Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 25 (26.6.1914)
- Date
- 1914-06-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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z» Nr. 25 tfes Ifanftfattet IfmeKfifrfien MmilimklaiiW. ix „Agudas Jisroel"-Bewegu«g. Ilotf. Hier ist mit 59 Mitgliedern eine OrtS- ^gründet worden. Vorstand: Abraham L e - Iegm. Weil, Mos. Gottlieb, Julius lann und S. Pfeifer. ftrptn. Die Jugendgruvp e zählt jetzt 190 In der dieser Tage stattgehabtcn General- Kng wurden als Vorstand gewählt: S. Eise- / F i n l c l st e i«, M. Levy, W. O st e r. fc r s d o r f e r, M. R o s e n f e l d e r und C h. L u. feen. Neue Ortsgruppen wurden gegründet in ßo l (50 Mitglieder), I a n o w .(fast die ganze .beigetretcn). G l t niany und Storozynctz KHlicder). — arnopol traten in einer Propagandaversammmehr als 200 neue Mitglieder der Ortsgruppe bei. der ziouWsche« Bewegung. . Zionisten, die die böhmischen Bäder — Karlsirienbad, Fränzensbad, Johanis- >litz— besuchen, werden gebeten, ihre Adresse ihres - Aufenthaltes i>» Bade dem Zion. Zen- ABcrlin W. 15, Sächsischeste. 8) mitzuteilen. k Aus der Lehrerwett. Dc. CH. Lauer, der Lieblingsschüler des Elicser Deutsch von Bonyhad und langjährige Unseres Rabbiners, ist von der Verwaltung der »HRabbiner ihrer Kolonien in Argentinien gewählt ». wird die Reise nach Buenos Aires, wo er 3gjj? haben wird, schon in den nächsten Tagen jla«. Der.di.esjährige Ferienkursus in inswissenschasten beginnt den 6. Juli und fcu 23. Juli. Es werden lesen: aarrabbiner Prof. Dr. L e w y: Mischna (Be- ^ireimal wöchentlich^. Mt Prof. Dr. Braun: 1. Jüdische Geschichte: s^der deutschen Juden bis zu den Kreuzzügen zweimal 2. Exegese: Der Prophet Jesaia zweimal 3. Methodik und Didaktik des Uebersetzens W Gebetbuche mit anschließenden Probelektionen Wöchentliche at Dr. Horovitz: 1. Religionsphilosophie: Jeevi zweimal wöchentlich.; 2. Homiletik: Uebungen " hentlich.!it Dr. Lewkowitz: Ethik des Judentums zwei- Pntlich. üner Dr. Zuckermandel: Ritualgesetze der W»rcimal wöchentlich. ^Kursus ist unentgeltlich und steht jüdischen ' and Lehrerinnen offen. Neben der wissenschaftlichen gll Gelegenheit genommen werden, an freien »gen Museen, gemeinnützige Institute ustv. unter ger Führung kennen zu lernen, tldungen möglichst bald an Lehrer Moops, lauerstr. 1, der gern wertere Auskuust erteilt, ftsburg. Robb. Dr. Meyer erhielt den Verben 4. Klasle vom heiligen Michael. j>«. Rabbi Sam. Jsaac Htllmann. früher (Rußland) und dann in Glasgow, ein hcr- ,..H:r - Tälmudgelehrter, ist am hiesigen Beth-Din 9‘imn angestellt worden. Aus de« Bereiueu. Mal lEifel). Am 7 Juni berief der Jüd. > v c r e i n eiiic Vcrsammlrrng ein, zu welcher auch he Bevölkerung der Nächbargemeinden Gemünd, mcnthal, Schleideir usw. recht zahlreich, erschienen Awaren einige Vertreter des „Verein für die jü- ^ntercssen Rheinlands und Westfalens" und des »chen Bczirksverbandes der jüdischen Jugend-Ber- Ichlands" vertreten. j einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden, 8orwitz, sprach zunächst im Namen des Rheins, Max Cohen-Köln über „Jüdisch- Gesctzgebung", alsdann im Namen der jsJugendvereine Max Wolff-Köln über „Mondelssohnund seine Zeit" und Alfred »ln über „Di e Kultur Verhältnisse der ^nach Moses Mendelssohn". her darauf folgenden Diskussion wurde be-;däß der Verein zur Stärkung seiner Interessen pn Rheinlandverein, als auch dem Verband der jüdischen Jugendvcreine beitrcten soll. Frankfurter Berichte. »»Moatekore'-Bekei«. irriger Woche fand * für die Mitglieder des „Monteireins die Besichtigung der Brotfabrik Osthafen va 100 Mitglieder hatten sich eingesunden. Direkslaüberg begrüßte die Erschienenen und gab eingehende Erklärung der aufgestellten Ma- 2ie ganze maschinelle Verarbeitung bis zum Ilten Brot wurde den Teilnehmern vor Augen Kai 15000 Brote werden täglich hergestellt, und .Mssx.n.,d.ie„Armee,täg'" " ,‘,"n m Schluffe dankte Herr Singer namens des Vorstands und der Teilnehmer Herrn Direktor Glauberg für die überaus liebevolle Ausnahme und Erklärung des Be- .triebes dieser mustergiltigen Brotfabrik, deren großzügige maschinellen Einrichtungen in erster Linie dem hervorragenden Wirken des Herrn Direktor Glauberg zuzuschreiben sind, welchem der Redner, indem er noch Herrn Glauberg als Mitglied des Montefiore-Vereins seit Gründung feierte, ein beifällig aufgenommenes Hoch ausbrachte. — In seiner Erwiderung dankte Herr G l a ub e r g für die herzlichen Worte und gab dem Wunsche Ausdruck, daß das Gewerbe und das Handwerk unter den Inden immer mehr gefördert werden. Nun wurde — die Hauskapelle voran — mit Gesang munterer Marschlieder der Heimweg angetreten. Durch diese Führung hat sich der Montefiore-Verein viele neue Freunde erworben. Es ist zu wünschen, daß bald weitere Führungen folgen, welche den Mitgliedern Einblick in industrielle und maschinelle Betriebe gewähren. Jüd. Turnverein. Es ist dem jüdischen Turnverein durch Abschluß eines günstigen Vertrages mit der Schanermann'schen Badeanstalt am Obermain gelungen, folgende Vergünstigungen seinen Mitglieder zu gewähren: 1. Der Preisdes einzelnen Bades ivird von 30 auf 15 Pfg. ermäßigt. 2. Schwimnmnterricht wird zum Preise von Jk 5.— erteilt. 3. Die Badeanstalt überläßt dem Verein über die ganze Saison kostenlos Schwimmlehrgegenstände (Stange/Gurt und Büchse) zu selbständiger Heranbildung von Schwimmer», wozu.sich einige unserer Mitglieder bereit erklärt haben. Einmal in der Woche — Montag abends — findet ein gemeinsamer Schwimmabend statt, der uns auch bei diesem Sport neben gemütlicher Unterhaltung züsammenführen wird. Nähere Auskunft: Jakob Schloß, Allerheiligenstraßc 56. Religiöse Zeitprobleme. In Form einer Plauderei zeigte M a x N c u b u r g e r - Berlin in der Agudas Jisroel - Jugendgruppe einige der religiösen Probleme, mit dem die orthodoxe Judcnheit Deutschlands heute zu ringen hat. Der Zng vom Lande in die Stadt, der das allmähliche Aussterben alter jüdischer, Gemeinden zur Folge hat. die Kapitalisierung von Handel und Gewerbe, durch die fortgesetzt große Kreise selbständiger Existenzen vernichtet und damit sabbattreüe Juden gezwungen werben, Angestellte zu werden und in den sabbatfreien Stellen hyute das Hineinfluten weiblicher Kräfte, — all' das sind Erscheinungen, die die orthodoxe Judenheit vor schwierige Probleme stellen. Dabei habe die Richtlinienaffäre gezeigt, wie weit man heute in nichtorthodoxen Kreisen bereits vom wahren Judentum entfernt .ist, und daß 'nur die Orthodoxie der Bürge, für die Erhaltung des Judentums ist. Die heiligsten jüdischen Werte sind heute in Gefahr! So gibt es für den heiligen Akt der Miloh in dem 150000 Juden zählenden Berlin nur einen Mohel, der diese wichtigste Mizwoh als Mizwoh ausübt. Meistens wird die Mizwoh von nnreligiösen Aerzten ausgeführt, die sie nur als Operation betrachten. Auch die alten jüdischen Mizwaus des Krankenbesuches und der letzten Pflichten Sterbenden und Toten gegenüber stehen heute vor dem Verschwinden. _ Da erwachsen den thoratreuen Juden besonders ernste Pflichten, durch deren Ausübung sie nicht nur reines Judentum aufrecht erhalten, sondern auch auf die große jüdische Gesamtheit in jüdischem Sinne wirken. Wandern und der Montefiore-Berei«. Nachdem der Wandertrieb in unserer Jugend in den letzten Jahren sich so lebhaft entwickelt hat, begründete auch der Montefiore-Verein im verflossenen Jahre eine eigene Wandergruppe, um den zahlreichen Wünschen seiner vielen jugendlichen Mitglieder Rechnung zu tragen. Es vergeht kein Sonntag, an dem diese nicht eine Fahrt unternimmt und der große Anklang,' den diese Wanderfahrten gefunden haben, hat schließlich dazu geführt, für manche Sonntage zwei verschiedene Fahrten einzurichtcn. So unternahm auch die Wandergruppe am letzten Sonntage wieder eine größere Fahrt, und da man auf starke Beteiligung hoffte, hatte, man "drei Abteilungen eingerichtet. Die erste Abteilung, die schon am Samstag Abend nach Cronberg gefahren war, marschierte von hier unter Vorantritt der aus mehreren Mandolinen und Zupfgeigen bestehenden Hauskapelle, im Lichte zahlreicher elektrischer Lampen, über 30 Personen stark, zum Altkönig, wo man nachts um 1 tlhr Rast Machte. Vom Altkönig ging es dann über den. Fuchstanz zum Feldberg, wo man noch rechtzeitig genug ankam, einen wundervollen Sonnenaufgang beobachten zu können. Vom Feldberg ging es dann zur Weilguelle. Hier wurde mehrere Stunden gerastet, um einen Morgenimbiß zu sich zu nehmen. Nachdem photographische Aufnahmen gemacht worden waren, trennte man sich hier in zwei Gruppen, von denen die eine nach Schmitten wandcrte, um von .dort nach Frankfurt zurückzufahren, während die andere sich mit der zweiten Gruppe des Vereins, die morgens 7 Uhr von Frankfurt aufgebrochen war, traf und mit ihr gemeinsam zum Stolze Plätzli marschierte, wo das Mittagsmahl gekocht wurde. Auf dem Wege vonhier nach Königstein traf man dann schließlich auch die dritte Gruppe, die Nachmittags in Frankfurt abgefahren war. Unter Führung dieser frischen Wandergruppe ging es über Falkenstein nach Cronberg, von wo die Rückfahrt, angetreten wurde. , Jüdischer Waudexbnud 1914. Mummelsee, Wildsee, Hansach, Triberg, Thurner, HZ tal. Feldberg, Schauinsland, Freiburg, hingewiesen.Z Kosten betragen einschließlich Fahrt 3. Klasse ca. 60—T Durchschnittliche tägliche Marschzeit 6—8 Stunden. Anmeldungen sind bis spätestens' 30. Juni an Wa Sundheimer, Baumweg 52, zu richten. Hebräische Bereinig««» „Jwriah". Montag, 22. d. M., hat die hebr. Vereinigung „Jwi ihren ersten Vortragsabend abgehalten, der trotz deiiE gunst der Saison gut besucht war. Stud. rer. pol. Seeb Blumenfeld aus' ' stina schilderte ausführlich und mit warmer, innerer nähme die verschiedenen Strömungen im jüd. Leben stinas sowie auch das Leben in den jüd. Kolonien. Re Beifall lohnte seine Ausführungen. Infolge vorgerückter Stunde wurde der gleichfalb der Tagesordnung stehende Vortrag Brand auf 2Roj 29. Juni, abends 9 Uhr, in dem Saale Hermesweg vertagt. Cand. phil. Moses Brand wird das 5£lj§ Was bedeutet uns die hebräische Sprache und was ist Ziel unserer Vereinigung" behandeln. Dieser Vortrag das Programm der .Hwriah" entwickeln und dahej ausnahmsweise — in deutscher Sprache gehalten weh Kleine Rotize». Bon 54 Proben B n t t e r g e b ä ck, die das^ sige Nahrungsmittelamt im vergangenen Jahre den reien entnahm, waren nur 29 mit Butter vH beitet, die anderen enthielten Margarine. — Die Israel. Religio nsgesellschaft erfj für ihr zu erbauendes Krankenhaus ein Gr stück an der Gagernstraße. Spende«. M. Kaufmann ha in: Ein Quartett Zionisten spendet Herrn Kaufmann seinem Geburtstag einen Oelbaum 6,- Franks ur ter Jemenitenhans: Gesammelt auf der Barmizwah des Leo Josef bäum 25 Jahrzeitspende: Herr Isaak Heimann spendet für seinen sel. Vater Heimann zum 30. Siwan 3 Bäume im Herzlwald 18 Frankfurter Spendenbuch: Herr und Frau Julius Kranenberger anläßlich der lobung ihrer Tochter Rosi 10,- Tach kem onischnle in Jaffa: Depeschenablösung Hochzeit Jacobson/Oppenheimer Magath und Frau 2 JL, M. Hirschmann u. Frau, ~ furt; L. Loeser, Nauheim je 1 Jfc; Fritz Selka n. Frankfurt 0,50 Jk 4,50 Bereius-Kaleuder. Samstag. R. P. Be'is-Hamidrasch, 5Vs»;Hv d. schön. Aussicht 11: Bortrag (Rabb. Jaffa, Slutzkj^ „M o n t e f i o r e" - V c r e i n-, lli/i, Bleichste. 70: Rl (Dr. May); : Bortrag über Wochenabschnitt und Ethik d. Judentums (Rabb. Dr. Horovitz). — Berj „Mekor Chajim", Uhr, Langestr. 18: Ms Vortrag. Sonntag. Wandergruppe des „Montefiore", Schaufpiethaus: Hohemark, Schmitten, Weilnau, Ha (Führer: Dr. I. Heinemann und W. Halberstadt); Hauptbahnhof: Bujchlag. — Jüd. Wanderbnnd, Hauptbahnhof: Weiße Mauer (Führung: Tessie Kauffma Kosten: 75 Pfg.). . Mittwoch. „Montefiore"-Verein, 9: Gewinn und Verwertung künstlicher Kälte (Ingenieur Schraj heim); anschließend: Heimabend. Allgemeine MMeiluuge«. Bei den großen Anforderungen, die heute in der Sä an die Schüler gestellt werden, ist es leider notwen daß dieselben auch die Ferienzeit zur Wiederholung. Älusfüllung von Lücken in einzelnen Fächern verwen müssen. Auch die Eltern bedürfen in unserem aufreil den Zeitalter sehr der Kräftigung von Geist und und daher ist es in beiderseitigem Interesse» wenn' sich von ihren Kindern trennen — was auch vom ziehlichen Standpunkte aus nur gut zu heißen ist! und sie in einem Bade unterbringen» wo sie gute Erhob und gleichzeitig gründliche Nachhilfe erhalten können. r Ferienpension, die diese Vorteile bietet, ist die^ Lehrers Rothschild-Achim-Bremen auf der herrlv Nordseeinsel Norderney. Ein Geschenk verteilt die Direktion des, tropol-Theaters", Vilbelerstr. 29, denn dem tigen Inserat ist ein Gutschein beigefügt» welcher rechtigt, eine Person vollständig frei einzuführen, der jetzigen heißen Jahreszeit ist es ein Genuß, ab ein paar Stunden im kühlen Raum zu sitzen; auch! gutes Kinoprogramm sieht sich jeder einmal an; — alles bietet das „Metropol - Theater" in jeder Bezieht! sodatz man das Entgegenkommen der Direktion Warst nur auf das herzlichste 'begrüßen kann. Lernen soll der Mens< an dem. was er erlebt. Wer mrdorige»So«mler wg. 7 &ec großen Ferien die trostlose Regenzeit mitgemacht l W drei frierendinderSourmerfrischesatzuüdseioenSchml! 4t vstegte, der wird auch die Nutzanwendung ziehen, daß i für alle Fälle sich vorsehen und zum Reisegepäck auch — ...- _ . Ma " 4780