Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 17 (1919)
- Issue
- Heft 18 (9.5.1919)
- Date
- 1919-05-09
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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, - ,fj: ■ .O'- , I?; tx* v nas*; - U.r +%-•■ K l *K *W: (£c Mff- ZS>' & St Ein herzbewegender Schrch ein Schrei der Not, durchdringend und erschütternd wie keiner, klingt über die Grenzen zu dir herüber, pocht stark und gewaltig an deine Seele. Hörst du ihn nicht, den verzweifelten Ruf deiner Söhne und Brüder, die drüben in Feindesland noch immer in qualvoller Gesangenschast schmachten, in banger Ungewißheit, wann endlich auch ihnen die Stunde der Erlösung schlagen wird? Wer kann da ruhig bleibeg, wem gellt er nicht in die Ohren, wem zittert er nicht durch die Seele, der Hilfeschrei unserer Kriegs- und Zivilgefangenen! Seit Monaten schon ruhen die Waffen, doch entgegen allen Gefühlen der Menschlichkeit wird Huen noch iülmer die Rückkehr in - die Heimat zu Angehörigen und Lieben verwehrt. Bitterer Not und Entbehrung sind sie noch immer preisgegeben; sie brechen zusammen unter seelischem Leid. Sie klammern sich an dich, deutsches Volk, sie wenden den verzweifelten Blick herüber zur deutschen Heimat, von der ihnen Trost und Hilfe kommen muß. Oft ist in den viereinhalb Kriegsjahren der Appell an dich ergangen, zu helfen und schmerzendeWunden zu heilen, allzu oft vielleicht. Aber niemals war er nötiger, war er berechtigter als heute. Me galt es, schlimmere Qualen und Leiden zu lindern! Bedenke es ein jeder: Unsere Gefangenen haben ein Recht auf unsere Hilfe, sie haben ein Recht, die Heimat anzuklagen, wenn sie bei ihrem LiebeSwerk versagt. Sie haben nicht nur auf dem Schlachtfeld für uns gelitten, sie leiden noch heute für uns und härter als je. Leider haben wir nicht mehr die Macht, ihre sofortige Rückgabe von unseren Gegnern zu erzwingen. Aber wir wollen ihnen ihr hartes Los erleichtern und es, soweit uns irgend möglich, erträglich gestalten durch ein großzügiges Liebeswerk, dem kein Deutscher sich. versagen darf. Durch dieses Hilfswerk soll die jetzige trostlose Läge unserer Gefangenen verbessert und ihnen bei ihrer hoffentlich baldigen Rückkehr der Uebergang in das Wirtschaftsleben erleichtert werden. Darum gebt, gebt rasch, soviel nur irgend möglich! * * * Deutsches Hilfswerk für die Kriegs- «nd Zivilgefangene« Für den Frankfurter Arbeits-Ausschuß: Geh. Kommerzienrat Dr. L. Gans.—Heinrich Lismann.— Rudolf LiSmann. Hans NerSheim. — Gustav Germroth. S. v. Hasperg. — Franz RinSler. — Prof. S. Nuppel. Syndikus Prof. Dr. Trumpler. Stadtrüt.Dr. Saran. —* für den Frankfurter Berei« vom Koten Kreuz für den Vaterländischen Frauenverein für den voWbund für die deutschen Kriegs» u. Zivilgefangenen Geh. Sanitätsrat Dr. Vohfen Frau Schmidt-de Neufville Ferdinand Creizenach — Geheimrat Prof. Dr. Neubauer für den Reichsbund der Kriegsbeschädigten für den Ausschuß für KriegLbeschädigtenfürsorge . Wilhelm Nether — Theodor Roth Hallgarten — Kommerzienrat Beit von Speyer für die Christliche »olkSpartet Gerhard Heil für die Deutsche demokratische Partei für die Deutsch-nationale »oWpartei Dr. Anna Schultz Eduard Martell! für die Sozialdemokratisch» Partei Karl Kirchner für die Deutsche «oWpariei _ Jean Frank Beiträge erbeten anf ( Postscheckkonto 43300 Frankfurt am Main. Auch alle Frankfurter Banken und Zeitungen nehmen solche entgegen! s -T V p -.. Iür die Redaktion unb den Pnforatentell vonmtwortlich: S<vly Ä e iS, SrmäfuN a. AruS von Ho i g t Kr Ä kei ß er » Frankfurt' «i.' M.' •'