langestrasse 85. - Telefon Hansa 9926 heitlichkeit der Thorah aus ihren Angeln heben mochle Gelänge die» an dieser, so pronftitenten Stelle, die bis her als die einheitlichste gegolten hak) dann würden bat andere Bollwerke irachstürzen. Und die Angrissszentren sin, bei einiger Nachschau gar nicht so schwierig zift entdecke« wie mm) der-''Laie bemerkt, wenn er vergleicht, wie ' e, nach 1. B, Aä 37, 28 und 39, 1 die Jsmaelitsrft snätl! 37, -28 und 36 die Ntidimnter. sind, an die Joseph verkchls! wird, daß ferner Josepsl) 40, 5 sagt, er sei an» dem Land der Hebräer gestohlen, während, cri 45, 4 die Brnde erinnert, sie hätten ihn verkauft. Was- Wunüer, da; hier die Quellenscheidung einsetzt — und auch die Unter" suchungen, die H. anstellt, die vor allenr Jacob „Quellen jcheidung und Exegese", wie der Verfasser sich bescheider ansdrückt, ergänzen-und berichtigen sollen. Lassen wir darüber, ob die Absicht erreicht ist, eine, Christen sprechen, dessen Autorität wohl kein Fachmann an ziveisell. Der Bonner Professor. Ed: König schreibt: ,,A> dieser Arbeit ist vor allem die ganz mlßerordcirtstchl Gründlichkeit zir rühmen, mit der H. die von ihm in» Äug gefaßten Fragen behandelt .-'7'. Immer von neuem' »inj der Leser die Weite des Horizontes bewundern, den de: Verfasser im Bezug aus die dabei zir vergleichendeü Lite raturen des Altertums und des Miitelalters besitzt. : . .Besonder» ist auch, der Scharfsinn hoher Anerkenniliij 'wert, -mit dem in dem Buch von H. die Art beurtxUt ist in welcher neuerdings von vielen (Gunkel, .JeremiäS', Völker u. a.)- die vergleichende Methode zu einer a nKi gleichenden Methode gemackjt wird. . . . Endlich ist unch hü sehr verdienstlich, daß er nftt klarein Urteil denen ent gcgentritt, welche nenerdings venüberlieferten hubräische! Text nicht oft geling der^ griechischen llebersetzüng rüitch stellen zu dürfen meinen, -«ein Auchist also in vie.leit Hsnsichten eilte reiche Qnells der Pelehrung." ft 7' ,if Wir hielten es siir vermessen, einem solchen -Urteil eines Fachgelehrten etwas hinznzufügcit. Das Buch ist haupl sächlich für solche geschrieben, aber auch; jeder ernst: Bibel leser wird reiche Belehrung aus ihm schöpfen könne» ' Dem Verfasser möchteit wir vbii Herzen für diese (Gabt dankbar zurllfen: Zclach urchav! Heute, wo der Meister bet Exegese die Älugen geschlossen, da Ist cS .des zu solcher heiligen Arbeit geradezu prädästinierten Schüler» doppelte Ausgabe, trotz der unsäglicheit Mühen,'die. sein Dienst am Leben ihm sonst anflegt, hier ilneittNiegt iveitec bahnbr-echend und einführend zit wirken. . - ,y Lanualimgeu, bessepi Einzelmarkeo kaeft höchstzatalen 0. HASE. Zell 68. 86 mm I ßemtt~, Knaben- und äpofl-ßeMetöMg ZeN 412 neben der" Hauptpost Fernsprecher Hansa.1784* :: Neiie Mainzerstr. 20. Franknrt am Hain JSfpr Sand weg Xl. Telephon flanBa 1040. VtzMOv Ettecien- und Wechsel - Bank. Die Aktionäre der Dentsclirn Effektennad Wechsel- Bank werden-hiermit zu der am ■lontag, den 12. Juni 1922, woimii. II Uhr, in unserem Banklokalzu Frankfurt a. H. stattfindend-u Oeneral-Tersainmlung eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes 'über das nennend vierzigste, sich vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1921 eistreckende Geschäftsjahr; 2. Bericht 'des Aafsichtsrates über die Prüfung der Jahres- Rechnung und der Bilanz, sowie Antrag auf Genehmigung des R'C’mnugsabachlusses Wd Erteilung der Entlastung für den Vo. stand 'und den Aufsichfsrat; , ' 3. Beschlussfassung über die Gewinnverteilung, insbesondere ' Uebercahme der Tantiemeateuer des ''Aufsichtsrates für das verflossene Geschäftsjahr durch die Gesellschaft; 4. Wahlen zum. Aufsichtsrat. Hebräische Bnchbaudiung' D-n^ts ü?*iaD -1NVL rra — Passende "13-Geschenke. Srosstoiscberei gebender Vogel Tel. Taunus Lüss7. Rödelheimer Landstrasse 21. Haushaltungswäsche nach Gewicht (nass, getrocknet, gemangelt).. —r—Versicherung der Wäsche gegen Verlust. , .. 1 Schweiz Waldhaus Flims oheriäud weltberühmt,Hühenlnftkurort (1150m) m. 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