Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 6 (1908)
- Issue
- Heft 25 (26.6.1908)
- Date
- 1908-06-26
- Page
- Seite 11 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25 Frankfurter Israelitisches Kamilienbiatt. Seite 11 <h.) Stratzburg. Wir haben im Elsaß eine ziemliche Anzahl israelitischer Volksschulen, welche auf dem Aussterbeetat stehen. Es sind aber auch einige Gemeinden, welche bis setzt keine israelitische Volksschule besaßen, im Aufblühen begriffen, und tut nun das Koiisistvrinm Schritte, um in diesen Gemeinden solche Schulen durch die Negierllng genehmigen zu lassen, einerseits, um den Kindern mehr jüdisches Wissen angcdcihcn zu lassen, andererseits, um den jungen israelitischen Lehrern auch neue Stellen zu verschaffen, da dieselben selten an christlichen Schulen angestcllt werden. Als solche Gemeinden, für welche das Konsistorium schon Schritte getan, gelten H c r r l i s h e i m, Er st ein u. a. nt. Zur allgemeinen Verwunderung lehnte nun die israelitische Kultusverloaltnng in Herrlisheim in einem Schreiben an das Konsistorinin es ab, für die Errichtung einer israelitischen Volksschule bei der Regierung auch ihrerseits einznkommen (welches gewöhnlich gleichzeitig mit dem Eintrag des Konsistoriums zu geschehen hat). Königsberg. Der »Verein jüd. Religionslehrer Ostpreußens" hielt seine 19. Jahresversammlung ab. ' Rabbiner Dr. Stein- Memel sprach über „Moderne Weltanschauung und Judentum", Lehrer H o f f m a n n - Königsberg über ,Melche Anforderungen sind an die äußere Schulordnung in unseren Religivnsschulen zu stellen?", Lehrer "Süßkind-Tilsit veranstaltete eine praktische Lehrprobe usw. Die Wahlen ergaben die Wiederwahl des bisherigen Vorstandes: S t u r m a n n - Osterode (Vorsitzender), P e r i tz - Königsberg, K a r o - Allenstein, Hoff m a n n - Königsberg, B i r n - b a u m - Königsberg und Davidsohn - Rastenbürg. \ Der Tagung ging die Generalversammlung der „Ostpreuß. Jüd. Lchrer-Pensionskafse" voraus. Göttingen. Dr. Jakob Sonderling, der Rabbiner der hiesigen Gemeinde, erhielt einen Ruf nach Hamburg. Sprechsaal. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Der Reisende Samuel W e i s b e r g und seine Frau Taube (Toni) geb. Weichselbanm, die bis Ende April hier wohnten, haben die hiesige Stadt nach Abhebung eines größeren Bankguthabens plötzlich und heimlich verlassen, nachdem sie ihren Geschäftsteilhaber, einen galizischen Juden, um einen für seine Verhältnisse erheblichen Betrag betrogen hatten. Sie haben dann kurze Zeit in Stuttgart und einige Tage in Nürnberg gewohnt. Es ist anzunchmen. daß sie sich in Deutschland anfhalten. W. ist Russe, die Frau Galizierin. Vielleicht vermag ein Leser mir den Aufenthalt der Leute anzugcbcn. Rechtsanwalt Dr. E p st e i n , Duisburg. Caf 6 Constabler. Schönster Balkon der Stadt. Disfr Auskünfte! 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