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Neue jüdische Presse · 1917-11-30 · Heft 45 (30.11.1917) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
15 (1917)
Issue
Heft 45 (30.11.1917)
Date
1917-11-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Mir 6. Fraickfart«r gfraelitisches FamilienAatt. Wch, Bwt»» Krie-ea, dafür Ham, Nur bis Austchr M«n unverseuchteu BluteS sorgen, intb so befürwortet er auf. Grund unerbittlicher Logik die stärkste Vermischung von Ost» und Westjuden, zu einem lebenskräftigen Ganzen, Denn soviele Ostjuden vielleicht hierherkommen mögen, als Aultusbeamte, Studenten und Handwerker, noch' mehr Westjuden werden nach dem Kriege in den befreiten Zentren b'eä unerschöpften Rußland sich nieberlassen und reiche Belohnung finden. <-L . ' Wie wahr der Verfasser geschlossen hat, möge eine von ihm noch nicht erwähnte. Tatsache beweisen. In Holland sammelten sich im Verlauf ^des.Krieges, vieMTausende vertriebener Ostjuden. In ihrem Kreise entfAtete sich das jüdische Leben zu -solcher^ Blüte, daß unwillkürlich die altansässige Bevölkerung damit hineingerissen wurde, und eine neue Begeisterung für alles Jüdische selbst die früher etwas lauen Bewohner der Mederlande erfaßt hat. Also gegenseitiges Eingehen bringt beiderseits Gewinne. Daß eine solche Koalition aber auch« große Aufgaben zu erfüllen hat, auch darüber läßt der Verfasser keinen Zweifel. Die Alliance israelite universelle, die so schmählich zu den Feinden der Mittelmächte übergegangen ist, ist durch« eine neue Organisation zu ersetzen, jüdische Mittelpunkte — Universitäten und höhere Schulen,— mit hebräischer Sprache sind zu schaffen. Letzterem Punkte widmet der Verfasser ein auf eingehender Beschäftigung mit dieser Materie beruhendes ausführliches Kapitel. ' Wir wünschen den mit heißem Sehnen geschriebenen Worten die Ausbreitung, die nötig-ist, sie über weite Länder dringen zu. lassen. Jeder deutsche Jude soltte sie lesen, um Verständnis für seine -Brüder sich einzuimpfen, jeder Zionist sie als Grundlage betrachten für da» höhere und weitere Ziel, das er für das rechte hält und das auch der Verfasser verficht. Icker wird hier treffliche Argumente finden, gestützt auf Worte der Koryphäen in Glauben und Wissenschaft. -; Ein (SdpfeiTet ist gesetzt zum Aufbau des. jüdischen Hauses, geht nicht achtlos an ihm vorüber, sondern bemüht Euch, weitere Steine herbeizutragen bis zur Vollendung des herrlichen Baus, Dann hat das „Ben. Sekunda" des wückigen Verfassers seinen Zweck erfüllt. J, L. Die.hebrLische Mittelschule Tachkemvni, ihre Enlstechungs- und Entwicklungs geschichte vomDr. Engel, Leiter der Tachkeinoui-Schule in Jaffa. 16 «seiten. Adresse für Brief- und Geldsendungen: Moritz S. Wolfs, Hamburg 36, Esplanade 15 (Postscheckkonto 7991).' 5 So unsicher heute die Zukunft edier Schule in Jaffa' ist, so darf, doch das eine nicht vergessen werden: in dem Augenblick, da Frieden ist, müssen, die Vorarbeiten, besonders die materiellen Mittel, für den weiteren Bestand und Ausbau der «schule bereits geschaffen sein. Es handelt sich hier um ein ganz bedeutsames Werk, und deshalb haben wir den Wunsch, daß das vorliegende Büchlein Beachtung finden möge. Jeschurun. Acknatsschrift für Lehre und Lcken im Judentum. 4. Jahrgang, 11. Heft. Berlin N. 24. Inhalt: Ucker nationale Erziehung (I. Unna). — Tie Arbeiterfrage in der biblijch-tcckmudischen Gesetzgckung (M. Hofsmann). — Die Bedeuturig von „Mischuch Sechar Sochd^^ (S. Kaatz). — Die Juden in Rußland und Pvfon (I. Frickländer). — Erschlaffung/ Entstehung, Entwicklung (O. Wolssberg). — Literarische Ätotizen. ' Dr. Unna schreibt: „Die Masse der jüdischen Bevöllerrmg im Osten hängt noch am alten Judentum, und sie .würde durch die nationalkultuvelle Autonomie in die Lage versetzt werden, Schalen in ihrem Geiste, im Geiste der Thora zu gründen und dadurch die Zukmrft ihrer Jugend ficherzustellen. Deshalb müßte in. E. eine Verständigung forschen allen jüdischen Richtungen des Ostens angestrckt wecken, welche das nationale Empfinden als einen wesentlichen Bestandteil des jüdischen Lckens betrachten, und die Orthodoxie hat alle Ursache, auch ihrerseits auf diese Verständigung hinzuarbeiten." Und (weiter: „Die jüdischnationalen Forderungen selbst aber verwerfen, nur weil auch jene Parteien sie erhckcu oder gar sich mit den Vertretern der Assimilation verbinden, das würde eine bewußte oder unbewußte Förderung, der Assimilation, d. h. des nationalen Selbstmords bedeuten. . . . Eine religiöse Erziehung, welche die in der Religion liegenden nationalen Elemente' auch« besonders pflegt, wird. "Licht die - Fühlung mit der Jugend vertieren,.und chadurch. Obenfalls die Zunrnft des Judentums gefährden." LUerarifche Rottze«. Fabrikant Sieg-fr. Schwarzenb-erger°Stutt- . gart übeckaichte zum Hhidenken an seinen gefallenen Neffen Max Äloch-Snlzbürg dem'' Verband')der jHdischen Jngendvereine Deutschlands 5000* M:,' durch diechje.«j-üdischmSvldaten,.im Feld mit ,Lesestoff ver-! sorgt wecken sollen. Der Beckand wird eiste besondere 'CHanukah-RumMpr seiner.Mitteilungeu.zusammen- ' stellen. Diese wird Beiträge von Rabb. Dr. Werner- München, KermÄnn Cohen, Martin Buber, Franz Oppenheimer usw. enthalten. lOffenbaeber Brnebluft-Anlagpl | Ittenbach a. M. Telefon 123. (Anschluss mitFrankfmt) I ewBhrteste TapplehrelnlPDOg (100,000 qm jährlichi| |sowieanObartroflanaBettfndeniralalgiino mittels'' Drncklnft nnd Wssserdampf., Woche»-Sale»der. Smnstag, 1. Dezember (--- 16. Kislew). Sabbat-Anfang in Frankfurt 4 Uhr 05 Min.. — Sabbat-Ausgang in Frankfurt 5 Uhr 20 Min., in Berlin 4 Uhv 40 Min. Wochenabschnitt: Wajischlach. — Jakobs Zusammentreffen mit Esan. Jakobs Kamps, mit dem Engel. Rachpls Tod. Jsaks Tod. Esaus Stammfürsten. Sabbatgottesdienst in Frankfurt. Freitag abend 4 Uhr in den meisten Synagogen (Königstemerstr. 6 Uhr). Samstag.früh 8% Uhr in den-meisten Synagogen (Hauptsynagvge 9 Uhr, Königsteinerstr. 9V- Uhr). i :• Wocheugottesdieust in Frankfurt. Morgens. 7 Uhr in den meisten Synagogen (Bockdnheim, Unterlrndau 7*/« Uhr, Hauptsynagoge, Königsteinerstr.?V- Uhr). Abends 4 Uhr in den meisten Synagogen (Königsteinerstr. 6 Uhr). Berei«S-Saleuder. Jüd. Frauen Vereinigung. Sonnte, Hörsaal Friedb. Anlage, 6 Uhr: Uroph'etenwvrt und Gesetzeslehre (Dr. I. Breuer). Talmud Thvrä-Bereiu. Freitag nach Schluß des Abendgvttesdienstes der Synagoge, Börneplatz: Bortrag (I. B. Lckh). Verein Montefiore. Mittwoch, 8Vo Uhr: „Der Gott der Rache" (Dr. I. Heinemann). Freitag, 8 Uhr: Gesellige Zusammenkunft. Frankfurter Zion. Bereinigung. Samstag, 8tyi Uhr, Frankfurt-Loge: Der Zionismus im Rahmen des Weltkrieges (Major Endres). Kra«kfurter Kamilievuachrichte«. Barmizwvs. Leopold Hamburger, Kettenhofweg 95, Synagoge Uuterliudau. — Siegfried Bernstein, Kantstr. 6, Synagoge Börneplatz. — Nathan Pappenheim, Äörnestr. 35, Synagoge Frickberger Anlage. Silberne Hochzeit. Herrn. Würzburger und Frau Lina, gck. Lichtenstein, Grünestr. 12. Gestorben. Offizierstellv. Stub. ing. Fritz Rosenbaum, i. F. —Anna Hvchstackter, gck. Sonnckerg, Uhlandstr. 55. — Betty Bischheim, gck. Mayer. 70 I., Nr. 45. A«SwMtge ALmUie«»achrichte». und welc de ein Geboren. Eine Tochiter Max Brodewitz Molsji Aachen. — Ein Sohn Dr. Phllipp Ellinger (Guttmanni Heidelberg. ' ' | v Verlobte. Anna Ettlinger, Karlsruhe i.>Bd. m Ludwig Salm, Köln. — Margarethe Goldhammer, Gles mit Siegfried Rvthmann, Krotoschjn. - -. Gi:fl»rben.-HenrietteSchlwarz, gck. Friedrich-Müi ' chen. Karvline Mosbacher, geb. Sichel, Nürnberg. - ^Siegmund Pelz, 65 I., Berlin. — Abraham Heidemani 87 I., Frankfurt a.- Oder.., — -Rosa Weitz, geb. -Schjvari s 34 I., Chemnitz. — Kurt'Isidor Rtzinsch, 24 -J«j. Bmlis « i..F. — Paul Elkan. 82 .I., Weißens«. — Leo Blüh, 23'I) Berlin,- i. F. — Sanitätsrat Dr^SSlmar -Heilbrmi Erfurt. — Alex Hirsch, 53 I., Magdeburg. — Heinri Edenfeld, 75 I., Neuwied. —Siegfried Hirschberg, 56 §1 Charlottenburg. — Gerhard Grünberg, 19 I., Berit, i. F. — Erich Seidemann, 23 I., Essel, i. F.— Beim« Zimels, 72 I., Danzig. — Alfred Sänger, 26 I., Wllmer dorf, i. F. — Jeanette Simon, geb. ÄreÜauer, 70 Jj Elberfeld. — Adolf Brück, 60 I., Bingen. —Bertha St« 1 geb. Strauß, 61 I., Gießen. Kt wird, kaufsstell essen de .beim Ä Es ist! Lässigkeit ' Die B> pmützige ^scheine' rti-J'M -Ht1: esSkomr Echt Lpeude». Es gingen bei der Natwnalfondskommission (I. He^ mann, Zeil 21) ein: Frau Strauß, Rhönstr,- 4,'2 Oelbäume zum 19. Chesih wan, auf die Namen Chana u. Mos. Theilhaber, 12 .M. S. H. Goldmann und Frau stiften anläßlich ih, Silberhochzeit je 1 Oelbamn auf den Rameu ihrer beide seittgen Eltern und ihres Sohnes Nachum, 18 M. ' Palästiua-Notstands-Akt'ivN. ' A. Dorfzaun 5 M.!; S. NeunfoMl 2 Ms i Büchjsenleerung. Pens. Heiuemann 3,20 M.; Geschw. Kulpl 1 Salzmaun 5,92 M.; L. Rotschlld 6 M.; Frau Dr. Ficke In&ch m J llsnhenh werden « Fr« Grosse __ mamr 2 GDI;: Jsaac, Sandweg 85,' 6 3JL;^Nußbaum! l M.I Ludwli E. Lion 1,10 M.; Fr. Elsb. Seelig 2 M.; Frau Carols Hamburger 8M.; Freymark IM.; S. H. Goldmann 3,» Mark; Walther Sundheimer 4M.; Schvmmes I.M.; Feck SchimSdt 2 ßN..; Alfrck Pick 21,80 M.i Fmullie Simioinl 4 Mj> Jefenhauser' 1,50 M.; Frau Dr. Horovitzi. Langestr.I 3,50 M.; Sal. Sttckel 2 M.; Em. Mayer, Palmstr.1 21,70 M.; Dr. Schiwarzschild 10,25 M.; Dr. Nckenzahs 5 M.; Jos. Bachrach 2 MI; Fröhlich 1 M.j S. Levit- 3,35 M.; Eohn 1 M.>; Goldschchidt, Eiserne Hand, 19 M.I Hamburger, Eiserne Hand, 3 M.; Levigarb 2,90 M.H R. Sondheuner 3 M.; Prins, Sellerstraße, 2,66 M.; Rappi Seilerstraße, 6 M.; Jsaac Heimann 10,20 M.: Dr. Stempel 1,66 M.: I. A Ettlinger 2 M.; Nußbaum, Zell, 1,70 Ml Weinberg 1,20 M.; Diverse 2,20 M. Briefkasten. L. Der Jüd. Nätionalkalender ist für'M. "3,90. vo« Jüd. Verlag, Berlin A. 15, Sächsischestr. 8, zirl beziehen. S. Lord Primrose, der in Pcllästina fLl, war ein Soh, des. Earl vf Rvsebery .und seiner Frau Haunav, «Kh. voq Rothschild.? 1 Bekanntmachung! Hi Laut der den Vorständen der jüdischdn Gemeindieu Untril dem 12. November ds. Js. zugegangenen Anweisung kann» die rituell lebende jüdische Bckölkerung künfttg die. gliche» Menge wi Speisefetten wie die übrige Bevölkerung ins ritueller Beschaffenheit erhalten. Der Bezug der! rituellen Margarine ist uichjt mehr von hem Bericht Ms «alle! anderen Fette abhängig. ' Icker, der an der Versorgung mtt ritueller Margarine teilnehmen will, muß sich beim Vorstand der zuständigen Jsraelittschen Gemeinde oder dessen Beauftragten melden. Wickerverkäufer — oder an deren Stelle tretende Go-! meindebeamte — haben eine Kundenliste anzulegen, aus werden i llelepho Hi 8trohladt Das Allgemeine jüdische Krankenhaus „Schaare-Zedek“ zu Jerusalem Organisation rein europäisch. Isolierhäuser für Ansteckende. Anfnahme unterschiedslos für Alle. Höchste Anerkennung aller Behörden, hält sich 'für gewissenhafte Uehemahme von Stiftungen empfohlen. Setten-, Zimmer-, Jahrzeit-, Geschäftsleitnng: Frankfurt am Main, Postscheckkonto No. 7785 Frkft. a U. Gedenktafel-Stiftungen. Briefe za richten nach Böderhergweg 63. «• . ■ *' * " •’ . * «5 >. :-i-'V. •«. ■ »f'V. V-i .* : " -- . 'i Man fordere die Bedingungen ein... lbrecl ptrena Wirts rospeki Hi I —

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