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Neue jüdische Presse · 1911-04-28 · Heft 17 (28.4.1911) · page 9

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
9 (1911)
Issue
Heft 17 (28.4.1911)
Date
1911-04-28
Page
– (sequence 9)
Language
German
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mag« p ilt. 17 des Frankfurter IfmekWea FamilimkMes. Personalien ».Kleine Mitteilungen. Köln. Dem Verein zur Unterhaltung der i s r a e l i t. K i n d e r b c Iv a h r a n statt wurde eil! jährlicher Betrag von 250 -l(. von den Stadtverorduetcu b c w i l l i g t. Mannheim Auf dem Ilvesheim er israel. Friedhof warfen einige Burschen St Grabdenkmäler um und demolierten sie teilweise. Mannheim. Der jüngst verstorbene Privatier Friedrich Trau m a n n hintcrlicß der Stadt 1 Million Mark für Unterstützung von Armen; ferner hintcrlicß er 30!) OVO Mark für Wohltätigkcitsbestrcdniigcn und 200 000 Mark an Legaten. Breslau. Oberlehrer Prof. Dr. Rubtnsohn geht als Direktor d c s R ö in c r - Pi n s e n in s iiach Hildes he im. —i In Leobs ch ü tz ist Rentier H c i n r i ch M a g c ii einstimmig znin Stadtrat gewählt irorde». Bonn. Professor Dr. Stier-Somlo. Sohn des Rabbiners Dr. Stier in Berlin, erhielt den neuen Lehrstuhl für soziales Recht. München. Dr. Herrn Iacobsohn hat den Ruf al§ außerordentl. Professor für indogermanische Sprachen an die Universität M a r b u r g angenommen. Würzburg. 26. April. Die Beeidigung des bei dem ChaiseN-Unfall am Ostersonntag verunglückten Zahnarztes und ersten zahnärztlicheil Assistenten Ludwig Stetten h cirac r fand gestern nachmittag unter großer Anteilnahme weiter Kreise statt. Rach dem Rabbiner schritten im Kondukte der Rektor der. Universität Geh. Hosrat 'Reichsrat v. Schanz, der Dekan der medizinischen Fakultät Geh. Hofrat Professor Dr. He st, der Borstand der Univcrsitätst-Zahnklinik Professor Dr. M i ch e l mit den Assistenten und Schüler», die Freie schlagende Verbindung „Salia" mit Fahne, auÄvärtige Philister und ein großer. Freundes!- und Bekanntenkreis. Am Grabe sprachen Distriktsrabbiner Bamberg c r, Professor Dr. M i ch e l, Dr. M o h r für das Gesamtphilisternnn der „Salia", für die Würzburger Philister prakt. Arzt Dr. (S p r i n z und namens der 'Aktiven cand. jnr. Freudenreich, im Aufträge der Schüler des zahntech- »ifchen Instituts cand. odont. Hans Rü b eilst r unk und für die ärztlichen Kollegen Zahnarzt R o h r b a ch. Jchenhausen. Am 2. Tage Pesach verschied in ihrem 92. Lebensjahre die älteste Einwohnerin des hiesigen Ortes, die ob" ihrer Herzensgute und Wohltätigkeitsliebe von jedermann hochverehrte Frau Mina Friedberger. London. Chief Rabbi Dr. A'dler istzumVize- Präsidenten des ersten universellen 3t a s s e nk o ii g r esse s, der hier vom 26. bis zum 29. Juli tagen wird, gewählt worden. Das 3teferat über „Die jüdische Rasse" wird Israel Z a n g w i l l erstatten. Außerdem werden folgende jüdische Gelehrte 3tescrate auf dem Kongreß abhalten: Dr. L. Z a m e n h o f (Warschau), der Begründer des Esperanto, Dr. S. Margolionth (Oxford), Dr. Felix A d l e r (Columbia) und 'Alfred H. Fried (Wien). Auf Bcraiilassnng des zionistischen Aktionslonritees werden Dr. Alt. G a st e r, L>ir Fr an c i s M o n t e f i o r e und Dr. Ignaz Zoll sch a n an den Bcrhaiidlnngcn des Kongresses teilnchmen. Ans -er zionistische« Bewegung. Köln a. Rü. Im ersten Vierteljahre dieses Jahres gingen 98 906 JL für Zwecke des N a t i o n a l s o n d s ein. Ans der Lehrerwelt. 8 Frankfurt a. M. Aus dkm Bericht der Israel. 3t e l i g i o n § s ch u l e verdienen die folgenden AuAjührungen Rabbiners" Tr. I. H o r o v i tz, des Leiters der Schule, einer größeren Oessentlichkeit n icdcrgegeben zu werden: „Wenn der diesmalige Bericht unserer Schule der Oessentlichkeit übergeben wird, ist bereits mehr als ein Jahr verflossen, daß der Begründer und langjähriger Leiter unserer Anstalten in die Ewigkeit abberufen ivnrdc. Noch steht der Unterzeichnete zu sehr unter dem Eindruck des furchtbaren Schlages, der uns alle betroffen hat, als daß er schon dieses Mal imstande wäre, Lehre und Leben des Vaters zu zeichnen aus jener intimen Kenntnis heraus, die ihm zu gewinnen besonders vergönnt war in einer, ewig unvergeßlichen, nun zu heilig wehmütiger Erinnerung gewordenen Zeit. So sei hier nur mitgeteilt, daß wie mein Vater s. A. auf so vielen Gebieten religiöser, wisseitschaftlicher und gemeinnütziger Tätigkeit bahnbrechend gewirkt hat, so auch die erste umfassende Fürsorge für den jüdischen Religionsunterricht der Kinder unserer Gemeinde sein Werk und das Verdienst unserer Religionsschnle ist. Bis znm Jahre 1879 war für den Religionsunterricht aller derjenigen Kinder, die nicht eine der beiden hiesigen jüdischen Realschulen bezw. eine der drei höheren Töchterschalen besuchten, überhaupt nicht gesorgt. Weder war Gelegenheit geboten zmn systematischen Erlernen des Hebräischen, der Gebete und der heiligen Schrift im Urtext, noch irgend ein Unterricht eingeführt in der allgemeinen Religionslehre und biblischen Geschichte. Eine jüdische Volksschule gab es damals noch nicht: sie wurde erst später gegründet, als die bereits in voller Wirksamkeit begriffene Religionsschnle weiten Kreisen die frühere religiöse Vernachlässigung gerade der ärmeren, mit dem Kmnpf um das" Dasein ringenden Volksschichten deutlich gemacht hätte. Ebenso wenig war aber nach wie vor in der erwähnten Hinsicht etwas geschehen für die zahlreiche jüdische Jugend, die in die Mittelschulen, die höheren städtischen und die privaten nichtjüdischen 'Anstalten ging. Nach allen diesen .Richtungen hat die Religionsschule Wandel geschaffen, indem sie zum ersten Mal für die jüdischen Kinder aller Schulgattungen und Altersstufen, aber ebenso auch für die Erwachsenen die Möglichkeit eingehender Unterweisung schuf in der hebräischen Sprache und Literatur von den Anfangsgründcil an bis herauf zu-Mischna und Talmud, den Dezisoren und jüdischen Religions- Philosophen, sowie über die Grundwahrheiten unseres Glaubens, die biblische und nachbiblische Geschichte des Judentums. Wie sich die Religionsschule aus verhältnismäßig kleinen Anfängen immer weiter entwickelt und ausgestaltet hat, wie sie ihren Blick auf die Gesamtheit der jüdische» Fugend unserer Stadt unverändert gerichtet hielt und den Religionsunterricht an höheren schulen einführte, wie sie überall, innerhalb und außerhalb unserer Gemeinde, das Interesse und das Gefühl der Verpflichtung zu religiöser Belehrung für Jung und 'Alt gestärkt und vielfach erst erweckt hat, wie sie weiterhin die Vorbereitung jüdischer junger Mädchen zu Religionslehrerinnen erstinalig in die Wege geleitet und "vor allent in dem ihr angegliederten, in der Stille wirkenden Beth hamidrasch die fachgemäße 'Ausbildung jüdischer junger Leute zu Religionslehrern und Rabbinern unternommen und durchgefüh'rt hat, kann hier nur angedeutet werden und wird noch in größeren! Zusammenhang zu ausführlicher Darstellung kommen." Breslau. Rabb. Dr. M. S. Zuckermandl feierte am 24. 'April seinen 75. G e b u r t s t a g. -t. Slratzburg i. Elf. Die Versicherungk- und Pensions'kasse für Witwen und Waisen der israelitischL» Kantoren in Elsaß-Lothringen, die 85 Mtivmitglieder und 150 Ehrenmitglieder zählt, verausgabte 1910 an Pensionen 3040 JL an 17 Witwen und 50 M. an einen Exkantor. Kottbus. Kantor Simon B e r n st e i n ist nach 40jähriger Amtstätigkeit verschieden. (L.) Posen. Die Stadt hat dem Religionslehrer Stern, der 27 Jahre hindurch den Unterricht in der Mittelschule erteilte, eine Pension bestimmt. — Rach einer amtlichen Statistik giebt es in unserer Provinz 54 jüdische Gemeindes ch u l e n mit 63 Lehrern, 1 Lehrerin, 66 Schulklassen und 1133 Schulkindern. Flehiuge« (Baden). Lehrer Schweizer feierte unter zahlreichen Ehrungen sein 50 j ä h r i g e s Dienstjnbiläum. Sziliigy - Ragyfalu «Ungarn). Obeirabbiner E m a n n e l R o s e n b u r g ist einer' Blutvergiftung, die sich infolge Zahnziehens einstcllte, erlegen. Der erst 40 jährige angesehene Führer seiner Gemeinde hinterläßt eine Witwe und neun unmündige Kinder. Konstauliuo-el. Am ersten Tage Pesech' fand eine Feier der „Geme ind es chu l e zu H a id ar - Pasch a" statt. Zuerst sprach das Borstanvsmitglied Matatiah Levi, sodann Direktor Geren. Er wies auf den großen Aufschwung der 'Anstalt hin. Während der Schule im vergangenen Jahre kaum 50 Schüler angehörten, nennt sie heute 290 wißbegierige Knaben und Mädchen ihre eifrigen Besucher. Der Zuwachs der Schüler erforderte auch ein größeres Schulgebäude. In der Zuversicht, daß edelmütige Spender die Anstalt nicht unbeachtet lassen würden, entschloß sich das tatkräftige Komitee, einen stattlichen Ban käuflich za erwerben, der aber bereits heute eine Erweiterung erfordert. Herr Geren betonte dann den Vorzug dieser Schule vor andern, verfolgt sie doch den Zweck, eine st r e n g jüdische, wie auch echt ottomanische Erziehung den Kindern angcdeihen zu lassen. Hierauf folgten Reden und Lieder der Schüler. B e n a u s ch e l H o a m i t t i. Aus de» Vereine«. Frankfurt a. M. Um das Turnen unter den Juden Frankfurts, insbesondere der jüdische» Jugend, zu verbreiten, hat die Z i o n i st i sehe I n g e n d g r ii p p e die Errichtung einer T n r n - ab teil nn g in 'Angriff genommen, die aus Herren - ii n d D a m e n r i e g e bestehen soll. Zu diesem Zwecke findet Dienstag, den 2. Mai, abends 9 Uhr im K u r s a a l e M i l a n i, Seilerstraße, eine Versammlung statt, in der Herr L. Perlmutter über „Die Ausb re itiin g des TurnenS unter den Juden" referieren wird. Unter Assistenz des 1. Tnrnwartss eines hiesigen Turnvereins werden dann die einzelnen Riegen gebildet. Da bereits eine erstklassige Turnhalle sowie eine tüchtige turnerische Lehrkraft zur Verfügung stehen, kann mit der turnerischen Betätigung, die Geräteturnen, Turnspiele und Ausflüge »sw. umfassen soll, schon bald begonnen werden. Anmeldungen zu den einzelnen Riegen, sowie zur Zahlung von Jahresbeiträgen sind an Frau L. Bamberger, Friedberger Anlage 29, zu richten. Fraakfnrt a. M. Aus dem Sommerlehrplan des Verein „Mekor Chajiin" ist hervorzuheben, daß wochentäglich —: mit Ausnahme des Freitags ■— nach Schluß des Frühgottesdienstes im Sitzungssaale Friedbcrger Anlage Mischnah- Schiurim stattfinden, und daß außer den allgemeinen Schiurim S o n d e r s ch i u r i m für kleinere Zirkel vorgesehen sind. v. Berlin. Am 24. fand eine zahlreich besuchte, von der „Deutsch-Holländischen Palästina v e r w a l t u n g" einberuscne Versammlung statt, in der Herr Dr. Moses A u e r b a ch, der Leiter des Schulwerkes der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums in Palästina", über die Reorganisation der Talmnd-Thora-Schule einen an interessanten Einzelheiten reichen Vortrag hielt. Wir entnehmen den Ausführungen: Vor einundeinhalb Jahren begründet, unterhält die Freie Bereinigung z. Zt. sechs Schulen, davon eine Stadtschule in H a i f a, eine sephardische inIeru > ale m. Gumprichs Gumprichs Gumprichs Guiupriclis Gumprichs Gumprichs Gumprichs Gumprichs Gumprichs Elegante Ausstattung! Ais Geschenk ist: Kochbuch das beste, praktischste, billigste nnd leloht verständlichste. 99 enthält alle Koch u. Backrezepte für Milch, Fleisch u. Pea&chsp&laen. 99 gibt Anleitung znm Einmächen von Früchten nnd Gemüsen 99 hat Küchenzettel für alle Jahreszeiten und Festtage. 99 lehrt das Tischdecken und Servieren nnd zeigt Serviettenfalten nebst Abbildungen. 99 enthält allgemeine Hegeln für die rituelle koschere Küche. Koschermachen des Fleisches etc. 99 ist eine wissenschaftliche Abhandlung über Hygiene der Speisegesetze nnd allgemeine Diätregeln für Gera&dd nfiä H&ge&kt&ske des berühmten Badearzt Um Dr. S. 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