Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 9 (1911)
- Issue
- Heft 48 (8.12.1911)
- Date
- 1911-12-08
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2692297-2692716-2692764--06611-2701627- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sk. 48. Frankfurter Israelitisches Familienblatk. Leite 11laiserlichen Divan, und seine Karriere war gemacht. Wiederholt war Molho für höhere Missionen in Aussicht genommen. Hilmi Pascha wollte ihn zum Senator ernennen, und Hakki Pascha bot ihm einen Botschafterposten an, aber er lehnte jedesmal bescheiden ab, er wollte das Amt nicht verlassen, das ihm während seiner vierzigjährigen Dienstzeit so lieb geworden. Es ist für die Tüchtigkeit und Verläßlichkeit dieses Beamten bezeichnend, daß er im Laufe der vierzigjährigen Amtstätigkeit bei allen Großveziren, die in dieser langen Zeitperiodc in bunter Reihenfolge kamen und gingen, in gleich hohem Ansehen stand. Molho war Besitzer der höchsten ottomanischen und zahlreicher ausländischer Orden. Seinen! Sarge folgten seine zwei Söhne, Tewfik Molho Bey, Sekretär der türkischen Botschaft in .Wien, und Said Molho Bey, Dolmetsch-Sekretär ^es Großvezirats, ferner sämtliche Minister, Botschafter, Konsulate, zahlreiche Abgeordnete und Senatoren. Den Nachruf hielt der Großrabbiner der Türkei, Rabbi Chaim Nahum. Knust und Literatur. Der zionistische Roman eines Lappen. In K r i st i a n i a ist aus der Feder M a t i A i k o' s, des einzigen Schriftstellers der Lappen, ein Roman mit zionistischer Tendenz erschienen, der „Des Hebräers S ohn" heißt. Der Leser ist überrascht, wie tief sich Aiko in die Psyche der Zionisten eingclebt hat. Freilich gibt er gleichzeitig auch viel Persönliches und Nationales: denn wie die Inden über die ganze Erde, so sind ja auch die Lappen über ganz Skandinavien zerstreut, besitzen keine nationale Heimat, keinen Staat, und wenn ihnen auch die staatsbürgerliche Gleichheit gewährt ist, so begegnen sie doch großer Geringschätzung. Literarische C h a n u k a h - N ot i z. In dein Kizur Schnei Luchans Habriss, nachgcsehen von Abraham Upnheim, zum Druck gebracht durch Mauscheh Gamburg im Jahre 5305 (1544) und gedruckt bei David Jakub Kronow finden sich sieben weitere L-trophen des .Moaus Zur Jcschuosi"-Liedes, die sonst unbekannt sind. Die Strophen sind zusammengestellt und gesammelt von Michael Eppstein. Kaiser Friedrich Quelle - Offenbach a. £. - Hegen Sicht und Khenmatiamna bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Friedpich Stahli Frankfurt a. H., Stallhurgstr. 9. Tel. 259 n. 714. Bereius-Kaleuder. Freitag. „M ontefiore"-Verein, 9 Uhr, Seilerstr. 22: Gesellige Zusammenkunft. — 95 er ein „M ekor Chajim" nach Schluß des Abendgottesdienstes im Hörsaal: Mikrovortrag (Golde); §1/2 Uhr, Langestraße 18: Gesellige Zusammenkunft. — „T alinud Thora"-Verein, nach Schluß des Jlbendgottesdienstes im.Hörsaal Börneplatz: Vortrag (H. Schwab). Samstag. Verein „Mekor Chajim", 12Uhr, Hörsaal Friedberger Anlage: Vorlesung aus Seser Schemuel (Prof. 9l. Weyl). Sonntag. „Talmud Th ora"-Verein, 6 Uhr, Synagoge Börneplatz: Tehillim-Vortrag (Rabb. Dr. Nobel). — Verein „Mekor Chajim", 6 Uhr, Laugestr. 18: Vorlesung aus Seser Jirmijohu (Dr. I. Breuer). Mittwoch. Verein sür jüd. Geschichte u. Literatur, 9 Uhr, Frankfurt-Loge: Die Juden in der modernen Musik (Kapellmeister Artur Holde). Donnerstag. Verein „Nachlaß Zwi", 8^4 Uhr, Langestr. 18: Midraschbetrachtungen (M. Goldstein). - Carl Grebenau 9 Telephon 6069. Juwelen. Uhren. Goldu. Silberwaren, AnswahlsMiännsren gerne za Diensten._ Neueste Erfindung1. AEG MclallJrnhtlnmnen vereinigen die Haltbarkeit der Kohlenfadenlampe mit der Stromersparnis der Metallfadenlampe bis 50 Kerzen 120 Volt JotUZb exkl. Steuer. leine Elektricitäts - Gesellschaft Mainzer Lander. 50|03. Telephon Amt I 1303 ü. 1308. Auswahl Parfüms u. Bau de Cologne aller Art Toilette-Artikel -P^unacntss^ v für Hädohen. Billige Preise! Parfümerie H. l<oeb e Goelbestrasse 4» Tel. I. 12796. Die Herftetlung vonTvÜD Palmin (Pflanzenfett) und Palmona (Pflanzen=Butter=Margarine) gefebiebt unter ständiger Rabbinatsaufßcbt. Beide Produkte find ganz- ©lieb frei von tierifeben Fetten, können daher gemäß Rtteft für Milcb= und Fleischspeisen verwendet werden. Hlleinige Produzenten: H. Schlinck L Cie. Ä.-6., ßamburg-PIannheim. General=Vertrieb für Südweftdeutfcbland: David Bauer, Frankfurt a. M„ Fernsprecher Nr. 1540 Carl August Grosse Nacht. Gegründet 1832 Papierhandlung Amt I, Telephon 1819 Betbmannstrasse 53 empfehlen als geeignete Weih na ch tsgaschcnkß Briefpapiere, Brief karten von den einfachsten bis za den feinsten Ausstattungen. Monogramm- und Wappenprägungen in geschmackvoller und sauberer An«fiihrU'«sr. Für Handarbeiten allö Farben in Stickseiden, Kunstseiden und Stickgarnen. «len d IM ul Tola stets vorrätig bei Eduard Paul Telephon I, 2178. Grosse Eschenheimer Strasse 4. v A^^5$+06.+5:./^^/++4.//..+.A