Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 16 (1918)
- Issue
- Heft 34 (30.8.1918)
- Date
- 1918-08-30
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 34. Seite 2 Frankfurter Israelitisches Familienblatt. SchXfergasse 29. - ., Sch&fergasse 29. Modernes Theater Vorführung stets neuer und hervorragender Filme band es der Sabbatfreunbe und der Peah, verschied im 71. Lebensjahre. In Ziege nh als bei Neisse feierte das Bujakvwskysche Ehepaar die goldene Hochzeit. Die SchristMlerin Milka Weiß, geb. Cohn in Ostrvwo, Vorsitzende des FLb. Frauenvereins usw., beging den60. Geburtstag. In Mogilno verschied der dortige Stadtältcste Isidor London. München. Albert Freiherr von Goldschmidt-Rothschild, Attachee bei der preußischen Gesandtschaft in Mümhen, und Konzertdirektor Hugo Knepler-Wien erhielten den Michaelsord en 4. Kl. Coswig Der vor einigen Monaten verstorbene Geh. Reaierungsrat Prof. Dr. Hermann Cohen-Berlin vermachte seiner Vaterstadt Coswig 10,000 M., deren Zinsen studierenden Kindern von Arbeitern oder Lehrern als Bcihülse gezahlt werden sollen. Culmsee. Der in Berlin verstorbene Kaufmann Alois Latte hinterließ seiner Vaterstadt Culmsee je 20,000 M. für weitere Ausbildung von Lehrlingen und für zwei Betten im Kreiskrankenhausc. Der jüdischen Gemeinde hiutcrließ er 11,000 M. Wien Dr Alfred Stern, Prästdent der Wiener israelit. Kultusgemeinde, beging den 87. Geburtstag. Der sehr geachtete Bethausvorstehcr Theod. Ko hu, Bruder des verstorbenen Vizepräsidenten der Kultusgemeinde Tr. Gustav Kohn, ist verschieden. ViktorSteiner, Vizepräsident des Oesterr. Fachschriststellervcrbandcs, erhielt den Titel Kaiser!. Rat. Lemberg. Rabbiner Meschulem Salat, der edelste Typus eines Rabbiners nick» ein bedeutender Gelehrter, ist v e r s ch i e d e n. Warschau.' Gegen Moses Fefer, das Mitglied im Staatsrat, sind in verschiedenen jüdischen Gemeinden Protestversammlungen veranstaltet worden. In Lublin und in Radom werden jüdische G-ymnasien eröffnet. Lodz. In der Sitzung der Vertreter der jüdischen Berufsvereine wurden die vom jüdisch-amerikanischen Hilfskomitee erhaltenen 6500 M. wie folgt verteilt: Textilarbeiterverein 1797 M., Schneidergesellenverein 763 Mark, Bäckerarbeiterverein 583 M., Tamburicrcroecein 538 M. Lederarbeiterverein 426 M., Papierarbeiterverern 380 M., Malerarbeitcrverein 538 M., Friseurgehilsenverein! -358 M., Schlachthausarbeiterverein 448 M., Holzarbeiterverein 358 M., Metallarbciterverein 178 Ai. und Kellnerverein 138 M. i In der Sitzung des jüdischen Handwerkerklubs wurden die vom jüdisch-amerikanischen Hilfskomitee überwiesenen 3000 M. wie folgt »erteilt: Maler- und Klempnermeisterverein je 350 M., Tischler-und Schneider« meiperverein je 300 M., Glaser- und Bäckermeistervereinl je 220 M., Sticker- Buchbinder-, Schildermaler- und Tamburierermeistervcrein je 200 M., Maurer- und FriseurmÄsterverein je 100 M., Hutmacher- und Posamentierermeisterverein je . 90 M., Tapezierern! eisterver ein 60 M., Drucker- und Metallmeisterverein je 50 M., für einzelne Ünterstützungen 160 M., für einen Hilfsfonds 360 M. Stoi^olm. ..S o zi a ld e m o kr at'eu". das Hauvtorgan der schwedischen Sozialdemokratie, beschäftigt sich ch einem Artikel mit der Judenfrage. Seine Ausführungen schließen: „Der Plan, durch eine stete, unbehinderte Kolonisation in Palästina allmLhlich eine wirlliche Heimat für das Volk der Zerstreuung wieder aufzurichten, j auch dieser Plan und diese Hoffnung kann nur verwirklicht werden im Rahmen einer internationalen Verständigung und durch den aufrichtigen und guten Willen der vmbündeten Völker, ihre Kräfte zu vereinigen, um auch don jahrhundertelang in Verbannung und Knechtschaft lebenden jüdischen Volk einen Platz in der Bölkerfamilie zu bereiten." V - '-■*&“** - ’K-S Frankfurter Berichte. Stzuagogen-Jnblläu«. Samstag, früh! 8V2 llhr, findet in der Synagoge Unterlindau anläßlich -ihres' 25jährigen Bestehens ein Festgottesdiienst statt. Rabb. Dr. Horowitz wird die Festpredigt halten. Persouak«». Ende August'1893 wurde die Synagoge Unterlindau 23 eingeweiht. Ebenso laiche ist Herr Kantor Klibansky au dieser. tätig. Am Samstag, den 31. August d. I. findet anläßlich des 25jährigen Bestehens ein Festgottesdienst in der Synagogd statt. Der Mi«. Von Leopold Kompert. Fortsetzung.) MUM. I! Zu unerwartet kam die plötzliche Wendung dieses langen Berichtes, als daß sie nicht eine wahrhaft betäubende Wirkung auf Perl hätte hervorbringen sollen. Weniger war sie bei Kobi sichtbar; dieser saß unbeweglich da, fpiette mit dem Messer oder sah dem sprechenden Vater auf die Lippen.; Als Wolf nun mit seiner^Aufforderung an ihn sich wendete, flog ein rasches Erröten über seine Züge; es rchrcn fast, als wäre er etwas überrascht worden. „Um Gottes willen, du wirst doch das Jüngel nicht zu deur Bären schicken wollen", schrie nun Perl, die sich eimgermaßen erholt hatte. , > „Er wird ihn nicht aufessen, drauf geb' ich dir mein Wort", sagte Wolf lustig, „und wenn auch? Um 400 Gulden kann man sich auch ein „bisscle" aufessen lassen." ,,Und ich geb's nimmer zu", rief Perl mit großer Entschiedenheit, „daß mein Jüngel zu dem Wolf geht! Das geb' ich ninnner zu!" > „Erst ist er bei dir ein Bär, dann ein Wolf! Was wird er nocki alles werden!" meinte ihr Mann. „Zu einem so wilden Menschen sein eigen Kind schicken!" wiederholte die sonst so sanfte- Perl mit einer Art von Bitterkeit mehrmals, „hat man das schon gehört? Und lvcun er ihm einen Fuß zerbricht oder eine Hand, so ein Bär, der er ist, — wird dir bas der Vorsteher mit ckll' seinem Gelbe ersetzen können?" ,IVas das bettisst, Mutter", begann mit einem Male Kobi selbst und lächelte dabei, schlau wie gewöhnlich, „so sei ganz außer Sorgen. Mau läßt sich nicht so krumm schlagen mir nichts dir nichts. Dazu müssen immer zwei sein. Einer, der sich schlagen läßt, und der andere, der schlägt. Und ■ warum soll mau wegen 400 Gulden nicht so etwas Kleines unternehmen? :uit ment doch viel Größeres um viel kleineren Gewinn! Und noch dazu macht inan sich den Vorsteher zum guten Freund; man kann nicht wissen, wie man ihn einmal brauchen kenn." Eine minutenlange Stille herrschte, nachdem Kobi so gesprochen hatte, in der Stube. „Du willst also wirllich gehen? Kobi, mein Kind, weißt du, was du willst?" rief dann Perl, indem sie die Augen mit angstvollem Erstaunen auf ihren Sohn richtete. „Warum nicht, Mutter?" meinte dieser trocken. „Warum soll ich ein so schönes Geschäft „anslassen?" Man verdient nicht sobald ein so schönes Stück Geld." „Jetzt red' ich nicht mehr", sagte Perl nach einer langen Pause. „Du mußt das besser wissen als ich." > Perl hatte einen sohohen Begriff von der Weisheit und dem „Kopfe" ihres Kindes, daß sie wirllich von dem Augenblicke an, wo Kobi seinen Entschluß zu gehen in so entschiedenen Ausdrücken aussprach, Mut und Besinnung zurückerhielt. „Da hast du ihn, wie er ist", sagte Wolf, „für andere will er auf die Beschau gehen und wird die Sache gut zu Ende führen; dahingegen, wenn er fiir sich selbst gehen soll, bleibt er zu Hause und ist zu Ml. Ich Hab' das gleich im voraus gewußt." Perl wagte wirllich keinen Widerspruch; sic begnügte sich damit, die beiden Männer über die Mt und Weise, wie der Gang zu dem „Bären" ausgeführt werden sollte, beraten zu hören.. Sie selbst „drängte" sich mit keinem Worte hinein: aber sie hörte genug, um vollauf Beschäftigung für ihre Seele zu haben. Es war merkwürdig, wie Wolf seinen Sohn.belehrte, wie er ihm den Weg zeigte, auf dem er gehen müsse, um an den Randar-zu kommen. Diplomaten und andere Leute hätten da lernen können, wie eine so schwere „Mission" zu behandeln sei. Wolf zeigte sich in dieser Unterredung wirklich als den klugen und'gewitzten „Min", wofür er galt; eine solche Fülle von Weisheit hatte selbst Perl nie aus dem Munde ihres MünNes gehört; sie war voll Bewunderung. Leider müssen wir über diese im geheimnisvollsten Geflüster gehaltenen Verhandlungen einen Schleier ziehen, eben weil sie geheim sind . . . Wer das können wir sagen, die Welt würde, wenn sie ihr vor die Augen kämen, mit vollem Rechte Perl bcistimmen, die in ihrem Manne einen „großen Mann" sah. „Ja, wenn man's so ansängt", meinte sie in ihrer Befriedigung, „so muß er's zustande bringen. Und dami? Ist er nicht unser Kind?" In tiefster Stille wurde nun der ganze Angriffsplan zu Ende geführt; nur das eine können wir verraten, baß Wolf eine „Gelegenheit" für morgen ftühe bestellen ließ, die draußen vor dem „Ort" auf Kobi warten sollte. Was brauchte die Welt zu wissen, wohin er am! Cholhamoed fuhr? Wolf verfügte sich sodann zum Vorsteher, .um ihm anzuzeigen, daß Kobi die Sendung, angenommen habe. WS die Männer fort waren, überkam cs das mütterliche Herz Perls doch wie Furcht und Grauen. Solange ihr Sohn da war, schöpfte sie aus seinen Worten und Blicken Beruhigung. „Gott", seufzte, sie aus der Tiefe ihres Herzens, „wenn der wllde Bär ihm nur nichts tut! Unser einziges Kind! Ich hätte doch nicht zusttmmen sollen!" Am andern Morgen zeitlich in der Frühe war Kobi schon vollständig gerüstet, ehe die Eltern iwch aufgestanden waren. Er hatte sogar schon „gebetet" und legte gerade die „Tefsilin" zusammen. Wie nun Perl aus der Schlafkammer heraustrat und des Sohnes ansichtig ward, wußte sie sich vor Staunen und Bewunderung fast nicht zn fassen. So schön hätte sie ihren Sohn noch nie gesehen! Kobi hatte sich nämlich in seinen festtäglichen Anzug geworfen; es war ihr, als stünde ein „Prinz" vor ihr! Jetzt erst wurde sie. ganz inne, was er für jein feiner Jung' sei; groß, schlank, wie ans einem Stück grossen, stand er vor ihr. Es war wunderbar, wie dieser Anblick sie stärkte nnd ermutigte; sie hätte die halbe Nacht nicht schlafen können, die andere HAfie in wirren, bösen! Träumen zugcbracht, worin es' ganz fürchterlich zuging. Ein „Bär" mit einem fürchterlich menschlichen Angesicht spielte darin die größte Rolle; auch sah sie zuweilen ihren Kobi auf einem Fuße hinken, bald darauf ging er wiwer Lrzengerade auf beiden Füßen, aber dafür hätte er nur leinen Arm; der andere war ihm wahrscheinlich im Kampfe mit dem Untier abhanden gekommen. Auch Wolf war der -Meinung, Kobi sehe wenigstens so gut wie ein „Graf" aus. g: Karree ßnhland Kaiserstrasse 56 - Kaiserstrasse 56 v TSglich erstklassige MM" Unterhaltungsmusik . *3BS —!-Gesangs •Einlagen. 1 ■ E. T. Rodehau, Herrenschneider Frankfurt a. Main, Frieden&stragBe No. 1 Telephon: RSmer 3650. FEISTSTE MASS-SCHNEIDEREI. Auf Wnnsch koschere Verarbeitung. „Da siehst du wieder, wie er ist", meinte er, „er könnt' sich nicht schöner anziehen für die eigene Beschau! Man kann gar nicht feiner aussehen, wenn matt für sich selbst geht." . Kobi sagte gar nichts, weder zur Bewunderung scicker Mutter, noch zum Vorwurf des Vaters; er bat nur, man möchte eiligst das „Anbeißen" (Frühstück) bereiten, sonst käme er unter die Leute, die zur „Schul" gingen. _ Ms das Anbeißen vorüber war, brach Kobi sogleich auf. Perl bvar in außerordentlicher Bewegung; sie tat sich Gewalt an, um dem Kinde „das Herz nicht zn erschweren", wie sie innerlich tneinte; aber ihre aufgeregt ängstlichen Züge verrieten gerade das Gegenteil. ,Wirst du's aber auch gut ausrichten?" ftagte noch zu guter Letzt Wolf, den bei allem Verttauen zu der Geschicklichkeit Kobis erst jetzt die Furcht, daß er den Schultern des Sohnes eine zu große Last aufgcbürdet habe, zu überkommen schien. „Ich denk'", sagte Kobi trocken. Perl wollte nun mit aller Gewalt den Sohn bis vor den Ort hinausbegleiten. Nur mit Mühe vermochte sie Wolf zu bereden, das nicht zu tun. Dann erst wüßte man recht, meinte er, was Kobi vorhäbe. „Eines aberversprich mir", sagte sie zu Kobi mit bebender Stimme, als sie schon in der Haustüre.standen, „daß du dich mit ihm nicht weiter einlassest, wenn du siehst, daß mit ihm nichts zu machen ist, und daß du ,nit ihm nicht aufbegehrst, ihn nicht reizest, sobald du siehst, daß er dir etwas tun will. Versprichst du mir bas?" ' „Ja, Mutter", sagte Kobi lächelnd, „ich versprech' es dir." Nr-? »lex uni .falscher let rich! bewahr owieu ramstac?rai W Woc Kahnun )ie Pfli Son Frei Sar öortrag Mit Herr Di st Sch Drauf nahm er kurzen Wschied von den Eltern. Die Mutter legte, nachdem sie ihn geküßt hatte, noch die Hand ans seinen Kopf um> „benschte" ihn. > < „Das kann dir gewiß nicht schaden", sagte sie. Kobi berührte noch mit der Hand die „Mesuseh" an der Türpfoste und ging bann. Ws er schon unter den Nußbäumen stand, wandte er sich noch einmal um, seine Lippen zuckten, es schien, als wollte er noch etwas sprechen. „Hast du was vergessen?" fragte Perl. „Nein, nein", sagte Kobi mit einem vielbcdeutenden Lächeln, das 4m der Mutter hasten blieb, „es hat Zeit, bis ich zurückkomme!" Perl sah dem dahinwanbelnden Sohne so lange nach, bis er ihren Augen entschwunden war. Traurig kehrte sie in das Haus zurück. „Lieber Gott!" senkte sie vor sich hin, „behüt nnd beschütz ihn. Ich hätt' ihn vielleicht doch nicht von mir lassen sollen! Das einzige Kind, was uns Gott beschert hat, und das Man wie den Augapfel behüten sollt', — und jetzt geht es, man kann gar nicht wissen, wohin? Undwie ’ es ihm ergehen wird? Hätt' ich's nur nicht zugegeben! Wer leider Gottes! so sind wir unglücklichen Weiber! Es kann uns so ein Mann, wenn der seinen Kopf aufsetzt, umblasen! Zn so einem Tiger und Elefanten ihn zu schicken! Sv : auszusetzen sein eigen Blut und Fleisch! Wenn er ihm nur nichts tut! Wenn er ihm nur nichts tut!" „Narrele", ttöstete sie Wolf, „dem geschieht nichts und; wenn er müßt' . . . geradezu auf einen Turm hinaufi steigen." ' (Fortsetzung folgt.) * Ba synagm Erinnerungen an Meyerbeer. Alexander W'eil erzählt einige interessante.Erinnerungen an Meyerbeer. Seit der Bekehrung der -Familie Mendelssohn brach unter den Mischen Künstlern nnd Schriftstellern eine wahre Bckehrungsepidemie aus.. Einer nach dem ändern sprang in-das Taufwasser, sagt' Weil. „Eines Tages" so erzählt Meyerbeer selbst an Weil, „kam der König (Friedrich Wilhelm) auf den „Bekehrungspunkt" zu sprechen. Meyerbeer hatte sich -nämlich, trotz des Geh. Rath Dr. Schönlein's Zureden zu einem Uebertritt nicht entschließen können. „Majestät," erwiderte Mayerbeer, „werde ich darunt bessere Musik machen, wenn ich mich bekehren lasse? Ist Mendelssohn in der Sphäre des Kunst höher gestiegen, seitdem er nicht mehr Jude ist? — „Dasnicht," sägte der König, „allein Sie würden weniger Feinde haben." — „Möge mir Ew. Majestät Ihr gnädiges Wohlwollen bewahren," erwiderte Meyerbeer. ,Kas jedoch 'meine Feinde anbetrifst, so werde ich allein sie in die Flucht schlagen." Meyerbeer crllärte Weil des weiteren:?,Jch wäre niemals auf die Idee gekommen, die' Hugenotten zn schreiben, wenn ich nicht Jude gewesen wäre. Ich habe Scribe das Libretto anfgegeben. Niemals ist ein christlicher Komponist auf den Gedanken gekommen, -die Bartholomäusnacht in Musik zn setzen?' - Mcht vielen' dürfte es bekannt sein, daß der „Prophet" ursprünglich ein Moses war. Sein ganzes Leben lang hätte Meyerbeer die Idee mit sich herumgetragen, eine Oper „Moses" zu komponieren: allein, um nicht seinem Freunde Rossini Konkurrenz zn machen, gab er diese Idee auf, und es wurde von Scribe ein Libretto auf den untergeordneten Lukas von Leyden geschrieben. Sv erllärt sich aber der'Widerspruch zwischen der Musik und dem Libretto, wenn man z. B. erfährt, daß der Schlachtgesang der Wiedertäufer bei Sonnenaufgang eilt kriegerischer Aufruf des Moses an das Volk Israel .war, daß der Kirchenmarsch ein religiöser Festmarsch war des -Volkes Jsraäi nach seiner Errettung aus der Knechtschaft Pharao's und nach der Vollendung des Tabernakels in der Wüste: daß die Krönung sich ursprünglich nicht auf Lukas von Leyden, sondern vielmehr auf den gewaltigen Helden und erhabenen Gesetzgeber Moses, bezog. 1 B (kriegs1 lässiger bis 1. ( H. B. I "An Schaft akaden mit fac Sprachi dem B( Bewerb an dem Lang