Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 9 (1911)
- Issue
- Heft 45 (17.11.1911)
- Date
- 1911-11-17
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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45. Frankfurter Israelitisches Famrlienblatk. Leite 11. der Kwltnrfrage e r ftj r c ch t iu derz io ir. Bewe - g u n g bleiben in ü s s e. Die Bersainmlung beschloß ein sh i m m i g nicht dem Rnse derer, die der zion. Beivegung untren geworden sind, zu folgen. Es fielen in der Debatte über diese Frage heftige Worte gegen die Frankfurter Austrittler. Aus dein weiteren Verlaus der Bersaminlung ist noch zu erwähnen, daß der Beschjluß gefaßt wurde, neben den Nationalsondsbüchsen Msrachionchsen auszuhüngep. Hamburg. General-Versammlung der Misrachi - Gruppe der zion. Ortsgruppe Ham t u rg - 4l lton a. — Die Versammlung fand statt rmter Sem Vorsitze Referendars Möller, da der bisherige Vorsitzende Julius Holländer sein Amt nach der Berliner Konferenz vom 10. Septbr. niedergelegt ,hatte. ' Aus dem Jahresberichte, den der Vorsitzende für 1910/11 erstattet, ist zu bemerken, daß. cs der Gruppe gelungen isti, 174 Schekel bis zum Kongreß auszubringen, während vor dem 9. Kongreß die Zahl der Schekelzahler nur ungefähr 35 betragen hatte. Dieser Erfolg ist zum großen Teile dem Umstande zu verdanken, daß gleich nach der Generalversammlung vom November 1910 eine Propagandakommission zusammen mit dem Vorstande die Werbetätigkeit besonders energisch ausgenommen hat. Außerdem wurde ailch im Berichtsjahre ein hebräischer Sprachkursus begründet. Die Teilnehmerzahl dieses Kursus beträgt 25. Aus der Misrachi-Konferenz in Frankfurt war die Gruppe durch Moritz S. Wotff, Referendar Möller, Holländer und Zahnarzt Möller vertreten, während zur außerordentlichen Misrachi-Konferenz in Berlin E m i l Lipstadt, .B. Wcißberg, Magnus und Zahnarzt Möller delegiert wurden. — Der zweite Punkt der Tagesordnung „Vorstands Wahl" ergab folgendes Resultat: Dr. S. Möller (Vorsitzender), Emil Lipstadt, B. Weiß b erg, Hermann W a r i s ch und F r ä u - lein Wolfs. AuS der Vereinen. Frankfurt a. M. Verein „Tifereth Backur i in". — Am 5. er. sprach Lehrer H. S ch w a b über das interessante Thema: „Dnkelos n n d N c tinah Lager". „Netinah Lager" ist ein Kommentar zur Bibelübersetzung des Onkelos und hat den der bekannten Frankfurter Rabbiner-Familie Adler entstammenden Rabbi Mordechai Nathan Adler junt Verfasser, den Vater des verstorbenen Rabbiners Hermann Sldler in London. . Redner bemerkte, das tragische Geschick dieser Familie, die ihren Stammbaum bis auf Rabbi Simon Hadarschan zuriicksi'ihre, habe ihn dazu veranlaßt, sich eingehend mit ihr zu befassen: Wir entnehmen den fesselnden Ausführungen etwa folgendes: „Netinah Lager" weist nach, das; Onkelos und Akilas, letzterer Verfasser einer griechischen Bibelübersetzung, entgegen der Annahme vieler Gelehrten, identisch sind und beide Uebersetznngen von ein und demselben Verfasser, einem zum Judentum übergctreteuen Neffen des Römischen Kaisers Hadrian, stammen, und daß ferner die uns vorliegende chaldäische Uebersetzu.ig nichts mit dem älteren griechischen gemein hat, sondern, ihrem Charakter nach, ein neues Werk darstellt, das nicht nur übersetzen, sondern auch, wo es notwendig ist, deuten und erklären soll. Der Referent veranschaulichte an zahlreichen Bib elftel lest die klare Uebersctzungsweise des Oukelos und daran anschließend die ans Gemoro und Mdrasch bezügl. 'Andeutungen des Netinah Lager. Frankfurt a. M. Im Verein „Tifcres Bachurim" sprach am 12. crt. cand. phät. Willy Müller über den „An ti i e m i t is m u s und seine B e k ä m p f u n g". Einleitend sprach Redner über die Stellung der Jliden iin politischen Leben und behandelte daraus ausführlich die Zurücksetzung der Juden in Universitäts- und Militär- Angelegenhditeir. Auch über die Schächtfrage äußerte sich der Redner eingehend und kani zum Schluß noch aus die Bevorzugung von getauften Inden, die doch keinesfalls bessere Deutsche seien., als die ungetansten, zu sprechen. „Der Antisemitismus", erloähute er schließlich, „ist so alt wie die Judenhieit selbst, nur hat ihm die Neuzeit den Namen geprägt. Dahier ist er auch nur durch tatkräftige Gcgenarbeit seitens der in sich fest geeinigten Juden zu bekämpfen und durch deren stets regere ''Anteilnahme am politischen Leben." An der lebhaften Diskussion beteiligten sich hervorragend die Herren O p v e n h e i m e r, Zlot- I i n s ky und H ahn. Frankfurt a. M. Am 12. Nov hielt der Verein zur Wohltätigkeit (C h e w r a h G e m i l u s C h a s s o d i in) seine G e n e r a l v e r - s a in m l it il g ab und wählte die folgenden Herren in den Vorstand: Ad. Ster n (l. Vors.), S. Gans (2. Vors.), Adolf S ch o t t e »f e l s (Schriftführer) und M. R o s c n t h a l (Kassierer). sammenkiinst. — „Talm ud Thor a"-V ere in, nach Schluß des Abeiidgottesdienstes im Hörsaal Börncplatz: Vortrag (Dr. Braun). Samstag. Verein „M ekor Ch ajiin", 3H» Uhr, Langeftr. IS: Midrasch-Vortrag (Goldstein), Sonntag. Verein „M ekor Chaji ni", 6 Uhr, Langcstr. IS; Vorlesung aus Jirmijohn (Dr. I. Breuer). — „T alntub Thor a" - Vereiu, 6 Uhr, Synagoge am Börneplatz: Thillim-Vortrag (Rabb. Dr. Nobel). — Verein „T i s e r e s B a ch u r i m", 8h- Uhr, Hcrnicswcg 27: Vorlesung ans Hiob (Rabb. Dr. Horovitzi: 9 Uhr: Ci» Lebensbild von Leopold Zililz (Martin Sulzbacher). Montag. V c r e i il f ü r [übt f ch e G cfchichte imb Lite r a lue, 8:’ 1 Uhr, Frankfurt-Loge: Zur Geschichte der Emanzipation der Inden (Rabb. Dr. LazaruS). — Z i o n. Jugend g r n p p e, 8-sti Uhr. Cafs Kursaal, Seilerstraße: Die historischen Grundlagen der modernen Beivegnngen im Judentum (Tachauer). Dienstag. I ü d. F r a u e n v e r e i n i g u n g, 4 Uhr, Cafe Kursaal: Gemütliche Zusammenkunft. Mittwoch. Iü d. F r aucnd c k cinig un g, S3/i Uhr, alter Hörsaal Schützenstraße: irthik und Judentum (Zahnarzt S. Ehrmanii-Werden). — „M o ii t e f i o r e" - V e r e i n, 9 Uhr, Frankfurt- Loge: Musikalisch-deklamatorischer Abend. Donnerstag. Zion. Vereinigung, 8>/» Uhr, Kaufmännischer Verein, Eschersheimer Anlage: Jüdische Kultur in Palästina (Dr. Rudolf LeSzinsky- Bcrlin). Schweizer Stickereien F. C. Strubberg «fe Co. nur 25 Neue Mainzerstrasse 25. Vereins-Kalender. Freitag. „Montefiore"-Vercin, 9 Uhr, Seilerstr. 22: Gesellige Zusammenkunft. — Verein „M ekor Chajim" nach Schluß des Jtbendgottesdienstes im Hörsaal: Mikrovortrag (Walter Wohlfarth), 8i/» Uhr, Langcstr. 18: Gesellige Znaaiser Friedrich Quelle — Offenbaen a. M. ■■■ Gegen Gicht and Rheumatismus bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Friedrich Stahl, Frankfurt«. M., Stall hurgstr. 9. Tel. 259 n. 714. Spende«. Bei dem Frankfurter Israelitischen Familienblatt gingen ein: Für den Nationalfonds: N. D.!,— Jt. Felix Bambergcr, Benzion Bamberger und Frau, Frankfurt a. M., Louis Marx, München, statt Telegramm zur Hochzeit Schlcßinger/Fenchtwanger ä 0,50 . ,7. 1,50 „ Familie Bamberger-Winter, Telcgraimnablösnng' Hochzeit Dr. Arnim Blau/Ella Cohn 0,50 „ Eine Oelbaumspende für B. R. 6,— „ Eine Oelbaumspende von Martin Levigard zum Stuben feit an seinen Bruder Leopold Levigärd, Crailsheim 6,— „ Benzion Bamberger und Frau statt Telegramm zur Hochzeit Dr. Sichel/Tannenbaum 0,50 „ Für den Bezalel: Anläßlich der Hochzeit 'Adolf Friedinann, Würzburg/Dora Marx, Maßbach 10,— „ Carl Crrebenao, Telephon 6069. Juwelen. Uhren. Goldu. Silberwaren. Answahlsendnngen gerne zu Diensten. MM grösstes Daiom iWeitis-ta. > Beständiger Lagerbestand von mehr als 40,000 Piecen neuester DAMEN' u. KINDER' CONFECTION. Grösste Leistungsfähigkeit bezüglich greise — Auswahl u- Geschmack^ W, Fuhrländer Nachf., Frankfurt a. M. Detail Fahrgasse 89—91—93. Fahrgasse 85—95—106 Engros. Condiforei Setigmann IuL Max Froimark unter Aufsicht der Israel. Religionsgesallschaft. Telephon 3151. Frankfurt a M., Baumweg 1, Ecke Sandweg. Spezialität: Tcalinees.4.— Wiesbadener jlnanastorten. — Slaqes. 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