Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 8 (1910)
- Issue
- Heft 30 (5.8.1910)
- Date
- 1910-08-05
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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SOl «ffz«k Saffig tn, i» Steife ihr« Mttglrefe« Sfcer k« atjhthfgta feer »A. K R ©.** ja Verübte». Xsem Atartrag M» fDr. Saffig fchlost fich eüc aageregte Diskaffioa «a. welche die MUe UfttmafiiwntBg feer fla»efeafcea Mit Ol» »er fl. 3. St. O. ergefe. Befonders ■wrfee feaft Uilntfen« am. bm Präfifeeatea der ttmfeaarr Lage, Herbert Beatm ich. Robb. Dr. flafter, sowie mb dem flfecea^efKtät Dr Safteim feeiiineartet. flach Ntfuj^nigi fee* Miwtn Loadoa« Finanzier» fl. Reit» Hager, welcher feie praktischen Borzüge feeö Risses hervsrhsd, erregteslebhaftes JÄ-resse. 9a .^efateviiiatlalB gefeeta: aaBwaMea; - D« Behörden Vo» $tra» hotten feie am fe« «Ita- M S«k gesetzte Bewegaag aachu jederHinsicht aatrrstützt^ fvlaage Oscar S t r a a » feer Btoatsftkrelärfitr tzaafeel und Industrie Die« Arugewnrde damals ansgetvorsea. ab eia Staat, der Arbeiter nötig hat. träfe de» KoatraktarbeitsgefetzesÜar Elawandernng ermuntern fesrf,'aafef bet - ©toattfefrttir entschied feie, Krage »a Gaastea M» Texas. Staatssekretär Saget nimmt anscheinead einen anderen Standpunkt in dieser Krage eia» und wenn er daraus beharrt, wird die ganze Bewegung;nr Berhiufeerang der flushLusnng der Einwanderer in oei grapra Stöfeieu Hk» Ostens acfä^rfeet - die flafffefsagfeerfife. ÜMigratiaafgafgH» sch«1t verfügt. — - - Ja Sie» haben 36 jüdische flaufleate durch tiura Federstrich der dortigen Stammer de» Fi»ku« ihr taagfüferige» Wohnrecht uert»reu. Dirke staufleute hatten aämtichi s. jj. im gaüfe von lt) Jahren einen Gilden schein ersten Ranges geläst. Jusolgedesseu halten sie nach dem Gesetze da» Recht» rar Gilde zweiten Range» Sberiugehe». ohne ihre» «ohnrocht» »«lustig zu gehen. Run hat die Stnraawr «klärt, dstz ihnen da» Recht nicht zustehe; eia flrlNt» beim Senat nutzte nicht»; und . so «dielten die 36 Kamilien die Ausweisungsorder. — . Durch feie zurzeit herrschende rigorosePrari» in Wohurechtssragen ist die bekannte Reffe j u -Ti n m e »-) gefährdet- Di« Messe hält sich nämlich^ iuZder. Hauptsache aus de« Bermittlergeschäst. und e» sind fast ausschlieblich ,u»>tche fläusleute, die hier sibirische- Rohprodukte für mehrere Millionen alljährlich einkausen und nach de« flastaude cntfenfees.v Jetzt wurde plötzlich -die flafenthalrefrage angeschnitten und sömit diegauze Reife überhaupt in Frage gestellt.--- >' D« Allerhöchste Mas vom «..September.INN, d« feie. kjiusühruugfeer --.}H -M H?.-* flroieataorn bei fe« Ausnahme »oa Juden in verschiedene spezielle Lehraustaltea anorduet, ist nunmehr sür da» neue Schuljahr in» ras t g e t r et e u. Danach werden »on nun ab u. a. auch in die Schulen für Hebammen» Chirurgen u. fegl. jüdische Aspiranten nur «ech fnl<imhrr Vorm ausgenommen werden: f>®A» in feen Hauptstädten, 10ff. ja den Städten außerhalb de» flnfiefelungorähou» und lüff, in denen fee» flu* siedlangorayon» ,v *>rf: Da» Gouvernemeutälamt für flnehtf• in feie Gründung einer Ortsgruppe der jüdischen Literaturgefellschast »erboten. ' Zur Begründung dieser Bersüguua berust sich da» Amt ans die Satzung der Gesellschaft, wonach feereu flafgafer in feer Pflege fe« jüdischen Literatur in hebräischer, jüdischer und and«« Sprachen fee stehe: die Gesellschaft verfolge somit die Tendenz, feie nationale flfesouderuug der Juden zu ver schärfen and sei daher von Gefahr für die öffentliche Ruhe und Sicherheit. Genau mit denselben Worten motivierte auch da» R iudler Bereinfeamt seine Weigerung, da» Statut feer Jüdischen Msseufchastlich-Literarischen «efetlfatafi zu genehmigen. Lommentar überflüssigl Wilna. Sie fe« „Hed-Hasutaumeldet, hat feie englische flegürana ei «er Lob »er jüdischen Acker ba»Geseilsa»ast Mitteilen lassen, daß sie gegen Bodenerwerfe der Luden in Aegypten nbfet» einzmvendin hat. Die Gesellschaft ha» daraus hin I« ÜOO Dunam Land für Banmwollanpstanzungen grtaaftflmamb flflcnii. »The fletviffe CtMicnt* berichtet an» Galpestvn tife. üuvtifeertr, melche im hiesiaen Hafen -int« Leitnng fe« ^Jto" (Jenlpsh Terrleoeiat Otgenization) eintrasru, wutfeen von feem Departement für Handel und Industrie »uräckgefchickt. « andere, welche mit feem gleichen Dampf« ein» trafen, wurden («grfaffcs. . flk bekannt yl, hat Me «Jtv^ mit Hülse lawnfrt Btzilantbrvpe»' (befand«» - Jakab H Uchifs»)» feie fee, Strom fe« Ein»anfe«n»a.von m nin iiM|rs mmemwn V9«iciv:iiniii in wnstianfe Jnformaütonobüroo errichtet, nm für dln' flnawowirroug nach Vatoeston u agitiere«, fla» tgwwnH für Handel «nfe Jnsttchrie «» Mr:ui dost feie «Jto^ Hand t» Hanfe arbeitet M big feast M flaff Mitteiluflse». Attila».;®it Jsrae».?®ranfettbec* p s l e g » « g » a » st a l t (Krünltlsche» Hospital) »ahm i»^»«gange«en -Jahre, lSlO iüd., 360 evang. uud ' t36 kathol. - 5«au>eauf. K»nig»»eeg. Ht«.starb Ascher Aron. lang, jährig« Borsitzeuder uud eincr feer Begründer der Ada» Jieroei^rmeindr. «r war Äitgltkd fee» Vorstände» fee»-Waisenhause»'für Stadt und Provinz zu »Snig»bera und langjähriger Porsteoer fee» Per eine» Hachnossa» Orchim» fee» Dereiu» zur Per pslegung israelitischer »kranken und durchreisender Armen -an Safefeateu. und Festtagen. MaßNz.'Die ueu'eDtznagoge wird in der Neustadt "gebaut.'Das.Terrain ist noch un. bestimmt.' .. i - BdstMstest. In Duna.Szeifeaheltz v« schied im^flli« von > 76 Jahren Rabbi S. B. Ster » Meine -Hervorragende Talmudgröste. — "- In Kl a»fe» b ur g «urde der Präsident d« UuMtpü otihod. jüs. iürmrindr Moritz Tisch, l t r in - den Afeelfe st au h e r-o ben. »». ^StrGeorga.Kaufeil-Phillips, t9V6/V7/Lördmahor svon §Laudon, feierte - seinen S^GWHt-Ft»tzdst-L<^ÄH^r.; _r;v- PnttA.^Ob«st Mayer, flrtlllniedirrktor in fllaieiL würde? »um R»mmandtut. Oberst B10ch InABersallle» -und Iule» Au scher zu v s s.i «MRiiimeister^Ka h nHauptmann Arajnck unttHauptmann Ulmer zu Sittern fe kME - jlLti l gn i 0 » ernannt^ - "I «le »'Wstye'u s sk^hatzum Andenken an seine Brüder- -. Ämrice^'' und Jgnace d« Ecole natiomtl«7 fe«» :arG^Mcoraiis» eine Stiftung V ö n%-100000 , 9 oa u c ».5 übenviejen, fl» sollen jährlich vier,! Prejse^ini^ Betrag« von je 1000 Frankens an". derdlenstöolserSchüler - verteilt, werben. - Der berühmte jüfelsche Pianist Rose n»as scr';^- bey , unter - dem . Pseudonym «Sarema" bekannt ist, hat. dies« Tage eine russische Hosopernsüngerin.^ bei; fe« Hostasel in Zar»- loje. Selo am fNaviev-begleitet'und mit seinem Spiele so sehr den Boifall der Hofgesellschaft her. vorgeruse«,. feast b« fkaiser von Rustlanfe sich veranlastt-; scih^ dem lkü n st l e r al» Andenken eine werlvolle-Lol,den« Uhr zu schenken. Aetefifemrt.; Die. Stofet verweigert ahne Rücksicht aus den Aerztemängel und trotz der fluSbreitüng der Chöl«a feie Anstellung j ü felscher flerzte. z '-L- - - Afls tzer ztOAtftifche» 8eüeg«Hg. . i 4 . .... - ' fmff«vt c.9l.'; L« Deleglertentnst feer Bia«. Bereinlßüng für Deutschland, feer hl« am 11. und 18/ Sept im Saale fee« Renen Sansntännlsche« B«eln»hause» (Eschenheimer Anlage) stallsinfeet, hat solgenfee Tagesordnung: Sonntag, bat 11. September 1910. 9trmUtagifl|uiia; * « ra m+m . ' » .7 - 0 yi« ch,b»»jhh»d »febds», v«* Bodenhelmer--öl«. Ansprache fee» Präsidenten oes fl.-se, iVrrit David Wfelsfsohu. ». Wahl de« Bureau». 4. B«lcht, fee» Seschästssührenfeen Ausschusses, ü. Res«ate feer H«re» Professor Dr. Otto Warburg-Berltn uufeDr. FranzOppenhetmer. Berlin. > - . r„-. . ^^AaWttaggsßfchngr / I. Generaldebatte^ ', R• tz.t»g; k«f 18.. Cejjrtewfter IBio. » HEM»«,: ^WKeisefÄIlg ’^fiirt * r.7-v: MWIM ». ». I» fe« stattgehadte» Berfamackung fe« Zioo S e r e 1«i - gang, die sich tr«ö lh«» «st Brst-L--» eia« recht stautichra Mttgtwd«raht ersreat. Mnt Dr Forchmana- Fraalfart & M einen Bortrag über «.Da» Problem Heezl.- Die devotste hc »de Jahrzeit unsere» Führer» gab »oza besonderen flnlast. Ja geradezu po«ifch zu nennen'cea Wortenentrollte der Referent oor an» eia Bild de» Wirken» und Lchajjea» »er groben Persönlichkeit Dr. Herz!'». — B«die«t« reich« Beifall lohnte den Redner für seine jresienden Worle. — An der Püfuiiie», die sich wSSf bä« (f|K^ Mtthf h^tiw^ hflfc >£_ £„ Selka. Frankfurt a. Rk die Wichtigkeit der Oe», baumspende besonder» dervor und berührte in Kürze die aktueNe« Fragen der Bewegung. h»nmeisend auf de» Anfang September in Frankfurt palisindcuden Delegierlenta,,. der sur alle Zionisten vom grostlen Interesse sein wird. Posett. Die Rattonal-Jüd. Krauen. Vereinigung hatte e» aurh dre» Jahr wieder unierm'iume». während der groben Ferien ..Inge ndspiel nachmittag e" einzuiichten. flu jedem Dienstag der Woche ve-sammelte sie eine fluzadl Kinder au» .»len Schuiue» feec lüdischen Bevölkerung Posen», sowie eine Menge FrriengLste in einem geräumige» Garten der Porftafet. um bei gesundheildsörderndem Spiel ei» paar sröhlicke Stunden rit Gölte» freier Ratur mit den Rindern zu verleben. In dankenswerter Weise hatte der Reue lutnverein wieder seine Spielgeräte zur Berfügung gefüllt, tvähreud feie Kleineren mit Reisen und Keeiajpieten unterhalten wurde», beschäftigten sich die Gröberen mit Schteuderbatt u. a. Tuenspiete». meist unter Leitung eine» unserer Turner. Dazwischen erklang natürlich manch jung - jüdische» Lied, einige Ge. i,iigit wHtvrn üri Gei«>rjm»ji»jpieie» imtgeiiagea. Bei der gemeinschaftlichen fldendtasel die Rational, gondsbüchsen umherzutragen. n>ar jüe die einseinen Kind« ein besondrer Bsrzng. asb diese Pfennigsammlungeu habe« neben einem Baum im Herzlwald auch einige Mark sür den National. Fond» ergeben. Beim dieSwöchenllichen letzte« Spielnachmittag wurden die Kinder aus de» Todestag unsere« unvergebiirhen Führer» aufmerksam gemacht, al« Erinnerung erhielten sie Ansichtskarten mit Herz!» Bild, al» Anregung zu eifrig« Rational-Fondsarbeit Puderslugblatter» die diese« Jahr vom Zeniraldureau erschiene» lind Lemberg. Die Rachricht vont Tode de« flbgcoroneten L>r. Tabei hat in ganz Galizien tiefe Trauer hervorgernfen. Stirbt doch in Dr. Gabel ein tatkrästtgee Vertreter der jüdischen Massen, der brjonder» in der Schänkersrage mutig und energisch austrat. Sein Mandat ist für un» verloren, da nach dem Wahlgesetz für Galizien der Ersatzmann, in diesem Falle ein Ruthe ne. an die Stelle eine» verstorbene» Abgeordneten tritt. Wi»». Im Alt« von 33 Jahre» ist ln d« Nacht von Samölag aus Sonntag ,1. Wie« Abgeordneter De. Heinrich Gabel plötzlich verschieden. Da» Hinscheide» diese« Manne» bedeutet einen schweren Verlust lüe die tuk»r»ii,-n>,i»»n>,te in Oesterreich. Dr. Gabel, dessen Rameit erst während der Reich«rat«wahlkamvagne de» Jahre» 190» all. gemein bekannt wurde, war schon lange varb« einer der eifrigsten Mtiarbetter am Werke der «idi. schen Renaissance gewesen Al» Mitglied de« Jüdischen Klub« trat er besoud«» in mehrere» Budgetreben energisch sür die Forderungen der jüfeijche« Rationalität ein und erwarb sich besondere Brrdienfte nm den Jüdische» Rationalverei,,. sowie nm da« Zustandekommen d« Einigung zwischen den verschiedenen jüdijch-naiionalen Korporationen Oesterreichs. Sie». Die gesamte »teuer Press« tfciwuitt It. tnavti iu u t in r kao)tU|r. lieber den so plötz'ich esngejretenen Tod Dr. Freitag den ganzen Tag ziemt ich viel arbeitete, »«brachte den Aden» in Gefellschast. wo er di« in die späte Rächt stunde blieb. Etwa gegen t Uhr desaa» » sich aus dem Leimweg in die Laudgerichtaftrahe Ar. 6. Als « durch die Rotenturmstiahe ging, würbe « plötzlich mb heftig« Atemnot befalle», tlr trat noch alernringend in da« Eos» und brachte Mühsam fei« Worte ^HNfe! Hilfe'" hervor, «an ^iiete lha za einem Stahl und «mitte ihn mit f« und Kognak lade». E,o Sicheeheitsmach - mau».wurde berufen uud die Rcnunqsgejcllschast dchsküubigt. Doch nach wenigen Sekunde» twrfärbto sich Dr. Gabel an» sank um. Die flrndalanz d« AettuuGsOesetlfchast kam mit Dr. Mittler- Ar stellte Mot den Ctattttt da» Todes fest. Wahnedeintd» liegt La»p»aäd»«,>mrmsvcht durch Lcrzleibea oor. * «t* J»r»d M»s«A osrfchh« ta Gru». feer Afaldtuag fees Gratetnfe«a»ul bug Ami etae* Lordmopoe« für ‘ Zu