Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 10 (1912)
- Issue
- Heft 40 (11.10.1912)
- Date
- 1912-10-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Air. 40. Franffrrrter ZsrMitffchcs ZvmWeicklalk. Leite 5 Kaiser Frledrlcli ynelle Ottenbach U.M. Gegen Gicht nnd Rheumatismus bewährt. Alleiniger'General'Vertreter: Friedrich Stahl, Frankfurt a. HL, Gflutheraburg-Allee 37, Tel.259 n. 714. Offenbacher Druckluft-Anlage Ottenbach a. H. Telefon 123. (Anschluss mit Frankfurt). Bewährteste TepolChralnlBHno, 100,000 qm jährlich sowie unübertroffene Betten- und Bettfedernreinigung mittelst Druckluft und. Wasserdampf. S Wochen-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem Loach ) Samstag, den 12. Oktober (--- 1 Vlieschwan Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 5 Uhr 10 Äin. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a M. 6 Uhr 25 Min. in Berlin 6 Uhr 02 Min. Woche nab schnitt: No ach. — Durch eine große Wasserlut, die fast ein Jahr dauerte, werden Abenschen und liiere vertilgt; nur Noach mit seiner Familie blieb am geben, und so wurde Noach der zweite Stammvater des Menschengeschlechtes.. Noacki baute eine sogenannte „Arche", ein kastenartiges Schiff von gewaltigen Dimensionen, dreistöckig, in viele.Kammern eingeteilt, um auch verchiedene Tiere zur Rettung aufnehmen zu können. 120 )ahre wartete Gott vergebens auf der Menschen Besserung. Üllsdann kam die alles verschlingende Flut, ein halbes Fahr steigend, ebenso lang sollend. Noach schickt Vögel aus, den Wasserstand zu erkunden. Die Arche bleibt chließlich aus dein Berge Arrarat stehen. Noach bringt Dankopfer beim Verlasse» der Arche. Gott schließt einen Bund mit Noach imd dem ganzen Menschengeschlecht. Nie mehr soll eine Wasserflut den Gang der Natur stören. Der Regenbogen, wird Zeichen des Bundes. Verbot des Mordes und Selbstmordes. (Daß Gott den Selbstmörder — also nach seinem Tode — strafen will, ist der biblische Beweis für die Ewigkeit der Seele!) Erlaubnis, Tierfleisch zu genießen, edoch nicht von einem lebenden Tiere abgenommen. Ewer tiriit hachai.) Völkertafel der nachj-noachidischen Periode. Ein machtstolzes Menschengeschlecht baut den Turn: jit Babel zur Selbstverherrlichung: Menschenmacht über Nottesmacht! Zerstreuung aller ist die Strafe. Es cnt- 'tehen die verschiedenen Sprachen. (Babel-Verwirrung.) Noach pflanzt einen Weinberg, berauscht sich und liegt nackt im Zelte. Ham verspottet den Vater und vird verflucht. Sein und Japhet zeigen kindliche Ehr- Urcht und werden gesegnet. Zum Schluß wird Abrahams Abstammung von Sem gedacht. In Ur>Kasdim geboren als Sohn des Götzendieners Terach, der von. Eber stammte. (Daher „Jbri" und Hebräer".) Abraham ist Israels Stammvater. Der Sabbat ist gleichzeitig Schabbos Rausch- Lhaudesch'!. Wocheilgottesdienste in Frankfurt. Morgens: 6 Uhr 30 Min. (Hauptsynagoge und Synagoge Königsteinerstraße 7 Uhr 30 Min.), lbends: ö Uhr (Hauptsynagoge 4 Uhr, Synagoge Königsteinerstraße 7 Uhr). Vasclientüclier empfehlen in grosser Auswahl nnd allen Preislagen F. C. Strubberg & Co. 25 Neue M a I n z e r s t r a s 8 e 25. Kunst und Literatur. M o s e s M e n d el s s o h ». Eine Auswahl aus seinen Schriften und Briefen. Herausgegeben von Dr. B. May und I. B. Lcvy. Verlag' von I. Kauffmann, Frankfurt a. M. Preis 0,90 ,k. Um den Unterricht in der jüdischen Geschichte intensiver zu gestalten und die Schüler — namentlich der oberen Klassen —- tiefer in die Geistesschätze der großen jüdischen Denker einzuführen, ermangelte es bisher geeigneter „Q u e l l e n b ü ch e r" für die Hand der Schüler, da die bisherigen Hilfsbücher notgedrungen das Historische mehr in den Vordergrund stellen mußten und deshalb in die Werkstätte des geistigen Schaffens nicht immer in genügender Weise hineinzulenchten vermochten. Die Herren Dr. B. May und I. B. Levy haben es darum nnternommen, unter dem Titel „D e n k in ä l e r jüdi - schen Geistes" eine Anzahl Bändchen heranszngeben, deren erstes — „Ai o s e s M e n d e l s s o h n" — jetzt im Drucke vorliegt und sich i» seiner inneren wie äußeren 'Anlage recht ivürdig präsentiert. Es liegt gewiß nicht in der 'Absicht der Verfasser, den ganzen Inhalt des Büchleins (z. B. „Aus dem 2. (Philos.) Gespräche" und „lieber die Empfindungen") mit den Schülern zu bespreche», sie wollten, wie ich annehme, mit der Einfügung dieser Kapitel der Jugend die Vielseitigkeit und Bedeutung des Denkers und Philosophen zeigen nnd dein Grundsätze huldigen: „Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen." — Viele Stellen des Buches (z. B. „Jerusalem oder religiöse Macht und Judentum" und „Schreiben an den Herrn Diakonus Lavater zu Zürich") werden reifen Schülern an der Hand eines kundigen Lehrers eine genußreiche Lektüre sein: sie werden ihr sittliches Empfinden stärken und do» Willen zum Judentum in ihnen kräftigsn. Kein fühlender Mensch wird Stellen wie die erste Hälfte eines Briefes an den Benediktinermönch. Winkopp ohne innere Ergriffenheit lesen können; jeder wird, im Hinblick auf die noch vielfach herrschende Unduldsamkeit, mit Mendelssohn aufseufzen : „Menschen! Menschen! wohin habt ihr es kommen lassen!" —i Die Anschaffung des Büchleins, dessen Wert durch angefügle Erläuterungen erhöht wird, ist nicht nur für Schnlzwecke, sondern für jeden .Gebildeten zu empfehlen. Dr. H. Oameu-Taghemden u. Beinkleider Nachthemden, Nachtjacken Unter rocke Solide eratklaaalge Fabrikate Heuer tfc Sokoen Rossmarkt 1. Frankfurter Möbelmagazin Robert 5imon ftU55tellung compl.Wohnräume ör.Eschenhetmer5Fr.39:u.39a 5chiilersrr. 26. Frankfurter Familienaachrichte». Gebore n. E. Tochter. Fritz Sichel (Weiller), Bocken-- heimerlandstr. 113. — E. Tochter, Manfred Bock (Fürth), Scheffelstr. 22. — E. Tochter, Horn (Spanier), Textorstraße 7.1) -- E. Sohn,. I. S. Eahn (Eahn), Feldbergstraße 14. B a r m i z >v o h. Siegfried Himinelschein aus Paris, z. Z. Trutz 47, in der Synagoge tlnterlindan 23. Verlobte. Lisa Kauffmann, Im Trutz 40 mit Max Epstein, Straßburg i. Elf. 'Aufgebote n. Bendix Herzberg, Magdeburg mit Emilie Fischer. Rechneistr. 4. ■ Verehr l i ch t e. Ehaskel Kohn mit Rosa Vogelbauni, Brückhofstr. 11. — Rudolf Ernst Loeb mit Antonie Kaufmann, Erlenstr. 18. G e st o r b e n. Betty Rapp geb. Ehrmann, 67 J„ Friedbergerlandstr. 24. — Jaeob Löwenstein. 80 I., Offenbach a. M., Große Marktstr. 21. — Michael Lichtenstein, 71 I., Niedenan 45. — Jakob Kahn, 74 I. Jahnstraße 47. Auswärtige Familieuuachrichteu. Geboren. E. Sohn, Dr. Adolf Lekisch (Fulda). Mainz. — E. Sohn, Ferdinand Jakobsohn (Grünebaum), Saarbrücken 3. — E. Tochter, Earl .Hanau (Jaeoby), Straßburg. B arm izw o h: Leopold Deutsch, Wiesbaden, Tammsftraße 40, in der Synagoge des Talmud-Thora-Bereins. " Verlobte. Gertrud Hirsch mit Ernst Michels, Düsseldorf. — Gertrud Hahlo, Charlottenburg mit Siegfried Lehman», Berlin. — Clara Bär, Halberstadt mit Lazar Dünner, Amsterdam. —- Hedwig Halle, Gelnhausen mit Moritz Jsaae, Köln. —; Blanea Oppenheim, Cassel mit Berthold Carsch, Thüringerstr. 19. Verehelichte. Siegmund Guckenheimer mit Amalie Löb, Hanau. — David Weinstein mit Alice Schwabacher, Eschwege. — Aron Kn gelmann mit Klara Rothschild, Cassel. G e st o r b e n. Heinrich Hirschmanu, 70 I., Nürnberg. — Seraphine Hahn geb. Herzfeld, 84 I., Nordhaustn. —■ Nathan Eckstein, 77 I., Dresden. — Bertha Altheimer geb. Stern, Bergen. — Louis Landauer, 82 I., Stuttgart. — Regina Wolf geb. Kälbermann, «ennfeld. LOllNHir & SUHIEFER Telephon 13430. Im Trutz 38. Telephon 13430. Gas*, Wasser- und Heizungs-Anlagen.—Moderne BSder nnd Closets. Reparaturen prompt hei zivilen Preisen. t arl Grebenau, “1™».At, Juwelen. Uhren. Goldu.Silberwaren. Telephon «06»._ Answahlacndnngen gerne zu Diensten._ Adolf Sprankels Tanz-Institut liei. 8021. Bohnung Hohenstr. 7.—Privatsaal BleicbstF.14.Tei. 8021. I Empfehle meine Gesellschafts-, Privat- und Wanderkurse | ff. Referenzen. mit stets modernem Lehrsystem. ff. Referenzen. 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