Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 6 (1908)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1908)
- Date
- 1908-01-03
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 1. ein ran ■ m ii. Kein Mässigkei t s-Ver ein Kein Gebot des Staates wird im Stande sein, die Menschheit vom Genüsse geistiger Getränke abzubringen. Darum muß das Augenmerk darauf gerichtet sein, diese Genußmittel dem Volke in einer Form darmbieten, in der sie ihre schätzenswerten Eigenschaften in vollem Maße zu entfalten und bei allenfallsigem Mißbrauch schädigende Wirkungen auf ein Mindestmaß herabzudrücken vermögen. Dieses Gennßmittel ist das Bier, welches auf seinem welterobernden Zuge den ärgsten Feind -er Menschheit, den Branntwein, mit außerordentlichem Erfolge bekämpft. Es ist ein kurzsichtiges Unterfangen, wenn die Abstinenz-Bewegung, unter Verschweigen dieser allbekannten Tatsache, allen alkoholischen Genußmitteln unterschiedlos das Verdammungsurteil spricht, und immer muß daher wiederholt werden: „Das Bier ist es, das den Genuß des Branntweins mit seinen brutalen Wirkungen immer weiter einschränkt. Das Bier ist ein Wohltäter der Menschheit, weil es uns von dieser Geißel, dem Schnapse, befreit." Die geringe Menge Alkohol, die es enthält, der Reichtum an Extraktivstoffen, die anregende Wirkung der darin enthaltenen Kohlensäure machen das Bier zu einem Getränke, das in seiner Bekömmlichkeit von keinem anderen ubertroffen wird. Ein ans besten Rohmaterialien mit Sachkunde gebrautes Bier ist das vortrefflichste Genußmittel, das es g»ebt, und als solches empfehlen wir Erhältlich in Flaschen in den bekannten Restaurationen, in den besseren Kolonialwarengeschäften und von der Brauerei direkt.