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Neue jüdische Presse · 1913-10-15 · Heft 41 (15.10.1913) · p. Seite 13

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 41 (15.10.1913)
Date
1913-10-15
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Dienstag abend wird Herr N a ch u m G o l d in a n n, der jüngst von einer sechsmonatlichen Reise aus Palästina zurückgekehrt ist, über das neujüdische Leben in P a l ä st i n a einen Vortrag halte»(Näheres siehe Inserat). Kleine Notizen. Anläßlich der hundertjähirgcn Gedenkfeier der Bölkerschlacht bei Leipzig finden am Samstag, den 18. Oktober Festgottesdienste in der Hauptsynagogc (10 Uhr; Predigt: Rabb. Dr. Seligmann) und in der Snyagoge am Börneplatz (während des Morgenaottesdienstes; Predigt: Rabb. Dr. Nobel) statt. M. A. W o l,f f, Seniorchef der Weingroßhandlung M. A. Wolfs, eine sehr geachtete Persönlichkeit, beging seinen 80. Geburtstag. _ Eingesandt. > Sehr geehrter Herr Redakteur! Sic berichten iu der letzte» Nummer Ihres gesch. Blattes von der Gründung eines -Vereines zur „Förderung der Interessen der Israelitischen Neligionsgesellschaft zu Frankfurt a. M." Die Frage, ob ein dringendes Bedürfnis nach dieser Neugründung vorlag, braucht die Oesfentlichkeit nicht weiter zu beschäftigen, da der neue Verein sich ja lediglich an die Mitglieder der Religionsgesellschaft, also an einen begrenzten Kreis wendet und somit ein . allgemeines Interesse garnicht in Anspruch nimmt. Lediglich der Unter-Titel, den sich die neue Vereinigung gegeben hat, fordert zu einigen Bemerkungen kritischer Art heraus. „Chewras emes wescholaum — Liga für Wahrheit und Frieden!" Daß die Neugründung das Suchen nach der Wahrheit auf ihre Fahne geschrieben hat, läßt sich allenfalls noch verstehen, denn jede Korporation ist von der Wahrheit der von ihr propagierten Idee selbstverständlich überzeugt. Durchaus unverständlich klingt aber das zweite Beiwort: Chewras scholaum, denn wenn eine ausgesprocheite Kampf-Organisation sich derartig bezeichnet, dann ist doch wohl die Frage berechtigt, welche Art de» „Friedens" denn nun eigentlich gemeint ist? Wir haben am Jomkippur das schöne Wort gelesen: Scholaum scholaum lerochauk welakor a u f. Sind denn nach Ansicht der Chewras scholaum mit den lerochauk etwa die nach Frankfurt zuziehenden (bisher also „fernen") Glaubensgenossen gemeint, deren Gewinnung ein wichtiger Programmpunkt des neuen Vereines bedeuten soll? Wenn diese Vermutung zutreffen sollte, dann bitten wir auch die „koraus" nicht zu vergessen, die vielen in Frankfurt lebenden orthodoxen ausländischen Brüder, die bisher eine Ausnahme in die Religionsgesellschaft nicht finden konnten. Daß ein Kampf, wenn auch nicht in der „gehässigen Form der Gegner" beabsichtigt ist, ist ja deutlich ausgesprochen, und darauf deutet ja auch die Wiederbelebung des „Richtlinien-Streites" hin, der durch „akademische Vorträge" 'seiner Ruhe entrissen werden soll. Man merkt förmlich die Absicht, kein Gras über diesen unseligen Streit kwachsen zu lassen,.und man wird verstimmt über diesen eigenartigen Begriff des „scholaum". So könnten wir noch manche Punkte anführen, welche die Friedensbestrebungen der neuen Vereinigung etwas skeptisch beurteilen lassen; sollten wir uns aber geirrt und der „Chewras scholaum" Unrecht getan haben, so wollen wir uns durch die Praxis gerne eines Besseren belehren lassen. Vorerst sind wir allerdings der Ansicht, daß der neue Friedens-Verein bei einer etwaigen Bewerbung um den Nobel-Friedenspreis sehr gvenig Chancen hätte. Spende«. Bei dem Franks. Jsr. Familienbl. gingen ein sür das Frankfurter Jemenitenhau s Zur Verlobung David Tachaner mit Nanni Joseph gratulieren. Saly Geis n. Frau 1.—, Rosa Grünblatt 0,50 Jk 1,50 J& D. Tachaner gratuliert Dr. Sametz-Vilbel zur Tochter 0,50 „ Familie S. H. Goldmann zur Verlobung Liverhant 1,— ,. Jüd. Nationalsonds Zion. Jugendgruppe 1 Oelbaum auf D. Tachaner als Dank für seine Arbeit im vergangenen Semester 6,— M Frau Wolpe (Büchse) 4,25,, Israelitische Religionsschale. DaS Wintersemester beginnt am Mittwoch, den 15. Oktober. Anmeldungen nimmt der Leiter, Herr Rabbiner Dr. H o r o v i tz bis Ende Oktober täglich zwischen 3—4 Uhr (in seiner Wohnung Stanfcnstraße 30 I.) entgegen und int Schulgebäude Hermesweg 25/27 am Mittwoch, den 15. und 29. Oktober zwischen 2—3 Uhr; int Schulgebäude Unterlindau 23 Mittwoch, den 29. Oktober zwischen . 31/2—4Vä Uhr. In unserer Anstalt am Hermesweg sind getrennte Klassen für Schüler und Schülerinnen der BokE- und derjenigen der Mittel- und höheren Schulen eingerichtet worden. Besonders aufmerksam gemacht sei auf unsere Fortbildungskurse in allen Zweigen des rabbinischen Wissens der Bibelexegese, jüdischen Geschichte und Religionsphilosophie sowie auf unseren Lehrerinnenkursus und die Fortbildungskurse für reife Schülerinnen und erwachsene junge Mädchen. Der Vorstand. Bereius-Kaleuder. Samstag, 18. Okt. Verein „Mekor Chajim", 3t/> Uhr, Langestr. 18: Mikro-Vortrag (Lehrer Goldschmidt). Montag, 20. Okt. Verein selbstst. isr. Handwerker u. Gewerbetreibender, 9 Uhr, Cafe Goldschmidt: Mitgliederversammlung. — Franks. Zion. Vereinigung, S3/l Uhr, Kaufm. Vereinshaus: Das neujüdische Leben in Palästina (Goldmann). Samstag, 25. Okt. Verein „Mekor Chajim", 3t/- Uhr, Langestr. 18: Mikro-Vortrag (Marcus Hirsch). Sonntag, 26. Okt. Verein „Mekor Chajim", 5 Uhr: Beginn des Einführungs-Kursus (Lehrer Adler), 6 Uhr: Sefer Jirmisahu (Dr. Joseph Breuer). Allgemeine Mitteilungen. Der Pelz ist seit Jahren der bevorzugte Artikel der Damenwelt. Neben seiner schöner und in früheren Jahren nur bekannten Eigenschaft als wärmendes 'Kleidungsstück ist der Pelz seiner Kleidsamkeit und Schmiegsamkeit wegen in den letzten Jahren zu einem notwendigen Gegenstand jeder Modedame geworden. — Eine sehenswerte Auswahl von den einfachsten bis zu den xlegantesten Pelzarten bietet die Ausstellung der Firma M. Gttinger Söhne, Langestr. 31. Ein Besuch der Ausstellung ist für jeden Interessenten lohnend. £ J Heimstätte modernster Kürsclinerkiinst Ignatz Strammer Telephon I, 1397. Frankfurt a. 9ff. Zeit 124 Telephon I, 1397. im Banse der Buchhandlnng Auffarth. Vornehme Modelle. erstKlnsstte KMnerorheit. Spezialität: Seldenaelche Uerorheltuns oller keimte». . Meltunsen Ms 30. OKtoher besonders sonstig. "120 Unter Aufsicht der Ritual-Kom der Israelit. Gemeinde. Hochfeine Gänse Pfand 8« Pfg. II. Sorte entspr. billiger Josef Ml, G eflügelhandlnng. Allerheiligenstr. 59. Telefon I, 4864. Bolonialffano, OBlihatessen. Schepelers Kaffee, sämtl. Mineralwasser Obstf Gemüse täglich frisch zu den billigsten Marktpreisen. IiM Mm, Mut i i HBckertstr. 38. Telefon 8129 A.L Diverse Flaschenbiere. Spezialität: Stets frische bayrische Eier. Auf Wunsch täglich Nachfrage n. Lieferung frei ins Hans. Nathan Feldstein Haler und Lackierer Bergvegff. Tel. 1,3449(Baschdart). Werkstatt: Friedbergerlandstr. 43. Anaführuug sämtlicher Wefstbinderubeiten. lackieren und Anztrelehen roa Möbeln. Kunstgewerbliches Atelier für. SobOder -und Beklame-Plakate. flgndas llsroii-lagBDdgnippr. Samstag, 18. Sit, 11 Uhr dorm Gemoroh (ftaufmann), 11 Uhr bann. Gemoroh (Lwerhand). 12 Uhr vorm. Gemoroh (Gottlieb). 3 Uhr nachm. Wochenrundschau» 4•/* Uhr nachm. Ueb. d. prakt Halacha (Rachelsohn). Souutag. IG. Sft, 8 Uhr vorm. Gemoroh (Kaufmann), 8 Uhr vorm. Gemoroh (Lwerhand). Dienstag, 21. Sit, 9 Uhr nachm Gemoroh «Kaufmann), 9 Uhr nachm Gemoroh (Lwerhand), 9 Uhr nachm Sprechstunde des Zimmernachweises. Freb> tag. 21. Skt., 6 Uhr nachm, BereischiS (Direktor Lange). Samstag, 25. Sit, 11 Uhr vorm, Gemoroh «Kaufmann), 11 Uhr vorm , Gemoroh (Liverhand), 12 Uhr vorm, Gemoroh, (Gottlieb.. 3 Uhr nachm, Wochenrundschau, 4*.'* Uhr nachm, Ueb. d. prakt Halacha (Rachelsohn). Sonntag, 26. Sit, 8 Uhr vorm, Gemoroh (Kaufmann), 8 Uhr vorm, Gemoroh (Lwerhand). 8W Uhr nachm, TeMoh (Rosenheim). Montag. 27. Sft» 9 Uhr nachm. Mischnah «Dr. Mar->- cus Lange». Dienstag, 28. ML. 9 Uhrnachm. Gemoroh «Kaufmann), 9 Uhrnachm. Gemoroh (Lwerhand). Mittwoch. 29. Sit, 9 Uhrnachm, Nwijim(Unna), 9 Uhrnachm,Doroth HorischaunimlDirektorDc. G. Lange). Donnerstag, 39 Sit., 9 Uhrnachm, Gemoroh (Gottlieb). 9 Uhr nachm, Sprechstunde des Zimmernachwelfrs. flgudas üIsrüBl-MidEfiragfiiip. Donnerstag. 16 Sit 4 Uhrnachm Succausgedarcken (M. Goldstein). Freitag, 21. Sit, 8 Uhr naihm. Bereischis (Direkt. G. Lange). Samstag, 25. Sit-, 11 Uhr vorm Gemütliche Zusammenkunst -Vortrag üb. „Josef Israel) Sonntag26Ltt., 8>„ Uhr nachm Tefilloh (Rosenheim). - Montag, 27- Sit, 8)4 Uhr nachm Handarbeits-Abend, 9 Uhr nachm Hebr f. Fortgeschrittene. Dienstag, 28. Sit, 9 Uhr nachm Hebr. f. Ans. Mittwoch. 29. Sit, 9 Uhr nachm. Doroth Horischaunim (Dir. GLange-, 9 Uhr nachm Turnen (Turnhalle der Realschule am Tiergarten 8). Donnerst. 39. Skt, 8^ Uhrnachm Tauroh (Goldstem), 9 Uhr iwchm Sprechstunde deS Zimmernachweises. 023564

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