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Neue jüdische Presse · 1912-09-06 · Heft 35 (6.9.1912) · page 9

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
10 (1912)
Issue
Heft 35 (6.9.1912)
Date
1912-09-06
Page
– (sequence 9)
Language
German
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i tä ba{ ° " „ M Nr. ZZ cfcs frimfifiitfecl?ie Frankfurter Berichte. [eren Die Löb Reiß'sche Synagoge (Hermesweg) hat -geir lektrische Beleuchtung erhalten und ist neu gemalt worden. am ndc» Die elektrische Beleuchtung richtete die A. E. mjj in. Die Malerarbeiten wurden in geschmackvoller Weise on Herrn Ch. Rumbler ausgesührt. -sicht Stabil zuligs-I Vor-I ternwo> schon lanbl dort unbl iche> evö! wai SÄl holt Welt lischt! Nar-I m ter M! UeberdieFragederGemeindeorthodoxie ur „Agudaß Jisroel"-Organisation hatte er Centralverein israelit. Gemeindemit- Wieder eine Versammlung einberufen. Hunderte tt9' sttten sich eingefunden; leider faßte der Saal nur einen 'Sen, xeil des Publikums, sodaß viele umkehren mußten. Herr gc- Dr. I. Heine mann hielt das einleitende Referat. iiubkR Er führte aus, daß er zwar dem. provisorischen ' Komitee der Aguda angehöre, aver als Mitglied aus den her zu erörternden Gründen noch nicht beigetreten sei. rede nur in seinem eigerlen Namen, ohne Auftrag des mitees. Er erzählte sodann die — den Lesern dieser Zeitst bekannten — Vorgänge, die zur Gründung der da geführt haben, und, beantwortete die Frage, ob für Anhänger der „Gemeindeorthodoxie" der Beitritt ipfehle, in folgendem Sinne: Die Idee der Aguda ist rzüglich. Keine Anschauung kann heute durch ihre Wahrt allein ohne Organisation wirken: mens sana in corpore gilt auch hier. Wie mächtig hat sich die Wirkling sozialistischen und der zionistischen Ideen durch die ründung der betreffenden Organisationen gesteigert! Und breiter die gemeinsame Basis ist, je folgerichtiger sich $ ihr die Konsequenzen ergeben, 'um so wirkungsvoller >uß die Organisation sein. Fraglich kann also nur sein, b die Aguda in ihrer gegenwärtigen Form und Per« äjsung den Organisationsgedanken in geeigneter Weise ealisiert. Wenn Männer an der Spitze stehen, die den Standpunkt unseres Heimgegangenen Meisters Rabb. Dr. t. Horovitz s. A. aufs schärfste bekämpft haben und beampsen, so darf uns dies um so weniger zurückhalten, a die ersten Vorsitzenden (Kommerzienrat Feist, Dr. A. ärsch) unseren Anschauungen mit vollem Verständnis egenüberstehen; und für einzelne in Kattowitz gehaltene eben trägt das Komitee keine Verantwortung. Bedenklich acht aber, daß dem Komitee zwar demnächst durch die kahl des Verbandes orthodoxer Rabbiner Vertreter des chärfsten Trennungsstandpuuktes beitreten werden und m i t Rücksicht auf diese und ihre Abneigung, mit üneren Rabbinern zusammenzuarbeiten, der E i n t r i t t der etzteren seitens einflußreicher Herren des Komitees -.licht gewünscht wird. Solange aus Rücksicht auf muisolche Abneigungen der Eintritt unserer Rabbiner ins abcrlKomitee erschwert wird, ist der Eintritt in die Aguda sich>"icht zu empfehlen. Mit Recht haben daher angesehene Ideutsche Rabbiner den Verband traditionell-gesetzestreuer ".? iRabbiner gebeten, einen der hiesigen Gemeinderabbiner twlß.Nm das Komitee zu delegieren; ist dies geschehen, so nachDann der Beitritt zur Aguda vorbehaltlos empfohlen werden. Die Diskussion bewegte sich in sehr sachlichen Bahnen. Heim an n erklärt, über die Ziele der Agudaß Jisl nicht genau informiert zu sein und schlägt Wahl er Kommission vor, die eine Stellungnahme empfehlen Äle. Demgegenüber betont L. Perlmutter zunächst, daß Pflicht jedes einzelnen Gesetzestreuen sei, sich in seiner tellung zum Zusammenschluß aller Glaubenstreuen klar ii werden. Ob dieser Zusammenschluß eine Notwendigkeit 1, sei die Frage. In halbstündigen Ausführungen weist nach, daß die Orthodoxie' in Angelegenheilen von all Jßroel nicht die führende Stellung einnehme, die hr zustehe. Den Gedanken der jüdischen Solidarität lertrete die Alliance, den der Wohltätigkeit der Hilss- >erein, die Jto beschäftige sich mit Emigration, groß« ügige Palästmaarbeit leiste der Zionismus. Der wahre Gesetzestreue müsse daher von ganzem Herzen, über alle Parteikämpfe hinweg, die Aguda unterstiitzen, da sie die großen Gegenwartsausgaben des Judentums — innere Annäherung zwischen Ost und West, wirtschaftliche Hebung 'er Massen, Regelung der'Emigration,-Organisation der leschiboth, Belebung der hebräischen Sprache — im Sinne er Thora lösen wolle. Andererseits sei es angesichts dieser Gesamtausgabe ganz nebensächlich, worin man noch picht einig sei. — Uebrigens habe sich das provisorische Komitee in allen Parteikämpfen bisher neutral verhalten und sich an die Rabbinerorganisationen gewandt. Diese seien verantwortlich für die Nomination der Rabbiner. I. L. Goitein weist darauf hin, daß der Zionisusio.Gmus bereits seit 15 Jahren Palästinaarbeit leiste, sodaß jeder > sich deswegen eine Neugründung erübrige.. Immerhin sei al»»jede Organisation der Judenheit zu begrüßen; allerdings zur Wmüsse das Nationalgefühl gepflegt werden, da jedes andere Judentum nur eine Halbheit darstelle. Lehrer M. Schwab bedauert, daß sich fn Frankfurt Verhältnisse herausgebildet haben, die niemand bei Begründung der Aguda geahnt hat. Statt Einigung herrsche Bruderzwist. Er wendet sich gegen einen Artikel des -Israelit" bald nach der Gründung, der geeignet sei, "eues Mißtrauen zu säen. Dr. Gustav Stiebel tritt in warmen Worten den Gedanken der Aguda ein und empfiehlt den tritt. Nicht untätiges Warten könne helfen, sondern, e man besondere Wünsche, so müsse man versuchen, diese unerhalb der Aguda durchzusetzen. Die Notwendigkeit der?Aguda sei größer als die des ewigen Streites. Bei großzügiger Behandlung der Frage finde man einen Weg, der alle befriedigen werde. (Beifall.) Martin Levigard plädiert, bei aller Sympathie für die Aguda und ihre Ziele, doch für Abwarten, da die Haltung der Leitung noch, nicht klar sei. Sollte drese vollkommen geklärt erscheinen, so gebe es keine dringendere Pflicht, als betzurteten. Dr. Siegfr. Schwarzschild führt aus, daß im Zionismus jeder Gesetzestreue arbeiten könne, da jede f.W| Köge! 7.5t 4*^1 r. Hl tt. ie ji n i» Noses flicht, bci- , si »rhei leib bei uii t. )mct ischen ihung Garantie für die Beobachtung des jüdischen Gesetzes gegeben sei. Bezüglich des Beitritts zur Aguda hält er die Politik, innerhalb der Aguda für Spezialwünsche zu wirken, für richtiger, als außerhalb. Die Aguda sei demokratisch, sodaß jeder seinen Vertreter wählen könne. Eine Resolution wird vorgelegt, die anfangs den Wunsch der Versammlung enthält, einen der beiden Frankfurter Gemeinderabbiner in' die Leitung der Aguda zu entsenden, bevor man einen Beitritt empfehlen könne. Hiergegen wendet sich I a k o b Wolf und empfiehlt unter allgemeiner Zustimmung Ablehnung dieses Passus. Die angenommene Resolution drückt die Synipathie der Versammlung mit -der Gründung der Aguda aus und hofft, daß die Leitung es jedem orthodoxen Juden ermögliche, beizutreten. Mit Schlußworten des Stadtverordneten Fromm, dessen umsichtige Leitung die Versammlung zu einer rein sachlichen stempelte, endigt die Versammlung. Als Mitglied der städtischen Schuldeputation zu Frankfurt a. M. ist aus Grund des 8 44 Nr. 5 des Bvlksschülunterhaltnngsgesetzes für den sel. Rabbiner Dr. Horovitz der gegenwärtige dienstälteste Rabbiner der Frankfurter israelitischen Gemeinde Herr Dr. C. Selig mann einberufen worden. Diese Berufung ist auf Grund einer in mehrfacher Hinsicht bedeutungsvollen Entscheidung des Unterrichtsministers über das Verhältnis der israelitischen Religionsgesellschaft zur israelitischen Gemeinde erfolgt: Nach dem Tode des Herrn Rabbiner Dr. Horovitz machte nämlich die israelitische Religionsgesellschaft den Anspruch» daß ihr Rabbiner Dr. Breuer, der an Dienstjahren unter den derzeitigen Rabbinen Frankfurts der älteste sei, in die städtische Schuldeputation einzutreten habe. Der Herr Unterrichtsminister hat nun entschieden, daß die Frankfurter israelitische Religionsgesellschaft nicht d i e eigentliche Ortsgemeinde ist, weil sie nur einen kleinen Teil der Frankfurter.Judenschaft vertritt, der sich einer bcstimmten religiösen Richtung angeschlossen hat. Der Eintritt des ältesten Rabbiners der israelitischen Gemeinde sei ferner umsomehr sachlich begründet, als kein Kind eines Angehörigen der israelitischen Religionsgesellschaft die städtische Volksschulen in Frankfurt besuche. Der ,Mvntefiore"-Bereiu veranstaltet., am Sonntag, 8. September für seine Mitglieder und Freunde eine Führung durch die Darmstädter Ausstellung „Der Mensch." Die Führung wird gegen 1 Uhr ihren Anfang nehmen und unten der Leitung der Herren Dr. Löffler und Dr. Moses stattfinden. Zusammenkunft 11 Uhr Hauptportal, Frankfurter Hauptbahnhof. Näheres durch Anschlag im Bereinslokale zu ersehen. Personalien «. Kleine Mitteilungen. Pfungstadt LetztenSchavbos starb hiernach langem, selten schwerem Leiden der Kaufmann Hirsch Jeidel im Alter von 59 Jahren. Eine anspruchslose, gerade, rechtschaffene Persönlichkeit, ein guter Jehudi, ein treubesorgter, hingebungsvoller Gatte, Vater und Bruder und, solange das Glück ihm die Eltern beschied, ein edler und aufopferungsvoller Sohn ist mit dem Verblichenen dahiugegangen. Die für den kleinen Platz sehr große Beteiligung an seiner Beerdigung legte Zeugnis ab für die allseitige Beliebtheit und Verehrung, die sich der Verstorbene bei seinen Gemeindemitgliedern sowohl als auch bei seinen christlichen Mitbürgern erworben hat. Am Grabe gab der älteste Bruder, der Vorsteher der Gemeinde, Herr Josef Jeidel, dem Schmerze der Familie Ausdruck. Er sprach ferner von dem seltenen Geiniluth-Chesed, das die Gemeindemitglieder ohne Ausnahme in den letzten Tagen und Wochen schwersten und bittersten Leidens an dein Dahingegangenen geübt; wie sie jederzeit. Tag und Nacht keine Opfer an Zeit und Ueberwindung gescheut haben, um den, sterbenden Gemeindebruder den harten Todeskampf zu erleichtern. „Ein erhabenes und nachahmungswürdiges Beispiel echt- und altjüdischer Nächstenliebe." Wiesbaden. Der öjährlge Biolinist Theo Rainer von hier trug in Bad Brückenau im Benefizkonzert des dortigen K. Musikdirektors Klein die Meditation von Bach-Gounod por und errang damit reichen Beifall. Er durste sogar einen Lorbeerkranz in Empfang nehmen. Gailingen. Das Ehepaar Leopold und Dorlina Gut feierte am 1. Sept. in: Kreise seiner Kinder und zahlreicher Enkel das Fest der goldenen Hochzeit. Dem noch rüstigen Paare wurde seitens der Gemeinde, die einen Festgottesdienst veranstaltete, seitens der Freunde Freunde und Bekannten, die es mit sinnreichen Aufmerksamkeiten überraschten, vielfache Ehrungen zuteil. Namens des Großherzogs von Baden und des Gr. Oberrates der Israeliten wurden ehrende Auszeichnungen überreicht. Berli«. Hugo L t s s a, Vorsitzender des Zentralverbandes deutscher Handelsagenten, verschied im 58. Lebensjahre. RegenSburg» Die mit einem Kostenaufwand von 300000 *4 erbaute neueS ynagoge ist letzten Samstag feierlichst ihrer Bestimmung übergeben worden. Berlin. Die Bibliothek der jüdischen Gemeinde — Oranienburgerstr. 28 — zählt 26 395 Bände, 325 Handschriften und 330 Mappen Zeitungsausschnitte. Den Lesesaal benutzten im letzten Geschäftsjahre 10946, Personen. — Geh. Baurat Dr. ing. Theodor Landsberg er-! hielt anläßlich der Einweihung der Synagoge Fasanenstraße den Roten Adlerorden 4. Klasse. (l.) Pose«. Abraham Apolant, Ehrenmitglied der Chewra Kadischa, langjähriges Vorstandsmitglied der ehemaligen alten Betschule, ist im 95. Lebensjahre v e r - - schieden. — Dampfmühlenbesitzer I. Kall mann in Ar genau erhielt den Titel Kommissionsrat. Jekaterinoslaw (Rußland). Der bekannte antisemitische Student Golubow erhielt die Erlaubnis, öffentliche Vorlesungen über den religiösen Charakter des Justschinski-Mordes zu halten. Zürich. Herr und Frau Teplitz haben eine Sefer- Thora schreiben lassen und zu deren Vollendung eine Sijum-Feier veranstaltet. Rabb. Dr. Lewenstein würdigte beim Festmahle die Bedeutung der Stunde. Wie«. Der am 28. August im 6v Lebensjahre verstorbene Schriftsteller Wilhelm Goldbaum, einer der hervorragendsten politischen Schriftsteller Oesterreichs, hatte stets ein lebendiges jüdisches Interesse. Herzl gewann ihn als Mitarbeiter für die „Welt"; er schrieb hier unter dem Pseudonym „Spectator". Goldbaum wurde in Kempen in Posen geboren, war bis 1869 Redakteur der „Posener Ztg." und trat 1872 in die Redaktion der Neuen Freien Presse ein. Hier schrieb er Jahrzehnte hindurch über äußere Politik. Erschienen sind von ihm folgende Werke: Entlegene Kulturen (1877) und Literarische Physiognomien (1884), in welch' letzterem Werke er auch Kompert, Bernstein, Mosenthal, Franzos und Sacher-Masoch würdigt. Wie«. Dr. med, Emil Löwy in Sulz-Stangau erhielt den Titel Rat. London. Der Porträtmaler Walter Goodman«, Sohn der 1906 verstorbenen PorträtmalerinJulia Goodmann, ist im 75. Lebensjahre verschied e n. Walter Goodmann hat sich auch vielfach literarisch betätigt. So erschien als Frucht seines Aufenthalts in West-Indien „The Pearl of the Antilles". Aus der Lehrerwett. Breslau. Am 1. September waren es 25 Jahre, ■ daß Rabbiner Dr. Ferdinand Rosenthal als Nachfolger Rabbiners Gedalja Tiktin sein hiesiges Amt a n t r a t. — Der Jubilar wurde am 10. November 1838 in Kenese (Ungarn) geboren, besuchte die Jeschiwahs in Preßburg und Eisenstadt (bei Dr. Hildesheimer) und studierte in Berlin und Leipzig. Er war zwei Jahrzehnte Rabbiner in Beutheu " ,! und wurde dann nach Breslau berufen. Er hat eine größere . j Anzahl geschichtlicher Arbeiten veröffentlicht. . i Ktsfingen. Unser Lehrer und Kantor Ludwig -1 Steinberger gibt seine Stelle auf, um in das Ge- 4 schüft seiner Brüder in Buenos Aires einzutreten. j (M.) Gelnhausen. Am 1. September konntejLehrer M. Strauß auf eine 25jährige Amtstätigkeit inner- . j halb unserer Gemeinde zurückblicken. Diesen Anlaß be-! nutzten die Gemeindemitglieder, um ihre Verehrung und i Liebe zu ihrem Lehrer zum Ausdruck zu bringen. — _In dem prächtig geschmückten Schulraum fanden sich am Sonntag Vormittag die Schüler und Schülerinnen, J Deputationen der einzelnen Vereine sowie der größte - Teil der Gemeindemitglieder ein. Nachdem im Namen der Schulkinder S i d a L o r.s ch, Erna und Jenny Heilm'ann und Erich Lrüick in poetischer Form ihrem Lehrer den Dank abgestattet und Glückwünsche dargebracht hatten, nahm der Synagogenälteste, Josef Lorsch, das Wort, um in längerer Rede die Verdienste des Jubilars auf den verschiedensten Gebieten seines Amtes zu beleuchten. Hierauf überreichte Synagogenältester K. Moritz mit den besten Glückwünschen namens der Gemeinde ein größeres Geldgeschenk. Diesen Wünschen schloß sich der dritte Gemeindevorsteher, I. S. G o l d s ch m i d t, an, daran erinnernd, wie der Jubilar einst in einer vor 25 Jahren gehaltenen Rede sein Fremdscin in hiesiger Gemeinde betonte. Jetzt sei er ein Freund unter Freunden! In meisterhafter Weise gedachte dann der Vorsteher des israelitischen Krankenunterstützungsvereins der verdienstvollen Tätigkeit des Jubilars in diesem Verein, streifte auch dessen Wirksamkeit auf den anderen Gebieten dessen Berufes. Der Titel „Raw" war allezeit in Israel ein Ehrentitel. Mit dem Wunsche, daß der Jubilar diesen Titel noch viele Jahre in geistiger und körperlicher Frische zum Segen der Genteinde tragen möge, schloß Redner! seine eindrucksvolle Ansprache. Für den gleichen Verein überreichte dessen zweiter - Vorsteher, L. Bergen, als Zeichen der Anerkennung ein Geschenk in Silber. Der israelit. Frauenverein, dessen eifriger Förderer ■-< der Jubilar stets gewesen, ließ durch seine Präsidentin, Frau K. Morrtz, seine Wünsche aussprechen und nebst einem Geschenk eine Adresse überreichen. Für die Cheorero Kadischo de Kabronim, deren langjähriges Mitglied der Jubilar ist und die sich seiner s geistreichen Vorträge an jedem Sabbat nach beendigtem Gottesdienst z« erfreuen hat, überreichte Herr Heymann unter Worten des Dankes und der Anerkennung einen silbernen Leuchter mit Widmung. Den Reigen der Ansprachen beschloß im Aufträge der Chewro Kadischo de Gemilaus Chassodim Herr Ar- - thur Meyer. Erinnernd au das Wort unserer Cha- chonim s. A. „Aumrim Kezaß Schewochau schel Odom beponof wekulo schelau beponof", wolle er sich darauf j beschränken, aus der vielseitigen Wirksamkeit des Gefeierten einen Zweig zu pflücken, der von jeher mit besonderer Genugtuung und Liebe von ihm gehegt und gepflegt wurde. Was der Jubilar auf dem weiten Felde des Gemilus Chesed in feiner 25jährigen Aintstätigkeit, unterstützt von seiner gleichgesinnten wackeren Gattin, geleistet ,; habe, ließe sich nicht in Worten schildern. Dieses verdienstvolle Wirken werde aber noch gekrönt durch die Art J und Weise, wie es geübt worden sei. Somachti wefimachti galt dem Jubilar dabei als Devise, und so könne j er,, wenn auch alles menschliche Wirken nur ein Bruch- \ij tEder uns obliegenden Leistungen ist, dennoch rückblickend von seiner Tätigkeit sagen: „Schomati bekaul Haschem" ■ * Elaukoj, ofist kechok ascher Ziwisoni." Mit dem Wunsche: J »H.a!Wfo mimaun Kodschecho uworech", daß der verehrte | 4280

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