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Neue jüdische Presse · 1917-02-09 · Heft 6 (9.2.1917) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
15 (1917)
Issue
Heft 6 (9.2.1917)
Date
1917-02-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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: M. 6 ' . - Muhl »ml Kaiserstrasse h§ : Kaiaeratrasse 56 Tlgiich erstklassige MM- Unterhaltungsmusik '' Gesangs •Einlagen. . . Resignation ist ein -schweres Opfer, das wir bringen.. Aber wir wollen uns nicht verbittern lassen nnd unseren jüdischen. Soldaten im Felde das Herz nicht noch schwerer machen, als es ihnen schon gemacht wird. . .'f f , EZ.ivitt» nun eine.Resolution zur Abstimmung gestellt, die' die Ortsgruppen, Breslau, Posen nnd , Frankfurt a. M. eingebrächt haben, die seststellt, daß die Judenzählung eine große Erregung innerhalb des deutschen Judentums ausgelöst habe und dieses erwartet, daß in Zukunft derartige Maßnahmen unterbleiben werden. Die Resolution wird abgelehnt. Ettte zweite Resolution von Rabbiner Dr. I a c o b - Bochum,. die das- . selbe mir in breiterer und stellenweise schärferer Fassung ttmi : Ausdruck bringen' will, wird auf. Ersuchen des Borsitzenden vom. Antragsteller zurückgezogen. M folgt nun Punkt 2 der Tagesordnung: „Aufgaben des Zentralvereins in itiLb na4 dem 'Kriege". Referent ist Rabbiner Dr. Felix Goldmann-Oppeln. Er führt kurz folgendes aus: Die Organisation des Zentralvereins muß ausgebaut werden. Die. Ortsgruppen müssen, innere Arbeit leisten. Bor allenr ist dreierlei notwendig: 1. stärkere Vertretung der Anschauungen , des Zentralvereins in der allgemeinen Presse. Heute' seien die Zionisten die einzigen, die dort über die jüdische Frage schreiben, so daß sie vielfach als die maßgebenden, ja alleinigen Wortführer des Judentums erscheinen. 2. Besondere Änfnrerksam-. keit muß der- Jugenderziehung zugewandt werden, besonders Len jüdischen Wandervereinen. Auch hier arbeiten-die Zionisten mit außerordentlicher Rührigkeit und erzielen große (Erfolge: dem muß .entgegengetreten werden. 3. Auch die akademische Jugend mutz beeinflußt werden. Die.-Zionisten propagieren gerade unter den jüd. Studenten sehr lebhaft und sehr erfolgreich!. 'Auch hier darf der Zentralverein nicht Zurückbleiben.. Neben dieser inneren Tätigkeit wird nach 'dem Kriege die Arbeit nach außen sehr bedeutsam werden. Denn wir Iverden gegenüber dem Antisemitismus mit aller Energie unsere Position wahren müssen. Dabei aber müssen, wir der Gefahr Vorbeugen, daß eine, verbitterte, pessimistische Stimmung aufkommt,' aus' denen die radikalen Strömungenbesonders das Natioualjudentum,-- nur Geivinn ziehen werden- Wir dürfen unseren alten jüdischen Optimismus nscht verlieren. . . : Es ..ergreift, sodann das Wort der Korreferent IGeh Jnstiz'rat Dr. Fuchs. Er' fuhrt aus: Der.Krieg hat in - unseren. Reihen wechselvolle Stimmungen ausgelöstt: erst einen übertriebenen Optimismus, sodann einen ebenso übertriebenen Pessimisnrus; denn es hat sich vielfach .gerade im Kriege ein Antisemitismus gezeigt, über den. wir entsetzt, sind. Das Charakteristische an diesen Erscheinung ist, daß der Antisemitismus innerhalb der Bevölkerung gestiegen -ist, bei. der Regierung jedoch sich eine stärkere Vorurteilslosigkeit bemerkbar macht. Daher wird eS später iricht so sehr notwendig sein, gegen Einzelfälle behördlichen Antisemitismus aufzutreten, als vielmehr, sichmit einer intensiven Propaganda und Aufklärungsarbeit an die breiten Volksschichten zu wenden. Notwendig ist auch, die Gegenpropaganda gegen . die' Agitation des nationalen Judentums,' das sehr eifrig und mit bewunderungswürdigem Geschick agitiert und starke Erfolge aufweist. Wir lehnen das nationale Judentum ab, weil es an die Stelle des Einheitswcrtes des, Judentums, seiner Religion, etwas Vergängliches setzt: den nationalen Gedanken. Allzu sichere Hoffnungen dür-. fen wir für. die Zukunft nicht haben. Aber gefährlicher wäre, noch Pessimismus und Verzweiflung. Wir müssen fürunsere-Rechte eintreten -im Vertrauen darauf, daß die Wahrheit und Gerechtigkeit einmal siege» mutz Nach einer .kurzen Diskussion tritt eine Mittagspause ein.- In der .Nachmittagssitzung wird der Beröcht über die Tätigkeit des-Vorstandes erstattet. Hierauf berichtete Rechtsanw. M a u m über die vom Zentral-- verein gegründete ^Hauptstelle -für. die Berufsberatung der Jachen". Die -Vorstandswahl ergab die Wiederwahl .des 'bisherigen Vorstandes. ' . - C Staatssekretär Zimmerma«« über das «eue Judeuaesetz in Polen. - Die in Berlin erscheinenden „Neuen Jüdischen Monatshefts (Heft 8, 1917) bringen folgenden interessanten. Telegrammtvechsel zwischen dem deutschen Gesandten in Washington,. Grafen Bernstorsi, uud dem Staatssekretärr .E Auswärtigen Amtes, Zimmermann. Seiner Exzellenz Grafen von Bernstorfs, Kaiserlich Deutscher Gesandter, Washington v. C. Bezugnehmend auf die Verordnung der deutschen Regierung über die Organisation der jüdischen Religionsgemeinschaft in Polenwelche in. weiten Kreisen der amerikanischen - Judenheit Aufsehen 'erregt hat, bittet -,We /American Jewish Ehronicle" Ew. Exzellenz um Aufklärung' über die Art. und Bedeutung des erwähnten Gesetzes: Die amerikanischen Juden wünschen zu erfahren. . ob' das ^reue Gesetz über die religiöse Autonomie für die polnischen Juden die kulturelle Autonomie auf natio- . ualer. Grundlage ejnschlietzft ebenso ob der Oberste Rat . der-Jichen, der durch das Gesetz vorgesehen ist, in.der Lage feinwürde, an der künftigen Regierung Polens teilzünehmsn, und -ferner,': ob eswahr ist, daß dch polmsihen/ Juden indie ' i-eüü polnische .AMee -einge-- reihr 'werden -sollen,"- Frankfurter Israelitisches Familienblatt. «nie 3. Seine Exzellenz der Deutsche" Gesandte übermittelte dem „American Jewish Chronicle" daraufhin: folgende Antwort, die vom S.taaKsekretär des Auswärtigen Amtes- > Zimmermann, unterzeichnet ist: „Kaiserlich Deutsche Gesandschaft, 8,Rov. 1916. . Washington v. C. ' . An den Verleger des American Jewish- Chronicle", New York. In Beantwortung Ihrer Anftage über die Rechte, die den Juden in Polen gewährt worden sind, gestatte ist wir die Abschrift einer Depesche zu übermitteln die ich soeben von meiner Regierung erhalten habe: * I. Das neue Gesetz über die Verwaltung und Organi- - sation der jüdischen Gemeinden in Polen - übertrifft nach übereinstimmendem Urteil aller Sachkenner bei -weitem alle .bisherigen Verfassungen für -die Juden - und vermeidet dadurch die durch die früheren Gesetzeverursachten Fehler. Es gibt den Juden weitgehende Selbstverwaltung und die Möglichkeit zur Unterhaltung eigener Schulen . auf Grundlage eines eigenen Unterrichtssystems. II. Die Frage der nationalen Autonomie ist nur -durch .'die polnische Verfassung zu lösen und konnte durch das jetzige Gesetz nicht vorweggenommeu werden. Hierzu ist Aue vorhergehend^ Verständigung zwischen Polen ' und Juden erforderlich, um einen Jnteressenkonflikt zu vermeiden. UI. Jedenfalls ■' ermöglicht die Verordnung die gesunde Entwicklung eines blühenden jüdischen Lebens und einer unbehinderten Borwärtsentwicklung. Sie schafft Körperschaften mit Selbstverwaltung, die ihre Schulen organisieren, leiten, überwachen und de» Lehrplan bestimmen. ' Sie ' haben die Beftignis zur Erhebung von Steuern und bilden angesehene Körperschaften zur Wahrnehmung jüdischer Jntere,scn. Die Verwaltungsräte der Kreisgcmeinden und der Oberste Rat der Juden, welche in dem Gesetz vorgesehen sind, ermöglichen den polnischen Juden, . an der künftigen Regierungdes Königsreich Polen teilzunehmen. ' IV. Eine Zwangsaashebung von polnischen Juden erfolgt nicht. Nur freiwillige Meldung von Polen und Juden ftrr die polnische Legion kommt in Frage. Der Umfang solcher freiwilligen Meldungen: kann jedoch jetzt noch nicht übersehen werden.' ,,, Zimmermann, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes." Der außerordentliche Delegierteiltag der Zionist. Vereinig««» für Deutschland. Bericht unseres Mitarbeiters. . (Schluß.) R achm i tta g s s itzung vom 26. D e z. 1916., Jakob Wolfs-Frankfurt a. M. wandte sich gegen das Mißachten der religiösen Gesetze seitens unseres Lehrer in Palästina nnd forderte Abhilfe dieses' Zustandes. - - Julius Berg e r sprach über die Politik der .Leitung in der -Ostjudenfrage. Er bestritt, die-Vorwürfe, das Mtionskomitee hätte eine große Rettungsaktion! für die Ostjnden icinleitei, müssen. .Wir dürfen .uns iricht in eine bloße wohltätige Jnstntition verwandeln. Ans dem 1. Kongreß hat Herz! den Plan für saus eine Rettungsaktion zugunsten jüdischer Arbeiter abgelehnt., Ebenso verhielt sich Wolfsohn zu solchen 'Vorschlägen. So lehnte er zur Zeit der Pogrome in Rußland einen Antrag Marmore^ ab, Mittel für eine. Rettungaktion. von der Jüdischen Kolönialbank herzunehmen. Man mutz ferner in Betracht ziehen, daß die jüdische Not im Osten nicht etwa durch den Krieg verursacht worden ist, sie bestand schon früher und hat durch ihn Nur eine' ungemeine Steigerung - erfahre». DM Ostjuden selbst haben nie um eine solche Rettungsaktion ^gebeten. Wenn. wir auch zur Linderung der Not alles, - was in unserer- Macht steht, tun müssen, eines haben wir uns stets vor Augen zu halten:' Wir sind als wahre Zionisten verpflichtet gewesen die Zionistisch! Organisation zu erhalten, und sie nicht ' wie manche es wollen, in ein Hilfswerk. zu verwandeln. Die Politik der Leitung war deshalb vollständig richtig; denn mit geringen Mitteln ist der großen Ostjudennot nicht abzuhelfen. Unsere- Politik ist mit der Ansicht der östlichen Juden, mit denen wir immer in Fühlung blieben, vollkommen in Einklang gebracht worden. Die Leistungen des , Komitees für den Osten" sind durchaus nicht so bedeutend, wie Herr Friedemann sie darzustellen .bemüht ist. Auch wir .haben wie das .Komitee" Hilfsarbeiten geleistet, so z. B. Lebensmittel in Polen eingeführt. Kurzum, unsere Arbeit in Polen wird in verstärktem Maße weitergeführt. Als Berichterstatter der Kulturkommission schlug in deren Namen Moses Calvary vor, einen Kultur-' Ausschütz zu -begründen. Der Ausschuß soll die fite sein Bestehen notwendigen Geldmitteln selbst ausbringen. Seine Aufgabe soll zunächst darin bestehen, die hebräische Sprache zu verbreiten, geeignete Lehrbücher herausgeben und für die Einrichtung von Lehrkurseir zu sorgen. Er soll, auch einen literarischen Ratgeber veröffentlichen.; Die Kommission macht folgende Vorschläge:- ‘ ' Der Delegiertentag beschließt die Einrichtung vonzionistischen Arbeitskreisen. Die Organisierung der Arbeitskreise für. Propaganda,. Nationalfond,' wirtschaftlichpolitische Arbeit und Gemeindepolitik übernimmt auch fernerhin das. Zentralkomitee. Zur Schaffung der Arbeitskreise für geistige Angelegenheiten: Nationale Erziehung und Hebräisch, wird ein Hauptausschuß eingesetzt, aus folgenden Mitgliedern bestehend: Dr. Bergmann, K. Blumen selb, Dr-s Max Bro d-, Dr. Buber, M. Calvary- S. Schocken: Referent führte weiter auS, b atz, urHre: ÄMurpolitik sehu vmmSten fei und daß er dShakb mit Bkkumenftks Ansichten flanfc Lbereinstimme: . -• Le» H e nr-uriruu bejftütt, daß die WdiMv Rundschau .sich zu erneiu: geistigen Organ entuWeL-Kch« und wies auf den parteipolitisch^ CharaRer: - des BlattS Hirn Gegen " die Politik der: Leitung referierte Georg Kar «Sk ft Eu polemisierte gegen Blumenfelds Rede/ die seiner Meinungnach für die Entwicklung, best Zionismus nicht ungefährlich sek. Nach Einigen Ausführungen der Herren Fabian Und Wagner sprach,I- Reich und forderte die Einrichtung eines ArbeitsverschafftmgZbureaus und verlangte eine intensive Arbeit ffir die Ostsuden. Das Wort erhielt nun Sr. Martin Buber. Der Zionismus entwickelt sich keineswegs, wie. Dr., Friedemann meint, zu einer Sekte. Der Zionismus ist: nicht eine Sekte mit einigen Dogmener ist aber: auch nicht mir eine Partei, sondern aucheine Weltanschauung, und unser parteipolitischer Charaktermutz-stets gxwahrk werden. Unsere Polittkftnußdeshalb, eine einheitlich palästinensische sein, wenn" auch auf diesem' Wege, yom Ziele dikttert, Galutarbeit geleistet W werden ' hat. Wgr' haben znr Erreichung unseres Endzieles, Palästina, Lu-kitnrPolitik notwendig, da wir .nur s» das jüdische Volk für das Land erziebeu können Dr. Friedemann stellte Antrag, die Wahl einer Kommission vorzunehmendie sich mit den Akte« des Komitees für den Osten vertraut machen soll. MS Mtglieder werdeu vorgeschlagen:' Klee,. Buber. M Strauß, Frietsch, Benger, Pel.zund-KareSki. Der Antrag wurde angenommen. «- Tie Schlußrede hielt Dr. Hantke. Er sagte, datz - s die- Einigung aller natjonälen Kräftein Polen' daS> Hauptziel seiner Reise nmtz Polen sein .werde- WaS-die Wünsche der Frankfurter Ortsgruppe bezüglich der Religiosität der palästinensischen - Schulen anbetrifft/, sowolle er sich strickte an die Beschküsse des Kongresses halten Unter dem Gesang der „Hatrkwah-" geht der' Delegiertentag' auseinander. Der PartettaK des holländische« ZkouistenbnndE Ter holländische Zionistenbund hielt in» 2i. und ' 25. Dezember seinen Parteitag ab. Der Präsident des Bundes, Herr. R. de Sterne betonte in seiner Eröffnungsrede, wie der Krieg die östlichen- Judenzentren in ein großes Familiengrab des jüdischen Volkesverwandelt Hafter verurteilt die völlige Ignorierung der nationalen Wünsche der Juden Polens seitens -der okkupierenden Regierungen, begrüßt warm die jüdische KongreßbewegUNg in Amerika, betont die Notwendig kert einet ausschließlich neutralen Politik des jSbischen Volkes in diesem Kriege und «rllärt als'Haupt» aufgabe der zionistischen Bewegung die Jnstandhaltmig, der jüdischen Koloni,atton in Palästina,, die' Verstärkung der zwuistischen Einigkeit in der Taktik und plunvolle informattve Arbeit, um den zionististhxu Bestrebungen die notwendige Anerkemnmg zu sichern. Herr Jean Fischer Mitglied des E. Äft,C.. hält diue längere Begrüßungstede, und spricht auch über den Krieg. Dünn 'tritt man in die Debatte über ben Jahresbericht- Ww ' diesem ist ersichtlich, daß der Bund 28 Ortsgruppen nttt einer Mitgliederzahl von 1668 Personen zählft Der Bund hat in diesem Jahre Fl. 1149.90 und mit Inbegriff der früheren Seudtmgen Fs. 11433.49 für den Palästina» -- Noifond, Fl. 913.65 für den.Zentralfonb» Fl- LlLor» für. den Schulfond aufgebrachft Die Nätionalfoudssaunnlungeu ergaben Fl. 10 709:14. Erwähbenswert sind dann noch- . eine ans Initiative des Herrn Dr. LßrmS durchgeführte Ausstellung ,/Das jüdische Ghetto" in Amsterdam, die Ankunft vieler osteuropäischer Juden--in Holland und,, die - intensive Propaganda für dsn ZioniSmus und den' I. N- F., wobei Gruppen, von Zionisten, das Land durch- - zogen und eine erfolgreiche Organisation durchftihrten: Der Bericht fand nebe« vielem Lob auch.scharfe Worte des Tadels. A. ,33- Kahn bemängelt«: die Haltung des . Präsidenten im Verkehr mit Parteigenossen und rügte die Selbstgenügsamkeit der Leitung. So wie die Mischehe im Vorjahre — sie förderte auf diesem Parteitage: ein. erstS Opfer — stand diesmal die Erziehuugsftage im Mittelpunkt der Verhandlungen ' Die geplante Aenderung der Schulgesetzgebung, wonach. , die Sektenschulen den Staatsschuken gleichgesteklt und: ihre Iluterhaltmig durch den Staat ühernmnmeu - wird. - ' machte diese Frage aktuell. Zu einer Einigung konnte . man nicht gelangen. Zu sehr gehen.hier in viessr. ' wie überhaupt in der Frage der Gegenwartsarbeik die Auffassungen auseinander. 4§ine jüdische Erziehung wie eine naüonale Existenz im vollen Umfange' dieses Begriffes ist nach der hier herrschenden- Auffaffung im - Golus eine Unmöglichkeit. Eine rekigiöse Schule zu akzeptieren, verbiete die Überzeugung: sie kitte für die A-religiösen au dem Fluche der Unwahrhaftigkeit. Rock weiter geht Prost Ornsteiu. Die Schule darf keinen geistigen Standpunkt, kein Gefühl, sie darf nur - Kenntnisse dem Kinde Veibringen. Der Zionismus muß sich mit der Propaganda seines Gedankens bei dem Erwachsenen begnügen. Die Frage wird nunmehr zu einein Studienobjekt bei den Ortsgruppen gemacht werden. Hingegen wurde nach einem Referate des Herrn A- P o l ak. über „Die jüdische Arbeit in Dalästina" ohne Debatte solgenbe Resolution angenommen: „Sei Parteitag macht in Anerkinnung ^der emi- . „nenten Bedeutung, -des jüdischen LlMdarbeiters fir. „die uattdnale Kolonisation in Palästina: und in der „Erwägung, daß WS hnrch die Gründung des' Ge- „nossenschastsfouds am IX. Kongreß begonnene Wer?- „fortgesetzt und durch Bildung von „Pioniergruppen" ^hchufs Erwerbung neuen Landbejitzes in KtläMr»!-U

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