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Neue jüdische Presse · 1904-10-21 · Heft 40 (21.10.1904) · p. Seite 15

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 40 (21.10.1904)
Date
1904-10-21
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 40. Frankfurter Israelitisches Famiiienbiatt. Seite 15. in feinster Qualität, wie: JMKa.ffn.um honum Schneeflocken Goldffelbe ffelbe JMKäuschen ete. ete. empfehlen Gebräder Oppenheimer Holzgraben 5, Töngesgasse 34. Telephon 4482. De. med. BttStät) ^tan&futt a. M. pract. Arzt und Specialarzt für Zahnkrankheiten. Sprechstunden: Goetliestr. 33: Vorm, von 9 bis halb 1 Uhr, Nachm, von 3 bis halb 6 Uhr. Mainzerlandstr. 138: Vorm, von 7 bis 8 Uhr, Nachm, von halb 2 bis halb 8, und von 6 bis 7 Uhr. Pfiilinn Mnnilrinn Frankfurt am Main, illlll|jp IX&UUIIi lully 13 Eschenheimer Landstrasse 13 Telephon 8152. nächst dem Dr. Hoch'scheri Conservatorium. Telephon 8152. Herrenu. Damen-Schuhmacher. Reparatur - Werkstatt Flaschenbier-Kellerei mit Maschinenbetrieb. Obermainstr. 20. Telephon 9335. Konrad Schmitt. Vorzügliches Lageru. Export-Bier. Aechtes Culmbacher. AlleMineral- ■wasser u. Limonaden. Prima Hochstädter Aepfelwein. Versandt nach allen Stadtteilen. Alles zu den üblichen Tagespreisen. Aufruf dies $ß6raifdißii Spmfacßins, fnmRfutt a. S. s. Während des ganzen Mittelalters wurde ln Israel die hebräische Sprache mit Liebe und Wärme gepflegt, und wenn -wir sehen, daß in Rußland auch heute noch das Judentum so hoch steht, so ist das nicht zum mindesten auf die sorgfältigste Pflege der hebräischen Sprache zurückzuführen. Und gerade uns modernen westeuropäischen Juden, die wir unsere beste Zeit mit der Erwerbung allgemeiner Bildung ausfüllen, ist die Erlernung der hebräischen Sprache als lebende eine dringende Notwendigkeit, da sich uns mit ihr der unendlich reichhaltige Schatz der hebräischen Literatur erschließt. Die hebräische Sprache ist eine lebende.' Sie hat gelebt im Mittelalter, wo sie fast die einzige Verkehrssprache der Juden unter einander, sowohl in geschäftlicher als auch in religiöser Hinsicht, gewesen ist. Sie lebt heute noch, indem sie in vielen jüdischen Häusern verschiedener Länder (besonders Palästtna) die Umgangssprache ist und indem sie eine reichhaltige moderne Ltteratur, eine ausgedehnte Publizistik und Belletristik und sogar eine Tagespreffe ihr Eigen nennt. Die Sprache wurde bei uns in Westeuropa tot gesprochen durch die Vertreter der Reform und jetzt — da wir wieder so wett sind, daß die Reform als Wissenschaft ihre Haltlosigkeit bewiesen hat und im jüdischen Lager im steten Abnehmen begriffen ist — ist es unsere Pflicht und Schuldigkeit, die Sprache wieder zu beleben und ihr zu ihrem alten Glanz zu verhelfen zu suchen. Aus diesen Erwägungen heraus, hak sich vor einem Jahre ein Hebräischer . Sprachverein hier in Frankfurt gebildet. Der Verein will nicht nur Leuten, die keine hebräischen Kenntnisse haben, sondern auch solchen, die bereits über gute Grundlagen verfügen und nur der weiteren Vervollkommnung bedürfen, die Möglichkeit zur Erlernung der hebräischen Sprache bieten; und wie .seine einjährige Tätigkeit bewiesen hat, darf er nach beiden Richtungen hin mit Stolz auf die erzielten Resultate'blicken. Der Hebräische Sprachverein hat also seine Notwendigkeit mit Evidenz bestätigt und hofft deshalb keine Fehlbittezu tun, wenn er von neuem die noch jüdisch fühlenden Kreise zur aktiven oder passivenMitgliedschaft einladet. — Die Erfolge der Kurse haben den Vorstand zu der Ueberzeugung gebracht, daß, wenn dieselbe Methode bereits bei .Kindern angewandt wird, das Doppelte zu erreichen ist, indem sie dann zu einer vollständigen Erlernung der hebräischen Sprache als eine Lebendige führt. -Die Schäden der üblichen Methode des mechanischen Uebersetzens kamen'wohl zü einer Zeit, in der man den gesamten Unterricht n u r auf das Gebiet des Jüdischen konzentrierte, nichtzum Vorschein; die jetzigen Verhältnisse aber, wo die Beschäftigung - mit den profanen Fächern deN größten Teil, der -Zett.'der Kinder beansprucht und für das Jüdische nur wenige Stunden in der Woche .übrig läßt,, verlangen gebieterisch" eine Methode, die der Unterrichtsweise der lebendigen Sprache in Nichts nachsteht. Aus diesen Erwägungen heraus beabsichtigt der Hebrärsche Sprachverein die Einrichtung eines; Knigus für Schüler lifjnt v - >2 m al M ö ch e nt l i ch je 1 -Stmche^MMrmrr-m o n atlich M. i.— ' . Wir -ersuchen dirjrn^en Mtern,«welche die Beteiligung ihrer Kinder an Liesem.Kursus.wünfchen,mm baldigsteAnmeldungzuHänüen des Herrn S. .G old mann, Äergweg 28, oder hei der Geschäftsstelle, des »Frankfurter JsraelitischenFanMenblattes", .Heiligkreuzgaffe 32. . . Aer Aorstaud des Kekräifchen Sprachvereins. . O Mein Geschäft £ befindet sich ab Mitte Oktober Oederweg No. 15 D £dolf ifäuser, Friseur. Wilhelm Weimar, Frankfurt a. M. Telephon 9651. Kaiser Wllhelm-PaSsage 23/25. Telephon 9651. Spezialgeschäft in mechanischen u. optischen Spielwaren wie Dampfmaschinen, Lokomobilen, Eisenbahnen, Betriebsmodellen, Laternis mnglcls, Schiffen etc. etc. Vertrieb technischer Neuheiten. Lager aller Zubehörteile. Eigene Beparatnrwerkatätte. Wolf Selig, Frankfurt a. 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