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Neue jüdische Presse · 1922-01-19 · Heft 3 (19.1.1922) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 3 (19.1.1922)
Date
1922-01-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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In ihrer Lösung wird sich erweisen, ob die Juden die jfraft besitzen, in Palästina in produktiver Arbeit Werte zu schaffen, ob sie die Fähigkeit haben, dort in eigenen Formen gemeinsam zu leben, ob der pinn für Gerechtigkeit, dem das Judentum seine Grösse verdankt, als herrschende Macht des jüdischen Lebens wirksam werden wird. Jeder Jude muss heute wissen, dass das Schicksal der neuen jüdischen Siedlung in Palästina auch für ihn von Bedeutung ist. Die jüdische Leistung im jüdischen Lande wird Geist und Kraft der gesamten Judenheit stärken. Darum muss das Werk über die Parteien erhoben und durch ein Zusammenwirken Aller zum Erfolge geführt werden. Gross sind die Schwierigkeiten, aber nicht unüberwindbar; zahllos sind die Aufgaben, aber nicht undurchführbar. Der Boden Palästinas soll der Landwirtschaft erschlossen, der Lauf seiner Gewässer soll geregelt werden, Strassen, Eisenbahnen und Häfen sollen gebaut werden. Die Sanierung des. iLandes muss in Angriff genommen, Krankenhäuser müssen gebaut und ärztliche Hilfe muss eingerichtet werden, Volksschulen, Mittel- und Fachschulen |müssen errichtet und ausgebaut werden, soziale Hilfe und Ordnung sind in weitestem Masse durchzuführen. An diesem Werke tätigen Anteil zu nehmen, ist die Pflicht der Juden Deutschlands. Ausserordentlich grosse Mittel müssen aufgebracht werden. [Mit den gesammelten deutschen Geldern soll der Palästinasache ein möglichst grosser Dienst geleistet werden. Mit Rücksicht auf die Entwertung der [deutschen Währung sollen diese Gelder daher ausschhliesslich in Deutschland für Palästina verausgabt werden. Dem Aufbauwerk wird am besten gedient, [wenn in Deutschland Waren gekauft werden, die Palästina braucht, wenn Palästinawandrer durch Ausrüstung und Werkzeug unterstützt werden, wenn in [Deutschland Ausbildungsstätten geschaffen werden, die sie landwirtschaftlich nnd handwerklich auf ihr neues Lehen vorbereiten. Unser Weckruf geht an alle Juden Deutschlands. Wie durch die weltumspannende Keren Hajessod-Aktion eine Organisation aller Juden für den I Aufbau Palästinas geschaffen worden ist, so soll hier der Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) die Kräfte aller Jaden Deutschlands zu gemeinsamer 1 Palästina-Arbeit vereinen. f Der Keren Hajessod dient ausschliesslich dem praktischen Siedlungswerk in Palästina. Die Durchführung des Werkes erfordert von jedem Eilten Leisfamge., die der 6r5sse der tafgabe eutepreehea. Keren HfoJeSSOd (Jüdisches Palästinawerk) Berlin: Dr. Alfred Apfel, Leopold Badt, II. Vors. d. Vorstandes d. Jüd. Gemeinde zu Berlin, Rabbiner Dr. Baeck, Dr. Cora Berliner, Kurt Blumenfeld, Eugen Caspary, Prof. Br. Toby Cohn, Prof. Dr. Albert Einstein, Direktor. Siegfried Elle, Sanitätsrat Dr. Feilebenfeld, Dr. Georg Gerson, Prof. Dr. Adolf Goldschmidt. Dr. Arthur Hantke, Schriftsteller Georg Hermann, z. Zt. Heidelberg, Siegmnnd Hirsch in Fa. Hirsch, Kupferu. Messingwerke, Prof. Dr. 8. Kalischer, Dr. Alfred Kleo, Dr. Max Kollenscher, Generalkonsul Eugen Landau, Dr. Rudolf Leszynsky, Prof. Dr. Karl Lewin, Justizrat Dr. jnr. h. e. Magnus, Prof. Dr. Eugen Mittwoch, Dr. Siegfr. Moses, Prof. Dr. Max Mosse, Dr. Jacques Perl, Dr. Felix Pinner, Handelsredakteur d. Berl. TgbL, Gewerberat Emil Plotke, Rechtsanw. Felix Rosenblüth, Dr. Eson Rosenberg, Dr. Aron Sandler, Geh. Regier.- u. Ministerialrat Dr. Hans Sc&äffer, Kommerzienr. Gerson Sirpon, Hugo Simon i. Fa. Carsch, Simon u. Co., Prof. Dr. Moritz Sobernbeim, Geh. San.-Rat Dr. Jul. Stern, I. Vors. d. Vorstandes d. Jüd. Gemeinde, Hermann Struck, Georg Tietz, Geh. Jnstizr. B. Timendorfer, Dr. E. Wassermann, Bankdir. O. Wassermann, Siddy Wronsky. — Allenstein: Rechtsanw. Wistinecki. — Barmen: Sanitätsr. Dr. OJlendorf, I. Vors.d Vorst, d. Synagogengem.— Brnunschweig:Dr.N Regensburger, Mitgl. d. Landtags.—Breslau: Geh. Jnstizr. Dr. jnr. h. c.Heilbeig,Dr.M. Jacobsohn, Dr. A. Lewkowitz, Dr. H. Schachtel. — Casselt Rechtsanw. Dr. Goldschmidt, Dr. Jos. Prager. — Dessau: Landesrabb. Dr. Walter, Staatsu. Justizrat Dr. Cohn, Vors. d. Vorstandes d. Isr. Kultusgem., Dr. Hurwitz.— Dresden:Rabb. l\£rof. Dr. Winter. — Elberfeld: Dr. Aron, Dr. L. Grüneberg, Dr. Jul. Loeh, Rabb’. Dr. Norden. — Erfurt: Willy Weinstein, Vors.d. KepräsenianfenkolLd. Jad. Gern., Dr- Wolfheim.— Frankfurt a.M.: Prof. Dr. Dreyfuss, Willy Dreyfns in Fa. J. Dreyfns u. Co., Bankdir. Karl Herzberg, Rabb.-Dr. J. Nobel, Dr. Eugen Oppenheimer in Fa. Jac. S. H. Stern, Dr. Ernst Picard, Lucien Picard (beide in Fa. Lazard Speyer-Ellissenj, Rabb. Dr. Salzberger, Fritz Sondheimer in Fa.Tellus, Metall-Act.-Ges..— Freiburg i. B.: Dr. Josef Lewy, Rechtsanw. Ludw. Sterufeld, Konr.Goldmann. — Göttingen: Prof. Dr. Edm. Landau, Dr. Fritz Peyser.— Halberstadt: Siegfr. Hirsch in Fa. Aron Hirsch n.Sohn, Dr.Sally Hirsch. — Hamburg: Dr. Felix Danzfger, Dr. Emst Kalmus, Bankier Alfr. Levy, I. Vois. d. Vorst, d. Deutsch-Isr. Gern., Alfr. Lisser, i. Fa. LiBser u. Rosenkranz, Oberlandesgerichtsrat May, Jul. Schindler in Pa. Oelwerke Jul. Schindler. — Karlsruhe: Kommerzienrat Dr. h. c. M. A. Straus, Dr. Julius Roseufetd. — Königsberg! Pr.: Justizrat A. Holz, I. Vors. <1. Vorstandes d. Synagogengem., Jnstizr. Max Lichtenstein, Bankdir. Hermann Marx, Dr. Walter Stein. — Landsberg a. W.: Fabrikbes. Georg Lewinsohn. — Leipzig: Rabb. Dr. Felix Goldmann. — Liegnitz: Rabb. Dr. Peritz. — Lübeck: Alfred Frank, Eduard Joel, Iwan Meyer in Fa. H. Meyer u. Co. — Mainz: Kommerzienrat Ludwig Kronenberger, Rabb. Dr. Sally Levy, Rechtsanw. Dr. Pani Simon. — Mannheim: Max Goldschmidt, Vors. d. Synagogenrats n. Mitgl. d. Oberrats der Israeliten in Baden, Dr. Jul. Moses, Landger-Präs. Dr. Stein. — Nürnberg: Dr. J. Bamberger, Rabbiner Dr. Freudenthäl, Kommerzienrat Metzger, Dr. Meinbold Nussbaum, Ludwig Rosenzweig. — Oppeln: Fabrikbes. Ismar Engel, I. Vors. d. Jüd. Gemeinde, Rechtsanwalt Georg Wunderlich, — Planen: Prediger Emanuel Heumann, Rechtsanwalt Löffler, Max Steinberg, Stellvertr. Vorsitzender des Vorstandes der Jüd. Gemeinde. — Saarbrücken: Justizrat August, Sanitätsrat Dr. Bickart,Dr. Leo Weiler. — Starnberg-Münclien: Arnold Zweig. — Stettin: Rabb. Dr. Wiener. — Stuttgart: Oberkirchenr. Dr.Kroner. — Wiesbaden: Stadtu. Bezirksrabbiuer Dr. Paul Lazarus, Justizrat Moritz Marxhelmer, Dr. Alfred Landsberg. — Zwickau: Kaiman u. Simon Schocken in Fa. J. Schocken Söhne. 2

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